Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Die junge Dame hatte scheinbar keine Ahnung von den Gefahren der Grosstadt. Nicht nur die Diebe, Meuchler und Schurken die des Nachts die Strassen unsicher machten, waren eine Gefahr, sondern auch die römischen Junggesellen, die sich auf allein spazierende Frau stürzten.


    Doch seine Antwort knapp, und mit einer Stimme, die so leicht keinen Widerspruch zu liess.


    "JA ! Es ist nötig. Und du wirst dich daran halten, verstanden ?"

    Ganz so einfach war es nicht, denn er hatte nicht die gleiche rechtliche Handhabe ihr gegenüber wie ihr Vater. Sie könnte sich jederzeit wieder an ihren Vater wenden, wenn sie Probleme mit ihm hätte. Und so wie der Brief klang, würde ihr Vater immer zu ihren Gunsten entscheiden.
    Aber, das musste er ihr nicht offen sagen, vielleicht wäre es gut, wenn sie hier ein Roma eine härtere Hand zu spüren bekam.


    "Das ist so, ja. Er hat mr die Verantwortung für dich übertragen und damit muss ich darauf achten, das Du den Pflichten und Traditionen nach kommst, welche man von einer römischen Frau deines Standes erwartet."


    Er blickte sie ernst an und lehnte sich dann etwas auf seinen Stuhl zurück.


    "Zunächst, es gibt einige Regeln die du beachten musst, wenn du die Villa verlässt : Ich will wissen, das du die Villa verlässt, du verlässt sie nicht allein, sondern mindesten in Begleitung zweier Sklaven, vorzugsweise lässt du dich ein einer Sänfte tragen. Und, du verlässt die Villa nicht, nach einbruch der Dunkelheit und bist auch stets bis zum Einbruch der Dunkelheit zurück."

    Tiberius Vitamalacus schritt über das Forum, blieb kurz vor dem Plakat seines Cousins stehen. Natürlich sagte ihm die Zeichnung nichts, dazu war er erst zu kurz in Rom.
    Doch er gibt Titus ein Zeichen, das er sich die Zeichnung auch einprägen solle, dann gehen sie beide weiter.

    Der Sieg des Fahrers der Venata liess Tiberius Vitamalacus aufjubeln, riss ihn kurz von seinem Platz hoch.


    "VENETA VICTRIX.... "


    Es ist die Stimme, die auch auf dem Exzierplatz in die letzte Reihe dringt, kraftvoll und durchdringend.


    Dann wandert sein Blick wieder durch die Zuschauer und bliebt kurz bei Helena und ihrem Bruder hängen. Und ihm fällt diec junge Frau auf, neben Helenas Bruder,... Irgendwie kommt sie ihm bekannt vor.


    http://home.arcor.de/gensvaleria/venetaSig.gif

    Auch wenn er nun anders zu ihr stand, ganz dicht hinter ihr hinter ihr, sein Kopf leicht an ihren gelehnt, so das sie beide hinaus aufs Meer blickten, seine Arm immer noch um sie gelegt, dieses Glänzen in ihren Augen entging und einen Moment bekam er einen kleinen Schreck, fürchtete das sie zu weinen beginnen könnte. Und eine weinende Frau würde ihn hilfloss werden lassen.


    Doch zu seiner Erleichterung waren es nur Tränen der Rührung und er zog sie noch etwas dichter an sich heran. Sanft küsste er sie auf die Wange und schaute sich dann das Naturschauspiel an. "Den letzten sah ich in Germania,"flüsterte er leise,"es war für uns immer ein Zeichen, das die Götter mit uns waren." Er hatte diese Naturschauspiele stets nüchtern gesehen, mehr ein kleiner Motivationsschub für seine Milites, denn für sich selbst. Aber heute, in diesem Moment, den er immer noch nicht beschreiben konnte, wirkte der Regenbogen ganz anders, beruhrte ihn tiefer, als er es je für möglich gehalten hätte."Wir Milites sind immer sehr abergläubisch," fügte er noch leise ihn hinzu, warum genau, wusste er nicht, sie musste doch als Witwe eines Offiziers wissen, wie Miles denn wirklich dachten.


