Beiträge von Spurius Purgitius Macer

    "Umgehend?" fragte der Türhüter mit leicht besorgtem Gesichtsausdruck zurück. "Es ist doch wohl nichts schlimmes passiert?" erkundigte er sich zögernd, um den Besuch gegebebenfalls angemessen ankündigen zu können.

    "Ja, unser Kontakt war wohl mehr als spärlich", bestätigte Macer mit einem leichten Nicken und war fast schon positiv überrascht, das sein Cousin trotzdem in Achaia einiges von ihm mitbekommen hatte. Er wies die Sklaven an, in welchem Verhältnis sie Wein und Wasser mischen sollten und sprach dann weiter. "Was du mitbekommen hast war vermutlich mein Consulat. Danach ist eigentlich gar nicht so viel passiert. Ich habe kein öffentliches Amt mehr bekleidet, abgesehen von der Leitung der Academia Militaris, die mir ja schon seit Ewigkeiten untersteht. Meine Casa habe ich ausgebaut", war noch das spektakulärste Ereignis, von dem er aus seiner Zeit nach dem Consulat zu berichten wusste. Er machte daher auch eine kurze Pause, in der er sich selber auch bei den Speisen bediente.


    "Dass ich verheiratet bin hattest du schon früher erfahren?" erkundigte er sich dann. "Das war ja schon vor meiner Praetur", ergänzte er dann, um bei seinem Cousin vielleicht ein paar Erinnerungen aufzufrischen in der Hoffnung, dass dieser nicht dasselbe schlechte Gedächtnis hatte wie er selbst.

    "Dann lass' uns ins Triclinium gehen", lud Macer mit einer Handbewegung ein und ging in Richtung des kleineren der beiden Speisezimmer. Die wartenden Sklaven wussten auch ohne explizite Anweisung, was sie nun zu tun hatten und brachten wenig später Krüge mit Wein und Wasser, Brot und Eier.


    "Sehr pragmatisch gedacht", sprach Macer währenddessen weiter und blickte kurz auf die Reisetasche. "Dann wirst du dich wohl in den nächsten tagen noch ein wenig auf den Märkten umsehen wollen, um deinen Fundus wieder etwas aufzustocken?" mutmaßte er dann. "Oder willst du dich weiter in soldatischer Genügsamkeit üben und mit kleinem Gepäck auskommen?"

    "Nein, leider hat sich doch noch keine Gelegenheit für ein Gespräch mit Octavius Victor ergeben", widmete Macer sich zunächst dem persönlichen Anliegen seines Klienten. "Da war ich beim letzten Mal vielleicht doch etwas zu optimistisch, was eine schnelle Lösung angeht. Ein Besuch der Academia Militaris kann für einen gewissen zeitraum eine sinnvolle Übergangslösung sein, aber eine gute und solide langfristige Perspektive ersetzt er sicher nicht", gab er dann seinen Ratschlag zum weiteren Vorgehen. "Eher könnte ich versuchen, auf anderem Wege Kontakte für dich zu knüpfen. Über welche Möglichkeiten hatten wir beim letzten Gespräch gesprochen?", fragte er dann weiter, denn sein Gedächtnis ließ ihn wie üblich diesbezüglich weitgehend im Dunkeln.

    "Ja, das sehe ich wohl, dass du wohlbehalten bist. Und die Umstände entschuldigen die Verspätung wohl bestens. Ich bin froh, dass du die Reise überhaupt durchführen konntest. Man hört ja einiges aber nichts genaues aus Achaia, was dort anrückende Truppen aus dem Osten betrifft. Aber lasse dies nicht gleich jetzt zum Thema sein", wischte Macer diese Gedanken an die Beschwerlichkeiten der Reise beiseite, auch wenn er schon ganz erheblich neugierig war, was sein Cousin über die Reise zu berichten hatte. Immerhin konnte er Nachrichten aus erster Hand bringen über das, was jenseits der Grenzen Italias vor sich ging.


    "Möchtest du noch etwas essen? Hast du noch gepäck, was dir abgenommen werden muss?", kam er dann seinen Pflichten als treusorgender Gastgeber nach, zumal ohnehin einige der Sklaven des Hauses im Hintergrund bereit standen. Immerhin kam nicht jeden Tag ein Cousin des Hausherrn an, der wohl auch länger bleiben würde. Da wusste man, dass Arbeit wartete und ein wenig neugierig waren die Sklaven natürlich auch.

