Plautius beredete sich mit dem Bautrupp. Das Ziel war es die Strassenschäden auf den 2 Meilen vom Castellum zur Stadt auszubessern. Vermutlich wäre es besser gewesen die Strasse komplett neu zu bauen, aber das kostete Geld und Zeit. Also hatte sich der Praefectus nur für Flickwerkarbeit ausgesprochen, die man dann jedes Jahr aufs Neue ausbessern durfte.
„Also Männer. Wir warten ja immer noch auf das Baumaterial von der Classis und unsere eigenen Ressourcen an Kies, Sand, Steinen, Pflastersteinen und Ziegeln sind begrenzt.
Wir graben die kaputten Strassenstellen großzügig auf und stampfen den Untergrund fest. Dafür schaffen wir auch noch Lehm vor Ort. Das ist unsere erste Schicht.
Darüber füllen wir größere Steine, die mit Mörtel verfestigt werden. Den Mörtel mischen wir uns aus kleinen Kieselsteinen mit ca. 30mm Körnung und Dolomitkalk ebenfalls vor Ort.
Dann kommen 2 Schichten aus Kieselsteinen unterschiedlicher Körnung. Zuerst grober Kies, dann feiner Kies.
Zuletzt kommt die Deckschicht aus Sand, Kies und Pflastersteinen.
Also los! Rücken wir mal mit allem Material aus und schauen uns mal an, wie es klappt.“
Wenig später rumpelten die Wagen des Bautrupps durch das Tor und die Maänner begannen ihre ersten Erfahrungen im Strassenbau bzw. dem Ausbessern von Strassenschäden zu sammeln.