    "Er ist wunderschön, Helena," kommentiete er das Erscheinungsbild des Regensbogen, für ihn schon fast blumig und setzte noch leise in ihr Ohrflüsternd zu : "Du bist wunderschon, Helena" Draussen auf dem Meer, wurde der Regen immer schwächer, und auch der Regenbogen begann zu entschwinden, fast als ein Zeichen, das ihre gemeinsamen innigen Momente sich unweigerlich dem Ende näherten.

    Quintus Tiberius Vitamalacus war auch unter den Menschen die sich der Prozession angeschlossen hatten. Wie üblich war seine Haltuing gerade und aufrecht, eben militärsch formell. Daran änderte auch die Toga nichts, die er an diesem Tag trug.
    Bedächtig schritt er voran, er musste sich bemühen, nicht zu weit auszuschreiten und so zu schnell zu gehen.

    Wie die Küsse zuvor, genoss er auch diesen Kuss in all seiner Intensität. Zu bewusst war ihm, das dieser Moment des vertrauten Zusammenseins, bald zu Ende gehen würde. Auch wenn sie nicht sofort auseinader gehen würden, sich erst einmal von der Sonne trockenen lassen müssten, der Strand wäre zu schnell wieder belebt, Fischer würden auf Strand eilen, ihre Boote und Netze überprüfen, die Reste des Fanges an Land bringen. Bald würde er sie loslassen müssen und dieser wunderbare Moment wäre zu ende.

    Und was danach kam, das war ungewiss. Wieder würden die Konvetionen greiffen, es wäre für ihn unmöglich, sie wieder so ihm Arm zu halten, schützend und beschützend. Und schon gar nicht wäre es möglich, sie so zu küssen, wie er es gerade tat. Genau aus diesem Grund, weil es vielleicht der letzte Kuss in absehbarer Zeit war, intensivierte er ihn leichte, sopielte zärtlich mit ihren Lippen, kostete noch einmla den Geschmack ihrer Lippen auf den seinen und prägte sich ihr tiefes Seufzen in sein Gedächtniss ein. Von diesem Moment würde er noch lange zehren.


    Zärtlich strich er über ihren Rücken, vor ihr zärtlich durch das Haar. In diesem Moment waren ihm Standesunterschiede egal, noch weniger wichtig als sonst. Und als er in ihr lächeln blickte, sanft über ihre Wange strich, keimte in ihm ein Gedanke auf, noch ganz schwach, aber er war da.


    Quintus sagte nichts, irgendwie hatte er das Gefühl, das Worte in diesem Moment nur fehl am Platze waren, stattdessen sah er in ihr Gesicht, das Lächeln auf seinen Lippen war immer noch da, es würde auch so schnell nicht mehr in ihrer Gegenwart verschwinden. Er registrierte das leiser werden des Regens und aus dem Augenwinkel bemerkte er, das über dem Meer bereits die Sonne durchbrach und wo die Sonnenstrahlen auf den nachlassenden Regen stiessen, zeigte sich dieses rätselhafte Naturschauspiel , dieser Bogen aus allen erdenklichen Farben.


    Er beugte sich zu ihr herab, flüsterte leise in ihr Ohr. "Schau mal dort, Helena." Er begleitete diese Wort mit einer kleinen richtungsweisenden Geste, hinaus aufs Meer.

    Also,... mal ein paar Überlegungen zu dem Thema : Befehlskraft beruht jja nicht nur auf einem Rang und eine rechtliche Befugniss, es gibt auch die "natürliche" Authorität, durch Erfahrung und/oder Persönlichkeit.


    Ein einfacher Miles kann formal einem Probati nichts Befehlen, allerdings, der Probati ist ein Neuling, mit Mangel an Erfahrung und ist gut beraten, wenn er, das was ein Miles ihm im Dienst zu tuen `rät`, auch tut. Dieser Rat kann, bedingt durch den militärischen Ton, leicht für einen Befehl gehalten werden.
    Ivch erinner da z.B. an die Figur "Kat" aus "Im Westen nichts Neues", ein einfacher Mannschaftsgrad, dessen Anweisungen in der Gruppe eigentlich immer bedingungslos Ausgeführt werden.


