• ATRIUM
    DER INNENHOF UND GARTEN


    Hier befindet sich der Innenhof des Atrium Vestae, welchen man Atrium oder Peristylium nennt. Der Innenhof beinhaltet einen Garten, den letzten Überrest des Lucus Vestae, des heiligen Horts der Vesta, der im Laufe der Zeit vom Haus der Vestalinnen überbaut worden ist. Entlang des Innenhofes verlaufen mehrere Wasserbecken – nicht parallel, sondern hintereinander, in unregelmäßigen Abständen. Im Atrium befinden sich Statuen von den großen Obervestalinnen, die in regelmäßigen Abständen errichtet sind und den Garten verzieren.

  • Verina war Hals über Kopf von diesem Fest der Bona Dea geflüchtet. Unterwegs ging ihr die trächtige Sau nicht mehr aus dem Kopf. Ihr war schlecht, sehr schlecht. Als sie das Atrium betrat und sich sicher fühlte, setzte plötzlich heftiges Würgen ein, was sie nicht kontrollieren konnte. Noch bevor sie die Küche oder irgend einen Eimer erreichen konnte, musste sie sich heftigst übergeben. Der säuerliche Geschmack und das Würgen trieben ihr Tränen in die Augen. Entsetzt starrte sie auf den ruinierten Fußboden.

  • Ich hatte Verinas hastige FLucht bemerkt und war ihr gefolgt. In meinem Kopf kreisten sorgenvolle Gedanken. Im Atrium Vestae angekommen sah ich die schmale Gestalt hinter einer Säule lehnen. Die Schwäche war ihr deutlich anzu merken.
    Erschrocken ging ich zu ihr hin.
    Verina, was ist denn passiert? Fragte ich und meine Stimme bebte vor Sorgen.
    Ich bemerkte den säuerlichen Geruch, der deutlich riechbar in der Luft hieng. Ich musste mich beherrschen, dass mir nicht auch noch schlecht wurde.

  • Du musst keine Angst haben, du wirst dich an all diese Kulthandlungen gewöhnen, aber Bona Dea hat da nun einmal etwas spezielle. Es tut mir Leid, dass ich dich nicht darauf hingewiesen habe, schliesslich konntest du das gar nicht wissen.

  • Verina blickte erschreckt.


    "Du meinst, ich muss mich wirklich daran gewöhnen? An trächtige Säue und nacktes Herumlaufen?" 8o "Bin ich denn verpflichtet, zu diesen Bona Dea Kulthandlungen zu gehen?"


    Wieder blickte Verina erschreckt.


    "Bitte sage mir doch jetzt gleich, was ich noch alles wissen muss. Du hast eben gesagt, du hast mich nicht darauf hingewiesen. Ich bin sicher, du hast noch viele Neuigkeiten für mich und wenn ich mich langsam an alles gewöhne, geht es vielleicht." :(


    So ganz glaubte Verina das selbst nicht. Der Schock von diesem Fest saß in ihr drin. Nun würde sie Agrippina brauchen, um damit fertig zu werden.

  • An die, zugegeben etwas speziellen und mystischen Riten musst du dich als Vestalin auf keinen Fall gewöhnen. Es ist nicht deine Pflicht an diese Feste zu gehen, wie es nicht die Pflicht ein jeder Frau ist, dies zu tun. Was die Kulthandlungen der Vesta angeht, so würdest du als Sacerdos Vestalis oder Vestalis de Confirmatione oder Aeterne bestimmt auch Tiere opfern müssen. Allerdings kann das auch eine andere Vestalin für dich tun, wenn du das nicht erträgst. Sagen wir, du bist nicht dazu gezwungen.



    Ich denke aber, dass du dich an all das gewöhnen wirst und es in einem oder zwei Jahren dein Alltag sein wird. Auch ich musste mich an die blutigen Opfer erst behutsam herantasten. Nun sind sie für mich normal.


    Ich denke aber, dass sich dieses Fest ziemlcih geschockt hat. Am besten reden wir gleich einmal ausführlich darüber, dass du das verarbeiten kannst, was meinst du? Ich tue das gerne für dich. Schliesslich bin ich für alle Vestalinnen verantwortlich.


