Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Der Ianitor kratzt sich am Kopf,... Hausherr ? Da waren doch drei,...Naja, schickt er sie einfach mla zum dem Soldaten aus Germanien. Dessen Tonfall passt doch,....


    "Ich bring dich zu Domine Tiberius Vitamalacus."


    Er für die Sklavin ins Tablinium.


    Wann würde dieser Soldat endlich wieder nach Germanien verschwinden, denkt er sich noch. Und diesen Titus gleich mit,... Der hat ihm doch die kleine aus der Küche abspenstig gemacht.

    Vor Tiberius Vitamalacus liegt eine Wachstafel auf dem Tisch, links und rechts davon verschiedene Dokumente, Wachstafeln und Briefe. Als ihm der Besuch gemeldet wird, blickt nur kurz auf.
    Gleich darauf widmet er sich wieder der Wachstafel, schreibt es darauf, löscht es wieder aus und schreibt neu. Erst als die Sklavin eine Weile im Raum steht, ertönt seine Stimme, kräftig und bestimmt.


    "Was für eine Botschaft hast du von meiner Schwester ?"

    Dezent nimmt er den Blickwechsel zwischen den Geschwistern zur Kenntniss und äussert sich noch kurz zu ihrem Einwurf, in dem sich leicht auf seine Schläfe klopft.


    "Diesen Schädel einzuschlagen, haben schon einige Barbaren probiert. Und ich denke, du liegst ganz richtig, eine massive Bronzevase sollte es schon sein."


    Dann wendet er sich der Frage ihres Bruders zu.


    "Ich würde sagen, der grossse Unterschied in der Ausbildung zwischen einer Legion, die nur durch einen zugegeben breiten Fluss von Barbarenhorden getrennt ist, und einer Stadteinheit, liegt in den unterschiedlichen Aufgaben. Eine Grenzlegion muss immer bereit sein, in die Schlacht zu ziehen und ihre Miles müssen perfekt den Umgang mit dem Pilum und auch zahlreiche Feldformationen beherrschen."


    Tiberius Vitamalacus macht eine kleine Pause, nippt am Wein und gibt der Hausherrin mit einer kleine Geste zu verstehen, mit der er die Qualität des Weines honoriert.


    "Eine Stadteinheit hat vornehmlich andere Aufgaben. Ein Pliasalve in den Gassen Roms ist unwahrscheinlich,... und auch die meisten Feldformationen haben keinen Sinn. Ich würde natürlich die Einheiten der Cohortes Urbanaes nicht in die vorderste Reihe werfen, sondern sie als Reserve zurückhalten, eben weil sie nicht für die Feldschlacht ausgebildet sind. Doch genauso denke ich, das die Miles der Legion nicht unbedingt auf die Aufgaben in der Stadt vorbereitet sind."


    Er schmunzelt leicht, ungewöhnlich für ihn. Doch er erinnert sich an die ersten Nachtwachen mit einigen jener Miles die zur IX gewechselt sind.
    "Wenn man durch Rom in der nacht geht, hört man ganz andere Geräusche als im tiefen Germanien. Und ein guter Soldat muss die Geräuschkulisse seiner Umgebung kennen, um zu erkennen, wenn Gefahr droht."

    Als ihr Blick für eine weile auf ihm ruht, hellt sich der Gesichtsausdruck des Tribuns noch etwas weiter auf. Es ist nicht so, das er seit jener Nacht beim Ianusbogen ständig lächelt, meist ist sein Gesichtsausdruck so verschlossen wie davor, allerdings gerade jetzt ist davon kaum etwas zu sehen.


    "Werte Iulia Helena, sei versichert, ich bin gerne bereit Fragen zur Legion zu beantworten, es ist nicht nötig, das du der Einrichtung schaden zukommen lässt." Seine Stimme klingt äusserst ernst und besorgt und er hebt scheinbar zur Abwehr die Hände , doch das verschmitzte Funkeln in seinen Augen und das Lächeln auf seinen Lippen sprechen eine ganz andere Sprache. "Obwohl, einer meiner Klienten würde sich freuen, wenn du bei ihm neue Vasen und Becher kaufst."

    Tiberius Vitamalacus runzelt leicht die Stirn. Zu bekannt erscheint ihm, was Mela in seinen Überlegungen darlegt. Bedächtig schüttelt er den Kopf.