    "Dann warte bitte kurz, dass du das Geschäft gleich besiegeln kannst", forderte Macer seinen Klienten auf, dem Verwalter noch etwas Zeit zu geben, bis dieser mit der Wachstafel fertig war. Zu diesem gewandt erklärte er kurz, welche Parzelle Land überschrieben werden sollte. Jener würde die Lage und alles weitere dann wiederum dem Fabier erklären, während Macer später schon mit den nächsten Klienten sprechen konnte. "Dann wünsche ich dir viel Erfolg für die ersten Tage als Ritter. Vergiss nicht, den Göttern zu danken und lasse mich wissen, wenn es weitere Schritte in deiner Karriere gibt. Und natürlich auch, wenn du mir das Stück Land wieder zurückgeben willst."

    Der Türhüter interessierte sich aber nicht weiter für die Briefe in der Tasche, sondern öffnete die Tür gleich etwas weiter. "Dann tritt ein, junger Herr. Der Senator ist im Haus und erwartet dich", erklärte er freundlich und schritt dann voran, den Mann ins Atrium zu bringen.

    Zitat

    Original von Tiberius Helvetius Varus
    Varus stand, ein wenig niedergeschlagen ein paar Klienten hinter dem der gerade mit dem Patron sprach. Er hörte einige Wortfetzen und diese brachten es fertig seine Laune etwas zu heben. Dort vorne stand ein Klient seines Patrons der es scheinbar gerade geschafft hatte zum Eques aufzusteigen. Er selber war ein wenig verstimmt. Er fühlte das er irgendwie auf der Stelle trat und nicht so recht wusste wie es weitergehen sollte. Für viele Posten die er gerne ausüben würde fehlte ihm noch der Status eines Eques. Um diesen erlangen zu können musste und wollte er sich nützlich machen. Doch alle seine Bemühungen in dieser Richtung waren im Sand verlaufen. Vielleicht wusste sein Patron Rat.


    Etwas später wurde er dann vorgelassen und wie alle anderen von Macer begrüßt. "Salve. Wie geht es dir?", erkundigte sich Macer zum Gesprächseinstieg.

    Zitat

    Original von Cnaeus Fabius Torquatus
    Cnaeus lächelte zufrieden. "Genau das war mein Gedanke. Ich bin offizieller Besitzer, zahle dir aber die Einnahmen des Grundstücks, sodass für dich kein finanzieller Nachteil entsteht." Sicher, Cnaeus hätte Landeinnahmen gut gebrauchen können. Nichtsdestotrotz war er im Moment nicht darauf angewiesen, zumal er als Ritter ohnehin lukrative Posten besetzen und auf diese Weise Geld verdienen konnte. Früher oder später würde er sich schon eigenes Land leisten, aber bis dahin war er dank der Hilfe seines Patrons auf der sicheren Seite.


    "Nun, dann machen wir es so", erwiderte Macer. Die Worte galten sowohl seinem Klienten, als auch seinem Verwalter, der mit zugehört hatte und nun rasch einen Vertrag aufsetzen konnte. "Ich erwarte eine pünktliche Zahlung und dass du dir dem Wert des Landes bewusst bist. Das ist kein kleiner Gefallen, den ich dir hiermit tue", ermahnte Macer noch einmal seinen Klienten, auch wenn er nicht wirklich annahm, dass es nötig war. Aber besser, man hatte es gesagt.

    Danke schon einmal an alle, die bisher mitgemacht haben!


    Man darf auch mitmachen, wenn man sich überhaupt nicht für diese Box interessiert. Dafür gibt's dann sogar in der Umfrage ein eigenes Feld zum Ankreuzen. ;)

    Macer nickte langsam zu der Anfrage und setzte dann einen wohlwollenden Gesichtsausdruck auf. "Das heißt, es würde dir reichen, wenn du urkundlich Besitzer eines Stücks Land bist?" fragte er noch einmal zurück. "Falls das reicht, könnte ich dir sicher ein Stück Land überlassen und du zahlst mir dafür eine entsprechende Pacht in Höhe der Erträge. Dann ändert sich für uns beide finanziell nichts, aber du bist nominell Landbesitzer", schlug er vor.

    Da ich ein neugieriger Mensch bin, will ich mal wissen, ob ihr auch neugierige Menschen seid. :D Genauer gesagt geht es darum, was ihr von der "Wusstest du schon"-Box haltet, die wir seit inzwischen gut 2,5 Jahren auf der Startseite des Forums rechts oben in der Ecke haben.


