Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Seine Hände liessen nicht von ihr ab, während dieses Spiels der Leidenschaften, während sie ihren zierlichen Körper so geschickt benutzte, ihm dieses sich immer steigernde Wohlbefinden zu bereiten. Gierig erwiederte er ihre Küsse, spielten seine Lippen mit zu nehmender Intensität mit ihren, unterstrichen seine Küsse in Heftigkeit das fortlaufend intensiver werdende Liebesspiel. Er berührte mit seinen Händen ihren Oberkörper, massierte ihn bestimmt aber denoch sanft, fuhr ihre aufregenden weiblichen Rundungen entlang, bis sie sich auf ihre Hüften legten, dies fordernd umschlossen und weiter auf ihren Hintern fuhren. Sie hatte er es verstanden, das Verlangen in ihm zu wecken, bis zu einem Punkt, an dem er ihr nicht mehr wiederstehen konnte. Und nun verstand sie es auch, eben dieses Verlangen zu stillen, so wie er es bisher nicht erlebt hatte.


    Sein Atem war immer noch schwer, beruhigte sich kaum, genau so wie sein Herz nur sehr langsam wieder langsamer schlug. Im Entscheidenen Moment hatte er kurz und laut aufgetöhnt und seine Hände hatten fest in ihre Hüften gegriffen, nur um dann einfach auf das Bett herunter zu fallen. Ihre Haare hingen teilweise in sein Gesicht, doch das störte ihn nicht, er genoss ihre Liebkosungen und als ihre Lippen wieder seine berührten und er sanft ihre Küsse erwiederte, legten sich seine Arme wieder um sie, strichen sanft über ihre Haut, zärtlich und dankbar, für die Freuden, welche sie ihm gerade bereitet hatte. Lange liess er diesen Küsse dauern, bis seine kräftigen Arme ihr wieder einen kleinen Schwung gaben, auf das sie neben ihm zu liegen kam und er,auf seinen rechten Arm, noch halb unter ihrem Kopf, gestützt, neben ihr lag und in ihr Gesicht blickte.


    "Meine kleine Diebin," flüsterte er fast, während er ihr sanft das Haar aus dem Gesicht nahm und sich zu ihr runterbeugte und ihre Lippen sanft küsste, während seine linke Hand leicht über ihren Oberkörper entlang fuhr und sanft die empfindsamsten Stellen ihres Öberkörpers berührte. "Nun musst du deine Schwester nicht anlügen, nun hast du deinen wohlhabenden Liebhaber," fuhr er leise flüsternd fort, während er ihr dabei in die Augen blickte.


    Vielleicht hätte er einfach aufstehen sollen, ihr einen Beutel sesterzen zu werfen und sich wieder seiner eigentlichen Arbeit zu wenden, doch irgendwie lag ihm das nicht. Er genoss ihre körperliche Nähe, genoss es ihre Haut auf seiner zu spüren. Und ausser dem, auch wenn sie nur ein kleines Abenteuer war, und sie nie mehr als eine Gespielin für eine Nacht sein würde, er mochte seine kleine Diebin, die ihm Titus bei der Parade "geangelt" hatte.

    Nun steht auch die Kandidatur des Dominus des Sklaven zur Prüfung an, hier ist der Text auf der Wachstafel etwas ausführlicher.



    Im Auftrag und Namen unseres geschätzten Imperators habe ich meine Candidatur geprüft. Den erforderlicher Cursus Res Vulgares legte ich ANTE DIEM VI ID IUL DCCCLV A.U.C. (10.7.2005/102 n.Chr.) ab und den erforderlichen fortführenden Cursus in Form des Cursu Architecturae I ANTE DIEM IV KAL FEB DCCCLVI A.U.C. (29.1.2006/103 n.Chr.)
    In dieser Legislatur habe ich das für das Aedilat erforderliche Amt des Quaestors inne gehabt.
    Somit erfüllt meine Kandidatur die Bestimmungen des Codex Universalis und ist somit Rechtens.


