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Thema: [Subura] Die neue Station
Marco

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RE: Die neue Station 18.10.2018 19:00 Forum: Roma


Wie zu fast allen Außenterminen, begleitete Marco auch heute seinen Herrn. In Anbetracht des anvisierten Ziels hielt er den Blick geschärft und die Ohren auf. Sein Auftrag lautete außerdem, ein wachsames Auge auf die Enkelin zu habe, die nach seiner Erfahrung stets für Überraschungen sorgte. Frauen und Kinder zu hüten, gehörte weder zu seinen Lieblingsbeschäftigungen noch zu seinen Stärken, aber Anweisungen mussten ausgeführt werden. Er hoffte auf so wenig wie möglich Zwischenfälle und außerdem, dass sich Großvater und Enkelin möglichst immer in die gleiche Richtung unter Beibehaltung eines vergleichbaren Tempos bewegten.
Thema: Porta - Der Eingang der Villa Claudia
Marco

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RE: Für mehrere Zwecke 10.09.2018 22:45 Forum: Villa Claudia


Ein bisschen sonderbar fand Marco das Anliegen schon, denn wer seinen Herrn als Praefect sprechen wollte, kam meistens in sein Officium. Andererseits sprach nichts dagegen, den Mann einzulassen. Er hatte sich vorgestellt und klang vertrauenswürdig.

"Dann schlag ich vor, du wartest im Atrium und ich hole den Präfekt." Er winkte eine Vertretung für die Tür herbei, brachte Valerius zum Atrium und suchte anschließend seinen Herrn auf, um den Besuch zu melden.
Thema: Porta - Der Eingang der Villa Claudia
Marco

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RE: Für mehrere Zwecke 09.09.2018 22:07 Forum: Villa Claudia


Über die Zeit hatte sich Marco damit abgefunden, wenn er den ungeliebten Türdienst verrichten musste. Solange sein Herr im Haus weilte, hatte er auch in seiner eigentlichen Funktion nichts zu tun.

Auf das Klopfen hin trat er an die Tür, öffnete und blickte hinaus. Auf den ersten Blick konnte er den Besucher nicht zuordnen, also fragte er nach.

"Salve! Du bist wer und du willst zu wem?"
Ein Ianitor konnte das besser, aber Marco besaß auch Qualitäten, wenn auch anderer Art. Immerhin versuchte er sich optisch in Freundlichkeit, was früher undenkbar gewesen wäre.
Thema: Seiteneingang | Porta für Sklaven und Lieferanten
Marco

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RE: Aufakt des Feuers 03.09.2018 19:33 Forum: Villa Claudia


Marco kratzte sich am Hinterkopf, denn auf seine Frage wusste er noch immer keine Antwort. Offensichtlich besaß der Ankömmling aber einen Kontakt zur Familie seines Herrn, weswegen er ihn durchlassen würde.

"Ich habe keine Ahnung, von welchem Schatten du sprichst, aber der Herr wird es hoffentlich wissen. Komm mit, ich zeig dir den Weg." Marco wählte ein Zimmer, das schon häufig für delikate Besucher oder besondere Besprechungen genutzt wurde. Er ließ Verus zurück und machte sich auf die Suche nach seinem Herrn.
Thema: Seiteneingang | Porta für Sklaven und Lieferanten
Marco

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RE: Aufakt des Feuers 16.08.2018 22:08 Forum: Villa Claudia


Der Fremde fiel nicht sofort auf, weil die Hausbediensteten alle ihren Verpflichtungen nachgingen und teilweise nicht nach rechts oder links sahen. Marco jedoch entging der Neuankömmling nicht, als er den Gang entlangschritt. Er baute sich vor ihm auf und betrachtete ihn eine Weile.

