Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Das war die Einstellung, welche er von einem Centurio und auch noch Primus Pilus erwartete. Schnell und pragmatisch eine Lösung bereit, ohne grosses Zögern oder ähnliches. Nein, so musste man es tun, einfach tun eben, nicht lange und erschöpfende Diskussionen führen, sondern einfach eine Kohorte abkommendieren und handeln. Hätte Caesar vor Alesia eine `Baufindungskommision` einberufen, wäre Rom heute gallisch und nicht umgekehrt. Zufrieden nickt Tiberius Vitamalacus.


    "Centurio, ich sehe, du hast es genau erfasst, was zu tun ist."


    Bei den folgenden Worten muss er leicht schmunzeln, ja sein Gesichts ausdruck kommt dem eines Lachens schon sehr nahe.


    "Nun, Centurio Plautius, ich gebe mir zwar immer noch mühe, nicht zu rosten, doch leider ist mein Exzierplatz nur noch ein kleiner Hinterhof in der Villa, in dem ich mit Titus und einigen Sklaven noch Übungen abhalte. Aber, ich würde dich gerne als meinen Klienten annehmen. Gute und aufrechte Männer sind mir immer willkommen."

    Eine Verschwörung funktioniert nur, wenn die Zahl der Wissenden wirkl1ch klein ist, denn sonst kommt sie früher oder spaeter ans Tageslicht. Und das nicht von Verschwörungstheoretikern und sogenannten (selbsternannte) "Experten".


    Der 11.9 hat aber eine Dimension, welche, wenn als Verschwörung gedacht, zu viele Leckpunkte hat, so das nach dem 11.9 in den USA eine wahre Flutwelle von Selbstmorden, Unfaellen, plötzlichen tödl1chen Erkrankungen von M1tarbeitern von NSA, CIA, FBI, Pentagon, White House, etc geben müssen.


    Wen ich mir einfach überlege, welche internen Zwistigkeiten zwischen einzelnen Behörden (egal welcher Art) herrscht, wage ich es zu behaupten, das an einer solchen "Verschwörung" n1cht mehr als eine Behörde beteil1gt se1n könnte. Und die anderen würden alles dran setzen, ihrer "Gegnerbehörde" 1rgendwie etwas nach zu weisen...


    Kurz und knapp, solche Theorien glaube ich genau so sehr, wie an die nichtexistenz von Bielefeld.... Aber interessante Unterhaltung mag es sein. =)

    Zitat

    Original von Tiberius Iulius Numerianuns


    Die Einladung zur Feier der Artoria angenommen zu haben, bereute er immer weniger. Neben der Anwesenheit seines Freundes Numerianuns und zahlreichen Kameraden von seiner IX., war es besonders das Erscheinen von Helena das ihn erfreute.
    Das seine Freund nicht direkt mit Helenas Vater sprechen konnte, wurmt ihn etwas, zu gerne hätte er bereits zumindest eine erste Einschätzung erfahren. Doch so hilft nur, sich in Geduld zu üben.
    "Ich danke dir für deine Mühen, mein Freund. Ich hoffe bald etwas von deinem Bruder zu hören."
    Sein Blick wandert kurz zu Helena herüber, fragt sich, wie er es anstellen kann, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Doch gleich darauf wendet er sich wieder seinem Freund und seiner Nichte zu.
    "Nun, es war wirklich ein Zufall, das sie und ich uns sogar zweimal trafen, in wie weit dies von den Göttern gelenkt war, weis ich nicht. Doch gerade beim ersten mal trafen wir uns an einem Ort, welcher eine grosse Bedeutung für mich hat."
    Später würde er seinem Freund vielleicht mehr davon berichten, doch hier war nicht der rechte Ort und die rechte Zeit dafür.

