Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Tiberius Vitamalacus betritt den Hof, Titus ist bereits da, zusammen mit einem der Sklaven, die sie kürzlich gekauft hatten. Titus hat den Sklaven in die Mitte des Hofes gestellt, ihm eines der schweren Weidenschilde in die Hand gedrückt. Seinem Tribun reicht er eines der schweren Übungsgladii.


    Tiberius Vitamalacus tritt auf den Hof, spricht dean Sklaven an.


    "Wie ist dein Name ?"



    "Pollux, Dominus."


    Tiberius Vitamalacus nickt, hebt sein Übungsgladius hoch.


    "Verteidige dich !" befiehlt er knapp, bevor kurz darauf das Gladius kraftvoll auf das Scutum niedergeht.

    http://www.imperium-romanum.in…a_galerie/Alter_Mann8.jpg MAIORDOMUS


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    Man hatte dem obersten Sklaven der Villa Tiberia mitgeteilt, das die neue Sklavin des Tiberius Vitamalacus einfach in der Küche arbeitete. Das ging nun wirklich nicht, einfach so, ohne ihn, der seit Jahrenzehnten in der Villa diente und seit bald 10 Jahren diesem Haushalt vorstand.
    So eilte er, wenn man bei ihm von eilen sprechen konnte, denn die Jahre waren nicht spurlos an ihm vorbei gegangen und ausserdem hatte er mit der Zeit den Herrschaften so wohl abgeschaut, das jede seine Bewegungen römische Gravitas und Dignitas austrahlte.


    Allerdings, als er das Scheppern und Klirren in der Küche hörte, ging er doch etwas schneller und blieb im Türrahmen stehen, blickte entsetzt auf das Bild vor ihm.


    "WAS geht denn hier vor ???" fragte er mit leicht bebender, recht lauter und hoher Stimme.

    Ich denke, das hängt sehr von der Schicht und dem sozialen Hintergrund hab.


    Der Sohn eines Offiziers oder Veteranen, desen Vater auch will, das sein Sohn den Weg in die Legion geht oder dieser es einfach will, kann seinem Sohn viel erzählen, vieles beibringen. Sei es, wie man korrekt mit Scutum und Gladius kämpft, was es sonst noch für Ausrüstungsgestände gibt. Aber natürlich auch, auf was man noch zu achten hat, z.B. wie man korrekt grüsst etc....
    In einem wohlhabenden Haus kann das natürlich auch von einem bezahlten Lehrer gemacht werden, wobei das natürlich auch von den vorlieben des Vaters abhängt. Wenn dieser, z.b. reicher Eques, will das der Sohn das Familienunternehmen später weiterführt, würde er natürlich eher einen anderen Lehrer einstellen.


    In der Unterschicht sieht das anders aus,... Der Bauernjunge wird wahrscheinlich körperlich recht kräftig sein, und auch als Kind mit Freunden Legionär und Barbar gespielt, doch sollte dieser wahrscheinlich nicht den korrekten Umgang mit den Waffen des Legionärs beherrschen. Das ein solcher junge Reiten kann, ist sicherlich gut möglich, allerdings sicherlich nicht besonders gut, wenn die Eltern nicht unbedingt ein Gestüt haben, darauf arbeiten.
    Ähnlich sollte dies in der städtischen Unterschicht sein,.... nur das die wohl noch weniger reiten können.

    Ihr Blick war wirklich verführerisch gewesen und als sie ihre Augen schloss war er wirklich einen Moment versucht gewesen, sich zu ihr herab zu beugen und ihre Lippen mit seinen zu berühren. Doch er hatte es nicht getan, hatte sich zu seinem Tisch begeben. Sie war wirklich die Richtige, die Sorge um ihre Schwester war eine gute Motivarion und bot ihm den richtigen Ansatz, für die Verhandlungen. Er hob beide Gläser vom Tisch auf und drehte sich wieder um. Das Glas in seiner Linken war Ihres gewesen und dieses hielt er ihr nun hin, sie müsste nur zwei schritte auf ihn zu gehen um es nehmen zu können.
    "Ich zweifele nicht daran, das du erfolge hast. Ich lege wert darauf, meine Gegner auf dem Feld der Politik zu beseitigen. Also möchte ich von dir Informationen, zunächst nicht mehr. Wie du an die Informationen kommst, ist dir überlassen,...."