    Etwas anderes ist zum Beispiel das Zusammenleben in der Stube. Der Probati kommt auch als Neuling in eine Gruppe von älteren, erfahrenen Miles. Da ist die Versuchung leicht, dem Probati, quasi als schwächstes Glied in der Kette, eben verstärkt für die unangenehmen Aufgaben heranzuziehen.

    Der Brief des Tiberius Gratianius war lang und die meisten Passagen sprachen von der Zuneigung eines Vaters um seine Tochter, seine Sorge um ihr Wohlergehen, wie schwer es ihm fiel, seine kleine Tochter gehen zu lassen, all solche Gefühlsduseleien eben.
    Doch das erwähnte Tiberius Vitamalaacus nicht, er beschränkte sich auf das wesentliche.


    "Dein Vater hat mir, Tiberius Vitamalacus, während deiner Anwesenheit in Roma, die Verantwortung für dich übertragen."


    Scharf blickt er sie an.


    "Du verstehst, was das bedeutet ?"

    Erst nach einigen Momenten sah Tiberius Vitamalacus auf und musterte seine junge Verwandte mit einem kühlen Blick. Es war dieser Blick, den schon viele Probati zu spüren bekommen hatten, ein Blick der auch hinter die Fassade einer Person zu dringen versuchte.
    Was er allerdings für ihn zu Tage brachte, davon veriet allerdings die Mimik des hochgewachsen Soldaten nichts.


    "Ich habe ihn erhalten."


    Er deutete auf den Brief vor ihm.

    "Du weisst also, wer ich bin ? Und in wie weit bist Du über den Inhlat des Briefes deines Vaters informiert ? Weisst du, welche Verantwortung er mir übertragen hat ?"

    Stesichoros
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    Der Ianitor grübelte kurz. Zu wem wollte sie ? Doch dann fiel ihm die Anweisung an ein, die ihm dieser canne domine, dieser Hund seine Herren Titus übermittelt hatte. Eine Tiberia Calvina solle sofort in das Tablinium des Tiberius Vitamalacus geleitet werden.


    "Gerne, werte Domina, bitte folge mir...."

    Wie so häufig in diesen Tagen, sass Quintus Tiberiius Vitamalacus über den Tisch im Tablinium gebeugt, vor ihm eine grosse Anzahl von Wachstafeln und verschiedene Schriftrollen. Wie sehr sehnte er sich in diesem Moment nach seinem Exzierplatz, einem Ausritt mit Ajax und der Ordnung und Disziplin eines Castellums. Und es gab noch etwas, das er nun lieber getan hätte, als über den Akten zu sitzen, etwas, das er vor kurzem noch nicht möglich gehalten hatte : Er hätte seine Zeit gerade lieber in begleitung von Helena verbracht.


    Dann wurde ihm die Ankunft von Calvina gemeldet, er nickte nur kurz und nahm einen Brief aus dem Stapel hervor.


    "Sie soll herein kommen."


    Dann überflog er den Brief noch einmal. Warum dieser entfernte, ihm eigentlich unbekannte Verwandte gerade ihm diese Verantwortung übertrug, wusste er nicht wirklich. Vielleicht lag es daran, das er der einzige Mann in der Villa war, der einen Sohn hatte...


    Als sie eintrat, sah er nicht auf, deutete nur auf den Stuhl vor ihm.


    "Setz dich !"

    Stesichoros
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    Es verging nicht viel Zeit, da öffnete der Iantor der Villa Tiberia die Porta der Villa. Wenn das wieder einer dieser Soldaten war, würde er verzweifeln. Dieser Titus reichte ihm wirklich, von dem Tiberia aus Germania ganz zu schweigen. Das er seine kleine Malvia heute morgen aus der Kammer dieses riesigen Legionärs kommen zu sehen, hatte bei ihm das Fass zum überlaufen gebracht.


