Beiträge von Quintus Tiberius Vitamalacus

    Der Tribun nickte.

    "Lass die Vorhut etwas langsamer marschieren, dann wird der ganze Zug langsamer,"
    meinte er leise.


    Es gab kein Grund, das Tempo zu forcieren. es gab keinen Feind, den es zuvorkommen galt, noch war es eine Übung zum Gewalmarsch. Der Tribun pfiff leise und Ajax kam heran. Der Tribun schwang sich auf den Rücken des Hengstes und gallopierte, gefolgt von einen aufstöhnenden Titus, zum Ende des Zuges.

    Der Tribun quittiert die Meldung von Titus bezüglich des Civilisten nur mit einem Kopf nicken, sein Blick ist auf die Kämpfe der Milites gerichtet. Ihm entgeht keine Aktion der Soldaten.
    Langsam sind die Verteidiger in Enge getrieben, aber die Verluste der angreifer wären hoch gewesen.
    Es war Zeit für eine Korrektur...


    Er trat vom Podest, ging auf die rückwärtige Seite der Angreifer entlang und tippt einigen auf die Schulter mit dem Weinstock, ein Zeichen dafür, das sie aus dem Kampf sind. Er entfermt so etwa ein Drittel der Angreifer, teilweise aus der zweiten Reihe, aber auch viele aus der ersten Reihe, so das einige Lücken entstehen.

    Einige Tage nach den Cerealien erreichte der Tribun Tiberius Vitamalacus gefolgt von seinem Sohn und Titus das Capitolium. Titus hatte insgesamt fünf weisse Zeigen erworben, die Händler der Stadt führten nun keine mehr und der Tribun hatte aus diesen das makeloseste Tier aus gesucht, das er nun selbst an einer Schnur führte.
    Desweiteren führten sie eine Amphore mit Milch und einen riessigen Korb mit Blumen mit sich, den Titus trug.


    Am Eingang zum Capitlium warteten sie auif das Erscheinen der Sacerdos.

    Der Tribun dreht sich wieder um.

    "Weiter machen, Legionarius."


    Er blickt hinaus in die Dunkelheit, schnell hat er den Legionär vergessen, der sich entfernt. Seine Gedanken schweifen in die Vergangenheit. Wie wäre es geworden, wenn seine Nova die Kraft gehabt hätte, auf ihn zu warten ? Hätten sie vielleicht gemeinsam so da stehen können ? Hand in Hand ? Sicher, ein Castellum war nicht der beste Ort dafür als Paar zu leben, aber er war sich sicher, sie hätten es geschafft.

    Wirklich zufrieden war der Tribun, aber damit hatte er auch nicht gerechnet. Die unterschiedlichen Schrittlängen der Milites mochten im Feld nicht gravierend sein. Doch heute geht es um Perfektion.


    Langsam geht er Stumm die Reihe ab, korrigiert hier und da, schieb einige Milites etwas nach hinten und andere zieht er vor, so das wieder eine perfekte Reihe dasteht.


    "Scuta dorsum!" Schild ab!

    "Scuta sursum!" Schild auf!

    "Ein Schrit vor !"

    Also, das mit den gestohlen Jahrhunderten ist ein alter Hut. Ich hab sicher vor 5 bis 10 Jahren mal eine Dokumentation darüber gesehen, die sicher weniger reisserisch war, und es damals unter : Lustig These, aber Däniken ist auch unterhaltsam. ;)


    Das in unser Gesellschaft viel halbwissen und nicht wissen verbreitet ist und auch tausende "Infotainmentsendungen" dies nicht ändern, zeigt, wie Artikel mit dem Titel "Ethanol im Bier gefunden oder "Natriumchlorid im Kochsalz" wirken.
    Oder das die Leute bei der Blödzeitungsschlagzeile "Atom im Bodensee" erschrecken, anstand sich zu Fragen : Nur eins ?


    Und je mehr dieser Sendungen es gibt, um so abenteuerlicher müssen die Thesen werden.