    Er lehnte sich leicht gegen seinen Tisch, blickte der jungen Frau ins Gesicht, langsam hob er sein Weinglas, nahm daraus einen kleinen Schluck. Immer noch lag der Anflug eines leichten Lächeln auf seinem Gesicht. "Ich werde dir, von Fall zu Fall ein Ziel nennen, und ob ich spezielle Informationen möchte, oder aber nur allgemeines. In der Regel wird dies durch Titus oder einen anderen Vertrauten von mir erfolgen."
    Er machte eine kleine Pause, liess seinen Blick einmal über sie schweifen und nahm noch einen kleinen Schluck Wein.
    "Was deine Schwester angeht, so muss sie nur wissen, was du willst das sie wissen soll. Vewilleicht erzählst du ihr, das du heute eine grosse Beute gemacht hast, oder aber einen wohlhabenden Liebhaber, welcher dich aushalten will....."

    Das Lächeln auf ihrem Gesicht, war ihm Lohn genug für seine Entscheidungen und er erwidert ihr Lächeln. "Natürlich tu ich das für meine Lieblingsnichte. Ich kann doch nicht zu lassen, dass du nicht richtig reiten kannst."
    Er erhob sich langsam und ging um den Tisch. "Was hälst du davon, wir schauen uns gleich mal in den Stääen um, schauen nach, ob wir ein passendes Reitpferd für dich finden ?"

    Es einer der schlichtere Hinterhöfe der Villa Tiberia, gelegen zwischen der Thermen der Villa und dem Wirtschaftstrakt, in dem neben den Küchen, Lagerräumen und Ställen, sich auch die die Unterkünfte der Sklaven befinden. Drei Türen führen dahin, zum einem vom Frigidarium, dann vom Wirtschaftshof und schliesslich von einer der Peristyle.


    Der Hof ist gut sechs mal fünf Schritt gross, und alles, was früher mal darin gestanden hatte, damals, als man ihn einfach als Lager- und Abstellplatz genutzt hatte, war verschwunden und irgendwo anders verstaut. Nur noch ein Gestell steht an einer Wand, in dem verschieden Übungswaffen und Schilde aufgestellt sind. Der Boden wurde neu mit Sand ausgestreut.

    Ihre Frage kommt schnell und unverblümt, aber er lässt sich nicht überrumpeln, sondern überlegt schnell. Vielleicht sollte er es vorher mit Claudia besprechen, aber er trifft seine Entscheidungen seit Jahren allein und steht auch für diese ein. Hat er denn irtgendjemand der Familie darüber informiert, das er zurück nach Roma käme ? Oder das er sich mit dem Gedanken trägt umeine plebjerin zu werben ? Nein.... So kommt seine Antwort schnell und direkt.
    "Du kannst... Ich werde dir heute noch ein Zimmer herrichten lassen. Für deine Sklaven findet sich etwas im Sklaventrakt."
    Ihre Gründe sind schlüssig und einleuchtend, der bittende Blick wäre nicht nötig gewesen und hatte auch keinen Einfluss auf seine Entscheidung. Und er fällt noch eine : "Und was das Reiten angeht, du hast nun einen neuen Reitlehrer."