    Als Rahel den Wein und das Wasser bringt und ihm gleich je einen Becher einschenkt, nickt Tiberius Vitamalacus seine Sklavin aufmunternd zu. Und um zu verdeutlichen, das sie bisher alles richtig gemacht hat, nimmt er gleich einen Schluck des Weines. Dabei legt er nur kurz das Messer aus der Hand, schneidet gleich darauf weiter die Knoblauchzehen. Während das Messer in einer atemberaubenden Geschwindigkeit den Knoblauch schält und gleich darauf in kleine Scheiben und dann Stücke zerschneidet, wendet er sich an Rahel : "Gib bitte zwei Becher Wein in den Topf, es dauert dann zwar noch etwas, bis er die richtige Temperatur erreicht hat, aber so bekommen die Garnelen noch einen besseren Geschmack."


    Mit einem nachsichtigem Schmunzeln hat er ihre Bemerkung zur Kenntniss genommen. Ein Domine der kocht war sicher etwas sehr ungewöhnliches, aber auch ein Patrizier darf sich seine Marotten leisten und wenn dies nur kochen war. "Nun, in der ersten Zeit in der Legion habe ich häufig gekocht, oft nicht nur für meine Zeltgemeinschaft, sondern auch für andere. Nichts ist besser für die Motivation der Truppe, sagte schon mein Grossvater, wie ein Legionär mit einer guten Mahlzeit." Und, so denkt er sich im Stillen, mit Titus Kochkünsten hätten sie den letzten Krieg sicher verloren. Puls, der noch dazu angebrannt war, war wirklich auf dauer Gift für die Motivation.


    "Ich war schon als kleiner Junge gerne in der Küche, dort war das Reich meiner Amme," erzählt er frei und gelöst, während er das Messer schwingt. An diesem Tag zu Kochen, ist für ihn nicht arbeit, sondern nur eine Form der Entspannung. "Sie war eine wunderbare Köchin, verstand es, aus einfachen Dingen herrliche Gerichte zu bereiten. Nur vom Zugucken konnte man eine Menge lernen."
    Er nimmt eine der Ölkaraffen und nickt. "Ja, ich denke diese Öl ist das Richtig, ein reines Öl, zwar kräftig im Geschmack, aber dennoch wird es den Geschmack der Garnelen nicht überlagern." Er wirft Rahel einen Fragenden Blick zu. "Kocht das Wasser im Topf schon richtig ? Wenn es nicht heiss genug ist, nehmen die Garnelen beim ersten Kochen gleich einen schlechten Geschmack an."

    Tiberius Vitamalacus nickt kaum merklich, für ihn ist die Anwesen- oder Abwesenheit des Quaestor Princepes damit erledigt. Zwar hatte er den Eindruck gewonnen, der Martinier hätte höhere Ziele angestrebt und eigentlich hätte er damit gerechnet, das er schon diesmal wieder zur Wahl antritt, doch nun, das war nicht seine Sorge.


    "Mein Imperator, damit kämen wir zu den Aufgaben, welche du mir erteilt hast. Zunächst wäre da, der Entfall der automatischen Auszeichnung. Dazu würde ich empfehlen, die entsprechenden Passagen in den Paragraphen der einzelnen Ämter zu streichen oder aber durch eine `kann`-Formulierung zu ersetzen."


    "Den § 48 "Ornamenta" würde ich empfehlen bei zu behalten, gibt er doch eigentlich nur ein Schema vor, wie verschiedene Aufgaben ausgezeichnet werden können. Einzig § 48.4 sollte gestrichen werden."


    Er legt dem Imperator eine Wachstafel mit den entsprechenden Paragraphen und Anmerkungen zu ihnen vor.



    Entfall der automatischen Auszeichnung:


    § 51.9 (Censor)
    § 52.10 (Consul)
    § 53.7 (Praetor)
    § 54.11 (Aedil)
    § 55.6 (Tribunus Plebis)
    § 56.10 (Quaestor)
    § 57.8 (Princeps Senatus)


    Entweder streichen, oder aber ersetzen durch eine "kann" Formulierung z.B. :
    § 56.10 Die Quaestoren können, nach Ermessen des Imperators und/oder des Senates, gemäß Ornamenta Quaestoria ausgezeichnet werden.


    Streichung von § 48.4 "Fixe Auszeichnungen werden immer....."