    Ich blickte Verina sufmunternd an.

  • Zum Glück bestand keine Pflicht, zu diesen anderen Kulthandlungen zu gehen. Verina war erleichtert.


    "Vermutlich sind die Tieropfer erlernbar, auch wenn ich es mir jetzt noch nicht vorstellen kann. Schlimm finde ich aber trächtige Tiere. Damit komme ich nicht zurecht."


    Energisch war das Kopfschütteln.


    "Ja, lass uns reden. Ich muss wissen, was auf mich zukommt und wem ich aus dem weg gehen kann. Ich möchte ja auch keine Regeln brechen. Du hattest keine Probleme auf dem Bona Dea Fest?"

  • Ich spürte Verines grosse Erleichterung.


    Das Bona Dea Fest ist speziell, darum wir auch eine trächtige Sau geopfert, das kommt sonst in der offiziellen Religion nicht vor.


    Weisst du, Verina, ich habe schon so viele Opfer und auch schon einige Bona Dea Feste erlebt, dass es für mich zum Normalfall wurde ein Opfer auszuführen oder auch nur anzusehen. Zudem ging ich das erste Mal zu diesem Fest, als ich schon selber opfern musste, es war daher kein Problem mehr für mich. Ich verstehe aber voll und ganz, dass du damit Probleme hast, du bist auch nicht alleine dabei.


    Aber komm, geh doch schon voraus in mein Tablinium. Auf dem Tischchen zwischen den zwei Korbsesseln steht ein siberner Krug mit zwei Bechern, trink erst einmal etwas, solange ich hier noch den Boden sauber mache. Du brauchst Entspannung und kannst dich nicht noch länger belasten.

  • Verina konnte nicht glauben, was sie hörte. Sie selbst durfte voraus gehen und Agrippina wollte sauber machen. Sie durfte sich hinsetzen und etwas trinken. Verina wollte keineswegs widersprechen. Ohne lange zu verweilen ging sie ins Tablinium.

  • Verina schaute erstaunt und ich sagte.


    Ich möchte nicht, dass du dich noch mehr anstrengen musst, du bist viel zu überlastet von all dem, was geschah. Ich komme gleich nach.


    Ich holte einen Eimer und einige Fetzen altes Leinen und begann sauber zu machen. Dann stellte ich den Eimer wieder in die Küche und wusch meine Hände in einem Kessel mit sauberem Wasser.


    Sofoert machte ich mich auf den Weg zum Tablinium.

  • Nachdem ich am nächsten Morgen aufgewacht war, betrat ich das Atrium. Die Morgensonne warf erste Strahlen auf die drei Wasserbecken am Boden und ich lehnte mich an einen Säule, um auf Verina zu warten.

  • Müde aber innerlich ruhig betrat Verina am Morgen das Atrium. Sie war gespannt, was der Tag für sie bereithalten würde.


    "Salve Agrippina! Hast du gut geschlafen?"


    Verina lächelte. Man konnte ihr ansehen, dass es ihr wesentlich besser als gestern ging.

  • Was Romana in letzter Zeit in diesen Tagen immer weniger in den Sinn kam, war Germanicus Sedulus. Irgendwann einmal hatte sie sich, in der Retrospektive in einem Anfall geistiger Umnachtung, ziemlich verknallt in den Senator. Doch wenn sie sich nun innerlich abtastete, merkte sie, dass da nicht mehr so viel geblieben war. Es war natürlich eine selten blöde Sache gewesen, aber es war vorbei gegangen. So wie alle Lieben es tun würden irgendwann. Eigentlich mochte sie nicht so oft daran zurückdenken, doch es ging ihr nicht so schnell aus dem Kopf, wie idiotisch sie sich verhalten hatte. Ganz und gar unvestalisch. Romana musste sich unwillkürlich an den Kopf fassen, als sie durch den Innenhof des Atriums schritt, den sie mit ein wenig zierender Flora verschönert hatte. Immerhin hatte sie die Rate an Fettnäpfchen, in die sie in letzter Zeit trat, halbwegs niedrig gehalten. Natürlich war ihr genug passiert – unvermeidbarerweise war sie vor Kurzem mit dem Kopf im Balneum an einen Türstock angestoßen. Ihr Kopf brummte noch immer ein wenig von daher.


