Allein ihre Äusserung, sie würde ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen, erfreute ihn irgendwie mehr als viele andere Äusserungen die in letzter Zeit ihm gegenüber gemacht wurden, zeugte es doch davon, welch ein Vertrauensverhältnis mittlerweile, oder doch eigentlich von Anfang an, zwischen ihnen herrschte. Und es gab ihm auch die Hoffnung, sie würde seinem Werben später nicht besonders abgeneigt sein, war denn die Verbindung, welche er sich mit ihr wünschte, auch besonders eine des gegenseitigem Vertrauens. Und er vertraute ihr mehr als er jedem anderem Menschen in seinem Umfeld traute. Ihr konnte er offen seine Sorgen berichten, ohne Angst haben zu müssen, eine schwäche zu zeigen. Sich ihr zu Offenbaren und sich zu Öffnen war ihm vom ersten Augenblick leicht gefallen. Vielleicht war dies der Grund, warum er sich entschlossen hatte Briefe nach Germania zu schreiben und so um die Erlaubniss zu bitten um sie zu werben.
Doch es war auch noch mehr, das er spürte, wenn sie in seiner Nähe war, etwas das er gerade jetzt, in dieser Oase der Ruhe in mitten der lauten und heissen Märkte der Stadt. Diese Sehnsucht danach, seine Arme um sie zu legen und sie einfach zu küssen. Und dieses Verlangen danach, nur mit ihr allein zu sein und mit allein die Nacht zu verbringen, mit ihr das zu erleben, was er mit LUciana für sich entdeckt hatte. Doch er wusste auch, das er noch lange darauf warten musste, wenn sie denn dazu bereit wäre, denn er schätzte und ehrte sie zu sehr um sich nur auf ein Abenteuer mit ihr einzulassen. Er würde stets ihre Ehre verteidigen und wenn dies gegen sich selbst zu kämpfen hiess.
Auf seinen Lippen lag ein leichtes Lächeln, als er mit ihr in den Spiegel blickte und sein Lächeln zeugte davon, wie glücklich er in diesem Moment war. Ihm entging nicht, das sie seine Äusserung so verstand, wie sie gemeint war und er bereute es, das er nicht besser darin war, die Worte zu finden, welche ihre Schönheit richtig umschrieben. Doch vielleicht war es auch besser so, denn schon seine gelegentliche, ernste Komplimente schien sie zu berühren und er hoffte insgeheim, das sie sie nicht unangenehm berührten. So schwieg er, blickte zu ihr herunter, schenkte ihr ein Lächeln, das sein Kompliment in seiner Aufrichtigkeit einfach unterstützen sollte. Es war der Blick eines Mannes, der zu ein wunderschönen jungen Frau blickt, welche er aufrichtig bewundert und auch ehrte.
Und dann, dann lag seine Hand plötzlich auf ihrer Wange, ohne genau zu wissen wie es passiert war. Zunächst dachte er, er habe seiner sehnsucht sie zu berühren nach geben, doch irgendwie war ihm dann eher, als das sie sich ihm etwas genähert hatte, jene kleine Lücke, die er noch zwischen ihnen gelassen hatte einfach überwunden. Doch egal wie es passiert war, das Result war dasselbe, er spürte ihre zarte, weiche Haut ihrer Wangen unter seinen Fingern und ganz leicht und zärtlich strich er darüber, sein Blick war dabei direkt in ihre Augen gerichtet. Er sagte nichts, jedes Wort wäre in diesem Moment fehl am Platz so schien es ihm. Stattdessen legte er ganz leicht und fast zaghaft seine linke Hand auf ihren Rücken, zog sie etwas dichter an sich, ohne dabei seine rechte von ihrer Wange zu nehmen oder seinen Blick von ihren Augen zu lösen.