    Alternativ:


    zusätzlich Streichung von § 48 "Ornamenta"


    Tiberius Vitamalacus nahm die Hand seines Freundes, zog ihn dichter an sich umd klopfte ihm kraeftig auf d1e Schulter. Diese Begrüssung zweier alter Freunde und Waffengefaehrten musste sein. Und schliesslich war hier auch ein Fest von ausgesprochener Gelassenheit.


    "Nun, in Tarraco sah 1ch M1nervina auch das erste Mal, damals mochte s1e es noch von ihrem Onkel durch die V1lla getragen zu werden."


    Immer wieder wandert se1n Blick kurz zu Helena herüber.


    "Nun, ich sehne mich zwar immer wieder mal nach dem Castellum zurück, aber ansonsten... Hast du meine beiden Briefe erhalten ?"

    Bedächtig nickt Tiberius Vitamalacus.
    "Gerade die Lage in Ostia stimmt mich nachdenklich. Die Dummvir von Ostia, Numerianuns Nichte Iulia Helena, berichtete mir von dem Zustand des Tempels und das seit langem nichts passiert ist. Erst mit dem Beginn ihrer Amtszeit werden wieder Anstalten unternommen, den Tempel wieder zu errichten, doch die Prima schiebt bisher ihren Theaterbau vor, wenn es um praktische Hilfe geht. Auch wenn man es nicht glauben mag, der Tempelbau hat anscheinend auch nicht unbegrenzte Mittel zur Verfügung."


    "Nun, es besteht natürlich die Möglickeit, das Klientelverhältniss zu lösen. Auch wenn man dies nicht zu häufig tun sollte. Doch wenn für einen Klienten sich die Möglichkeit bietet einen höheren, einflussreicheren Patron zu haben, oder aber der klient den Patron an Einfluss und Macht überrundet, sollte dies möglich sein. So würde ich es jedenfalls als Patron handhaben. Und je weiter man in die höhen der Politik kommt, desto weniger kann man direkt befehlen auf seiner Ebene, es ist mehr ein geschickt platziertes Wort, oder das richtige Wort über Dritte an die richtige Stelle zu plazieren. So kann man für seine Klienten das erreichen, was man für sie erreichen soll. Sei es, zu erreichen das sie erhoben werden, oder aber sonst wie ihren Werdegang förder kann."


    "Wenn zum Beispiel einer meiner Klienten in den Cursus Honorum einsteigen möchte, würde ich dafür sorgen, das natürlich meine Klienten ihn wählen. Aber auch, das er bei einigen wichtigeren Leuten bekannt wird. Sollten zwei meiner Klienten gegeneinander in Konkurenz treten wollen würde ich das auch zu verhindern suchen."


    Als Plautius über die Lage in der Prima spricht, so wie er sie empfunden hat, kostet es den Patrizier sehr viel überwindungskraft, nicht wütend oder zornig auf den Tisch zu schlagen. Natürlich hat jede geschichte zwei Seiten, doch er kennt den Centurio schon zu lange, um an seinen Urteil zu zweifeln.
    So schüttelt er traurig den Kopf, scheinbar ruhig, doch in den dunklen Augen flackert sein Blick zornig auf. Er fragt sich, was sein Grossvater als Legatus getan hätte und er ahnt, das der Tribun, über den Plautius spricht, nach der Reaktion seines Grossvaters sich wünschen würde, seinen Abschied zu nehmen.
    Ernst sieht er den Centurio an.


    "Centurio Plautius, DU bist der Primus Pilus ! Dieser Rang, dieser Titel machen dich zum wichtigsten Centurio der Legio, damit bist du mehr wert als jeder Tribun ! DU bist der Offizier mit grössten Kampferfahrung ! Jeder der in den Legionen gedient hat, sollte dies wissen. Wer es nicht weis, sollte seinen Abschied nehmen !"

