Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Tribun Tiberius nahm den Becher Wasser und trank einen Schluck. Dann wandte er er sich an Loki.

    "Ich neige dazu, dir zu glauben."


    Er gibt der Wache an der Tür ein Zeichen.

    "Der Legionär wird dich in in unser Valetudinarium bringen. Dort wird sich einer unser Ärzte sich noch einmal deine Wunde ansehen. Du bekommst du auch ein Bett und man wird dir etwas zu essen geben, so das du dich erst mal ausruhen kannst."


    Er deutet auf das Schwert auf dem Tisch.

    "Deine Waffe behalte ich erst einmal hier. Auch wirst du das Valetudinarium nicht verlassen, bevor ich wieder mit dir gesprochen habe. Betrachte dich erst einmal als Gast der IX. Legio Hispania."

    Wieder härt der Tribun aufmerksam zu, was der Germane sagt und was Übersetzt wird. Immer mehr neigt er dazu dem Mann zu glauben. Er gibt Darius ein Zeichen.

    "Gib dem Mann ein Becher Wasser...."


    Dann setzt er sich und lehnt sich zurück und spricht Dariuis an.

    "Darius, du bist germanischer Herkunft ? Was hälst du von der Geschichte ?"

    Tribun Tiberius kochte bei dieser fadenscheinigen Ausrede. Doch er blieb äusserlich ruhig, beängstigend Ruhig.

    "Optio ! Die Besucherin wurde von einem Milites zu ihrem Ziel geführt ! Daher gilt dein Blick sofort wieder nach vorn !"


    Dann wendet er sich an alle Milites an der Porta.

    "Zukünftig wird jeder Civilist, nach dem sein Name und sein Begehr im Wachbuch eingetragen wurde, von mindestens einem Milites zu seinem Ziel geleitet. Verstanden ?"

    Zitat

    Original von Marcus Tiberius Lupus
    Lupus schaute der hübschen Petronia Fabia hinterher, er hoffte sie bald wieder zu sehen =)


    Auf einem klerinen Rundgang durch das Castellum kam Tribun Tiberius Vitamalacus an der Porta Praetoria vorbei. Und was musste er sehen : Sein Sohn auf Wache und blickte einer Besucherin hinterher, welche gerade ins Castellum geleitet wurde.

    "Optio Tiberius !! Was gibt es da im innern des Castellums zu sehen ?"


    Seine Stimme war hart und durchdringend.

    Es war Zeit für die nächste Befehlsfolge.

    "oculos ad dextram! "


    "oculos ad prosam!"


    "oculos vostros ad sinistram!"


    Diese Kopfbewegungen würde die Milites nicht zu sehr anstrengen, aber heute ging es auch um Perfektion des Gesamtbildes.

    Als der Tribun die Übersetzung gehört hatte, schweigt er eine Weile und denkt über das Gehörte nach. Das was der Römer über die Gleichheit der Menschen erzählt klingt ganz und gar nicht nach der römischen Staatsreligion.
    Wahrscheinlich war dieser Römer einer dieser Sektier aus Judäa. Hatte diese verweichelte Christensekte schon ihren Weg in die Lande der Barbaren geschafft ?


    Dann sah er wieder Loki an.

    "Erzähl mir vom Schluss deiner Flucht. Wo hat man deine Schwester geraubt und wer war es ?"

    Er hatte eine ganze Weile im Hortus gesessen, auf einer kleinen Bank. Für Tribun Triberius Verhältnisse war er sehr Civil gekleidet, er trug nur die schlichte rote Militärtunika, nicht einmal den Cingulum, den Militärgürtel.
    Er hielt eine einfache rote Rose in der Hand und betrachtete sie still. Seine Gedanken waren bei seiner Nova. Warum hatte sie ihn nur verlassen ? Warum hatte sie nicht einfach warten können ? Er hätte doch einen Weg gefunden. Beharrlichkeit war doch das wichtigstes, wenn man ein Ziel anstrebte.


    Doch wahrscheinlch waren die Frauen dazu nicht fähig, waren sie zu schwach dazu... Gerade wenn er an dieses naive, geradezu närrische Verwandte des Legatus dachte bestärkte es ihn an diesem Gedanken.


    Fast wütend legte er die Blume zur Seite, als Titus ihm Aurelia Antonia meldete. Der Tribun erhob sich, nickte Titus zu, das er den Gast herein bringen solle.

