Während die junge Sklavin ihm seine Getränke serviert, lässt er sie nicht aus dem Auge. Sie stellt sich recht geschickt an, denkt er sich im Stillen, und auch ihre Erscheinung sagt ihm zu, entspricht es doch seinen Ansprüchen. Allerdings , dessen ist er sich sicher, er würde ihr einige neue Kleider besorgen lassen müssen, denn ihre Tunika ist ihm deutlich zu alt für einen Patrizischen Haushalt. Doch dafür würde schon der Maior Domus sorgen. Er nimmt das Glas Wasser und nimmt einen grossen Schluck, spült so den Staub der Stadt herunter. dann stellt er es wieder ab und blickt sie ernst an.
"Das ist das erste, was du lernen musst. Ich trinke stets meinen Wein unverdünnt, das Wasser separat dazu und gut gekühlt. Wenn es zu Warm ist, kannst du dir Eis aus dem Eiskeller holen. Doch verschwende es nicht. Desweiteren trägst du dafür sorge, das beide Karaffen stets gefüllt sind und auch die beiden in meinem Cubiculum. Allerdings lege ich darauf Wert, bei der Arbeit nicht gestört zu werden, also erledige das, wenn ich nicht anwesend bin."
Vom Tisch nahm er eine Wachstafel und überflog sie kurz, ja, es war die Richtige. Er nahm noch ein Schluck Wein, bevor er sich wieder an Rahel wandte.
"Ich gebe ANTE DIEM VI KAL AUG DCCCLVI A.U.C. (27.7.2006/103 n.Chr.) eine kleine Cema mit Familienmitgliedern und wenigen Gästen. Du wirst dich an den Vorbereitungen beteiligen und auch an jenem Abend servieren."
Er reichte ihr die Wachstafel, auf der er seine Vorstellungen der Speisenfolge notiert hatte. Ganz automatisch hatte er sich dabei an Helenas Vorliebe für Meeresfrüchte orientiert.
Vorspeisen: Austern, Kalmar, Langusten,Eier und Salate...
Hauptspeisen : Hummer, gefüllte Muränen, verschiedene Gemüse
Nachspeisen : Datteln und gefrostetes Obst
"Dies wären meine ersten Ideen..." Spätestens jetzt würde er erfahren, ob sie wirklich lesen konnte.