Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Auch als sie ein längeres Stück schweigend nebeneinander hergehen, kommt bei ihm nicht das Bedürfnis auf, dieses mit irgendwelchen Äusserungen zu brechen. Die Situation ist ihm einerseits Vertraut, in Begleitung durch die Nacht zu gehen, doch andern seits ist es ihm komplet fremd. Während sie dahin schlendern, etappt er sich dabei, das sein Blick immer mal nach vorn wandert, ausschau hält wann sich der Weg wieder etwas verengt und er ihr daher zwangsläufig etwas näher kommt. Warum das so ist, kann er sich selbst nicht erklären, er probiert es auch nicht, es ist einfach so.


    Nur durch die langsam bessere Luft wird dem Offizier bewusst, das sie ein gutes Stück bergauf gegangen sind und etwas besorgt blickt er kurz zu seiner Begleiterin, ob er nicht unbewusst ein zu hohes Tempo angeschlagen hat, doch scheint das Tempo angemessen gewesen zu sein.


    Der Blick über die grossen Teile der Stadt ist für den Offizier ein wirklich überwältigender Anblick. Immer wieder hat er die Stadt schon bei Nacht gesehen, meist dann, wenn er sich ihr aus den Provinzen näherte. Doch heute nimmt er es ganz anders war. Unter ihnen ein kleines Lichtermeer, die Stadt scheint in einigen Stadtteilen wirklich nie zuruhe zu kommen, und hier und da trägt der Wind einige Rufe und Wortbruchstücke zun ihnen hinauf.Und von oben leuchtet der Mond hell auf sie herab und die Sterne funkeln am dunklen Firmanent.


    "Es ist wunderschön...." antwortet der Tribun leise, sehr leise, als ob er Angst hat, mit unbedachten Worten die Atmosphäre dieses Anblicks zu stören. Er steht so dicht neben ihr, das es gerade noch angemessen sind. Ganz leicht dreht er sich zu ihr und blickt mit einem sanften Lächeln zu ihr herab. "Ich danke dir...."

    "Es ist unser Verhältnis zur Famile, das den Unterschied macht. In der Familie mag man streiten, doch nach aussen ist man einig. So mag es auch sein, das in einem Kult mal streit herrscht,... aber nach aussen, sicher nie !"


    Dieses war für ihn keine Frage, sowas tat ein Römerr nicht.


    "Ich glaube es war dein Ahne, Gaius Iulius Caesar, der Rom des Tages zur Zone für Fussgänger erklärte,... Und daher müssen die Fuhrwerke des Nachts unterwegs sein..."


    Doch er geniesst es, so dicht bei ihr zu sein. Und als er hier über das kleine Hinderniss helfen kann, lächelt er freundlich, geniesst es gar, als sich ihre Hand in seine legt.


    "Jeder Miles einer Legion Roms würde dies für eine Dame tun."


    Er verzichtet auf jedes schmückende Wort, es ist auch nicht nötig. Denn es gibt Dinge, die für ihn selbstverständlich sind. Eine Frau über ein Hinderniss zu helfen gehört dazu...
    Doch dieses Mal bereitet es ihm wrkliches Vergnügnen ihr helfen zu können und er erwiedert ihr Schmunzeln, ihren Liedschlag und als dann noch ihre Finger seinen Arm berührungen, ist sein lohn perfekt.
    Auch wenn er sich nicht erklären kann, warum sein Lächeln etwas breiter wird, nach dem sie ihren Weg fortsetzen und warum er erst einmal schweigt,.... es ist einfach so....

    Zitat

    Original von Lucius Flavius Furianus


    Ich habe mir die Szene mehrmals angeschaut, mehr als 5 Mal sind es eindeutig gewesen und du kannst nicht das linke Bein nachziehen, wenn das rechte nach hinten wegrutscht, da es durch den liegenden Australier falsch aufkam. Da kannst du nur noch deiner Länge nach fallen.
    Außerdem kann sich da jeder Verteidiger quer in die Füße der Stürmer mit Schwung fallen lassen und behaupten er hätte springen können. ;)


    So,... mal ein Wort FüR die Schiedsrichter:


    Jeder von uns, der über dies Szene spricht, könnte sie mittlerweile x-mal aus x-Positionen sehen. Der Schiedsrichter hatte nur seine Augen und die seiner Assistenten....


    Er hat es so gesehen, musste es entscheiden, innerhalb von augenblicken Entscheiden... Also ist es so !

