Als er sich ihren Lippen annäherte, hatte sich Quintus Tiberius Vitamalacus auf ein Feld begeben, das ihm gänzlich unvertraut war und ihm schoss so fieles durch den Kopf. Was wäre, wenn sie ihn zurückweisen würde, ihn empört von sich stossen ? Und vielleicht einfach so im Regen verschwinden würde ? Wenn er mit dieser Geste, diesem Versuch sie zu küssen sogar die Freundschaft, die sich zwischen ihnen aufgebaut hatte, zerstören würde ?
Doch dann, in dem Moment, da sich ihre Lippen berührten, waren diese Gedanken verschwunden und Quintus Gedanken drehten sich nur noch um Helena, nur sie und den Kuss den sie austauschten zählte für ihn sie kam in seinen Gedanken vor. Seine Augen schlossen sich, und er sog jeden Momernt in sich auf und je länger der Kuss dauerte, desto mehr wuchs seine Sicherheit.
Als sie ihre Hand auf seinen Hinterkopf legt, verstärkte er die Intensität des Spieles ihrer Lippen und seine Hände, die bisher auf ihrem Rücken gelegen hatten, wanderten langsam etwas weiter herunter und zog noch etwaws dichter an sich heran. Es war auch ihre Bestimmtheit, die ihm weiter über seine eigene Unsicherheit hinweg half.
Wind, Regen und Donner waren für weit weg und auch als der Kuss geendet hatte, blickte er nur in ihr Gesicht, in ihre blauen Augen. Auf seinem Gesicht lag ein Lächeln und seine Augen funkelten. "Ich möchte hier gerade nicht mehr Weg, Helena, möchte mich nicht von Dir lösen." antwortete er ihr in einem leisen Flüsterton, der immer wieder im Donnern unterzugehen drohte. Doch selbst wenn sie es nicht verstanden hätte, der Ausdruck in seinem Gesicht verriet den Inhalt seiner Worte genau.
Zärtlich strich seine rechte Hand über ihre Wange und langsam wanderte sie nach hinten, legte sich sachte in ihren Nacken und er zog sie leicht zu sich. Vorsichtig küsste er sie sanft auf Stirn, atmete tief den Duft ihrer Haare ein und setzte es fort ihr Gesicht mit zärtlichen Küssen zu bedecken.