    Eine ganze Weile dauert es, bis sich sein Atem und sein Herzschlag beruhigt hat und so lange geniesst er einfach ihre Küsse und zärtlichen Berührungen. So etwas hat er schon lange nicht mehr gespürt, ein rasender Atem und wild schlagendes Herz, und das ohne wirkliche körperliche Anstrengung, jedenfalls keine, die er bisher Praktiziert hatte. Kein Gewaltmarsch, keine schnelle Runde das Intervallum entlang, kein Schwertkampf hatte in der Kürze der Zeit ihn dazu gebracht, so ausser Atem zu geraten. Oder schien es ihm nur so kurz ?
    Jedenfalls bereut er nicht, sich auf dieses Spiel eingelassen zu haben. Und wenn er so in ihr Gesicht blickt, spürt er, das es wohl ganz und gar nicht die falsche Entscheidung war, seine Position nicht geschwächt, sondern vielleicht sogar noch gestärkt hat.


    Langsam löst er sich von ihr, von ihren zärtlichen Händen und dem unschuldigen Lächeln. Doch es bedarf nicht des Gedankens an ihren Dolch, er weiss auch so, das sie ganz und gar nicht unschuldig sein konnte, auch wenn ihm dieses Lächeln sehr zusagt, er es mit einem fürsorglichem Lächeln, das seiner Rolle als ihr älterer, wohlhabender Liebhaber entspricht. Langsam erhebt er sich, steigt aus dem und geht zu dem Tisch, auf dem ihre Gläser stehen. Er macht sich nicht die Mühe, seine Blöse zu bedecken, sondern geht so wie er mit ihr das Bett geteilt hat, zum Tisch und zurück.


    Während er ihr das Glas reicht, setzt er sich neben sie auf die Bettkante, sanft streicht er über ihren Oberkörper. "Ich möchte das du heute nacht bleibst, doch du kannst auch gehen. In dem Fall würde ich dir gleich Geld, eine Tunika und die Adresse deiner neuen Wohnung geben." Er lächelt zwar, doch seine nächsten Worte sind ernst."Du wirst diese Villa in Zukunft nur durch den Hintereingang verlassen und betreten. Und betreten wirst du sie auch erst, wenn ich dich rufen lassen. Und solltest du mich zufällig auf der Strasse treffen, wirst du mich nicht ansprechen. Ist das Klar ?"
    Er erwartet nicht wirklich eine Antwort, sie sollte ihre Rolle kennen, jedes Wiederwort an dieser Stelle würde sich sehr zu ihrem Nachteil auswirken. Stattdesen legt er seine Hand auf ihre Wange, streicht sanft darüber, scheibt sich langsam in ihren Nacken. "Nun habe ich nur noch zwei kleine Fragen, meine Diebin." Er zieht sie sachte zu sich hoch. "Bleibst du heute Nacht ? Und Wenn ja, hast du Hunger ?"

    Der Quaestor Consulum nickt bei den Worten des Imperators zustimmend. Er selbst hat bei seinem Auftritt auf der Rostra eigentlich nur Zuspruch erhalten und wie er es bei den anderen Kandidaten in Erfahrung gebracht hatte, gab es dort vielleicht hitzigere Debatten, aber diese wurden denoch auf einem gewissen Niveau geführt.


    "Nun, ich hatte Matinius Metellus zusammen mit Artoria Medeia zu einem Treffen der Quaestoren in Rom geladen, und er ist nicht erschienen. Ich hatte ihm angeboten geboten, die Einheiten in Italia aufzusuchen, in denen Peregrini dienen, welche das Bürgerrecht verliehen bekommen könnten."


    Er holt eine weitere Wachstafel hervor und legt sie dem Imperator vor.



    Name Einheit Dienstgrad Eintrittsdatum
    .....längere....
    .....liste.....
    ..... mit .....
    .....namen.....


    Quintus Atticus Classis Misenensis Gubernator NON FEB DCCCLVI A.U.C. (2.2.2006/103 n.Chr.)


    ...weitere...
    ...namen....



    "Da ich bisher sie nicht dem Quaestor Prinicepes übergeben konnte, erlaube ich es mir, sie dir direkt zu reichen. Ich will die Kommandten der Einheiten nicht umsonst bemüht haben."