    "Honoria, sei gegrüsst, Iulia Helen akennst du wohl schon. Und dies ist ihr Bruder Iulius Constantius," stellte er kurz und knapp die beiden Gäste vor, um sich dann wieder an Helena zu wenden. Der Gedanke an einen gemütlichen Spaziergang über die Märkte der Stadt zusammen mit Helena gefällt ihm immer mehr und lässt ihn auch nicht los. Es wäre so anders als mit Calvina, für die er die Veranatwortung trug und immer darauf achten musste, das sie sich nicht für das falsche Interessierte. Natürlich würde wahrscheinlich auch Helena es erforderlich machen, das sie von mindestens einem Tragesklaven begeitet wurden und sich lange an Ständen aufhalten, welche ih n sonst nicht interessierten. Aber irgendwie ahnte er, das es für ihn auch ein Vergnügen wäre, er war einfach lockerer, gelassener in ihrer Gesellschaft. Gerade jetzt, in diesem Gespräch des gegenseitigen Neckens, merkte er es wieder.


    "Unterschätze nicht die Geduld eines Soldaten, "gibt er scherzend zurück, " wer stundenlang Wachdienst geschoben hat, wird auch es schaffen, auf euch an einem Sandalenhändler zu warten. Und," fügt er noch grinsend hinzu, "auch am Stand eines Waffenhändlers, wäre nur solange, wie brauche, die beste Waffe zu finden. aber, vielleicht ist es doch am besten, man lässt die Händler zu sich in das Attrium der Villa kommen, so können sich die Damen in Ruhe sich die Waren beschauen, während Mann im Tablinium sich seinen Geschäften widmet und trotzdem stets seinen Kommentar zu den gewählten Stücken geben kann."


    Das diese Idee Calvina ganz sicher nicht gefällt, das weiss er sofort und das Lächeln auf dem Gesicht verrät, das er diesen Vorschlag nicht wirklich ernst meint. Calvina soll auch ihre Freiheiten haben und gerade wenn Helena dabei wäre, dann konnte er beruhigt sein.
    "Aber vergesst nicht, euch ein oder zwei Tragesklaven mitzunehmen,.... Und sagt den Händlern, das sie ihr Geld bei mir abholen können...Egal wie viel ihr auch ausgebt."

    Er nickte leicht. "Ja, in der Tat. Sobald du und Claudia eingezogen seit, sollten wir ein kleines Familienessen veranstalten, damit auch die entfernteren Verwandten sich kennen lernen." Er überlegt kurz. "Vielleicht laden wir auch Livia dazu ein..." Und irgendwie hat er noch jemand als möglichen Gast im Hinterkopf, sie gehört zwar nicht zur Familie, aber gerade das zu ändern hat er ja seine Briefe nach Germanien geschrieben.
    In den Momenten des Schweigens, wandern seine Gedanken über jenen Nachmittag am Strand von Ostia, zurück zu jenem Anlass, der ihn eigentlich an den Strand geführt hat und damit zurück weit in die Vergangenheit. Er schmunzelt leicht und blickt seine Nichte an. Sie war wirklich gross geworden, selbst bei ihrem letzten Treffen war sie noch ein junges Mädchen gewesen.
    "Hattest du eigentlich mittlerweile etwas mehr Reitunterricht gehabt ?" fragt er unvermittelt in das Schweigen.