    Gezeichnet


    Quintus Tiberius Vitamalacus
    Quaestor Consulum



    Danach begibt er sich zurück zur Villa Tiberia.

    Zitat

    Original von Aelia Adria
    Sie legte die Unterlagen sorgfältig in das Regal zurück und trat wieder zu Vitamalacus.
    "Callidus, er hält diesen Kurs ab, weiß sicherlich davon, dass das Ergebnis von Trimalchio für die Wahlen wichtig ist. Spätestens ANTE DIEM IX KAL SEP wirst du die Bestätigung darüber von uns erhalten, keine Sorge.
    Bei allen anderen Kandidaten gab es also keine Probleme? "


    Er nickte leicht.


    "Ich danke dir, Senatorin"


    Auf ihre Frage schüttelte er den Kopf.


    "Nein, die Quaestoren haben alle ihren CRV absolviert, die Kandidaten zum Aedilat zumindest jeder einen fortführenden Kurs und Senator Vinicius Lucianus hat seinen Cursus Iuris schon lange bestanden und auch seine Feuertaufe vor Gericht bereits hintersich gebracht, so das an seiner Eignung zum Praetor keinerlei zweifel bestehen sollte."

    Als sich ihre Lippen berührten, vergass er voll und ganz wo er denn war und die Erinnerung an ihre gemeinsame Zeit am Strand von Ostia überkam ihn, wie eine der Wellen, welche bei dem Gewitter an den Strand geschlagen waren. Er spürte den Geschmack ihrer Lippen, sog ihren Duft in sich auf. Und auch wenn dieser Kuss nur kurz war, hatte er für ihn eine grosse Intensität, die zarte Berührung ihrer Lippen schien er an seinem ganzen Körper zu spüren, jede Faser seines Körpers genoss diesen Kuss, der seine noch ganz und nicht verblassten Erinnerungen an ihre letzten Küsse nur noch mehr verstärkte. Nie wollte er vergessen, wie es war, so sanft ihre Lippen zu berühren und von ihren Lippen berührt zu werden.


    Sanft hielt er sie in seinen Armen, auch seine rechte Hand hatte sich mittlerweile langsam auf ihren Rücken gelegt, er spürte ihre Hand auf seinem Rücken. Sie schmiegte sich so dicht an ihn, das er nicht anders konnte, als ihren wohlgeformten, weiblichen Körper zu erahnen und unweigerlich wanderten seine Gedanke zu dem, was ihr Kleid so sittsam verbarg. Und während sich nun die Ahnungen und Gedanken mit den Einnerungen an Ostia verbanden, dann wurde aus alledem ein Verlangen, dem nach zu geben, es ihn drängte. Doch es war nicht der rechte Ort dafür, auch die Verschwiegenheit eines gewieften Händlers hatte ihre Grenzen. Und zu dem, er wollte es zwar, aber nicht so. Denn es war mehr als ein schnelles Abenteuer, eine heimliche Liebschaft die er mit ihr wollte.


    Sanft hielt er sie in seinen Armen, spürte ihre Nähe und ihre Wärme und blickte in ihr Gesicht, seine dunklen Augen blickten tief in ihre Augen, verloren sich in ihrem Blick. Er wollte sie nicht mehr loslassen, einfach nur ihre Nähe geniessen.... Sie ganz für sich haben, für sie da sein wenn sie ihn brauchte, sie beschützen vor allem das ihr schaden könnte. Würde sich ein Hannibal oder ein Brennus erneut gegen Rom wenden, er würde sich ihm allein entgegenstellen, nur um sie schützen. Seine rechte Hand fuhr sanft über ihren Rücken, löste sich etwas, aber denoch hielt er sie fest im Arm und sein Ohr lauschte halb in Richtung Tür, nie seine Wachsamkeit verlierend


    "Ich möchte dich nicht mehr loslassen, Helena, " flüsterte er leise, während seine rechte Hand wieder zärtlich über ihre Wange strich, sanft mit ihrem Haar spielte und ein Lächeln auf seinen Lippen lag. Langsam beugte er sich zu ihr wieder etwas herab, das seine Lippen erneut dicht bei ihren waren. "Und auch deine Küsse möchte ich nicht mehr missen, Helena."Helena, dieser Name hatte ein besonderen Klang für ihn bekommen, ein Hauch nur und in dem denoch so viel lag, so viel sie ihm bedeutete. Zärtlich berührte er ihre Lippen erneute, küsste sie zärtlich und doch voller Intensität.