    Während der Centurio sprach, war Tiberius Vitamalacus selbst aufgestanden und hatte seinem Waffengefährten ein Glas und Krug mit gekühltem Wasser hingestellt. Sicher hätten wohl die meisten Männer seiner Stellung einen Sklaven bemüht, diese Arbeit zu tun, doch der hochgewachsene Soldat machte sich gerade im Umgang mit Kameraden sich absolut nichts aus Standesdünkel.


    "Zunächst einmal, Glückwunsch zu deiner Standeserhebung, sie war längst überfällig, wenn man bedenkt, wie leicht manche Civilisten dazu kommen," sagt er während er sich langsam setzt.

    "Ich hörte schon von eurer Verlegung nach Mantua. Leider kam mir über die dortige Prima nicht sehr viel gutes zu ohren. Mir scheint es, manche dort ruhen sich zu sehr auf dem Namen der Legion und vielleicht auch ihren Eigenen. Waährend die wchtigste Hafenstadt Italias unter einem Mangel an Tempeln leidet, baut man dort in Mantua lieber ewig an einem Theater.
    Was Cato angeht, der wird seine Strafe erhalten, auch wenn er seit langem schon eher meine Freund, denn mein Sklave ist. Doch er hat mich jetzt schon das zweite Mal enttäuscht und verraten. Ich werde sicher nach der Wahl euch in Mantua besuchen, spätestens dann werde ich mit Livianus auch darüber sprechen. Ich muss mir diese Göre ansehen, für die Cato zu sterben bereit ist."


    Er macht eine kleine Pause.

    "Nun, für einen Patron bedeutet jeder Klient einen gewissen Gewinn an einfluss in der Politik, spricht man doch nicht nur von seiner Wählerstimme sondern von zahlreichen. Doch wichtiger für mich ist, das ein Klient seinen Patron auch mit Informationen versieht, egal worüber, denn jede information kann wichtig werden im richtigen Zusammenhang. Doch das muss ich dir als erfahrenen Soldaten ja nicht erzählen. Dein inoffizieler Bericht über Cato ist etwas, was ich von einem guten Klienten erwarten würde."

    Das Zittern ihres Körpers, als er davon sprach sie und ihre Küsse nie mehr missen zu wollen, war ihm nicht entgangen und unweigerlich hielt er sie etwas fester, doch immer noch sanft und behutsam. Und er bereute es, diese Worte verwandt zu haben, denn er spürte die verunsicherung, welche sie in ihr Ausgelöst hatten und nichts wollte er weniger als sie zu verunsichern. Nein, er wollte sie schützen und halten, für sie da sein, wenn sie ihn brauchte. Doch die Worte waren gefallen und nichts konnte sie zurücknehmen und ihr die ganze Geschichte dahinter erzählen, das konnte er nicht, noch nicht. Und so genoss er diesen Kuss, genauso wie den ersten und auch genauso, wie jene am Strand von Ostia.


    Er probierte es zumindest, denn seine Gedanken drehten sich um die Worte, welche er gesprochen hatte, und die Fragen welche diese wohl in ihr ausgelöst hatten. Doch auch trotz der Tatsache, das seine Gedankengänge darum kreisten, wie er ihr denn verdeutlichen konnte, welche Intention er den wirklich hatte, ohne den Pfad des Respekts und der Anerkennung zu verlassen, welchen er mit den Briefen nach Germanien eingeschlagen hatte, löste jede der Berührungen ihrer Lippen mit seinen wohlige Schauer in ihm aus. Und er betete zu den Göttern, sie würden es zulassen, das er diese Lippen immer wieder schmecken konnte. Doch gerade jetzt lag es auch an ihm, das Richtige zu tun, um sie wirklich zu gewinnen.


    Ihren ernsten Blick erwiederte er nicht weniger ernst, auch wenn in seinen Augen immer noch ein fröhliches, gelassenes Flackern war, doch er wollte nicht, das sie den Gedanken bekommen könnte, er würde nur mit ihr spielen. Denn auch wenn er heraus hörte, was sie mit ihren Worten meinte, das sie nur den Weg einer heimlichen Affaire sah, das war nicht was er wollte. Eine Affaire, ein Abenteuer, das konnte er mit einer Frau wie Luciana haben, nicht mit einer Frau, welche den göttlichen Caesar zu ihren Ahnen zählte. Obwohl der ja auch nicht den Abenteuern angeneigt gewesen sein sollte und dabei auch vor den höchsten Ständen nicht halt gemacht hatte. Doch er, Quintus Tiberius Vitamalacus schätzte sie zu sehr, um sich auf so etwas mit ihr einzulassen, denn es waren immer die Frauen, welche den Preis des Ehrverlustes zahlen mussten, wenn den eine solche Affaire publik wurde.


