Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Das Lächeln des Soldaten erstarb nicht, auch nicht, als er er hörte, das sie ein Gastmahl vorbereiten liess und dies natürlich die Dauern ihres Zusammentreffens beschränken würde. Doch der Soldat lächelt weiter.


    "Ich möchte wirklich nicht stören und dich von deinen Pflichten als Gastgeberin abhalten."


    Aber er nimmt auf der zweiten Bank platz, direkt ihr gegenüber.


    "Doch ich danke dir nochmals für deine Gastfreundschaft. Und für unser Gespräch kürzlich. Es hat mir sehr gefallen... und tat sehr gut."


    Ihn selbst verblüfft die Offenheit mit der er spricht. Und das er, während er redet, sie nich wirklich aus den Augen lässt, gerade zu immer den Kontakt mikt ihren blauen Augen sucht.

    Dem geübten Ohr des Soldaten war nicht entgangen, das sich Schritte näherten, Frauenschritte und wenn er sich nicht irrte, war es sie. Er war es gewohnt, in die Stille zu lauschen und Geräusche, die er hört, zu zuordnen.


    So dreht er sich um, um sie von Angesicht zu Angesicht empfangen zu können. Auf seinem Gesicht liegt ein freundliches, fast schon charmantes Lächeln, es ist nicht gespielt und es fällt ihm auch leicht zu Lächeln seit jener Nacht und in ihrer Gegenwart.


    "Salve, Iulia Helena, ich danke dir, das du mich empfängst."


    Das sie nicht perfekt geschminkt ist, nimmt er so garnicht wahr, da er in den vielen Jahren in Legio und auch davor kaum mit Frauen der höheren Gesellschaft zu tun hatte. Aber er spürt den leicht nervösen Ton in ihrer Stimme.


    "Ich hoffe, ich störe nicht...."


    Sie sah gut aus und ihr Lächeln erfreut den Soldaten mehr als vieles, das er in den letzten Jahren erlebt hat.


    "Gerne nehme ich ein Glas Wein,... "


    Das er diesen gerne unverdünnt hätte, nicht gewässert, erwähnt er nicht. Er zieht es vor, Wasser und Wein getrennt zu trinken. Doch er weis zu genau, das diese Angewohnheit ihn in ein schlechtes Bild rücken könnte und genau dies möchte er nicht in ihren Augen.

    Problemlos folgt Tiberius Vitamalacus dem Nubier in das Attrium. Ein Mann, der es gewohnt ist, 30 Meilen am Tag mit Gepäck zu laufen bereitet das Tempo des Nubiers kein Problem.


    Ohne Worte quittiert er die Aussage des Nubiers, stattdessen bleibt er starr stehen, aufrecht und gerade, die Hände auf dem Rücken verschränkt. Geduldig wartet er darauf, das die Hausherrin ihn begrüsst.

    Tiberius Vitamalacus sitzt im Tablinium, neben ihm ein Stapel von Wachstafeln. Doch als ihm die Ankunft von Mela gemeldet wird, liegt keine Tafel vor ihm, stattdessen sitzt er einfach da, still vor sich hin grübelnd.


    Als Mela herein tritt, erhebt er sich und richtet sich zur vollen Grösse auf.


    "Duplicarius !" begrüsst er ihn militärisch knapp.

    Mochten für die meisten Leute seines Standes Sklaven Sklaven, einfache, austauschbare Gesichter, Q. Tiberius Vitamalacus pflegte sich jedes Gwesicht einzuprägen und wenn es ging mit einem Namen dazu.
    So erkennt er auch den riessigen Nubier, der ihm öffnet. Er hat diesen regelrecht erwartet, auch wenn er nicht dessen Namen kennt.


    Gewohnt knapp antwortet er dem Ianitor.


    "Tiberius Vitamalacus. Ich wünsche die ehrenwerte Iulia Helena zu sprechen."