    "Ich halte es nicht für eine gute Idee. Ob der Miles und seine Liebste tausend Meilen entfernt sind, oder nur durch die Mauern des Castellums, es ändert nichts am Grundproblem, das einem Miles eine ehrbare Verbindung verwehrt ist."


    "Wenn die Frau nur ein Abenteuer ist, dem Miles ein paar entspannte Stunden nach Dienstschluss bereiten soll, spricht natürlich nichts dagegen. Wenn dem Miles aber etwas an der Frau und ihrer Ehre liegt, halte ich es für den falschen Weg."

    Flaccus Einstellung ist so, wie sie Tiberius Vutamalacus von einem aufrechten Römer erwartet. War das Conturbinuium die kleinste Zelle der Legion, war die Familie der Grundbaustein der römischen Gesellschaft.


    "Das unsere Gens weiter ihren Dienst verrichten und ein wichtiger Bestandteil des Imperiums sein wird, daran besteht kein Zweifel für mich."


    Und Flaccus einsehen, in die Notwendigkeit einer gute Ehe in nächster Zeit, erfreut den hochgewachsen Soldaten, obwohl er nichts anderes erwartet hätte.


    "Das der Dienst an den Göttern viel Zeit in Anspruch nimmt, das glaube ich dir gerne. Doch du solltest es nicht aus dem Augen lassen, um eine Frau aus gutem Hause zu werben, auf dass eine Ehe für dich und auch die Familie einen Gewinn bedeutet..."

    Aufmerksam beobachtet Tiberius Vitamalacus seinen Verwandten und hört genau hin. Das Flaccus scheinbar kein Problem mit seiner direkten Art hat, schätzt er, denn es ist für Civilisten oft nicht üblich.


    "Es ehrt dich, ds du treu den Göttern dienst, damit leistet du einen guten Dienst für die Familie. Wann immer es mir möglich sein wird, werde ich dich auf deinem Weg unterstützen."


    Dann überlegt er kurz.


    "Ich bin ein Anhänger der Traditionen des Imperiums, und dazu gehört auch die Pflicht zur Ehe, welche der göttlich Augustus in der Lex Iulia de maritandis ordinibus zu geschriebenen Gesetzen machte. Eine gute Ehe könnte deinem Dienst an den Göttern auch förderlich sein."

    Auch wenn Tiberius Vitamalacus nicht weis, um wenn es sich bei der Frau handelt, die seinem Klienten anscheinend den Kopf verdreht hat, die Geschichte erinnert ihn sehr seine eigene Verganngenheit.
    Er blickt weiterhin sehr nachdenklich sein Gegenüber an.


    "Diese Haltung ehrt dich, Duplicarius, doch ich will dich auch daran erinnern, das dein Tun die Ehre und auch die Gemütslage der Frau beeinflusst. Du magst es nicht hören wollen, aber es nun mal so..."


    Auf keinen Fall will er das sein Klient einen gleichen Fehler begeht, wie er selbst damals.


    "Ich möchte das du dir gut überlegst, was du tun willst und das du immer bedenkst, welche Konsequenzen dein Handeln für dich und die Frau haben. Und ich will das du weisst, das ich jederzeit bereit bin, dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen."


    Damit ist für ihn das Thema zunächst einmal erledigt, es sei denn Mela würde noch darüber reden wollen.

    Tiberius Vitamalacus nickt leicht. Auch wenn er es nicht immer zeigt, seine Legion ist seine Familie und wird dies auch bleiben und gerade der geordnete Ablauf in einem Castellum fehlt dem Soldaten in Rom.


    "Ich wurde erzogen, auf jeden Posten auf dem ich gestellt wurde, alles zu geben. Es mag eine persönliche Ehre sein, den Cursus Honorum zu beschreiten, aber wichtiger als diese persönliche Ehre, ist es die gestellte aufgabe für das Imperium zu verfüllen."

    Die Haltung von Tiberius Vitamalacus auf der Bank den beiden Geschwistern gegenüber ist so aufrecht und militärisch steif wie für ihn üblich. Fast scheint es so zu sein, das über seiner Tunika eine Rüstung zu liegen scheint.
    Vielleicht wäre seine Haltung etwas Lockerer, wenn er nur mit Helena im Attrium sitzen würde, aber auch so bleibt sein freundlicher Gesichtsausdruck bestehen und auch der Blick mit dem er Helenas Bruder gemustert hatte, hatten zahlreiche Probati harter und durchdringender erlebt.


