Vielleicht hätten in seinem Inneren die Cornichen erklingen sollen, als er hörte, das sich Helena bei Flaccus nach dem Mosaikenleger erkundigte, wenn man das Ziel betrachtete, welches er mit seinen Briefen nach Germania ins Auge gefasst hatte. Doch das passierte nicht, vielleicht, weil diese Operation und so sah er es als kühl überlegender Soldat, erst am Beginn stand, oder aber, weil er nicht glaubte, das Helena eine Frau war, die sich zu übertriebenen Ausgaben hinreissen lassen würde. Irgendwie war er sich sicher, das sie bei aller Freude des Umgestaltens und Dekorierens, das den meisten Frauen so viel Freude bereitete, nie die Grenze der Vernunft überschreiten würde, sich ihr sehr nähern, ja, aber nicht sie überschreiten.
Das Helena sich anbietet, Calvina zu einem gemeinsamen Bummel über die Märkte mitzunehmen, erfreut ihn wirklich, nimmt sie ihm doch so eine Sorge und auch lästige Pflicht ab. "Die Stadt mag vieles zu entdecken bieten, doch auch vieles, das gerade eine junge Frau nicht entdecken sollte. Vielleicht ist es wirklich besser, Calvina lässt sich auf ihrem nächsten Einkaufsbummel von zwei Charmanten Damen wie dir und deiner Cousine begleiten, und nicht mit einem alten Miesepeter wie mir," meint er zu Helena, ihr neckendes blinzeln dabei erwiedernd, "schliesslich verfolgen Männer beim Einkauf eine wesentlich andere, effizientere Strategie beim Einkauf und neigen dabei dann zur Ungeduld." Doch gerade jetzt, ertappt er sich bei dem, sehr angenehmen Gedanken an einen Einkaufsbummel mit Helena über die Märkte der Stadt.