    Dem einsetzenden Musizieren schenkte er nicht viel beachtung, es war einfach so, das ihm die schönen Künste nicht sonderlich lagen. Gerade dieser Punkt war es, er ihm etwas sorge in seinen Ideen und vorplanungen für die Ludi bereitete. Er musste sich hier auf ein Gebiet wagen, das ihm nicht sonderlich vertraut war. Doch seine Gastgeberin hatte sichtlich ein gutes Händchen dafür.
    "Nun, ich bin auf den Ausgang gespannt und hoffe, das eine Entscheidung bereits im ersten Durchgang fällt, schliesslich stehen die Ludi romani recht kurz nach der Wahl an. Und ich hätte gerne eine Kollegin, welche mit mir zusammen an der planung Arbeitet und keine, welche im Wahlkampf steht."
    Mit Absicht wählte er diese Formulierung, die nahelegte, wen er denn gewinnen sehen wollte. Und immer wieder erfasste er, wer noch das Attrium betrat. Irgendwie fragte er sich, warum er nicht einfach seine Gastgeberin fragte ? Doch wie hätte das ausgesehen ?
    "Leider konnte ich nicht an der Prozession teilnehmen, mich hielten die Amtsgeschäfte in der Villa Tiberia fest. Zu gerne hätte ich daran teilgenommen."

    Insgeheim ärgerte er sich, das er es versäumt hatte, der Senatorin den Namen des betreffende kandidaten zu nennen, war aber auch dankbar darüber, das sie so gut informiert war, das sie wusste, wenn er meinte. Obwohl man dies wohl von einer Senatorin auch erwarten könnte.
    Kurz überlegte er.


    "Nun, die Frist, in der sich die Kandidaten melden können, ist abgelaufen und die Wahl steht nun ins Haus, daher würde ich gerne möglichst bald wissen, ob er diesen Kurs bestanden hat und somit die Vorraussetzungen erfüllt. Wenn dies bis ANTE DIEM IX KAL SEP DCCCLVI A.U.C. (24.8.2006/103 n.Chr.) erfolgen könnte, wäre mir sehr geholfen. Wenn man mir bis dahin Nachricht in die Villa Tiberia geben könnte, würde ich dann umgehend die Kandidatur anerkennen und auch die Wahlleitung davon unterrichten."

    In einer Seitenstrasse liegt der der Seiteneingang der Villa Tiberia, bestehend aus einer kleinen Türe und einem grossen Tor. Beide führen auf einen in der regel von den Sklaven der Villa häufig benutzten Hof, auf dem Lieferungen aller Art entgegen genommen werden. Auch findet sich hier Platz für die Sänften der Gäste und auch die Tragesklaven werden hier versorgt, solange ihre Domines in der Villa weilen.


    Während das Tor nur auf Geheis des Maior Domus geöffnet werden darf, ist die kleinere, in eine untere und obere Hälfte geteilte Porta des Tagsüber meist zur Hälfte geöffnet, erlaubt so Besuchern heran zu treten und ihr Begehr an den Sklaven welcher hier aufsicht hatheran zutragen. Wer vom Ianitor nicht hereingelassen wird, muss hier sein Glück versuchen.


    Im Sinne der römischen Tugenden wird hier jedem Bettler, welche an den Eingang kommt und sein Leid klagt, etwas Brot und Wasser gereicht und wenn den von den Mahlzeiten der Herrschaften noch etwas übrig ist, nach dem die Sklaven des Hauses sich bedient haben, auch etwas davon.