    Deshalb habe ich eine kleine Umfrage ins Wahlsystem gesteckt: http://www.imperiumromanum.net/elections.php?a=a&p=97


    Ihr könnt mit eurer Haupt-ID an der Umfrage teilnehmen. Dauert auch nicht lange, sind nämlich nur fünf Fragen.

    Auch wenn Bürgerkrieg herrschte, vertraute Macer weiter auf einen funktionierenden Postdienst, so dass er seinen Laufburschen mit einem Brief nach Ostia zur Postannahme geschickt hatte, anstatt einen privaten Boten zu engagieren. "Einmal nach Ostia bitte, auf die Wertkarte von Senator Purgitius Macer", erklärte der Laufbursche den Auftrag.


    Ad Iunia Axilla
    In der Insula des Potitus Gabinius Findulus in der Nähe des Forums und der Curia
    Ostia


    Sp. Purgitius Macer Iuniae Axillae s.d.


    Ich danke dir für deinen Brief und deine Nachricht über deinen aktuellen Aufenthaltsort. Ich wünsche dir, dass du und deine Familie dort sicher sind und die Götter über euch wachen. Ich habe deine Besorgnis wohl bemerkt und entschuldige daher auch dein Verhalten bei unserem gemeinsamen Abendessen, für das ich mich darüber hinaus noch einmal herzliche bedanken möchte. Dies umso mehr, da ich dir auch für deinen Einsatz für meinen Klienten Fabius Torquatus zu großem Dank verpflichtet bin, der mich bereits ebenfalls über seine Erhebung zum Primicerius informierte. Ich hoffe, er wird deinem Mann keine Schande machen.


    Geschäftlich scheint auf meinem Gut alles zum Besten zu stehen, da ich keine anderslautenden Nachrichten erhalten habe. Ich gehe davon aus, dass mein Verwalter weiterhin nach Kräften darum bemüht sein wird, unsere Vereinbarung einzuhalten und die vereinbarte Menge pünktlich zum vereinbarten Preis abnimmt. Sollte es zu Schwierigkeiten kommen, lasse ich dich umgehend informieren.


    Vale!

    Der Bürgerkrieg zog immer drohender näher an Rom heran, zumindest wenn man den verschiedenen Nachrichten und Informationen allen glauben konnte, als Macer einen Brief von seiner Geschäftspartnerin Iunia Axilla erhielt. Es war ein langer Brief, den er im Tablinum in Ruhe studierte. Sie war also nach Ostia gezogen, um vor dem Bürgerkrieg zu fliehen. Macer schaffte es nicht, sich schnell eine Meinung zu bilden, ob das eine gute oder schlechte Idee war, also ließ er es und laß stattdessen weiter. Als das Abendessen bei ihr erwähnt wurde, verzog er den Mundwinkel, nur um beim nächsten Abschnitt selber ein klein wenig ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Irgendeine Stimme sagte ihm, dass er ihr auch längst schon hätte schreiben können, dass sich ihr Einsatz für Fabius Torquatus tatsächlich gelohnt hatte. Das würde er dann jetzt wohl erst einmal nachholen müssen, was umso leichter fiel, da sie am Ende auch noch nach geschäftlichen Belangen fragte, die ohnehin eine Antwort nötig machten. Macer legte daher den Brief auf den Schreibtisch und begann, über eine Antwort nachzudenken, die er wenig später auf einer Wachstafel zu formulieren begann.

    Es wunderte Macer nicht, dass er nun nicht noch mehr konkrete Informationen bekam, auch wenn er diese gerne gehabt hätte. Ob der Kaiserhof tatsächlich nicht mehr Informationen hatte, oder ob sie nur seinem Klient nicht vorlagen, da er damit nicht betraut war, war ihm gleich. Er hatte schon mehr erfahren, als ein durchschnittlicher Bürger oder auch sogar Senator wohl erwarten durfte. "Danke trotzdem für diese Fülle an Informationen", sagte er daher. "Es ist wohl zu hoffen, dass der Bürgerkrieg schnell entschieden wird, denn lange Kämpfe auf italischem Boden sind ganz sicher nicht das, was wir gebrauchen können." Er machte eine kurze Pause, bevor er weiter sprach. "Kann ich etwas für dich tun? Irgendwelche Anliegen, um die ich mich als dein Patron kümmern soll?" erkundigte er sich dann. Immerhin war es seine Pflicht, sich für die Leistungen seines Klienten auch erkenntlich zu zeigen.