    Nur wenige Tage nachdem Tiberius Vitamalacus und Iulia Helena sich am Ianusbogen getroffen hatten, fand der Quaestor Consulum die Zeit, ihrer Einladung folge zu leisten. Der Maior Domus der Villa Tiberia hatte etws entsetzt geguckt, als Tiberius Vitamalacus ihm offenbart, das er nicht nur ohne Sänfte die Villa verlassen wird, sondern auch ohne den üblichen Tross von Sklaven.


    So steht er fast allein vor der Porta, gekleidet in eine für ihn übliche, schlichte Tunika. Nur Titus folgt ihm wie üblich im Hintergrund.


    So klopft Tiberius Vitamalacus an die Porta.

    "Der Senat hat mich zum Quaestor Consulum bestellt. Und die anstehenden Aufgaben haben wir Quaestoren kollegial geteilt, ohne jene Verborhrtheit, welche unsere Vorgänger an den Tag legten."


    Heirat,... das war ein Thema das sicher bald für ihn anstand.


    "Ich war einst,... bevor ich in die Legion eintrat verstarb meine Frau im Kindbett. Und da als Miles mir die Ehe lange untersagt war, blieb ich unverheiratet. Aber nun wird es bald nötig sein... "


    Auch wenn er nicht wirklich ein Bedürfniss verspürte, erneut eine Ehe ein zu gehen, es war seine Pflicht. Und die hatte er bisher stehts erfüllt.


    "Ich werde mich selbst darum kümmern,... Von mir aus wäre das alles, wenn du nichts mehr hast...."

    "Das die Gens Ansehen haben sollte, daran besteht kein Zweifel."


    Dann nickt er leicht.


    "Du solltest dir in deiner Position einen gewissen Ruf erarbeiten, in der Tat. Daher ist es nicht schlecht noch zu warten. Doch scheue dich auch nicht, den Weg in den Cursuus Honorum einzuschlagen, wenn du dort gebraucht wirst."

    Ganz langsam steht er auf und dreht sich dabei um. Und sie scheint wirklch da zu sein, dicht vor ihm, so wie er sie bei ihrem ersten Treffen gesehen hat. Doch auch wenn sie nah ist, sie scheint doch so fern. Wohl spürt er ihre Nähe, aber es ist ganz und gar unwirklich.
    Er blickt in ihre dunkelgrünen Augen, in denen er so oft Trauer sehen konnte und auch jetzt sieht er diese tiefe Melancholie in diesen Augen. Auch ihre Stimme scheint von ferne zu kommen, obwohl sie doch direkt vor ihm steht und er ihre Lippen sich bewegen sieht.


    "Du musst ohne mich weiterleben,... verzeih was ich tat und sei mir nicht böse..."


    Er wiill seine Hand auf auch ihre Wange legen, doch er greift scheinbar ins Leere. Auf seinem Gesicht zeigt sich ein Lächeln, liebevoll und freundlich.


    "Ich kann dir nicht böse sein, denn du wirst immer bei mir sein..."


    Er legt bei diesen Worten seine rechte Hand auf seine Brust, lässt dabei ihre Augen nicht aus seinem Blick. Leicht hellt sich der Ausdruck in ihren Augen auf und sie lächelt ganz leicht.


    "Ich weiss,... denn ich bin auch bei dir.... Doch gräme dich nicht zu sehr, mein Liebster..."


    Sachte stelltt sie sich auf die Zehenspitzen und ganz sacht legt sie ihre Lippen kurz auf die seinen. Es ist nur ein kurzer, unscheinbarer Hauch, der allerdings die Erinnerungen an ihre Berührungen in ihm wachruft.
    Langsam dreht sie sich um und geht davon. Er will ihr noch nachrufen, ihr nachgehen, doch er kann sich nicht bewegen, nichts sagen,... Er steht nur starr da und sieht mit an, wie seine Nova in einem Nebelschleier entschwindet....


    Er schlägt die Augen auf, er sitzt immer noch an seinem Tisch, durch das Fenster dringen die ersten Strahlen des Tageslichts. War dies ein Traum gewesen ? Er kann es sioch nicht erklären, er weis nur, das er sich so leicht wie schon lange nicht mehr fühlt. Er erhebt sich, geht zum Fenster und blickt auf die Stadt, die nie schläft und für dessen Imperium er alles in seinem Leben getan hat.
    Und doch, in dieser Nacht hat die Stadt ihm etwas zurückgegeben.