    Wieder hört Tribun Tiberius Vitamalacus aufmerksam zu, sowohl der Germanen, wie auch der Übersetzung.
    Er schätzt kurz das Alter des Germanen und dann wird ihm klar, zu welchem Zeitpunkt und Anlass der Römer wohl in der Flucht das Imperium verlassen musste.
    Aber der Tribun ist auch hellhörig und in ihm erwächst ein Verdacht.

    "Was war der Inhalt der Erzählungen des Römers ? Warum brachten sie euch das Unheil ?"

    Aufmerksam lauschte der Tribun den Ausführungen des Barbaren und auch der Übersetzung des Sklaven. Also handelte es sich wohl wirklich um einen Cherusker, den es in das Imperium Romanun verschlagen hatte.
    Er tendierte dazu, dem Mann zu glauben, aber noch war er nicht ganz zufrieden.

    "Erzähl mir von dem Römer Syrus. Wer war er ? Warum kam der zu euch ?"


    Tribun Tiberius zeigte keine Regung, sein Blick war kalt und hart, auch wenn ihn das Schicksal des Mann nicht gleichgültig war. Kein Mitleid würde er allerdings mit der Nichte des Legatus haben, sollte sie Ärger und Problerme bekommen. Hilfsbereitschaft war eine Tugend, einen bewaffneten Fremden ins Praetorium des Castellums zu bringen, war eine Narretei.

    Tribun Tiberius geht langsam auf und ab.


    Dann, nach einer unerträglichen langen Dauer spricht er die erlösenden Worte.


    "Movimeni.... " (Rührt euch)


    Dann steht er gerade und hebt seine Stimme. Sie dringt bis in die letzte Reihe der Probati.


    "Probati, mein Name ist Quintus Tiberius Vitamalacus, doch für euch faulen Hunde reicht mein Rang : Tribun !!"


    "In den den nächsten Wochen ist es meine Aufgabe, aus diesen verweichlichtem Haufen Civilsten, der mir je unter die Augen gekommen, so etwas zu machen, das man Soldaten nennen kann."


    Der Tribun marschiert vor den Soldaten auf und ab, der Helmbusch weht im Wind auf und ab.

    "Kondition und Disziplin.... das sind die wichtigsten Dinge, die ihr beherschen müsst... noch wichtiger als der Umgang mit Gladius, Pilum und Scutum.."


    "Wollen wir mal sehen, ob ihr überhaupt euch bewegen könnt..."



    " Venite ! "
    (Angetreten)

    " State ! "
    (Stillgestanden)


    "Pergite !" (marsch)

    "Am Ende des Platzes....Consistite !!"
    (halt)

    "Retro !"
    (Kehrt)

    "Consiste !"
    (Halt)

    "State !"
    (Stillgestanden)

    Auf ein Zeichen des Tribuns tritt der Wachposten von hintenheran und durchsucht den Cherusker etwas unsanft und schüttelt dann den Kopf. Dann tritt er zurück und stellt sich wieder vor die Tür.


    Tribun Tiberius Vitamalacus deutet auf den Stuhl vor dem Tisch.

    "Setzt dich !"


    An Darius gewandt sagt er knapp : "Du wirst seine Ausgage auch protokollieren !"


    Dann wendet er sich an den Cherusker.

    "Wie ist dein Name ? Wo kommst du her ? Und was bringt dich nach Colonia Claudia Ara Agrippinensium ?"

    Noch bevor sie das Officium erreichen, hat der Tribun einem Wachsoldaten befohlen ihnen zu folgen.


    Im Officium des Legatus wirft der Tribun zunächst einen Blick auf demn Tisch, ob dort irgendwelche Dokumente liegen, welche niemand sehen sollte, doch der Tisch ist auf geräumt.


    Dann tritt er hinter den Tisch und deutet auf den Platz davor.

    "Stell dich dahin !"


    Der Tribun Blickt kurz Darius an, das er übersetzen soll, doch während seinen folgenden Worten lässt er den Cherusker nicht aus den Augen.

    "Hast du Waffen dabei ? Wenn ja, leg sie auf den Tisch."


    Natürlich würde er den Germanen noch auf Waffen durchsuchen lassen, aber er will testen, wie weit er seinem Gegenüber trauen kann.