    "Meine Dienstzeit endet mit der Berufung der neuen Magistrate. Debattiert der Senat dann genau so lange wie jetzt, ist mein Amtszeitregulär,.. sonst eben kürzer oder länger..."


    Als das Gespräch auf Titus kommt, antwortet der beurlaubtete Tribun :


    "Titus hat mich begleitet, er har seinen Abschied für die Zeit meiner Abwesenheit genommen. Cato schaut währenddessen in der Casa nach dem Rechten."

    Rom scheint nie zur Ruhe zu kommen, für den Tribun ist es ein ungewohnte Erfahrung. In den Provinzen ist es Nachts einfach ruhiger, in Gallien, Tarraco, und auch CCAA sind nachts selten Fuhrwerke unterwegs, doch er weis auch, das dies für Rom ganz normal ist, das die Belieferung der Geschäfte und Unternehmen in der Nacht geschiet.
    Und das es ihm gefällt, das sie nun auf dem Bürgersteig dichter beieinander gehen müssen, würde der er sich sicherlich eingestehen müssen, wenn er in sich gehen würde. Doch er ist noch zu sehr in die Diskussion vertieft.


    "Diese Sektierer gakuben doch an nur einen Gott und eigentlich sollte er doch bei allen der Gleiche sein. Und denoch schaut er den Streitereien seiner Anhänger tatenlos zu, einfach unglaublich... "


    Der Blick des Offiziers ist nun mehr auf den Boden vor ihnen gerichtet, um den Shmutz auf diesem frühzeitig erkennen zu kennen und seine Begleiterin davor zu bewahren.


    "Ich bin erst wenige Tage in der Stadt und irgendwie hat sie mich schon in den Bann gezogen. Die Städte in der Provinz schlafen um diese Zeit schon." Dann lenkt er das Gespräch wieder auf die Sektierer."Ich glaube nicht, das dieser Irrglaube auf dauer besteht... Wir sind Römer und werden ihnen den rechten Weg weisen."


    Vor ihnen kreuzt ein recht breites Rinnsal den Bürgersteig. Woraus es besteht, darüber mag Tiberius Vitamalacus nicht nachdenken. Ihm selbst wäre es auch egal, einfach hinein zu treten, als Soldat ist er es gewöhnt. Doch seiner Begleiterin mag er das nicht zumuten.
    So bleibt legt er leicht seinen Hand auf ihren Arm, damit sie stehen bleibt. Danach macht er einen grossen, halben Schritt über das Rinnsal, überbrückt es. Er sieht sie an und hält ihr seine rechte Hand hin.


    "Darf ich dir bei diesem grösseren Schritt meine Hilfe anbieten ?"

    Wenn ihn die offene Sprache verstaunt oder vielleicht empört, äusserlich kann man ihn dies nicht ansehen. Erstaunt ist er wirklich nicht, er hat schon gemerkt, das sie ihre Meinung nicht hinter schönen Floskeln versteckt. Und das schätzt er besonders.


    "Ich fürchte, du hast recht. Die Art ihres Irrglauben könnte die Wurzel von Unruhe und Zwist. Wer weiss, wann denn der nächste Auftstand kommt ? Und wenn in einigen Jahre sie noch einen weiteren Propheten haben, der die einzig wahre Heilsversprechung hat ?"


    Er schüttelt traurig den Kopf. Nachdenklich fährt er fort.


    "Wenn wir nicht wären, würden doch diese ganzen Sekten beginnen sich die Köpfe einzuschlagen. Nicht auszudenken, was passiert, wenn nicht mehr der Pax Romanum in diesen Landstrichen herrschen würde. Ich traue diesem Gewäsch von Nächstenliebe nicht, es ist die Feigheit sich einem überlegenen Gegner gegenüber. Eine feige Taktik !"

    Zitat

    Original von Lucius Sabbatius Sebastianus
    Mit dem gast aus der legio ferner dem tribunen kam Sebastianus zur Ausbildung der Probaten.


    Das dort hinten ist der Princeps Prior Sura, und der andere ist einer unserer Probaten!


    Der hochgewachsene Mann, dessen Civilkleidung nicht darüber hinweg täuschen kann, das es sich bei ihm eindeutig um einen Soldaten handelt, verfrolgt interessiert das Geschehen.


    "Welchen ausbildungsstand hat der Probati ? Und mit welchen Lektionen beginnt bei euch die Ausbildung ?"

