Nicht ganz so schnell wie meistens wurde geöffnet, da auch ein Türhüter manchmal ein paar Schritte weg von der Tür war, die er zu hüten hatte. Aber dann war er doch zur Stelle und schwenkte den Türflügel weit genug, um den Besucher betrachten zu können. "Ja, bitte? Wie kann ich dir weiterhelfen?"
Beiträge von Spurius Purgitius Macer
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Ich bin die nächsten viereinhalb Wochen nur sehr eingeschränkt bis gar nicht anwesend.
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"Ja, so etwas zum Beispiel", stimmte Macer zu, obwohl er eben gar nicht an so ein klares Beispiel gedacht hatte. "Aber selbst wenn du keinen einzigen Kampf hast, keinen einzigen Barbaren siehst in deinen zwanzig Jahren Dienst, dann wirst du trotzdem SItuationen haben, in denen du dich einfach auf deinen Befehlshaber verlassen musst. Und sei es nur, weil du nicht weißt, wieso du zum dritten Mal hintereinander derjenige bist, der die Latrine sauber machen muss", brachte er dann ein viel banaleres Beispiel, was aber zweifellos viel häufiger vorkam als ein Bürgerkrieg. Was Mars von solchen Situationen hielt, wusste er allerdings nicht. Stattdessen leerte Macer seinen Becher und gab den bedienenden Sklaven zu verstehen, dass sie nicht noch einmal nachzufüllen brauchten.
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Macer war sich nicht ganz sicher, ob Iunia Axilla inzwischen nicht doch deutlich übermüdet war und nicht mehr ganz das meinte, was sie sagte beziehungsweise das sagte, was sie meinte. Zumindest konnte er sich kaum vorstellen, dass sie Politik wirklich furchtbar langweilig fand, nachdem sie eben ein durchaus politisches Gespräch geführt hatten und sie außerdem für die Acta Diurna arbeitete. Letzteres musste zwar nichts heißen, weil dort auch gesellschaftliche Nachrichten verbreitet wurden, aber Politik und Gesellschaft ließen sich ja auch kaum trennen. "Wofür man etwas tut weiß man als Soldat auch nicht immer. Man geht davon aus, dass der Befehlsgebende es weiß, mehr nicht." Dieses Unwissen konnte etwas entspannendes und beruhigendes an sich haben, konnte aber auch zu Zweifeln führen. Da entschied dann wohl das Charisma des Befehlshabers. Aber bevor er dazu kam, das weiter auszuführen, war Iunia Axilla in Gedanken schon wieder weiter gesprungen. "Der Einfluss des Senates ist unter dem jetzigen Kaiser in der Tat geringer als unter seinen Vorgängern", stimmte er dann zu, was nicht allzu schwer fiel, war es doch reichlich offensichtlich.
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"Seit drei Jahren", wiederholte der Schreiber und trug alle Daten auf seiner Anmeldeliste ein, um anschließend die Prüfungsunterlagen vorzubereiten und auszuhändigen. "Ich wünsche guten Erfolg, Optio."
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"Salve", grüßte der Schreibstubensoldat zurück und nahm die Wachstafel entgegen, die ihm der Optio reichte. Die Angelegenheit schien recht eindeutig, so dass er zur Anmeldeliste griff. "Wie lange dienst du schon als Unteroffizier?" fragte er dann aber dennoch, während er mit den Eintragungen begann.
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Leicht schmunzelnd hörte Macer zu, wie Iunia Axilla ihre Kinderträume erzählte und überdies inzwischen eindeutig müde zu sein schien. Inzwischen überlegte er, ob es wohl unhöflicher war, trotzdem hier zu bleiben, bis sie die Cena beendete, oder ob es unhöflicher wäre, von sich aus den Aufbruch anzuregen, um sie nicht weiter zu beanspruchen. Vorerst fiel die Wahl noch aufs Bleiben. "Das Leben bei der Legion? Manchmal noch, ja", beantwortete er ihre Frage. "Stünde ich noch einmal vor derselben Wahl wie damals, würde es mir aber wohl doch schwerer Fallen. Die Legion hat ihren Reiz, aber inzwischen fühle ich mich in der Politik auch durchaus wohl." Genauer hatte er aber noch gar nicht darüber nachgedacht. Letztlich konnte er es sich ja wohl auch kaum noch völlig frei aussuchen, wohin ihn sein weiterer Weg führen würde.
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Der Türhüter überlegte kurz. "Übermorgen am Vormittag nach der morgentlichen Salutatio?", schlug dann er vor. Das war der gängige Standardtermin, den er auch ohne Rücksprache mit dem Privatsekretär des Hausherrn anbieten konnte, solange man ihm nichts anderes gesagt hatte.
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Lass' mich raten: Auf dem Rechner ist Kaspersky Anti-Virus drauf? Damit wäre sie dann die dritte Nutzerin, die mit der Kombination aus Kaspersky und dem IR Probleme hat.
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"Nein, es war nicht unbedingt einfach. Und vor allem war es Zufall", antwortete Macer. Ganz genau erklären konnte er es gar nicht mehr, wieso er eigentlich damals plötzlich Politiker geworden war, obwohl er eigentlich Soldat werden wollte. Er war sich nur ziemlich sicher, dass sowas heute nicht mehr passieren würde und das war vermutlich auch ziemlich gut so. "Ich war bei der Legio I. Sie lag damals bei Ostia, so dass dies die naheliegende Wahl war. Aber es dauerte dann nicht lange, bis sie nach Mantua verlegt wurde. Mit anderen Einheiten hatte ich erst viel später zu tun, als ich Statthalter in Germania war. Da hatte ich dann das Kommando über die Legio II", zählte er seine doch recht überschaubare Menge an Karrierestationen bei den Legionen auf.