    Sie setzte sich auf eine Bank, die am Rande der Grünfläche stand, und starrte hoch, zur Statue der Flavia Agrippina, die sie seit dem Intermezzo mit Flavius Gracchus in Gedanken immer verfolgte. Sie hatte Occia danach gefragt, und nach hartnäckigem Drängen hatte diese Romana schließlich gesagt, was ganz genau geschehen war. Das Sakrileg war unaussprechbar, und noch immer konnte Romana es kaum glauben, dass so etwas passiert war.


    Der Feiertag der Vesta nahte, rief sie sich ins Gedächtnis, und seufzte. Wieder viel Arbeit. Sie beugte ihren Rücken etwas herunter und überschlug ihre Beine, sodass sie ihren Kopf an ihrer Hand, und ihren Ellenbogen am Knie aufstützen konnte. So eine Haltung war zwar nicht sehr schmeichelhaft – tatsächlich erschien sie ein wenig wie ein altes buckeliges Weib – aber sie scherte sich nicht drum. Wem gegenüber musste sie denn attraktiv erscheinen?


    Sie dachte zurück an ihre Begegnung mit Vesta, welche damals im Feld bei Clusium geschehen war. Manchmal kamen in ihr Zweifel auf. War es eine Halluzination gewesen? Ein Produkt von Übermüdung, Wunschdenken und gewaltiger Kreativität auf ihrer Seite? Unfug, wischte sie den Gedanken auf die Seite. Vesta war ihr erschienen! Sie war eine Auserwählte! Normalerweise dachte Romana sehr realitätsnah, aber bei Religion hörte das auf. Selbst wenn sie nicht zu den Vestalinnen hineingekommen wäre, hätte sie irgendewas im Cultus Deorum gemacht. So, wie man hörte, beratschlagten sich die Pontifices gerade über eine Relatio von den Septemviri, ob man Frauen in städtische Collegien aufnehmen sollte. Natürlich war das unsinnig, verstieß gegen alle Traditionen und war total überzogen. Sie fragte sich, wer von den Epulonen das aufs Tapet gebracht hatte. Es musste ein enormer Kindskopf gewesen sein. Aber dennoch... Aeditua konnte man ja werden, und vielleicht ergab sich sogar etwas aus der Vorabentscheidung, womit auch Romana trotz ihrer erzkonservativen Weltanschauung etwas anfangen konnte.


    “Zwanzig...“, murmelte sie vor sich hin. Sie war es geworden. Es fühlte sich nicht wirklich anders an, aber es war einfach so, dass sie nun wieder älter war. Reifer, respektabler wohl auch. Der Gedanke gefiel Romana eigentlich. Ihr missfiel es nicht, alt zu werden. Was sollte sie auch mit einem jungen Körper, wenn sie sich eh damit keinen Mann angeln konnte? Wiewohl sie schon hie und da dachte, dass sie vielleicht, was Männer anging, etwas reißen könnte, wenn sie keine Vestalin war – denn hässlich fand sich Romana nicht. Nur, wen? Es gab doch eh keine gescheiten Männer... die nicht verheiratet waren. Obwohl, Tiberius Durus hatte ja einen Sohn adoptiert. Sie erinnerte sich ganz vage, wusste aber nicht mehr recht, ob er ihr gefallen hatte oder nicht. Früher hatte sie manchmal Träume von einem verheirateten Leben gehabt, aber dies hatte nun aufgehört, den Göttern sei Lob und Dank.


    Was Calvena bloß trieb? Es war noch kein Brief gekommen, aber natürlich brauchten Briefe eine Weile zum Ankommen. Sicher hatte sie den Ihrigen empfangen. Der, der das über Serrana erzählte. Ach, diese Sache. Sie hätte vielleicht wirklich einen Haruspex dafür engagieren sollen, der hätte sich besser ausgekannt als sie in solchen Angelegenheiten. Verdammte Modellleber. Romana hatte sie ganz tief in eine ihrer Kisten vergraben, damit sie sie nicht mehr an dieses Desaster erinnerte. Sie hätte das ganze Thema mit der Haruspizin nie, nie, nie aufs Tapet bringen sollen. Aber dann wäre sie vielleicht zu einem richtigen Haruspex gerannt, und der hätte ihr beinhart erzählt, was geschehen würde – denn Romana hatte keine Zweifel, dass das Ergebnis bei einer anderen Leber anders gewesen wäre. Irgendwie hatte sie sich innerlichs chon mit Serranas Tod abgefunden und erwartete ihn mit einer für sie recht untypischen fast schon stoischen Haltung.