"Dich kenne ich doch irgendwoher." Wer der Mann war, fiel ihm jedoch nicht ein, weil die äußere Erscheinuung nicht zum Hintergrundwissen passte. Bei Stimmigkeit wäre die Sesterze sofort gefallen.
Thema: Porta - Der Eingang der Villa Claudia
Marco

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RE: Ein unüblicher Wahlkampf 26.06.2018 21:44 Forum: Villa Claudia


Marco prägte sich den etwas längeren Namen ein, nickte und winkte den Mann in den Eingangsbereich.
"Bitte hier warten." Er hatte nie zuvor diesen Namen gehört, daher wusste er nicht, in welcher Beziehung der Mann zu seinem Herrn stand. Vor der Tür wollte er ihn nicht stehenlassen, aber eine überschwängliche Begrüßung hielt er ebenso für fehl am Platz.

Er beeilte sich, erstattete Bericht und kam wenig später mit einer guten Nachricht zurück.
"Dein Name scheint nicht ganz unbekannt zu sein. Er empfängt dich. Folge mir.."
Thema: Hortus |
Marco

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Lucius Annaeus Florus Minor 26.06.2018 18:42 Forum: Villa Claudia


Eine steinerne Bank stand zwischen Oleanderbüschen und lud zum Verweilen ein. Bequem schien sie nicht, aber jedes Familienmitglied begleiteten einige Sklaven in den Garten. Sie hielten nicht nur Erfrischungen, sondern auch Sitzkissen und ein paar Naschereien parat.

Der Hausherr las, als Marco herantrat.
"Dominus, ein Mann namens Lucius Annaeus Florus Minor wünscht dich zu sprechen. Er sagt, es geht um die kommenden Wahlen."
Thema: Porta - Der Eingang der Villa Claudia
Marco

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RE: Ein unüblicher Wahlkampf 26.06.2018 12:13 Forum: Villa Claudia


Da Magrus eine neue Sklavin einarbeitete, stand in letzter Zeit wieder einmal Marco häufiger an der Porta. Jeder wusste, wie sehr er den Dienst verabscheute. Trotzdem bemühte er sich, das die Gäste nicht merken zu lassen.

Er öffnete und hörte sich den Wunsch des Besuchers an.
"Der Senator hat sich mit einem Buch in den Garten zurückgezogen. Ich denke, dass ich ihn stören kann, allerdings müsste ich dazu wissen, wer du bist und welches Anliegen du mitbringst, weil er mich ohne diese Auskünfte ergebnislos zur Porta zurückschicken wird."
Thema: Feriae Annae Perennae
Marco

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RE: Feriae Annae Perennae 16.03.2018 21:05 Forum: Roma


Kaum merkte Marco das Leichtgewicht, als es ihn rammte. Er wollte gerade einen flotten Spruch absetzen, als er begriff, dass sie sich entfernte.

"Moooment. Heute ist der Maximalabstand von mir: ein Schritt!" Er angelte nach ihrem Arm und irgendwann hatte er ihn. Nachdem sie den Wein überreicht hatte, zog er Morrigan zu sich und ließ sie erst los, als er keinerlei Widerstand mehr spürte. "Schön hierbleiben." Er lächelte, aber gleichzeitig meinte es den Hinweis ernst.
Thema: Feriae Annae Perennae
Marco

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RE: Feriae Annae Perennae 16.03.2018 13:04 Forum: Roma


Marco half nicht beim Verteilen der Weinspenden. Sein Platz an der Seite seines Dominus verbot das von vornherein, aber heute gab es einen zweiten Grund. Immer ein Auge auf den Consul gerichtet, lag seine Hauptaufmerksamkeit auf Morrigan. Er stellte sich sogar fortlaufend in ihren Rücken. Ob sie es bemerkte, wusste er nicht. Zeitweilig musste er geschickt seitwärts springen, wenn sie sich drehte. So verging die Zeit recht schnell und weitgehend amüsant. Er legte den Finger vor die Lippen, als Magrus zu ihm blickte und hoffte, Dominus Faustus verriet ihn ebenfalls nicht.