    Während er so mit dem Öl hantierte, vergass er fast, wer er denn wirklich war. Gerade fühlte er sich nicht als Hausherr, der nicht nur Verantwortung für seine Nichte und sein Mündel trug, sondern auch für den ganzen Hausstand und nebenbei für das Ansehen seiner Gens und auch für die Erfüllung seiner Pflichten dem Volk und dem Imperium gegenüber sorge zu tragen hatte. Nein, gerade jetzt war ihm das nicht so wichtig, die grosse Küche erlaubte es, einfach seinen Gedanken freien Lauf zu lassen und teilweise waren sie in der vergangenheit, sah er sich in der Culina der Casa Rustica seines Grossvaters. Rahels missgeschick hatte er ganz und gar vergessen und auch den Koch der Villa ignorierte er. Stattdessen lächelte er Rahel zu, ihm war klar, das ihr noch recht neuer Dominus recht seltsam auf sie wirken musste.


    "Nun, fürs erste könnteste du eine Karaffe kaltes Wasser und auch gut gekühlten weissen Wein aus dem Keller holen. Es ist immer gut, wen man etwas zum Trinken hat, während man eine Köstlichkeit zu bereitet," trug er ihr in einem freudlichen Tonfall auf, "Ich habe aus Ostia einige Garnelen kommen lassen. Diese möchte ich nach einem Rezept meiner Amme zubereiten."


    Er sprach mit einer selbstverständlichkeit, als ob es das Normalste der Welt sei, das ein Tribun und Quaestor, dazu noch ein Patrizier, in der Culina stand und einfach kochte.
    Während er darauf wartete, das Rahel zurück kam, füllte er den Topf mit Wasser und gab noch einige Kräuter und Gemüse hinzu und hing ihn über das offne Feuer. Danach ging er in einen Nebenraum und holte einen grossen Eimer in die Culina in dem unzählige, lebende Garnelen schwammen, alle etwa so lang wie eine Hand.


    "Noch vor kurzem schwammen diese im Meer vor Ostia," erklärte er, während er überprüfte, ob das Wasser schon kochte. Doch das war noch nicht so weit, so nahm er einen der Knoblauchzöpfe und ein langes Messer und begann, mit einer leichtigkeit als ob er noch nie etwas anderes getan hatte, die erste Knoblauchzehe zu schälen.
    "Und, welches der Öle empfiehlst du mir ?" fragte er Rahel.

    Als sich die Gäste und Familienmitglieder gesetzt hatten, wiess Tiberius Vitamalacus einen die Sklaven, welche für die Getränke zu sorgen hattwen, mit einer knappen Geste an, mit dem Ausschenken des ersten Weines zu beginnen.
    "Ich hoffe euch schmeckt dieser Wein aus meinen Gütern in Hispania," meinte er als er sein Glas in die Runde hob. "Ich habe es leider noch nicht geschafft, mir selbst ein Bild von den Weinbergen am Ufer des Ebros zu machen, doch demnächst werde ich dies sicherlich tun." Während er sprach, ging sein Blick durch die Runde, doch blieb am Schluss etwas länger bei Helena. Wie gerne hätte er sie hier direkt an seiner Seite gehabt, dort wo jetzt sein Mündel war.
    Vielleicht entging ihm auch deshalb der Blick, den seine Sklavin Helenas Bruder zu warf, wie ihm an diesem Abend fast alle Blicke von ihr entgangen waren. Erst als alles aufgetragen war, löste er seinen Blick wieder von Helena und liess ihn über die aufgetragenen Speisen wandern und er war sehr zufrieden mit der Arbeit seiner Sklavin. Dies spiegelte sich auch in dem freundlichen Nicken wieder mit dem er ihren Blick quitierte. Es gab genug Meeresfrüchte und auch für andere Geschmäcker war gesorgt.
    "Nun, denn,... zum Wohl, lasst es euch schmecken."