    Während sie so nebeneinander her gehen, blickt der hochgewachsene Offizier zu seiner Begleiterin herab. Er geniesst es, so mit ihr zu gehen, dieses Gespräch zu führen. Irgendwie hat sich zwischen ihnen in kürzester Zeit eine Basis des Vertrauens entwickelt, die ihm fremd ist.
    Und auch wenn es ihm innerlich erstaunt, er geniesst diese Gefühl, das er so bisher noch nicht gekannt hat. Egal, wie sein Aufenthalt in Rom verläuft, allein ihre Bekanntschaft gemacht zu haben, dafür lohnt er sich schon.


    Mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen lauscht er ihren Ausführungen, es ist erstaunlich, wie fundiert ihre Kenntnisse dieser Problematik sind. Und auch wie ähnlich ihre Ansichten sind.


    "Mein Grossvater war ein langjähriger, treuer Waffengefährte des göttlichen Vespasianus und er lies nie ein schlechtes Wort über ihn oder seine Söhne fallen. Doch immer wenn es um Judäa ging, war er der ansicht, das die Beiden nicht hart genug durchgegriffen hätten. Welche dieser Sekten man auch nimmt, sie sind doch alle gleich. Jede von ihnen hat in Welt nichts erreicht und behauptet doch, das ihr Gott der einzige und einzig Richtige ist."


    Er nickt leicht.


    "Ja, wer sich dem Christentum zu wendet, hat sicher ein Defizit in seinem Leben. Wenn wir unseren Göttern treu dienen, dann belohnen sie unser tun und wenn wir nicht gut genug sind, dann scheitern wir eben. So hat jeder seinen Platz in der Gesellschaft. Doch diese Sektierer versprechen ihren Anhängern das Blaue vom Himmel herunter, über das Leben im Jenseits. Und ob das stimmt, mag doch bezweifelt werden. Die Zeichen, welche uns unsere Götter schicken, sind doch eindeutig..."

    Dies ist ein Angebot, das der Tribun gerne hört. Das Leben in Rom ist einfach anders , als im Castellum. Etwas Militärluft schnuppern täte ihm einfach gut.


    "Gern nehme ich dein Angebot an. Von mir aus könnten wir shon gleich zu Castra gegen. Doch ich will dir deinen verdienten Dienstschluss nicht rauben."

    Interessiert hört Tiberius Vitamalacus zu.


    "Es ist, Untergebene zu haben, auf die man sich verlassen kann. Ich weiss, das ich zur Zeit von Centurio Plautius und auch Optio Avitus gut vertreten werde. Ich frage mich, ob es mal möglich wäre, sich die Ausbildung bei der Cohortes anzusehen ?"

    Der Tribun lehnte sich etwas zurück.


    "Ich denke, es ist so, wie in anderen Einheitemn als Stabsoffizier. Der Dienst an der Waffe tritt langsam in den Hintergrund. Doch gerade in der Legion kann man auch das Kommando über einige Kohorten bekommen und Verantwortung für Mannöver und Operationen übernehmern."


    Er nimmt einen Schluck Wein.


    "Ich hatte das Glück, auch als Tribun weiter verantwortlich für die Ausbildung der Legionäre zu sein. Wie sieht die ausbildung bei der Cohortes Urbanae aus ? Das sie gut ist, davon bin ich, nach den Leistungen der Miles die zur IX. gewechselt haben, überzeugt."

    Der Offizier in Civil legte den Brief zur Seite und sieht dann auf.


    "Nein ? Dann will ich es dir sagen."


    Der Ton des Tiberius Vitamalacus ist wie üblich recht scharf, eben der Tonfall, mit welchem er es gewohnt war zu sprechen.


    "Warum hat sich dieser Pompeianer von dir abgewandt ? Gibt es da etwas, das ich wissen sollte ?"


    Seinen Informationen nach hatten seine Cousine und ihr Amtskollege sich gut verstanden und nun griff er sie öffentlich an. Und als Offizier legte er wert darauf, alle Informationen zu haben.

    Tiberius Vitamalacus geniesst das Gespräch mit seiner Begleiterin. Hätte er je für möglich gehalten, Gespräche über solche Themen und mit solcher Tiefe mit einer Frau zu haben ? Nicht nur Politik, sondern auch das Gefühlsleben eines Soldaten. Wenn er sich an früher erinnert, Gespräche mit Nova, in jenem Sommerden sie hatten, immer hatte er das Risiko herunter gespielt, das das Leben als Soldat bot.


    "Nur wenn man das Risiko kennt, kann man damit vernünftig umgehen,.... Egal ob man ein Soldat ist, oder etwas anderes,... Es ist die hesunde Angst, die man braucht."