So jedenfalls kontrollierte er jeden Augenblick, der verging. Niemand würde Morrigan greifen oder weglocken können.
Thema: Culina
Marco

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RE: Morrigan 16.03.2018 11:13 Forum: Villa Claudia


Marco wusste nicht, was Morrigan verkünden würde, aber als Haltepfosten bot er sich an, wann immer er gebraucht wurde. Nach den ersten Worten der Erklärung, blickte er verwundert auf Morrigan, nur der Überraschung wegen. Er freute sich für sie, weil ihr Verantwortung gut tun würde. Nach ihrer Ansprache allerdings, konnte er sich eine Bemerkung nicht verkneifen.
"Moment. Das bedeutet ja, du bist mir weisungsbefugt." Er blickte bestürzt und mit aufgerissenen Augen, bevor er loslachte. "Verdammt. Das wird mich sicher viele Nerven kosten." Er grinste, dann sah er die anderen Haussklaven an.

"Is klar. Wenn jemand muckt, setze ich durch, was Morri verlangt." Morrigan bevorzugte die vertrauensvolle Linie, bei ihm hatte sich ein Dickschädel in Kombination mit dem Kraftbonus bewährt. "Na, kommt. Wir wollen hier keinen Stress. Zusammenarbeit nützt uns allen."
Thema: Arbeitsraum Claudius Menecrates
Marco

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RE: Das Brandzeichen 13.03.2018 22:01 Forum: Villa Claudia


Nachdem die Unterredung ihrem Ende entgegenging und letztlich die Aufforderung kam, Morrigan loszulassen, folgte Marco und ließ den Arm sinken. Er konnte nicht behaupten, sich in der Zwischenheit abgeregt zu haben, auch wenn das Atmen etwas leichter fiel. Es irritierte ihn, dass sich Morrigan bedankte. Andererseits zeigte es ihm, dass seine Idee, sie zum Dominus zu bringen, letztendlich die richtige war.

"Wir sehen uns morgen", versprach er, als sie ging. Sein Tag endete hier noch nicht und falls doch, hätte er protestiert.
Zum Glück ließ der Dominus die Sache nicht auf sich beruhen. Er diktierte eine Vorladung und Marco frohlockte bereits, weil es ihm zuteil wurde, sie zu überbringen. Er wollte etwas tun, nichts empfand er so schlimm wie abwarten, aussitzen oder handlungsunfähig zu sein.
Mit einem zufriedenen Lächeln, dass eher einer Grimasse glich, nahm er die Tafel entgegen.

"Gleich nach den Morgenaufgaben wird dieser Gang erledigt."
Aus Morrigans Sicht nahm er die Angelegenheit sicherlich auf die leichte Schulter. Aus seiner Sicht bot sich eine Gelegenheit, Frust abzulassen. Auf sich selbst aufpassen, konnte er schon immer. Nicht zuletzt war er auch der Schutzschild für andere.
Thema: Tablinum | Schwarzes Flüstern
Marco

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RE: Tablinum | Schwarzes Flüstern 10.03.2018 09:04 Forum: Villa Claudia


Wenn Blicke töten könnten, würde Tiberius Verus gewiss tot umfallen, als Marco ihn erblickte. Der Custos empfand großen Hass auf den Mann, der Morrigan zu einer Marionette machte, sodass er sich nur bedingt in seinen Emotionen zügeln konnte. Er würde den kleinsten Fingerzeig seines Herrn überdimensional umsetzen, sollte der Schwarze sich danebenbenehmen. Ob weitere Sklaven und vermutlich Liktoren dazustoßen würden, hing davon ab, wie viele seinesgleichen der Offizier mitschleppen würde.
Thema: Arbeitsraum Claudius Menecrates
Marco

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RE: Das Brandzeichen 10.03.2018 08:55 Forum: Villa Claudia


Marco, der sich mit viel Mühe beherrschen musste, wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, als Morrigan bereits eine Erklärung abgab. Die allerdings ging nach seiner Auffassung gänzlich am Thema vorbei. Entsprechend verwundert blickte er zu der auf Knien hockenden Sklavin. Er verstand nicht, wieso die einst kluge Morrigan zuletzt häufig senil wirkte, obwohl sie keineswegs zum alten Eisen gehörte.
"Du sollst aufstehen", wiederholte Marco, fasste Morrigan unter der Achsel und hievte sie auf die Beine. Er schniefte, weil er gegen die innere Wut ankämpfte, die sich nicht auf Morrigan, sondern gegen das Brandmal richtete. Er ließ sie nicht los, damit sie sich nicht erneut absonderlich verhalten konnte und wandte sich an Dominus Menecrates. Seine Stimme klang gepresst.

