Wie lange er da stand, die Klinge hin und her rotiert, das Glas Wein in der Rechten, er wusste es nicht. Irgendwann ist das Glas leer und legt die Waffe auf die Brüstung und geht kurz in das Zimmer hinein um das Glas wieder zu füllen. Damit geht er wieder hinaus, stellt es auf die Ballustrade es Balkons und stützt sich mit beiden Händen auf. Sein Blick wandert hinauf in in den Nachthimmel, wie schon so oft zuvor, er erinnert sich an lange Nächte der Wache, während des Feldzuges, in den er daran dachte, darauf hoffte seine Zukunft mit Nova zu teilen,... und jene Nächte in denen er ahnte, das ihr etwas passiert sei,... und dfann jene, in denen allles so leer erschien, als er von ihrem Tod erfahren hatte.
Er war es gewohnt, seine Entscheidungen allein zu treffen, doch in dieser Nacht hätte er gerne mit Nova gesprochen, aber er war allein, sie hatte ihn allein gelassen. Seine Gefühle für sie sind wieder da, nach dem er zugelassen hatte, das sich der Panzer um sein Inneres öffnete. Doch es ist eine Liebe aus der Vergangenheit und jetzt, nach so vielen Jahren, kann er sie überdenken, rationaler betrachten. Sie hatten nie eine Zukunft gehabt, sie hatten sich daran etwas geklammert, das es nicht gab. Warum war er damla s nicht stark genug gewesen, dieses zu erkennen und es offen ihr zu sagen ? Vielleicht hätte es ihr Herz gebrochen, doch vielleicht wäre sie noch am Leben.
Er würde in wenigen Jahren vierzig Jahre alt, wenn ihm die Götter gewogen wären könnte er noch deutlich vorher, sein Aedilat hinter sich bringen und vielleicht würde der Imperator ihn sogar in den Senat berufen. Er hat sich verändert, seine Gedanken sind kühler, rationaler und er weiss, er muss sich der Zukunft zuwenden. Und vielleicht er das letzte mal am Ianusbogen sich schon auf diesen Weg gemacht. Seine Gedabken wandern zu der Frau, die er dort kennengelernt hatte. Er schätzt sie und genoss immer ihre Gesellschaft, die Vertrautheit, die sich unter einer Klippe am Strand entwickelt hatte. Doch kann man die Zuneigung , die er zu ihr hat, nicht mit dem Vergleichen, was er einst für Nova empfand. Aber vielleicht liegt es auch daran, das er eben kein Jüngling mehr war, seine Erfahrung ihn gelehrt hattte, das es wichtigeres gab, als ein klopfendes Herz beim Anblick seines Gegenübers.
Als der Morgendämmert über der ewigen Stadt, die Sonne ihre ersten Strahlen auf die sieben Hügel der Stadt fallen lässt, hat er eine Entscheidung getroffen. Er verlässt den Balkon, setzt sich an seinen Tisch und beginnt einige Briefe zu schreiben.