    Und zu allem Überfluss lief an diesem Tag schon wieder die Nasse und seine Augen tränten.


    So kam es, das er zunächst etwas gereizt war und nur mit Mühe seine Haltung bewahrte.


    "Ja, bitte ?"


    Als er allerdings sah, das es sich um eine Frau handelte und eine attraktive nmoch dazu, hellte seine Gesicht etwas auf.


    "Was kann ich für euch tun, werte Domina ?"

    Was war es, das ihnen erlaubte, so verttraut mit einander zu sprechen. Waren sie es doch beide gewohnt, ihre Sorgen, Probleme und Ängste für sich zu behalten, nicht andere mit ihnen zu belasten. Und mit ihr, mit ihr hatte er vom ersten Augenblick offen sprechen können, mit einer Offenheit, die seiner patrizischen, soldatischen Erziehung durch seinen Grossvater so fern lag. Und es tat gut, sehr gut sogar. "Ich wurde dazu erzogen, meine Sorgen für mich zu behalten, auch mein Grossvater sprach zu niemand über seine, und mein Vater,..."Zum ersten Mal erwähnte er seinen Vater, den Mann, dessen Name in der Casa Rustica tabu gewesen war, " ich weis es nicht, er starb so kurz nach meiner Mutter." Und wieder hatte er ihr mehr von sich offenbart, als er es je zujemand anders getan hatte.


    Plötzlich dran seine Name an sein Ohr, Quintus, noch zögerlich gesprachen, doch allein von ihr diesen Namen zu hören, liess einen Moment sein Blut stocken vor Freude. Er kannte sie mittlerweile zu gut, um zu wissen, das sie nicht leichtfertig zu dieser Vertraulichkeit neigte. Und das Lächeln auf seinem Gesicht signalisierte ihr, wie sehr es schätzte das sie zu seinem Praenomen gewechselt hatte.


    Er liess sie nicht los, auch nicht als das Donnergrollen fast verstummt war und der Regen Merklich nach liess. "Du wirst nicht nass zurückkehren in die Curia, das könnte ich nicht zu lassen." Er kannte genug wirksame Methoden, die Kleidung schnellst möglichst zu trocknen zu bringen, so etwas gehörte zur Grundausbildung eines Soldaten. Schwieriger würde es werden, sie zu realisieren ohne den Anstand zu weit zu verletzen. Denn auch wenn sein Körper nach ihr verlangte, er wusste, es ar noch nicht so weit. Aber, noch regnete es, noch musste er sich darüber keine Gedanken machen.
    Stattdessen beugte er sich erneut zu ihr herab , flüsterte leise: "Wir haben noch etwas Zeit...." und legte seine Lippen zärtlich auf ihre.

    Wie konnte er es vergessen ? Diesen Moment am Ianusbogen, als er in tiefstem Gram über dem Fleck gebeugt stand, an dem seine Nova ihrem Leben ein Ende gesetzt hatte. "Wenn wir uns an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit getroffen hätten," flüstert er leise, während er sanft über ihre Wange fährt sachte ihr Kinn anhebt und in ihre wunderschönen Augen blickt, " Es war der Ort, an dem ich am schwächsten war und du hast vom ersten Augenblick die richtigen Worte getroffen. An jedem anderen Ort wäre wir sich nicht so ins Gespräch gekommen." Mit diesen Worten beugte er sich sachte herunter und küsste sie sachte auf die Stirn. Dann zieht er ihren Kopf wieder an seine Brust, seine Arme umschliessen sie etwas fester, aber immer noch sanft.
    Er spürt das sie sich so wohl fühlt wie er selbst und er gbeniesst einfach diese, ja wie soll er beschrieben, dieses Gefühl der Zufriedenheit, das ihn durchströmt, die Möglichkeit Geborgenheit zu schenken und dafür selbst Geborgenheit zu empfinden. Er spürt ihren Körper fast so, als ob ihre Kleidung nicht da wäre und natürlich spürt er auch ein körperliches Verlangen nach ihr, aber er gibt ihm nicht nach, diese andere Gefühl, das er so schwer fassen konnte war ihm wichtiger. "Ich wollte mich damals nicht töten, denn ich war innerlich schon tot, aber du , das Treffen mit dir und unser Gespräch hat mich wieder zum Leben erweckt, Helena."
    Der Donner zieht immer weiter davon, und auch der Regen wird langsam schwächer. Wahrscheinlich würde das Gewitter genauso schnell verschwinden wie es gekommen war. "Das Gewitter wird wohl bald vorbei sein." Ehrliches Bedauern schwingt in seiner Stimme mit, denn er will nicht das das dieser Moment vergeht, das er sie loslassen muss, ohne zu wissen, ob er es je wieder tun kann, das wider das starre Korset der gesellschaftlichen Konvention ihre Zusammentreffen bestimmt.