    Sie schabte mit dem Nagel ihres rechten Zeigefingers unter dem des linken herum. Etwas Dreck bröselte heraus, Romana verzog das Gesicht etwas. Unwillig schüttelte sie die rechte Hand, bevor sie sich wieder damit aufstützte.


    “Mmmmpf“, drang unwillig die dunkle Altstimme der Patrizierin aus ihrem Mund. Sie musste arbeiten, sie sollte nicht hier im Garten der Muße nachgehen. Sie gähnte ganz undamenhaft mit scheunentorweitem Mund, hielt aber noch rechtzeitig ihre Hand davor – rechtzeitig wozu? Es sah sie ja niemand, außer Parthenope, die hinter ihr in den Garten hineingetrödelt war.


    Sie erhob sich und schritt, ohne zur Bank zurückzuschauen, wieder aus dem Innenhof hinaus. Es gab Arbeit zu tun!

  • “Calliope! Gießkanne auffüllen!“, erklang aus einer tiefen, dunklen Frauenstimme laut ein Befehl im Atrium Vestae. Sie kam von einer großen jungen Frau, die ein wenig unvestalisch gekleidet war. Ohne ihre vestalische Tracht stand sie im Garten, nur mit einem Kleid, dass ihr bis zum Mittelpunkt ihrer Waden ging, und ausgelatschten Sandalen, die auch kein Zeichen von patrizischen Halbmonden hatten. Über ihr Arbeitsgewand, denn als nicht anders konnte man es bezeichnen, zogen sich Zeichen von verkrusteter Erde. Auch ihre Knie waren verdreckt, denn sie pflegte das Gewand leicht anzuheben, wenn sie sich hinkniete.


    Romana grub gerade ein Beet um, in der Hoffnung, es schöner zu machen. Zwar war dies etwas, was Römer der gehobenen Klasse als Sklavenarbeit bezeichnen könnten. Aber Romana war in ihrem Element. Es freute sie, diese Arbeit zu verrichten. Denn wie viele Damen in Rom hatte sie als Hobby die Gärtnerei. Nur, das wenige Frauen dieses Hobby so entschieden verfolgten wie Romana, die sich nicht davor scheute, echte Arbeit zu vollbringen. Es freute sie einfach, die Früchte ihrer Arbeit sehen zu können, am Abend, wenn ihre Arbeit vollbracht war und sie friedlich auf einer Bank sitzen konnte, den Garten anblickend, und die Blumen, die den Rasen des Atrium Vestae verzierten.


    Sie klopfte sich gerade in die Hände, um ein bisschen Erde abzukopfen, da unterbrach jemand das Geschehen. Es war Parthenope, mit einer Nachricht über einen Typen namens Marhabal. Obwohl dieser Name Romana mehr als geläufig war, tatsächlich so geläufig, dass sie Parthenope befohlen hatte, nach diesen Namen Ausschau zu halten, unterbrach sie ihre Arbeit nicht. Es war erst, nachdem das Beet so aussah, wie sie es sich erwünscht hatte, dass sie ihre Hände wusch und die Mitteilung las.


    Romanas Gesichtsfarbe schlug um, von normal auf weißlich-blass. Fast panisch blickte sie auf – und ließ dann resigniert ihren Kopf sinken. “Warum...“, stammelte sie hervor, als sie die Nachricht noch einmal las. “Also, Parthenope. Du bist dir ganz sicher, dass das stimmt.“ Die Griechin nickte, und Romana wurde noch ein wenig niedergeschlagener, als sie das noch einmal las.