    "Für mich ist die Legion meine Familie und ich bin stolz darauf, in der Legio IX. dienen zu dürfen. Auch wenn ich gerade beurlaubt bin, ich beantworte jede Frage, die du zur Legion hast."


    Aufmerksam hatte er die kurzen Einlassungen von Constantius verfolgt. Auch wenn er als Soldat ein direktes Wort vorzieht, er hat auch gelernt zwischen die Worte zu lauschen, eben auf jene, die nicht fallen.
    Mit einer dankbaren Geste nimmt er den Becher Wein, den seine Gastgeberin ihm eingeschenkt hat.


    "Rom ist eine riessige Stadt, besonders wenn man das Leben in einer Provinzstadt gewöhnt ist. Die vielen Eindrücke, die gerade in den ersten Tagen auf einen herabstürzen, können einem doch auf das Gemüt schlagen. Mein Sklave Cato flehte mich gerade zu an, das er nicht nach Rom mitreisen musste. Er ist nur das Leben in kleinen Städten gewöhnt und wahscheinlich wäre er gier nicht zu gebrauchen, da er sich meistens verlaufen würde."


    Das Catos Wunsch, im Castellum zu bleiben, vornehmlich einen anderen Grund hatte, darauf muss er nicht eingehen.

    "Nur Flüchtig, sie war mit ihrem Vater und auch ihrem Onkel Gast bei einem Abendessen in meiner Casa im Castellum !"


    Helena gegenüber war sein Blick freudlich und zu vorkommend, doch dann als sich Tiberus Vitamalacus ihrem Bruder zu wendet, nimmt der Blick des Soldaten jene züge an, die zuvor schon so viele Männer erdulden mussten.
    Es ist die simple Prüfung, ob sein Gegenüber ein guter Soldat ist oder nicht. Und Helenas Bruder scheint diese Prüfung zu bestehen. Zumindest zeigt der junge Mann Respekt aber auch Selbstbewusstsein.


    So setzt sich Tiberius Vitamalacus wieder, Helena und ihrem Bruder gegenüber und nimmt das Glas Wein in die Hand.


    "Du tust alsi Dienst in der Cohortes Urbanes ? Ihr erfahrt eine gute Ausbildung, davon konnte ich mich überzeugen."


    Die Worte, ehrlich gemeint und mit eigenener Erfahrung geprägt, sind an den Bruder gerichtet, doch der Blick liegt mehr bei der Schwester.

    Tiberius Vitamalacus nickte knapp und deutet auf den Korbstuhl, den Flaccus ansteuerte...


    "Flaccus, setz dich doch....."


    Wieder mal legte er alle Wachstafeln zur Zeite und lehnte sich dann zurück.


    "Ich bin erst kurz in Roma und versuche mir hier, so schnell es geht, einen Überblick über die Lage der Famile zu verschaffen... Und als Soldat bin ich direkte Frage und Antworten gewohnt."


    Er blickt Flaccus scharf an.


    "Du bist ein Priester des Appoll und nich verheiratet ? Oder bist du verlobt oder versprochen ? Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus ?"

    Das Lächeln seines Klienten und sein Schweigen verraten Tiberius Vitamalacus sehr viel. Und so ignoriert er Melas Worte und Fragen zu seinem neuem Amt. Stattdessen mustert er seinen Klienten scharf.


    "Duplicarius, ich verlange nicht, das du mir Namen nennst ! Aber, ich erwarte, das du bedenkst, das du ein Miles des Imperator bist !"


    Er schüttelt sachte den Kopf, aber auch wenn seine Worte hart klingen, sie sind hilfsbereit gemeint, fast etwas väterlich...


    "Dir ist eine Ehe verwehrt, solange du nicht den Rang eines Tribuns erreicht hast, oder du must deinen Abschied nehmen ! Dieses Bestimmung ist nicht ohne Sinn, denn ein MIles, der die Gedanken an eine Frau im Herzen trägt, ist oft zwangsläufig dem Tod geweiht"

    In Gedanken grübelt Tiberius Vitamalacus, wenn denn die Cousine von helena sein könnte. Seit einigen Tagen hat er sich durch so viele Stammbäume gewälzt, doch er kommt zu einem Entschluss, wer diese Cousine sein könnte.


    "Deine Cousine ist Iulia Livilla ? Die Tochter meines Freundes Numerianuns ?"


    Und als sie über das mischungsverhältnis des Weines spricht, lacht er leise, aber sehr herzlich wie schon lsnge nicht mehr.


