Titus brachte die Karaffen und zwei Gläser Wein an den Tisch und stellte sie ab. Wie sein Tribun den Wein trank wusste er, aber der jungen Frau nahm er schon an, das sie ihren verdünnt, wahrscheinlich sehr verdünnt trank, daher sah er sie Fragend an-
Und so konnte er sie mustern, seinem Tribun recht gegeben, sie war echt nicht übel, doch genau wie das Mündel seines Tribuns, war ihre Schönheit für Titus unerreichbar, für ihn für immer nur die kleine Küchenmaus überbleiben, oder vielleicht die Sklavin des Tribuns. Allerdings, so wunderte er sich hinter seinem leicht anzüglichem Lächeln, das der Tribun erkannte, das sie schön war. Den Sinn dafür kannte er nicht bei ihm. Hatte das vielleicht wirklich was mit Zusammentreffen mit dieser Frau unter dem Ianusbogen zu tun ?
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Was hatte Minervina gesagt ? `Sie bandelte vor Allem eng mit dem Sohn Agrippas an.` Er kannte nur einen Sohn des Proconsuls und das war sein Amtskollege, der Quaestor Princepes. Natürlich erkanntze er auch, was dahinter steckte, das Minervinas Mutter und ihr zumindest zeitweiser Bruder eine Affäre hatten. Er nahm sich vor, Lucius einen bösen Brief zu schreiben, denn das dieser kleine Lump nicht irgendwie davon gewusst hatte, konnte er sich nicht vorstellen. Und dann wäre es seine Pflicht gewesen, ihm davon zu berichten. Das Minervinas Probleme mit der neuen Beziehung ihrer Mutter vielleicht ganz anders geartet waren, dafür fehlte ihn der Sinn, seine Eltern waren kurz aufeinander gestorben und sein Grossvater war für ihn immer ein Witwer gewesen, ohne Ambitionen dies zu ändern und wenn,... es wäre auch egal gewesen, denn Tiberius Vitamalacus hatte nie seine Grossmutter gekannt.
So mustert er Minervina kurz und sagt dann : "Du bist hier willkommen, Minervina und ich werde ich gerne deinen anderen Verwandten vorstellen und zwar als das, was du bist : Minervina, Tochter des Tiberius Maximus. Ich will das alle dich als ein Mitglied der Familie betrachten. Und sollte dich irgendjemand abfällig behandeln, sage es mir, derjenige wird gehörig Ärger mit MIR bekommen." Auch wenn die Worte leicht scherzhaft klangen, das er es ernst meinte, war deutlich heraus zu hören. Sie war ein Mitglied der Familie, egal welchen Nomen Gentile sie trug und damit konnte sie auf seinen Schutz vertrauen.
"Ein entfernter Verwandter hat mir übrigens kürzlich die Sorgfaltspflicht für seine Tochter Calvina übertragen, sie ist etwa in deinem Alter. Ich würde dich bitten, dich an die gleichen Regeln zu halten, wenn du hier wohnst : Die Villa nicht allein verlassen, wir haben genug Sklaven, die dich begleiten können und auch vor Einbruch der Dunkelheit zurück sein. Roma ist ein sehr gefährliches Pflaster, selbst ich lasse mich stets von Titus begleiten."