"Wir waren mit dem Verteilen von Spenden beschäftigt. Irgendwann fehlte Morrigan und kam erst ganz am Ende wieder. Ich dachte, sie war zu schwach und brauchte eine Pause, deswegen habe ich sie zur Rede gestellt. Herauskam DAS als Grund für ihr Verschwinden." Er wies auf das Brandzeichen. Dabei atmete er heftig und seine Züge wurden grimmig.
Thema: Sklavenunterkunft | ein anderer Raum
Marco

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RE: Sklavenunterkunft | ein anderer Raum 06.03.2018 19:48 Forum: Villa Claudia


Ein wenig vom Ausbruch überrascht, freute sich Marco zunächst mehr als dass er auf den Inhalt hörte. Plötzlich kam ihm Morrigan vertrauter vor und er schöpfte Hoffnung. Wenn die alte Morrigan durchblitzen konnte, war sie nicht gänzlich fort, was bedeutete, es bestand Hoffnung. Er würde sich nur in Geduld üben müssen.
Während des Wortschwalls umspielte ein kleines Lächeln Marcos Mund. Er fand, Morrigan betrachtete die Dinge falsch und das konnte der Dominus sicherlich geraderücken. Warum sie allerdings begann, sich zu entkleiden, konnte er sich nicht erklären. Er kannte ihre Verletzungen aus dem Kerker und wusste, wie lange sie brauchten, um zu heilen. Ein wenig überrascht stellte er fest, dass sie noch immer einen Verband trug, aber er nahm an, eine der Wunden heilte schlecht.
"Ich weiß, dass du viele Narben hast", sagte er, um sie zu beschwichtigen. "Ich weiß, dass sie lange schmerzten und ich weiß..." Er brach ab, als das Brandzeichen zum Vorschein kam. Verständnislos starrte er das Mal an und wusste für Augenblicke keine Erklärung. Er wusste doch, war selbst dabei, als der Dominus das Branding verhinderte. Als ihm dämmerte, dass dieses Brandmal nicht wochenlang alt, sondern frisch war, zog sich sein Magen zusammen und er vergaß zu atmen. Plötzlich ging ihm auch der Zusammenhang zwischen der Pause am Markt, Morrigans Wut und dem frischen Zeichen auf. Sein Blutdruck stieg, als wollte der Inhalt aus den Adern springen. Er schob die Tunika hoch, ließ den Verband hängen, wo er war, fasste Morrigan am Handgelenk und zog sie mit.
Thema: Arbeitsraum Claudius Menecrates
Marco

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Das Brandzeichen 06.03.2018 19:45 Forum: Villa Claudia


Sie kamen aus der Sklavenunterkunft. Auf dem Weg in das Arbeitszimmer des Hausherrn hörte er allerlei Geschimpfe hinter sich, ohne darauf einzugehen und ohne überhaupt zuzuhören. Anfänglich machte sich Morrigan schwer in dem Versuch, Marco auszubremsen, aber je näher sie dem Wohnbereich der Claudier kamen, umso kleinlauter wurde sie. Das letzte Auflehnen hörte Marco im Andron vor dem Atrium.
Beim Arbeitszimmer angekommen, klopfte Marco zwar, wartete aber nicht auf die Aufforderung zum Eintreten. Er stieß die Tür auf, zog Morrigan zu sich und schob sie vor sich her. Anschließend zog er die Tunika von der Schulter und präsentierte das Brandzeichen wortlos seinem Herrn. Er schnaufte dabei vor Empörung. Niemand dürfte ihm jetzt in die Quere kommen oder etwas Falsches sagen.
Thema: Sklavenunterkunft | ein anderer Raum
Marco