    "Ich ziehe es vor, ihn Pur zu trinken. Vielleicht eine gewohnheit eines Soldaten, denn schon mein Grossvater pflegte es, Wasser und Wein getrennt zu trinken."


    Gerade will er sich zu möglichen zukünftigen Gesprächen äüssern, da nimmt er aus dem Augenwinkel den jungen Mann wahr, der heran tritt. Wieder kombiniert er, das es sich dabei um Helenas Bruder Handeln muss.


    Militärisch steif erhebt er sich und antwortet dem jungen Mann in der für ih üblichen direkten Tonlage eines Stabsoffiziers.


    "Sei gedankt, auch wenn ich nicht Gast eures Mahles bin ! Iulius Constantius, nehme ich an ? Quintus Tiberius Vitamalacus mein Name, vom Senat bestellt zum Quaestor Consullum."

    der Blick des Tiberius Vitamalacus verengt sich. Es ist seine langjährige Erfahrung, die ihm eins und eins zusammen zählen lässt. Ein junger Mann, eigentlich ein ernsthafter Soldat, mit einer weder dienstlichen, noch familären Angelegenheit...


    Es gab nur nur zwei Möglichkeiten....


    "Es geht um eine Frau !"


    Es ist keine Frage, es ist eine Feststellung. Das es sich auch um einen Mann handeln könnte, daran glaubt er lieber nicht.
    Und sollte es sich um irgendwas anderes handeln, Schwierigkeiten die ihn vom Dienst fernhielten, würde Mela wissen, das sein Patron ihm zur Seite stehen würde.

    Tiberius Vitamalacus störte sich innerlich an der Rolle, die Helena sich selbst für ihr Gastmahl zu blligte. Sicher, die Sklaven würden wie immer die Arbeit machen,aber ohne die wahre Aufsicht, würden sie die Nachspeise vor der Vorspeise servieren....


    "Es muss eine traurige Gesellschaft werden, wenn du dich nur schweigend an der Konversation beteilligst...."


    Und wieder erstaunte er sich selbst, so offen und direkt seine Gedanken zu äussern. Aber er war eben die Wahrheit, zu sehr hatte er ihr Gespräch genossen und die Vorstellung, das langweilige Plattidüden das Tisch gespräch betimmten....


    Und als sie über ihre Gedanken zu ihren gemeinsamen Gespräch berichtet, fühlt er sich innerlich einfach gut, denn jede dieser Gedanken kann er nur bestätigen...


    "Ich bin immer noch den Göttern über diese Treffen dankbar... Seither sehe ich vieles einfach leichter und ich freute mich darauf, die Zeit zu finden, deiner Einladung in die Casa Iulier zu folgen, auch wenn ich leider zur einer etwas unpassenden Zeit die Zeit und den Weg hierher gefunden haben..."

    Zum Glück konnten ewige diskussionen vermieden werden und man war sich einig. Im Hintergrund erkennt er, das Titus wie gewohnt ihm den Rücxken frei hält.


    "Was zukünftige Treffen angeht, ich kann nur betonen, das die Villa Tiberia jederzeit für euich offen steht."


    Mit grosser Anerkennung nimmt er die Worte seiner kollegin, bezüglich ihres Medicus wahr. Er selbst hätte genau so reagiert. Doch zu ihrer nächsten Frage, äussert er sich nur knapp.


    "Ich tat es, um Rom zu dienen, dazu wurde ich ezogen..."


    Wie soll er seine Motive erklären, die er selbst oft nicht versteht. Das er stets den Diernst an Rom seinen persönlichen Interessen überordnet ? Das der Cursus Honorum nicht seiner eigenen Ehre oder Erhöhung dient, sondern vielmehr der Ehre seiner Ahnen und dem Dienst an Rom dient.

    Ernst blickt er seinen Clienten an.


    "Informations ist das wichtigste, ob im Militär oder in der Politik.... Und seine Quellen nicht zu verraten oder zu offenbaren gehört dazu."


    Doch dann wird er wieder feundlicher.


    "Aber du hast recht, dein Bruder war bereits hier und erzählte von der Verlobung. Und da lag dieser Schluss nahe..."


    Er gibt Titus, der im Hintergrund steht ein Zeichen und dieser bringt Beiden ein Becher Wein.


    "Ich nehme an, du reist mit ihm zurück ? Oder bleibst du länger in Rom ?"