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"Salve", antwortete der Türhüter und schüttelte dann den Kopf. "Der Senator ist derzeit nicht im Haus", antwortete er ohne allzu großes Bedauern in der Stimme. Immerhin kam das häufig vor, dass ein unangemeldeter Gast, der einfach irgendwann auftauchte, den Hausherrn nicht antraf, weil dieser beschäftigt war. "Möchtest du einen Termin vereinbaren, es zu einem anderen Zeitpunkt versuchen oder hier auf ihn warten?", stellte er dann routiniert die möglichen Alternativen vor.
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Macer bemerkte, dass seine Frage vielleicht etwas direkt gewesen war, denn Iunia Axilla schien recht emotional zu werden bei der Beantwortung. Dementsprechend blickte er selber nun angemessen höflich und verständnisvoll und versuchte gar nicht weiter zu ergründen, ob das tatsächlich eine Träne auf ihrer Wange war, die er dort sah. "Dann war er sicher ein sehr guter Offizier", antwortete er leise. Auf die nächste Bemerkung hin musste er einen kurzen Augenblick nach passenden Worten suchen, auch weil er sich nicht sicher war, was Iunia Axilla damit genau sagen wollte. "Ich glaube, er ist für dich mit niemandem zu vergleichen", lehnte er dann ein etwaiges Kompliment ab. Nachdenklich nahm er einen Schluck Wein und beschloss, bei Gelegenheit herauszufinden, was die Archive der Academia Militaris oder des Kaiserhofs über den Vater von Iunia Axilla zu berichten wussten.
"Mein Vater war Steuerpächter in der Nähe von Ostia", erzählte er dann. "In erster Generation in Italien sozusagen, nachdem meine Vorfahren in Germania inferior und Belgica tätig waren. Mein Opa väterlicherseits war Beamter, mein Opa mütterlicherseits Soldat", erklärte er dann die Herkunft noch etwas genauer.
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Zitat
Original von Cnaeus Fabius Torquatus
Die Argumentation seines Patrons leuchtete Cnaeus ein. Im Gegensatz zu diesem hatte der Fabier allerdings Ambitionen, einen Profit aus dem Bürgerkrieg zu ziehen oder sich zumindest bei der siegenden Seite einen guten Ruf zu erarbeiten. Der Senator hatte als Consular ja schon alles erreicht und konnte sich wahrscheinlich entspannt zurücklegen. "Ich verstehe", entgegnete der Fabier nur noch knapp. Den Rat, den er sich von seinem Patron erhofft hatte, hatte er nun erhalten. Die Truppenstärkemeldungen waren nicht brisant genug, um dafür sein Leben zu riskieren. Cnaeus würde nun also den richtigen Zeitpunkt und die richtige Information abwarten. "Ich danke dir für deine Hilfe, Patron. Meine Position ist mir nun klarer geworden. Wenn ich nichts für dich tun kann, werde ich mich zur Arbeit begeben - und den richtigen Moment für meine Absichten abwarten."
"Ja, das solltest du tun", stimmte Macer zu, da er keine weiteren Anliegen hatte, mit denen er seinen Klienten beauftragen konnte. "Scheue dich nicht, auch bei späteren Schritten meinen Rat einzuholen", mahnte er dann noch, um sicher zu sein, dass er auch weiterhin gute Informationen aus dem Kaiserhof erhielt. -
"Nun, dann hast du ja ohnehin einiges zu tun", stellte Macer vor allem mit Blick auf das Landgut fest. "Und den Hinweis mit dem Getreide werde ich mir merken", ergänzte er dann noch, denn die drohende Getreideknappheit war in der Stadt in der Tat ein Thema. "Dann wünsche ich dir in jedem Fall gutes Gelingen für deine Geschäfte", leitete er dann die Verabschiedung des neuen Klienten ein.
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"Kein Problem, du kannst auch später bezahlen", antwortete der Schreiber und legte die Liste wieder zur Seite. "Die Prüfungsunterlagen bekommst du allerdings erst ausgehändigt, wenn du bezahlt hast." Die Frage nach Purgitius Macer konnte der Schreiber dann in gewisser Weise recht leicht beantworten, und in anderer Weise auch nicht. "Nun, er ist der Kommandeur der Academia. Aber er kommt längst nicht jeden Tag hierher. Einfacher wirst du ihn treffen können, wenn du es bei ihm zu Hause versuchst."
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Mehl steigern? Wenn ich mir die Verbauchszahlen der letzten Wochen angucke, wäre ich eher auf die Idee gekommen, Mehl leicht zu senken. Scheint also eher eine saisonale Schwankung zu sein.
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Macer war durchaus beeindruckt von dem militärischen Wissen, das Iunia Axilla hier von sich gab. Er hatte das nicht unbedingt von einer Frau erwartet, aber sie hatte wohl viel von ihrem Vater gelernt. "Dein Vater hat dir offenbar viel über das Militär erzählt", sagte er daher, auch um vom eigentlichen Thema abzulenken. Da schien ihm Iunia Axilla nämlich inzwischen etwas sehr munter drauf los zu spekulieren. "Bei welchen Einheiten hat er gedient? Bist du bei ihm im Lager aufgewachsen?" Letzteres wäre zwar selten, aber nicht völlig unmöglich gewesen und würde zumindest ihr ausgeprägtes militörisches Wissen erklären.
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Macer überlegte einen Augenblick, aber es fielen ihm keine besonderen Ansprüche ein, so dass er den Kopf schüttelte. "Nein, darüber hinaus gibt es nichts", sagte er. "Gibt es irgendetwas, bei dem du kurzfristig die Hilfe deines Patrons brauchst?" fragte er dann im Gegenzug.
Sim-Off: Du musst das Patronatsverhältnis noch im Suum Cuique bestätigen.