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RE: Sklavenunterkunft | ein anderer Raum 04.03.2018 23:18 Forum: Villa Claudia


Die Antwort erhielt er indirekt. Morrigan meinte die Prätorianer. Er erinnerte sich nicht gern an das Erlebnis auf dem Markt, weil es ihn wütend machte. Außerdem wusste er mehr als Morrigan annahm und auch mehr als sie selbst wusste.
Er stieß sich von der Wand ab und trat wieder vor sie.
"Ja, ich habe sie gesehen auf dem Markt und ich habe gesehen, was sie gemacht haben. Das alles streite ich nicht ab, trotzdem irrst du dich." Morrigan wurde distanziert, er konnte das auch. Trotzdem blieb er gutmütig.
"Du irrst dich, wenn du glaubst, der Claudier war machtlos. Wäre er machtlos, dann hätte der Prätorianer gewonnen und durchgesetzt, dass dir der Claudier ein Brandzeichen setzt.
Wäre er machtlos, dann hätte er die Alternative hingenommen, dass anstelle des Claudiers dir der Prätorianer ein Brandzeichen setzt, denn der wollte das unbedingt.
Wäre er machtlos, dann hätte er nie bewirken können, dass der Prätorianer seine Männer zurückpfeifen musste."
Morrigan konnte nicht wissen, was er wusste, denn es gab den Moment, wo Liktoren und Leibwächter wieder neben dem Consul standen, weil das Gespräch der beiden Männer an Schärfe zunahm.

"Während du in den Ketten gehangen hast und niemand zu dir durfte, hat der Claudier herausgefunden, dass es kein rechtskräftiges Urteil gab. Mit diesem Wissen kann er dich beschützen! Immer!" Er schaute eindringlich und fürchtete trotzdem, das Morrigan alles abblockte. Ihren Dickschädel konnte ihr offensichtlich keiner austreiben. Trotzdem versuchte er sich an Erläuterungen, denn er wusste, Morrigan war zwar dickköpfig, aber nicht dumm.
"Der Claudier hatte eine öffentliche Verhandlung gefordert und was denkst du wohl, warum ist der Prätorianer davor zurückgeschreckt? Vielleicht würdest du gar nicht verurteilt werden. Und was denkst du wohl, warum er außerdem zurückgeschreckt ist? Weil er es nicht wagen sollte, dich mehr als bis dahin geschehen zu beschädigen, solange kein rechtskräftiges Urteil vorliegt. Ich kenne den Claudier, der würde dagegen klagen."

Eigentlich würde Marco Morrigan viel lieber in den Arm nehmen als auf sie einzureden, aber sie hatte dicht gemacht.
"Fakt ist, du entscheidest, wer hier machtlos ist. Solange du dem Dominus nicht traust, entziehst du ihm seine Macht." Er griff nach ihren Schultern und rüttelte ein wenig. So als könne er damit etwas geraderücken, dann blickte er ihr tief in die Augen. "Warum sehen deine Augen so komisch aus?" Er hatte die vergrößerten Pupillen entdeckt.
Thema: Sklavenunterkunft | ein anderer Raum
Marco

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RE: Sklavenunterkunft | ein anderer Raum 03.03.2018 22:01 Forum: Villa Claudia