    Sim-Off:

    WiSim

    Tiberius Vitamalacus betrat das das Officium, und grüsste den Anwesenden gewohnt mil1taerisch knapp.


    "Salve, Decimus Maior."


    Die Haltung des Mannes hatte nichts von ihrer militaer1schen Art verloren.


    "Ich bin gekommen, da ich dem Imperator über die Aufgaben, welche er mir aufgelegt hat, Rechenschaft ablegen will."

    Zitat

    Original von Artoria Medeia
    Bei Tiberius Vitamalacus im Hintegrund unterhielten sich die beiden griechischen Philosophen noch angeregt weiter über die Urmaterie des Kosmos und die verschiedenen Auswirkungen auf den Menschen und ihrer Temperamente. Sehr einige waren sie sich nicht und immer mal wieder schien es fast in eine kleine Prügellei auszuarten. Medeia winkte kurz einen Sklaven heran, flüsterte ihm etwas ins Ohr. Dieser nickte und trat mit einem freundlichen Lächeln auf die beiden hitzigen Gelehrten zu und schien sie tatsächlich von ihrem Streitgespräch abzulenken. So konnte sich Medeia wieder in Ruhe ihrem Gast zuwenden. "Die verschiedenen Weinsorten meines Schwager gibt es heute wohl in Hülle und Fülle. Du wirst mit Sicherheit ausreichend Gelegenheit bekommen, von jeder der Weinsorten probieren zu können." Medeia lächelte gut gelaunt und von einstiger Krankheit oder sonstiger Schwäche war gar nichts mehr bei ihr zu sehen. "Ich hörte von Deiner Rede. Wie sie mir wiedergegeben wurde, ist es ein rethorisches Glanzstück gewesen. Lernt man das auch beim Militär?"


    Er nahm das Streitgespräch im Hintergrund mit einiger Belustigung zur Kenntnis, obwohl es ihm eigentlich ja lange, philosphische Diskussionen ermündenten. Ein soldat hatte seinen Befehl, ein Offizier gab einen Befehl. Es wurde nicht Diskutiert oder gestritten, das war während eines Feldzuges nicht möglich. Undn ob ein Befehl richtig oder falsch gewesen war, sah man immer hinterher, auch wenn man eine Niederlage mit hohen Verlusten erlitten hatte. Doch heute erfreute ihn das angeregte Streitgespräch und auch die Hitzigekeit mit der es geführt wurde. Wie er allgemein an diesem Tag bester Laune war.
    "Ich freue mich darauf, diese Weine zu verköstigen, auch wenn ich so die Produkte der Konkurrenz loben muss," meinte er leicht scherzend, "meine Güter liegen in Hispania, in der Nähe von Tarraco, so das ich meist meinen Gästen Hispanischen Wein vorsetzen lasse. Auch wenn ich, zu meiner schande eingestehen muss, das ich bisher nie meine Güter betreten habe, stehen sie doch unter der Verwaltung eines meiner Klienten," fügte er noch lächelnd an.
    Während er sprach, entgingen ihm nicht die nach und nach eintreffenden Gäste, immer hoffte er, das sie vielleicht auch erscheinen würde. Und denoch schalt er sich immer einen Narren, wenn er sich bei diesem Wunsch ertappte. er sollte sich lieber auf das Gespräch mit seiner Gastgeberin konzentrieren.
    "Beim Militär lernt man, seine Stimme zu erheben, das man gehört wird und seine Worte klar und auch prägnant zu wählen, auf überflüssiges zu verzichten. Ob dies auf meine Rede zu trifft ? Und ob es ein ein Glanzstück war ? Ich weis es nicht, solche Einschätzung überlasse ich lieber anderen." Er selbst würde nie so etwas von seinen eigenen Worten oder Taten behaupten, das war etwas, das ihm selbst fremd war. "Doch ich danke dir für deine Einschätzung, es freut mich das hören. Ich war jedenfalls meinem Grossvater dafür dankbar, während ich sie hielt, das er mich neben vielen militärischen werken auch den alten Cato und auch Cicero hat lesen lassen, vielmehr mich dazu gezwungen hat."
    Er lächelt freundlich, nippt etwas an dem Mulsum und spricht dann etwas an, das ihm selbst sehr am Herzen liegt. "Ich habe vernommen, das auch du dich hast zur Wahl gestellt, als meine mögliche Amtskollegin." Natürlich wusste er das, musste es sogar wissen, denn schliesslich prüfte er alle Kandidaturen auf ihre Gültigkeit. "Auch wenn es um dieses Amt eine stärkere Konkurrenz gibt, lass dir versichert sein, mich würde es freuen, dich erneut als meine Kollegin zu haben."