    Vielleicht ist der Grund, das er mit Iulia Helena so sprechen kann, der , das beide ihre eigene schmerzliche Lebenserfahrung gemacht haben.


    Gerade das Gespäch über die Politik gegen überjenen, die so streng an einen Gott glauben, faziniert ihn, so wie ihn auch ihre lebehafte Schilderung Judäas faziniert.


    "Judäa ist scheint mir eigentlich ein nutzloser, heisser Felösen zu sein. Und wenn wir ihn nicht als schnelle Versorgungsroute aus Aegypten für die Legionen, die das Imperium in Asia Minor sichern, brauchen würden... würden wir Judäa einfach ignorieren..."


    Er blickt zu ihr, direkt in ihr Lächeln, das ihn irgendwie ganz und gar faziniert.


    "Ich frage mich, ob die Bewohner eines so benachteiligten Landstriches, dem Glauben an eine Übergott hingeben, weil sie so ein etwas besseres Gefühl haben. Sollen nicht auch besonders Sklaven sich den Christen anschliessen ? "

    Der Sklave serviert wie gewünscht den Wein und zieht sich dann zurück.


    "Das du das Examen Primum meistert, daran hegte ich kein Zweifel."


    Er nimmt den Becher wein, den der Sklave ihn gereicht hat. Genau so, wie er ihn schätzt, nur leicht ganz leicht verwässert.


    "Ob ich zum Aedilat antrete, weis ich noch nicht genau. Es ist auch noch zu früh, schliesslich wurde ich erst gewählt und noch überlegt wohl der Senat, welches Amt er mir zuweist."

    Der hochgewachsene Soldat, dessen civile Tunika sehr der Soldatentunika ähnelt, antwortet dem langjährigen Waffengefährten freundlich, doch mit militärischen Tonfall.


    "Salve, Centurio, ich danke dir für deinen Glückwunsch. Nimm doch platz ! Ein Becher Wein ?"


    Er deutet auf einen Stuhl und nimmt selbst platz. Ohne eine Antwort abzuwarten, gibt er einem Sklaven ein Zeichen, Wein und andere Erfrischungen zu bringen.


    "Konntest du deine Nachforschungen und Studien erfolgreich beenden ?"

    Der Tribun dachte an die Schlachten, welche er miterlebt hatte, die Kämpfe in denen es schnell passieren konnte, das der Zufall über Leben und Tod entscheiden konnte.


    "Der Krieg ist kein Glückspiel. Taktik, Führung, Disziplin und Organistation betimmen seionen Ausgang. Doch für den einzelnen Miles in der Schlacht gehört auch Glück zum Überleben dazu. In einer Schlacht zu stehen ist anders, als im offenen Zweikampf, denn auch direkt neben dir wird gekämpft. Es reicht, das ein Schwert in deine Richtung abgelenkt wird,...."


    Angst,... es war ein schwieriges Thema. Man sprach nicht darüber, doch irgendwie konnte er heute, bei dieser Gelegenheit ganz Offen darüber reden..


    "Mein Grossbater sagte mir einst, ein guter Soldat braucht sogar die Angst. Nur wenn er sie akzeptiert und beherscht, sind seine Sinne geschärft und hat er die nötige extra Kraft und Ausdauer um die Schlacht zu überleben."


    Als sie die Christen erwähnt, erinnert er sich an diesen Cherusker den die Verwandte des Legatus ins Castellum gebracht hatte. Doch das schon christliche Missionare im barbarischen Germanien unheil stifteten, konnte er ihr nicht erzählen.


    "Ob Christen oder Juden, es ist immer ein Problem mit diesen Menschen, die behaupten, es gäbe nur einen Gott und das wäre der Ihre. Sie sind einfach intolerant. Wir hingegen akzeptieren es immer, wenn ein anderes Volk andere Götter hat, solange sie bereit sind auch unsere Götter und besonders unseren Imperator achten."


    Ihre Ansichten gefallen ihm, sie sind offen und direkt, dabei bieten sie eine klare, pragmatische Lösung eines Problems.


    "Es ist unglaublich, welche Überheblichkeit dahinter steht,... dabei haben sie nie wirklich ein Staatsgebiet gehabt. Mein Grossvater erzählte mir gelegentlich von Judäa,... und was ich davon hörte, klang nicht nach einem Land, welches sich ein Gott der Götter als sein auserwähltes nehmen würde."


    Neugierif blickt er sie an, irgendwie scheint es ihm so, das sie dieses Land kennt.


    "Wartst du jemals dort ?"