    Langsam drehte er um, sein Glas Wein immer noch in der Hand, auf seinem Gesicht lag ein leichtes Lächeln. Es war schwer zu sagen, welcher Gesichtsausdruck ihm an ihr besser Gefiel : Diese Lächeln auf den Lippen, das so eindeutif dazu einlud, eben diese Lippen zu Küssen oder dieser leicht verärgerte, empörte Ausdruck, der allerdings immer noch nicht vergessen machen konnte, welch ein verführerisches Wesen Mann hier vor sich hatte.
    "Erpressung,...." sagte er, leicht dabei den Kopf schüttelnd, "...das ist so ein hässliches Wort. Ich wollte dir nur die Gefahr deiner Lage aufzeigen. Es steht dir frei, jederzeit diesen Raum und auch die Vill azu verlassen...."
    Er ging auf sie, mit langsamen Schritten, liess sie dabei nicht aus den Augen. Als er sie fast erreicht hatte, blieb er dicht vor ihr stehen. "Rom ist ein Sumpf von Verbrechen und Korruption und die Politik ist ein Schlachtfeld. Ich bin ein Soldat und als Soldat weiss ich, wie wichtig gute Informationsquellen sind." Er blickte zu ihr herab, seine linke Hand legte sich kurz auf ihre Wange, strich eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. "Du hast die Fähigkeit, Männer zu reden zu bringen, über Dinge über die sie eigentlich nicht reden möchten."
    Dann drehte er sich etwas, ging an ihr vorbei, direkt auf seinen Tisch zu, an dem er stehen blieb, mit dem Rücken zu ihr. Wenn selbst er dieses Verlangen spürte, den Rest des Tages mit ihr in trauter Zweisamkeit im Bett zu verbringen, wäre das bei anderen Männer noch wesentlich ausgeprägter, würde diese ihr sicherlich nachgeben. Es sei denn, sie würden jungen Knaben bevorzugen.
    Er stellte das Glas ab, stützte sich mit beiden Händen auf den Tisch. "Ich werde dir eine angemessene Wohnung im Erdgeschoss einer guten, neu errichteten Insula besorgen, ihr erhaltete neue Kleidung und auch ein regelmässiges kleines Gehalt,... und wenn du Erfolge hast, angemessene Prämien."

    Es dauerte nicht lange, da trat Tiberius Vitamalacus in den Raum, der Sklave gekleidet in einer schlichten, aber dennoch eleganten Tunika, in einem Rotton, der jenem einer Militärtunika nahe kam, wie auch immer noch die Haltung davon zeugte, das hier ein Mann den Raum betrat, der sein Leben den Legionen gewidmet hatte. Doch etwas war in der letzten Zeit passiert, immer häufiger fand sich ein freundliches Lächeln auf seinen Gesicht wieder, genau wie der ausrdruck in den Augen freudlicher, fröhlicher geworden war.


    "Salve, werte Kollegin, es freut mich, dich in der Villa meiner Familie begrüssen zu dürfen. Ich hoffe, es geht dir gut."


    Knapp deutete er auf das Tablet, welches der Sklave bereit hält.


    "Ich hoffe, man hat dir schon etwas angeboten ? Sollte dein gewünschtes Mischungsverhälntnis nicht darunter sein, so lass es mich wissen." Es ist ein fast freudlicher Plauderton, in dem er spricht, eigentlich ungegewohnt für ihn. "Ich selbst habe mit bei den Legionen angewöhnt ihn unverdünnt zu trinken: Eigentlich eine Unsitte, ich weiss, aber ich bevorzuge es nun Wein und Wasser getrennt zu trinken."

    "Er wird für deine Sicherheit sorgen, " meinte er knapp zu seinem Mündel. Die stoische Miene des Soldaten zeigte nicht ob er die Einladung, die Calvina einfach ausgesprochen hatte, gut hiess oder nicht. Natürlich wear es unpassend gewesen, eine Einladung sprach der Hausherr aus, nicht sie, doch das würde er später mit ihr klären.
    "Falvius Aquilius, wie es schon Calvina sagte, es würde mich freuen, dich zu einer kleinen Cena in der Villa Tiberia begrüssen zu dürfen."
    Wenn sie gegalubt hätte, er würde sie mit diesem Mann allein lassen, dann hatte sie sich geirrt.

    "Du wirst deine Prüfung mit bravour schaffen, wenn du dich bereit dafür fühlst, da bin ich sicher, Minervina," meinte er mit einem offenen Lächeln, das ehtrlich und aufminternd ist. "Bei deinen Vorbereitungen werden dir Claudia und auch Flaccus zur Zeite stehen. Ausserdem geht auch meine Cousine Livilla in den Dienst der Götter, sie will sich Diana verschreiben."
    So beginnt er schon auf zu zähleh, wer noch in der Villa lebt. "Ihre beiden Geschwister, Honoria und Durus leben auch noch in der Villa,... und seit kurzen noch Calvina, ihr Vater hat seine Verantwortung für sie mir übertragen."
    Sein Sohn allerdings sollte schon lange wieder in Germania sein, eigentlich hätte er seinem Vater schon lange mal schreiben müssen. "Lupus ist wieder in der IX. Germania ist ja weit, daher hab ich lange nichts mehr von ihm gehört."