    Die Amtszeit des Quaestor Consulum näherte sich dem Ende und es war Zeit erneut beim Imperator vorstellig zu werden, um über die aufgetragenen Aufgaben zu berichten.
    So war er dem Weg gefolgt, den 1hm der Posten gew1esen hatte und klopfte an d1e Tür des Officiums

    Es dauerte ein Weile, bis Tiberius Vitamalacus alles durch gelesen hatte und es viel ihm schwer bei dem Inhalt an manchen Stellen die Haltung zu bewahren, doch bis zum Ende blieb sein Gesichtsausdruck von einer stoischen Gelassenheit. Dann als er geendet hatte, blickte er wieder auf.


    "Nichts, von dem hier ist je geschehen. Sollte es deiner Meinung doch passiert sein, könntest du dich eines Morgens in der Cloaka Maxima wieder finden."


    Nicht das er meinte Plautius Bote sei nicht vertrauenswert, doch hielt er die Betonung der Gefahr für sinnvoll.


    "Ach ja, und solltest du den Mann wieder finden, welchen du nicht mehr kennst, dann sage ihm einfach : Danke."

    Er hatte insgeheim befürchtet, sie würde sich seinem Arm entziehen, den Abstand zwischen ihnen wieder vergrössern, doch nichts dergleichen passierte. Stattdessen schien sie diese Nähe genau so zu geniessen, wie er selbst, vielleicht verlangte es ihr nach dem gleichen nach dem es ihm verlangte. Er versuchte in ihren Blicken nach einer Antwort zu suchen, doch ihm fehlte die Erfahrung, die kleinen Zeichen in ihrem Blick richtig und sicher zu verstehen. Und er ertappte sich dabei, das er ihre Blicke mit jenen von Luciana verglich und eines war sicher, Lucianas Blick war direkter, fordernder gewesen. Doch, das sagte er sich gleich dahinter, Lucianas Absichten waren auch kaum verhüllt gewesen und die Umständen und der Ort waren auch gänzlich ander gewesen. Helena hätte er solches an diesem Ort nicht zugetraut.


    Warum hatte er nur noch keine Antwort aus Germanien ? Diese könnte alles so viel leichter machen. Wenn sie von seinen Absichten wüsste, dann wären die Fronten geklärt, vieles das so zwischen ihnen Stand einfach beseite gewischt. Wie sehr war er gerade jetzt versucht, an diesem Ort in diesem Moment ihr von seinen Absichten zu erzählen, wie sehr er sich gerade wünschte, sein weiteres Leben mit ihr zu teilen. Nicht nur vielleicht mal eine Nacht mit ihr zu verbingen, oder auch mehrere sondern eben jede Nacht, welche sein Dienst für das Imperium erlaubte. Und sie jederzeit so in den Armen zu halten, wenn er das bedürfniss danach spürte oder spürte, sie bräuchte diesen Halt. Warum erzählte er ihr nicht von seinen Absichten ? Nur wegen den Konventionen ? Ja,... Genau wegen diesen Konventionen war es.