Sicher konnte er nicht sein, dass Morrigan antwortete. Er erkannte sie kaum wieder und konnte sie deswegen schlecht einschätzen. Immerhin wich sie seinem Blick nicht aus, sondern erwiderte ihn zeitweilig, aber nie konnte er darin das alte Feuer sehen. Stattdessen bemerkte er dauerhafte Traurigkeit.
Als der ersten Aussage eine zweite folgte, wertete er das als Gewinn. Er entspannte sich und hörte zu. So lange, bis Morrigan sich verwandelte. Sie wirkte am Ende wie ferngesteuert, deswegen ignorierte er ihren Wunsch, gehen zu können.
"Ich fühle mich sicher. Ich bin sicher. Abgesehen davon, dass ich mir selbst zu helfen weiß, müsste ich nur zu Dominus Claudius gehen, wenn mich jemand belästigt. Das kannst du genauso tun." Eigentlich müsste Morrigan das wissen, dachte er bei sich. "Ja, ich bin wohl der Letzte, der dir geblieben ist. Aber nicht SIE nehmen mich dir, sondern du selbst, weil du alle vorhandenen Bande zerreißt." Er übernahm für einen Moment ihre Traurigkeit, drängte sie aber wieder zurück. Nur in einer Atmosphäre der Vertrautheit konnte er Gefühle zulassen.
"Wer überhaupt sind SIE?"
Wenn sie ablehnend auftrat, meinte sie wohl nicht ihn, allerdings wusste er nicht, was sie sonst zu diesem merkwürdigen Verhalten trieb. Er stellte sich seitlich neben sie und lehnte sich mit der Schulter an die Wand. Sein Blick lag weiter auf ihr und er hoffte, sie würde freiwillig bleiben. Falls nicht, würde er zufassen.
Thema: Sklavenunterkunft | ein anderer Raum
Marco

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RE: Sklavenunterkunft | ein anderer Raum 02.03.2018 12:10 Forum: Villa Claudia


Marco erwartete Vorwürfe. Er mochte Vorwürfe nicht, aber wenigstens erklärten sie, was den anderen störte, denn bisher wusste er nicht, was Morrigan an ihm auszusetzen hatte.
Vorwürfe blieben aus und Marco entspannte sich sichtlich. Was er danach hörte, verstand er allerdings nicht. Er hielt sich nicht für dumm und trotzdem verstand er das Gesagte nicht.

"Aber Morri, wie willst du mich denn beschützen?" Das war doch ihre Aussage, oder etwa nicht? Sie dachte, wenn sie ihm nicht vertraute, würde ihm nichts zustoßen. Sie glaubte, ihn beschützen zu müssen und hatte gleichzeitig Angst vor ihm. Wie anders sollte er es deuten, wenn sie sich an die Wand presste und seinen Augen auswich. Er schüttelte bei diesem Gedankengang den Kopf. Das machte doch hinten und vorne keinen Sinn.
Nun, da er Morrigan einmal "entführt" hatte, jetzt wollte er es wissen. Deutlich gebremster als vorhin ging er auf sie zu. Gehen lassen würde er sie jetzt bestimmt nicht.

"Sehe ich denn so schutzbedürftig aus?"
Die Frage fiel ihm nicht leicht, denn sie kratzte an seinem Ego. Er brauchte eine funktionierende starke Fassade, weil er im Kern deutlich weicher war.
Thema: Sklavenunterkunft | ein anderer Raum
Marco

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Sklavenunterkunft | ein anderer Raum 01.03.2018 23:37 Forum: Villa Claudia


Auf dem Marktplatz sah Marco Morrigan nachdenklich hinterher, als sie ihn artig, aber gleichzeitig distanziert abfrühstückte. Den ganzen Heimweg grübelte er über sie nach. Sie behandelte ihn weder schlecht noch gut, es gab weder Vertraulichkeit noch Abweisung. Sie flutschte beständig durch seine Hände, sodass er sie nie zu greifen bekam.
Zu Hause angekommen verstauten die Sklaven die leeren Körbe und gingen ihrem Tagwerk nach. Einer spontanen Eingebung folgend, ging Marco in die Sklavenunterkunft. Er trat sicheren Schrittes auf Morrigan zu, fasste sie am Handgelenk und zog sie in den Gang. Es musste zügig geschehen, damit ihn nicht der Mut verließ, denn eigentlich liebte er die Zurückhaltung.

Ohne sich umzudrehen, nahm er die kleine Perserin mit. Vor einem Zimmer hielt er an, blickte hinein und als er niemanden entdeckte, zog er Morrigan nach. Erst hier ließ er sie los und schloss leise die Tür. Langsam drehte er sich um und sah sie nachdenklich an.

"Was habe ich dir getan, dass du mir nicht mehr vertraust?"
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