    Die Erregung des jungen Iuliers konnte er gut verstehen. Den Tempel, welcher der göttliche Iulius Caesar, anlässlich seines Sieges über Pompeius hatte errichten lassen, als ein Zeichen der Versöhnung, abzureissen wie eine Insula, wäre eine Schande gewesen.


    "Es wäre eine Schande gewesen, einen solchen Bau aus persönlichen Gründen abreissen zu lassen. Sicher wären die Götter erzönt gewesen und wer weiss, wie sie uns gestraft hätten," stimmt er den Geschwistern zu.
    "Wenn man bedenkt, wie gefährlich die Seefahrt ist, scheint mir ein Neptunheiligtum äusserst sinnvol."
    Innerlich schmunzelt er über die Wortlist des Bruders, mit der er geschickt mehr über das ertse Treffen von ihm und Helena zu erfahren und er ist Helena dankbar, das sie ihm es abnimmt, den Ort zu benennen. "Er ist ein wirklich interessanter Ort, vielleicht wird dort wirklich die Vergangenheit von der Zukunft abgelöst," siniert er leicht nachdenklich über den Ianusbogen und sein Blick legt sich kurz auf Helena, bevor er weiter über seine Kenntnisse des Capitoliniums spricht.
    "Es ist ein prächtiger Tempelkomplex, ich habe, zu beginn meiner Kandidatur dem capitolinischen Trias ein Opfer gebracht, so habe alle drei Cella gesehen. Das Capitolinium in CCAA ist zwar auch beindruckend, aber doch wesentlich kleiner und nicht so prachvoll. Zwar ist mir da nur das Iunoheiligtum bekannt, da ich zusammen mit meinem Sohn dort ein Opfer brachte anlässlich der Heirat meiner Cousine Tiberia Livia und der Verlobung meiner Schwester Claudia."

    Zitat

    Original von Quintus Tiberius Vitamalacus
    Tiberius Vitamalacus, zwar Civil in eine Toga gekeidet, dennoch aber miltärisch steif in Haltung und gang, tritt an die Porta des Castra Vigilium und grüsst den wachhabenden Miles militärisch knapp.


    Der Blick des Quaestor Consulum verfinsterte sich, als die Wache seinen Gruss nicht erwiederte und er war kurz davor, diesen Miles mit seiner Exzierplatz erprobten Stimme zurecht zu weisen.

    Was hätten wohl seine Miles gedacht, wenn sie ihren alten Schinder so gesehen hätten ? Wahrscheinlich hätten hätten sie es erst nicht galuben können, aber trotzdem wenig später Witze und obzöne Spruche übe ihren Tribun gemacht. Und wahrscheinlich hätte gerade deswegen Titus einigen von ihnen wieder Anstand beigebracht und so sich seine nächste Beförderung verbaut.


    Aber die IX. war fern und auch sonst wagte sich niemand in dieses Sommergewitter hinaus. Selbst die Seevögel hatten schützende Stellen auf gesucht, zu dicht war die Regenfront, auch wenn das Donnern sich langsam entfernte.