    So hielt er sie fest in seinen Armen als sie sich an ihn schmiegte, fuhr sanft über ihren Rücken. Er spürte, das sie Fragen hatte, Fragen, welche sie sich scheute zu stellen und die sie doch stellen musste, um ihrer Verwirrung herr zuwerden. Und sie konnte sie ihm stellen, sie könnte ihn Fragen was sie wollte, er würde es ihr beantworten. Doch da sie schwieg, sprach er, liese flüsternd in ihr Ohr. "Ja, wir sind wer wir sind. Ein Mann und ein Frau. Nicht mehr und nicht weniger." Seine Stimme klang freundlich, gar zärtlich, während er, leicht zu ihr herunter gebeugt, in ihr Ohr flüsterte. "Das Gesetz,.... Es kennt eine Möglichkeit. Doch es sind die Traditionen, welche es mir noch verbieten, mir dir darüber zu reden, Es gibt bestimmte Wege, die ein Mann einhalten muss."


    Er hoffte, sie verstand, was er denn meinte, das er nicht mehr sagen konnte, nicht von sich aus, das diese Andeutungen alles waren, das er gerade jetzt machen konnte, das es jetzt an ihr war, zu ahnen, was er meinte, wie ernst es ihm wirklich. Und auch zu ahnen, was er unternehmen musste, und vielleicht auch zu erahnen, das er es schon längst unternommen hatte. Dieser Ausflug war so ganz anders verlaufen, als er es sich gedachte hatte, wollte er nur mit ihr über die Märkte schlendern, den Tag einfach geniessen. Und nun,....

    Auch Tiberius Vitamalacus liess sich auf einer Cline nieder, seinem Gast gegenüber. Ihr Kollege, der Quaestor Principes schien bis jetzt nicht zu kommen, so rechnete er nicht mehr mit seinem Erscheinen.
    "Es ist in der Tat erschreckend, wenn ein solcher Mann, der in der ehrenwertesten Laufbahn diente, mit solchen Taten in verbindung gebracht wird. Spätestens wenn er das nächste Mal die Rostra besteigt, wird er das wohl zu spüren bekommen."
    Wenn er denn überhaupt noch einmal dieses Podium besteigen konnte, dachte sich Tiberius Vitamalacus im Stillen, denn wenn die Ermittlungen weitergingen, hätte der Pompeianer wohl bald ein Problem.
    "Nach der neuen Gesetzeslage wird der Quaestor Principes wohl keine Liste für den Ordo Equester vorlegen, das ist Richtig. Es ist vielmehr die Aufgabe der Patrone, ihre Klienten an den Imperator und auch das Consilium heran zutragen. Ich hatte das letzte mal die Ehre diesem Gremium als Gast beizuwohnen. Es war eine Interessante erfahrung."


    Sim-Off:

    Nein, von metellus hab ich seit einiger Zeit nichts mehr gelesen

    Den dankbaren Blick von Helena nahm er mit Freuden zur Kenntniss und erwiederte ihn seinerseits mit einem freudlichen Lächeln, während er nur mit einem halben Ohr den Gesprächen über die Kandidatur des Flaviers lauschte. So sehr ihn die verschiedenen Kandidaten auch interessiert hatten, er stand selbst zur Wahl, da hatte er sich eine gewisse Zurückhaltung zueigen gemacht. "Nun, diesmal scheint es zumindest um das Amt des Quaestors und des Aedilis Plebis eine gewissen Konkurrenz zu geben. Wobei, was ich über den Kandidaten für die Quaestur Provinciales gehört habe, scheint dieser nicht eine ernsthafte Konkurenz."
    Und gleichsam Helena, probierte er lieber den Wein, welcher aus seinen Besitzungen stammte. Und er musste sagen, Lucius leistete wirklich eine gute Arbeit. Der Wein war ein herrlicher Tropfen. Und so schmunzelte er ob Helenas scherz, denn sie als Trinkerin konnte er sich wahrlich nicht vorstellen. "Nun, bisher hat mein Dienst mir nicht erlaubt, den Weinstock zu betreten, ich hatte ihn gerade bekommen, da wurde die IX. nach Germanien in den Krieg geschickt."
    Vielleicht wäre ohne diese Verlegung als anders gekommen, vielleicht hätten Nova und er einen Streifzug durch die Hänge gemacht,... Und vielleicht wäre sie heute noch bei ihm. Doch mit einem schluck Wein spülte er diese Gedanken weg, heute wollte er nicht seiner alten Trübsal nachhängen.
    "Bald werde ich aber wohl nach Hispania reisen müssen, mein Klient und Freund Lucius Didius Crassus wird bald eine Flavierin heiraten."


    Tiberius Vitamalacus räusperte sich knapp.


    "Zunächst einmal liegt hier eine Körperverletztung in Tateinheit mit einer Nötigung vor, bzw. die Anstiftung zu einer solchen. Von einer Tötungsabsicht können wir wohl nicht ausgehen, dazu passt Gabriels Aussage nicht. So das nach § 56 (2) die Cohortes Urbanae die Ermittlungen führen sollten. Die Vigiles sollten meiner Meinung nach, auch wenn ich hier nur als Patron eines Mitglieds seiner Familie stellvertrend für Gabriel das Wort ergreife, nicht in die Ermittlungen involviert werden, da beide Gabriel und Strabo Mitglieder dieser Einheit sind, beziehungsweise waren. Dies würde ein unssauberes Bild auf die Ermittlungen werfen."

    Tiberius Vitamalacus nickte noch zustimmend auf die Worte seiner Kollegin, das die Wahlen sich endlos hinzogen, war bei dieser Lage des Calenders nicht von Vorteil, doch liess es sich auch nicht vermeiden."Nun, ich bin auf sein Opfer in der Tat gespannt, ein positives Opfer sollte ein gutes Zeichen sein, werte Kollegin."
    Gerade in diesem Moment fiel sein Blick zusammen mit seiner Kollegin auf seine Nichte, die ihm an diesem Abend gefolgt war. Schon den ganzen Tag, eigentlich schon einige Tage gefiel ihm ihr betrübter Anblick nicht im geringsten. Hatte sie sich diese kleine Geschichte mit dem Tot der unbekannten Sklavin so zu herzen genommen ? Er selbst hatte Männer und Frauen sterben sehen, der Tot gehörte zum Leben. Und auch wenn es einen berührte, man zeigte es nicht. So traf seine Nichte ein kühler Blick, der einfach befahl, das sie sich zusammen reissen solle.
    Die Geste der Gastgeberin mochte zuvor kommend gewesen sein, doch er haette es l1eber gesehen, das M1nervina sie abgelehnt haette. Es hies Haltung bewahren, wenn sie die Tochter eines Patriziers sein wollte.
    Und dann rannte sie los, gerade wegs auf den erst besten Mann zu. Gut, auch wenn dieses sein bester Freund war, von dem er eigentlich nur zu gerne von dem Botenritt erfahren haette.


    So trat er auf seinen Freund zu, nicht ohne zuvor seine Kameraden der IX. zu begrüssen.


    Zitat

    Original von Tiberius Iulius Numerianuns
    "Ah Minervina.. Ehemals Matinia richtig? Hast du etwa geheiratet? Wie gehts deiner Mutter?"
    fragte ich Minervina die sich sehr verändert hatte und sehr hübsch anzusehen war...


    "Numerianuns, du kennst meine Nichte Minervina ?" sagte er m1t einem Laecheln auf den Gesicht, waehrend er streng und auch schützend seinen Arm auf Minervinas Schulter legte.


    Gerade 1n diesem Moment trat Helena in das Atrium und er konnte nicht anders, als ihr zu zu laecheln und für einen Moment alles zu vergessen.