    Es war eine Mitteilung aus der Basilica Ulpia, aus dem Gerichtshof. Der Prätor hatte einen gewissen Decimus Livianus verurteilt, weil dieser, als er selber Prätor gewesen war, erlaubt hatte, dass ein gewisser Quintilius Valerian einen gewissen Tiberianus Marhabal adoptiert hatte.


    Romana fühlte sich zum Schreien. Sie fühlte sich verraten. Betrogen. Belogen. Valerian hatte ihr gesagt, dass Marhabal zu den Hilfstruppen gegangen war – einmal hatte sie es so mitbekommen. Und Calvena? Die hatte ihr kein Wort gesagt darüber, kein Sterbenswörtchen.


    Noch immer nach Worten ringend, fasste Romana den Plan, einen Brief zu schreiben. Und zwar sofort.

  • [Blockierte Grafik: http://s7.directupload.net/images/120611/lfev9poc.jpg]
    Mars, Rhea Silvia und ihre Kinder, Romulus und Remus.


    [wrapimg=left]http://s7.directupload.net/images/120611/bejm7rux.png[/wrapimg] << Sie wartete bis auch jeder Besucher in ihrer Nähe war, damit auch keiner die weiteren Ausführungen verpasste. Sie stellte sich links neben der Statur.


    "Ihr wisst bestimmt, wer zu meiner rechten Seite steht?" Sofort murmmelte es unter den Besuchern. "Rhea Silvia" "Ja, und ihre Kinder." "Romulus und Remus" Messalina lächelte und nickte bei den richtigen Antworten, dann erhob sie wieder ihre Stimme.


    "Laut der Legende war sie die Tochter von Numitor Silvius, dem König von Alba Longa. Der Bruder von Numitor, ihr Onkel Amulius, setzte den König ab, tötete dessen Söhne und machte Rhea Silvia zu einer Vestalin.
    Die Weihe zu Ehren der Göttin Vesta geschah, damit sie kinderlos bliebe und eventuelle Nachkommen keine Rache nehmen konnten. Mars jedoch verführte Rhea Silvia und sie gebar die Zwillinge Romulus und Remus. Als der Onkel dies erfuhr, ließ er ihr die übliche Bestrafung für Vestalinnen, die ihre Unschuld verloren hatten, zukommen. Er ließ sie lebendig begraben. Ein Diener sollte die beiden Kinder töten, warf sie aber der Legende nach lediglich in einer Zinkwanne in den Tiber, wo sie von dem Flussgott Tiberinus gefunden wurden. Dieser überließ sie einer Wölfin zur Aufzucht, rettete aber auch gleichzeitig ihre Mutter und heiratete sie.


    Manche meinen auch, sie wurde an einen Stein gebunden und in den Tiber geworfen. Jedoch erbarmte sich der Flussgott ihrer, nahm sie zur Frau und schenkte ihr ewiges Leben. Die Kinder sollten ebenfalls dem Tiber zum Opfer fallen. Doch die Beauftragten fanden keine Stelle, an der sie die Strömung erreichen konnten, da der Tiber zu dieser Zeit Hochwasser führte. So setzten sie sie in einem der Seen ab, die sich im Gebiet durch die Überflutung gebildet haben, und hofften, wenn das Wasser zurücklaufen würde, würde es die Kinder mitreißen. Doch dem war nicht so, denn der Flussgott bemerkte dies, und bewahrte auch sie vor dem Tode."


    Puh... Die Geschichte konnte sie aus dem Effeff.


    Sim-Off:

    Bilder: Das Gemälde "Mars und Rhea Silvia" ist von Peter Paul Rubens, hängt im Liechtenstein Museum, Wien, Österreich aus. Das andere Bild ist von hier!

  • Das Blondchen lauschte der Geschichte. Wie jeder Römer und jede Römerin, kannte sie diese ebenfalls, doch war es jedesmal erhaben diese zu vernehmen. Immerhin stammten die Römer von Göttern ab. Und war nicht ein Vorfahr der Rhea Silvia Aineias, dessen Mutter ebenfalls eine Göttin war? Somit zählten Mars und Venus zu ihren Vorfahren und darauf war jeder Römer stolz - und das zu recht.
    Gebannt schaute das Mädel sich weiter um.

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