    Doch warum liess er sie dann nicht los ? Sahen die KOnventionen es denn vor, das ein Mann eine Frau so fest im Arm hielt, wie er es gerade tat ? Sicher nicht, doch er wollte sie nicht los lassen. Wie schon am Strand von Ostia hatte sich, an einem Ort an dem man es nicht so erwarten konnte, ja nicht erwarten durfte, zwischen ihnen ein magischer Moment entwickelt. Sie waren wieder abseits der Konvention, nur sie und er, die Umgebung war vergessen, ihre Titel und Ränge waren vergessen. Sie waren nur eine Mann und eine Frau.


    "Auch wenn ich weiss, das jeder Moment endet, Helena, so wünschte ich doch, dieser Moment würde es nicht tun, und für die Unendlichkeit gäbe es nur mich und dich," antwortete er leise flüsternd, in diesem Satz immer noch seinen vernunft betonten Verstand aufweisend, dem manches philosophische fremd war und gleichzeitig seine grössten Sehnsüchte offenbarend.


    Immer noch ruhte seine rechte Hand auf ihrer Wange, berührte ihre zarte Haut sanft und sein linker arm zog sie noch etwas dichter an sich heran. Seine Sinne mochten zwar von ihrer Gegenwart benebelt sein, doch immer noch waren es die Sinne eines Soldaten, geschult in unzähligen Nachtwachen. Der Händler war nicht da und wenn, er war keine Sorge für ihn, denn ein Händler dieser Qualität musste wissen, was disrektion bedeutete. Und vor der Tür war alles Ruhig, niemand machte anstalten das Geschäft zu betreten. Diese Abwegen dauerte nur bruchteile eines Moments und er hatte seine Entscheidung gefällt. Wie schon am Strand von Ostia beugte er sich etwas zu ihr herunter, ganz dicht an ihr Gesicht, während seine Hand zärtlich über ihr Haar strich.


    "Ich darf doch ? " flüsterte er, fragend zwar im Ton, aber dennoch nicht auf eine Antwort wartend, denn fast zeitgleich legte er seine Lippen auf ihre. Und wenn sein erster Kuss in Ostia noch von beinahe ängstlicher Schüchternheit geprägt gewesen war, dieser zeugte von grosser Entschlossenheit.

    Tiberius Vitamalacus betrat die Scholae und wandte sich direkt zum Officium der Rektorin.
    Genau wie es auf dem Schild stand trat er ein, nachdem er kurz, aber bestimmt angeklopft hatte.


    "Salve, werte Senatorin Aelia, Tiberius Vitamalacus, Quaestor Consulum," stellte er sich knapp der vollständigkeithalber vor, bevor er direkt zu seinem Anliegen kam.
    "Ich prüfte gerade die zulässigkeit der Kandidaten und stiess dabei auf die Tatsache, das für den Kandidat für das Amt des Tribunus Plebis kein fortführender Kursus eingetragen ist."
    Er machte eine kurze Pause und fuhr dann fort.
    "Könnte es sein, das dieser an einem laufendem Kursus erfolgreich teilnimmt, beziehungsweise teilgenommen hat, welcher noch nicht eingetragen wurde ?"

    Die Stimme die sich da aus der Menge abhob, hätte auch leiser sein können, ihm wäre sie sofort aufgefallen, hatte sie ihm nicht schon bei seiner Rede zur Quästur eine gute Frage gestellt und hatte er sie seit dem nicht immer wieder gehört. Und es freute ihn, sie dort unter den Zuschauern zu wissen und freute ihn noch mehr, das sie sich nicht scheute, trotz ihrer Freundschaft, ihm Fragen zu stellen, welche, wäre er nicht in der Lage zu antworten, ihn eventuell in schwierigkeiten bringen könnten.
    So wandte er sich fast Augenblicklich zu ihr und war sogar versucht ihr ein Lächeln zu schenken, doch das passte nicht an diesen Ort und so blickte er sie ernst aber sehr freundlich an und setzte fast sofort zur Antwort an.
    "Werte Iulia Helena, " fast hätte er wieder mal ihren Nomen Gentile unterschlagen,"Kultur ist ein sehr weites Feld, da gebe ich dir Recht. Und auch das Publikum der Ludi Romani werden weit gestreute Interessen haben. Mögen sich die einen an den werken der alten Meister erbauen, lösen diese bei anderen nur gähnen aus. So will ich für ein Programm sorgen, welches für jeden etwas bietet, Aufführungen von Römischen und Griechischen Dichtern in den Theatern der Stadt und in den Strassen Gaukler, Tänzer und Puppenspieler. Es soll ein breites Angebot werden, in dem jeder etwas findet an dem er sich erbauen kann."