    Titus
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    Der Tribun hatte gesagt, er solle auf sein Mündel aufpassen. Und das tat er auch, in der Villa sagte man ihm stets bescheid, wenn sie denn ihr Zimmer verliess und irgendjemand hielt sie meistens im Auge.
    So konnte sie garnicht unbemerkt das Haus verlassen, selbst wenn sie den Hintereingang wählte. Titus hatte sich kurz einen langen stab gegriffen, mit dem er meistens durch die Stadt ging und war ihr gefolgt. Der Stab war nichts andere als eine Tragestange, die er als eine Art Wanderstab benutzte.


    So folgte er ihr auf den Markt, gute vier,fünf Schritte ihr hier...

    Stesichoros
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    Bonna dea ! Er müsste sich langsam zusammen reissen, hatte ihn doch der Maiordomus darauf hingewiesen, wer heute alles zu besuch kommt.


    "Domina, bitte folge diesem Burschen. Er wird dich führen."


    Mit der einen Hand gibt er einem seiner Gehilfen ein Zeichen die Quaestrix in das Empfangszimmer zu führen, und gleich darauf signalisiert er dem Gefolge der Quaestrix, das am Nebeneingang für ihr wohl gesorgt würde.

    Tiberius Vitamalacus hat sich entschieden, das Treffen der Quaestoren in einem der Nebenräume des Atriums stattfinden zu lassen. Der Raum mochte etwas kleiner sein als das Tablinium, aber er bot nicht nur eine privatere Atmosphäre, sondern war auch sonst der Art des Treffens angemessener. Das Tablinium war das Empfangszimmer des Hausherren, unweigerlich hätte er sich so über seine Kollegen erhoben, allein weil er hinter seinem Tisch sass, die beiden anderen davor. Und das trclinium war einfach zu gross,...


    Der Raum war recht elegant, aber nicht übertrieben geschmückt, der Maior Domus hatte einige der Blumenvasen entfernen müssen, die er zunächst dort platziert hatte. Drei Clinen flankierten die kleine Mensa, auf der schon einige leichte, kalte Speisen aufgetragen waren.


    Der Gehilfe des Ianitors führt Artoria Medeia in den Raum.


    "Werte Domina, Dominus Tibierus Vitamalacus wird dich gleich begrüssen."


    Während sich der eine Sklave entfernt, seinen Dominus zu suchen, löst sich aus dem Hintergrund ein weiterer Sklave, bietet ihr auf einem Tablet Wein aus Gläsern an, deren Inhalt unteschiedlich stark verdünnt ist.

    Tiberius Vitamalacus nickt bedächtig, sie zeigt sich zum Glück sehr einsichtig. So lächelt er leicht, nimmt noch einen Schluck Wein und stellt dann sein Glas auf den Tisch. "Zunächst einmal nur eines : Höre darauf, was Claudia oder ich dir raten. Auch wenn es dir vielleicht nicht gefällt, es ist immer zu deinen Besten."
    Ungewohnt warm ist das Lächeln auf dem Gesicht des sonst so steifen Offiziers, während er mit seiner Nichte spricht. Vielleicht liegt es einfach daran, das er sich an sie erinnert, als er sie noch auf dem Arm durch die Villa getragen hat, mit ihr durch die Ställe gewandert. So viel Jahre waren vergangen, so viel Unglück war passiert, doch er ist nicht mehr verbittert darüber. Seit einiger Zeit blickt er mit einem ungebremsten Optimismus in die Zukunft.
    "Willst du den Weg von Claudia folgen und den Dienst an den Göttern anstreben ?" Er lässt weg, das auch ihre Mutter diesen Weg eingeschlagen hat.