    Doch darauf achtete Quintus nicht, seine Aufmerksamkeit galt allein ihr und dem Kuss, der sich langsam intensivierte, dem sanften Spiel ihrer Lippen, dem Hauch ihres Atems. Wie lange hastte er darauf verzichtet ? Und sich nie eingestehen wollen, das es doch brauchte, diesen sanften Austausch von Zärtlichkeiten. Sachte fuhr er durch ihr Haar, sog ihren Duft in sich ein und er spürte das sein Verlangen nach ihr Stärker wurde, doch er gab ihm nicht nach, auch wenn es ihm nicht leicht fiel. Doch er wollte, das sie beide sich die Zeit nahmen, die sie brauchten, nichts überstürzten und dabei vielleicht alles zerstörten.


    "Ich hatte nicht geglaubt, das ich dies noch mal erleben würde," antwortete er flüsternd, blickte dabei in ihre Augen und streichelte sanft über ihre Wange und küsste sie zärtlich auf die Stirn, während seine linke Hand über ihre Rücken streichelte."Es is seltsam, Helena, aber es wunderschön." Ein anderer Mannn hätte vielleicht nun ihr seine Liebe eingestanden, doch nicht er, das war nicht seine Art, denn es wäre nicht wahr, oder könnte sich zumindest als unwahr herrausstellern, wusste er doch selbst nicht, ob es stimmte oder nicht. Er wusste nur, das es sich richtig anfühlte, sie so in seinem Arm halten, das er sie nicht loslassen wollte. Sachte drückte er ihren Kopf an seine Brust, fuhr zärtlich durch ihr Haar und atmete tief ein.

    Quintus Tiberius Vitamlacus grüsst den den Imperator, militärisch exakt, wie er es gewohnt ist, seinen Oberbefehlshaber zu grüssen.


    "Salve, Imperator !"


    Kurz und knapp sind seine Worte, immer noch die eines Soldaten.


    "Es sind viele Worte für wenige Taten nötig. Ich werde wohl immer ein Soldat bleiben."


    Die Haltung des Tiberius Vitamalacus zeugt von Achtung und Respekt seinem Imperator gegeünber, aber sie bleibt aufrecht und Stolz.


    "Mich führt ein Anliegen zu dir : Wie weit soll dich bei der nächsten Wahl assistitieren ? Und gibt es andere Aufgaben, welche du mir in der Zwischenzeit zuweisen möchtest ?"

    Und er tat es nicht, er löste sich nicht von ihr, auch nicht als ihre zarten Finger auf seiner Wange ihn bitten mit den Küssen auf zu hören. Sicher, er hörte damit auf, aber immer noch hielt er sie fest, blickte in ihre Augen und verlor sich darin. Sanft streichelte er daBei über ihre Wange und auch wenn etwas in ihm gerade danach verlangte, zu dem sich noch nicht bereit war, er hielt diesem Verlangen stand, denn auch in ihm erhob sich die Stimme seines Verstandes, zu sehr schätzte er sie und wollte nicht, das, was sich zwischen ihnen aufgebaut hatte für ein kurzfristiges Abenteuer zu risikieren.


    Was wollte er wirklich von ihr ? Warum verlangte es ihm nach ihr ? Oder war es nur dir Tatsache, das sie eine Frau war ? Was wäre, wenn er hier in dieser Situation mit einer anderen Frau wäre ? Und irgendwie wurde ihm klar, das es mit jeder anderen Frau eben auch ganz anders wäre. Etwas war da zwischen ihnen, ihm, Quinitus, und ihr, Helena, auch wenn er es nicht wirklich fassen konnte, was es denn war. Es war nicht dieses Gefühl, das er gehabt hatte, damals in jenem Sommer, als er und Nova ihre schönste Zeit gehabt hatten, aber er war auch nicht mehr so jung wie damals. waws er auch gerade für Helerna empfand, es war einfach reifer, erfahrener....


    "Wir habe Zeit, Helena," flüsterte er in ihr Ohr,"jede Zeit der Welt." Währendessen streichelt er ihr sanft über die Wange, blickt in ihre blauen Augen, in ihr Gesicht und er will es wieder spüren, ihre Lippen auf den Seinen und ganz sachte beugte er sich zu ihr herunter, schliesst die Augen, legt sachte seine Lippen wieder auf ihre.