    Ist es wirklich ihre Strimme ? Oder irrtt er sich ? Oder ist es nur ein Trauim ? Tiberius Vitamalacus scheint es real, so real es auch nur irgendgeht...


    Langsam dreht er sich um, wirkliich nur sehr langsam. Er hat Angst, Angst sie doch nicht zu sehen. Aber er spürt sie, ihre Hand auf seiner Schulter, ihren Atem in seinem Nacken. Immer noch antwortet sie nicht, da schweigen ist fast unerträglich....


    Dann endlich klingt ihre Stimme wie ein hauch in seinem Ohr.


    "Ich konnte nicht anders..."


    Immer noch hat er soch nicht ganz umgedreht, stattdessen liegt seine Hand auf ihrer,... die auf seiner Schulter zu liegen scheint.


    "Wie kann ich ohne dich... "

    War er eingeschlafen ? Oder was war mit ihm los ?


    Plötzlich spürt er ein Hand auf seiner Schulter, doch er dreht sich nicht um, kann es einfach nicht. Aber er weis genau, wessen Hand er so spürt. So spricht er nur leise den Namen :


    "Nova..."


    Er weis, das sie nicht mehr da sein kann, doch sie muss es sein. Zu genau erinnert er sich an das Gefühl, wie es war, das sie so ohre Hand auf seine Schultzer legt und er dreht sich einfach nicht um,....


    Stattdessen nimmt er einfach ihre leise Antwort wahr :


    "Quintus...."


    Es ist ihre Stimme,.... doch immer noch dreht er sich nicht um. Aber er antwortet ihr leise.....


    "Ich liebe dich doch , warum hast du es dennoch getan ?"


    Es kommt keine Antwort, stattdessen fühlt er genau, wie sich die Arme seiner Nova fest um ihn schliessen....

    Lange Zeit steht er da, trinkt ein paar Schlücke aus dem Glas. Währenddessen bickt er über die Stadt, die Stadt die er erst kurz zuvor so gesehen hat, mit ihren Kontrast zwischen unten und oben. es ist ein letzter Schluck, dann fliegt das Glas aus dem Fenster und er geht langsam in das Zimmer hinein zu dem Arbeitstisch.


    Das ganze Zimmer ist dunkel, als er sich setzt, auf den Tisch blickt. Er ist müde, die Augen sind schwer, doch an Schlasf ist für ihn nicht zu denken.


    Die Gedanken des Soldaten wandern zurück in die Vergangenheit....

    Titus
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    Wie üblich hielt sich Titus im Hintegrund, hatte schon den einen oder anderen Tabernenbesucher gemustert und mit seine finsteren Blick gewarnt seinem Tribun zu nahe zu kommen. Auch wenn der Tribun nun ein Quaestor irgendwas war,... und Titus kein Legionär,... sein Tribun würde Tribun für ihn bleiben, auch wenn er selbst ein Civis war.
    Die ganzen Tage hatte er auf der Rostra verbracht, sich alles angehört und so erkannte er auch den Mann der die Quaestrix nach dem Anschlag beschützt
    hatte...


    Mit einem Becher dünnen Weines tritt der der riesige Mann neben diesen, der gerade ein Apfel verspeist, legt ihm ihm freundschaftlich eine Hand auf die Schulter und reicht ihm den Becher....


    "Ihr passiert nix,... ich pass mit auf... den sie sitz bei meinem Tribun..."

    Tiberius Vitamalacus reicht dem Optio die versiegelte Wachstafel.


    "Gut ! Ich verlass mich auf dich. Desweiteren erwarte ich von dir regelmässig kurze Berichte, was im Castellum, der Classis und auch der Stadt passiert. Beförderungen, Ernennungen und so weiter... "


    Er erhebt sich.


    "Ich will einfach bescheid wissen, was passiert. Und nun wünsch ich dir eine gute Reise."