    Stesichoros
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    Fast hätte er das Klopfen überhört, es war nicht nur sehr schwach gewesen, obendrein war er auch gerade dabei seine Nase zu schneuzen. Es konnte doch nicht sein, das er mitten im Sommer dauerhaft von dieser Erkältung geplagt wurde. Immer musste er es verbergen, denn wer weis, ob die Domines ihn nicht einfach in die Minen verkaufen würden ?


    Schnell ist das Tuch versteckt und er öffnet die Porta. Sehr bemüht freundlich begrüsst er die Frau.


    "Salve, werte Domina, was kann ich für euch tun ?"

    Sie verstand es wirklich, ihre Reize auszuspielen, denn er glaubte nicht, das irgendeine ihrer Bewegungen unbeabsichtigt war. Nein, sie wusste um ihre Macht, die sie über Männer hatte, wusste was sie tun musste um ihren Willen zu bekommen. Doch er gab ihr nicht nach, er hatte es nicht getan, als sie nackt dicht vor ihm stand und er würde es auch jetzt nicht tun. Stattdessen zeigt er ihr knallhart ihre Lage auf.
    "Du bist nun faktisch im Carcer. Ich könnte dich der CU ausliefern, als einbrecherin in meine Villa,... Oder aber dich einfach verschwinden lassen. Egal was ich tue, deine Schwester wäre allein !" Die Stimme ist wieder kalt und hart, er lehnt sich zurück, nimmt sein Glas Wein auf und leert es.
    "Doch, das ist nicht meinem Interesse,..." sagt, schon gnädiger im Ton, während er langsam aufsteht, sie dabei nicht aus den Augen lässt, sein Blick kalt und fast emotionslos. "Ich möchte, das du für mich arbeitest !"
    Langsam geht er zu dem Tischchen, auf dem die Karaffen stehen und füllt, mit dem Rücken zu ihr, sein Glas wieder."Deine Schwester wäre versorgt, und auch du hättest mehr Sicherheit, eine gute Unterkunft und regelmässiges Einkommen" Er spricht, während er sein Glas füllt, dreht sich die ganze Zeit nicht um, auch als er geendet hat nicht. Stattdessen hebt er sein Glas und nimmt einen kleinen Schluck.

    Sie war wirklich verführerisch, das zeigte sich mit jeder ihrer Bewegungen. Ihre Haut war zart und weich, er hatte schon lange vergessen wie es war, so dicht eine Frau zu spüren. Jede ihrer Gesten machten es ihm nicht leichter, ihr zu wiederstehen, aber gerade das bestätigte ihn auch darin, das sie richtig für seine Zwecke sein könnte.
    Als er wieder hinter seinem Tisch sass, nahm er sein Glas und trank einen Schluck, liess sie dabei nicht aus den Augen. Er bereute es leicht, ihr sein Sagum zugeworfen zu haben, denn ein allein der Anblick ihres nackten Körpers war verlockend, doch anderseits halfe es ihm, seine Gedanken besser unter Kontrolle zu halten. Denn gherade jetzt konnte er es sich gegenüber nicht veleugnen, das er jenes Verlangen spürte, das eine junge Frau, eine nacjkte noch dazu, so leicht bei einerm Mann auslöste.


    Langsam stellte er das Glas ab, stützte sich mit den Ellenbogen leicht auf den Tisch und lauschte interessiert ihren Ausführungen mit grosser Aufmerksamkeit und Interesse. "Ihr habt ein gefährliches Leben, du und deiner Schwester. Und dennoch haust ihr nur in einem Abbruchhaus ? Und das alles ohne Rücklagen ? Was wäre, wenn du plötzlich im Carcer landest ?"
    Er blickt sie ernst an, direkt in ihre Augen.