    Der zweite Teil ihrer Frage war schon etwas schwieriger zu beantworten, doch auch hier war er um keine Antwort verlegen, denn seine Gedanken hatten sich lange mit diesem Thema beschäftigt und das nicht erst, seit er sich entschlossen hatte zu kandidieren.


    "Zunächst einmal möchte klarstellen, das ich hier nicht als ein Aussenstehender in Erscheinung treten will, welcher einfach behauptet alles besser machen zu können und zu wollen. Ich will weder dem Architektus Provinziales noch irgendeinem Magistraten einer Stadt in seine Arbeit herein reden. Ich biete meine Hilfe an, nicht mehr und nicht weniger. Und wie kann diese Hilfe aussehen ? Nun, als Soldat und Offizier habe ich eine zahlreiche Erfahrung darin gewonnen, Gebäude zu errichten und auch zu beurteilen, was getan werden muss, um ein bestehendes Gebäude vom Einsturz zu retten, nebenbei vertiefte ich dieses Wissen an einem Cursus an der Scholae. Ich weiss also, wo von ich spreche, wenn ich ein Gebäude oder ein Gebäudeplan betrachte."


    Er macht eine kleine Pause, blickt kurz in die Runde und nickt dem einen oder anderen, der ihm applaudiert, kurz zu und stellt erfreut fest, das er bisher nur positive Äusserungen gehört hat. Dann heftet er seinen Blick wieder auf Helena.
    "Doch ich denke, Wissen und Fachkraft gibt es in der Provinz genug. Vornehmlich sehe ich meine Hilfe darin, das jene Arbeitskraft, welche in der Provinz vorhanden ist, auch für diese wichtigen Aufgaben bereitsstehen. Sei es, das ich meinen Einfluss bei den Legionen Roms einsetze, oder aber dafür sorge, das Gelder bereitstehen, damit private Kräfte diese Tempelbauten errichten können, aus meinem eigenen Vermögen und auch durch Spenden der römischen Bürger. Denn ich scheue mich nicht davor, für das Wohl der Volkes von Rom zu einem Bettler zu werden !"

    Stesichoros
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    Missmutig kehrte der Ianitor zurück und öffnete die Tür. Er konnte sich immer noch nicht daran gewöhnen, welcher Umgangston hier manchmal herrschte. Dieser Domine, der gerade (auch wenn dies mittlerweile eine Legislatur her war) aus Germanien gekommen war, legte immer noch diesen Castellumstonfall an den Tag.


    "Er lässt dich bitten. Du mir folgen...." sagte er mismutig und in einem übellaunigen Tonfall und führte den Boten ins Tablinium.

    Tiberius Vitamalacus sass hinter seinem Tisch, vor sich ein paar Wachstafeln mit Aufzeichnung, welche er in den letzten Tagen und Wochen für sein nächstes Treffen mit dem Imperator erstellt hatte. Auf einem kleinen Nebentischchen stapelten sich bereits Ideen und Entwürfe für die nächsten Ludi, denn sollte er gewählt werden, stünden diese Quasi sofort an, da wäre es gut schon Vorbereitet zu sein.
    Die Meldung des Ianitors, ob des Fremden an der Tür, störte ihn gerade in seiner arbeit, so befahl er, kurz und prägnant, das man den Fremden herein führen solle.


    Doch er erhob sich nicht, als der Gast herein geführt wurde, sondern blickte nur kurz auf


    "Was führt dich zu mir ? " fragte er mit knappen, befehlsgewohnten Ton.