    Wieder hatte seine Schritte den Quaestor schon gekundigt, immer noch war es der Gang eines Soldaten, kräftig und gleichförmig. Und so war auch die ganze Haltung des Tiberius Vitamalacus immer noch die eines Soldaten, gerade, aufrecht und Stolz, genau so wie der militärische Gruss, welcher er dem Imperator zu kommen liess.


    "Mein Imperator !"


    "Ich danke dir, das du mich empfangen hast," sagte er mit fester Stimme, welche von seinem Respekt zeugte, allerdings keine Spur nervösität enthielt. Wie geheissen setzte er sich.


    "Zunächst einmal erfreut es mich, dir mitzuteilen, das dem reibungslosen Ablauf der Wahlen nichts entgegen steht. Alle Kandidituren sind zulässig."


    Er legt dem Imperator eine Liste mit den Kandidaten vor.



    Zum Quaestor :


    Titus Aurelius Cicero
    Marcus Decimus Mattiacus
    Manius Flavius Gracchus
    Publius Sergius Epulo
    Manius Tiberius Durus

    Zum Aedilis Plebis


    Artoria Medeia
    Titus Petronius Varus
    Aulus Octavius Avitus


    zum Aedilis Curulis


    Quintus Tiberus Vitamalacus


    Zum Volkstribun


    Manius Pompeius Trimalchio


    Zum Praetor


    Marcus Vinicius Lucianus



    Bevor zu seinen weiteren Aufgaben kam, sprach er etwas an, was ihm auch noch auf dem Herzen lag.


    "Mein Imperator, ist mein werter Kollege, der Quaestor Principes Martinius Metellus in letzter Zeit bei dir vorstellig geworden ?"

    Als sein Besuch gemeldet wurde, erhob sich Tiberius Vitamalacus von seinem Stuhl und warf Titus, der in der nähe Stand, einen finsteren Blick.


    "Cato will ich hier drin nicht sehen, sperr ihn ein, eine dunkle Kammer reicht ! Er bekommt keinerlei Nahrung oder Wasser. HAST DU MICH VERSTANDEN ?"


    Titus nickte, diesmal würde er gehorchen. So verliess der Hüne den Raum, um Cato noch vor dem erreichen des Tablinius anzufangen.


    Den eintretenden Centurio begrüsste tiberius Vitamalacus freundlich, fast lächelnd, seine Anspielung überging er allerdings


    "Centurio, sei Willkommen in der Villa Tiberia. Ich habe deine Botschaft bekommen. Ich danke d1r."


    Er deutete auf einen Stuhl.


    "Setz d1ch doch. We1n ? Wasser ?"

    Die Zeit in der man seine Kandidatur bekannt geben konnte, war vergangen und ein letztes mal bahnte sich von der Villa Tiberia der Sklave seinen Weg, in der Hand hielt er eine Wachstafel, deren Inhalt er, im Auftrag seines Dominus, auf der Rostra verlass.



    Im Auftrag und Namen unseres geschätzten Imperators habe ich die Candidatur des Manius Pompeius Trimalchio geprüft und in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Codex Universalis für rechtens befunden. Das Bestehen des notwendigen höheren Curses wurde von der Reactorin der Scholae bestaetigt.
    Candidatus Manius Pompeius Trimalchio ist zur Wahl zu gelassen.


    Gezeichnet


    Quintus Tiberius Vitamalacus
    Quaestor Consulum



    Danach kehrte er zurück zur Villa.

    Zitat

    Original von Aelia Adria
    "Sehr gut. Und wegen Volkstribun wirst du noch rechtzeitig von uns hören.", wiederholte sie nochmals.
    "Reibungslosen Wahlen steht dann hoffentlich nichts mehr im Wege."


    Tiberius Vitamalacus nickte leicht.


    "Ich danke nochmals. Die Wahl sollte reibungslos von statten gehen, ja. Und nun möchte ich deine Zeit nicht weiter beanspruchen, Senatorin. Vale bene, werte Aelia Adria."


    Er wandte sich zum gehen.