    Aber solange in unseren Schulen noch die Evolution geleert wird und nicht der Kreationismus, ist noch nicht alles verloren.
    Ach ja, da fällt mir mir ein wenn Gott das Universum um 14.30 am 23.10.4004 v.chr erschaffen hat, stellen sich mir 3 Fragen :
    1. In welcher Zeitzone hat esr es gemacht ?
    2. Was gabs vorher zu Mittag ?
    3. Und was hat Gott am Vormittag gemacht ?

    Titus holt die Wachstafel von Cato unterseiner Tunika hervor.

    "Hier,.. dank dir, Kamerad, das du dich drum kümmerst."


    Er reicht dem Legionär die Tafel.



    Geliebte Miriam,
    man uns ausseinander gerissen, doch die Götter haben uns wieder zu einander geführt. Ich bin bei meinem Domine, Tribun Tiberius Vitamalacus, hier im Castellum. Noch darf ich niocht hinaus, aber ich werde einen Weg finden, damit wir uns wieder sehen können. So wie ich diesen Weg fand, dir eine Nachricht zukommen zu lassen.
    Ich liebe dich und mein Herz ist schwer, zu wissen du bist nah und doch so fern, doch weiss ich nun, das du lebst, liebste Miriam.
    Dein auf ewig,
    Cato


    Dann verabschiedet sich Titus vom Wachposten und kehrt in Richtung Casa zurück.

    Also hatte der kleine Cato doch recht gehabt.

    "Darf der Sklave bei uns auch nich,... hat irgendwas angestellt. Aber er möcht das diese Miriam eine kleine Nachricht von ihm kricht...Nix grosses, nur sion Täfelchen mit Liebesgeschnulz..."


    Er zwingert dem Posten zu...

    "Wenn du ne möglichkeit findest, das sich die Nachricht in die Kammer der Sklavin verirrt, dann verirrt sich auch `ne Amphore aus dem Vorrat des Tribuns in deine Unterkunft."

    Der Hüne Titus grinst breit.

    "Kann ich mir vorstellen,... bin selbst nu beim Tribun Tiberius, Ordonunz oder so ähnlich... dann ka` ma auch `ne ruhige Kugel schieben..."


    Dann bringt er sein Anliegen vor.

    "Sach mal, Kamerad, der Legatus hat doch `ne mengen Sklaven mitgebracht. Is` da auch so lütte drunter ? Soll Miriam heissen und ist gerade mal so gross ?"


    Dabei zeigt der Legionär aiuf seinen Oberkörper, deutlich unter halb seiner Brust.

    Der Tribun schüttelt leicht den Kopf.

    "Es wäre möglich, doch es ist die üblich Nachtzeit für den Eulenruf. Daher ist es schwer zu sagen. Lerne zu hören, was in die Nacht gehört und was nicht."


    Er dreht sich um.

    "Achte auf das, was du nicht hörst und auf das, was du hörst, aber nicht hören solltest. Wenn du die Eule am Tag hörst oder einen Singvogel in der Nacht, dann ist vorsicht angebracht."

    Es dauerte einen Moment bis der Tribun reagierte und er drehte sich auch nicht um, stattdessen nickte er nur.

    "Gut, Legionarius,... weitermachen..."


    Doch dann, als sich der Legionär schon fast seinen Rundgang wieder aufgenommen hat, fügt er noch etwas hinzu.

    "Deine erste Nachtwache in Germania ?"

    Langsam schritt der Tribun auf den Lagerwall zu und stieg auf die Mauer die das Catellum umgab. Für die meisten Milites, die Wachdienst hatte, war dies kein ungewöhlicher Anblick. Ein oder zwei Mal in der Woche passierte dies, der Tribun kam, ging ein Stück den Wachgang entlang, stützte seine Hände auf die Brüstung und sah hinaus in die Dunkelheit.


    Und auch genau so war es in dieser Nacht.