- Officium XXVI

  • Die Kaiserin war froh, dass ihr Wunsch hier auf fruchtbaren Boden fiel. Sie ließ sich nun den Wein schmecken.
    „Werter Fabius, ich bin froh, dass wir übereinstimmen. Solltest du irgendwann mal ein Anliegen haben, dann zögere nicht, dich an mich zu wenden. Nun will ich dich aber auch nicht länger aufhalten.“ Sagte sie und erhob sich lächelnd. „Grüße bitte deine Zukünftige von mir. Sollte ich in Rom weilen zum Zeitpunkt eurer Hochzeit, würde ich mich über eine Einladung freuen.“ Sagte sie, da sie ja nicht wusste ob schon ein Termin feststand. Wenn sie nicht hier sein sollte, würde sie sicherlich zumindest ein Geschenk und Glückwünsche übermitteln lassen. „Deine Bemühungen sollen aber auch nicht unbelohnt bleiben.“ Sagte sie und später würde ein Sklave der Kaiserin eine kleine Aufmerksamkeit überreichen.*







    Sim-Off:

    *WiSim
    und sorry, ganz übersehen

  • "Das werde ich. Und natürlich wäre es mir eine Ehre, wenn ich dich auf meiner Hochzeit als Gast begrüßen darf", entgegnete ich zufrieden lächelnd. Ein Anliegen hatte ich tatsächlich im Kopf, aber dafür war die Zeit noch nicht gekommen. Auf jeden Fall war es hilfreich, die Kaiserin auf meiner Seite zu wissen. Dann erhob auch ich mich zur Verabschiedung. "Ich danke dir und werde alles unternehmen, um diese Angelegenheit in unser beider Sinne zu lösen. Vale, meine Kaiserin." Ein Geschenk nahm ich natürlich immer gerne entgegen. Vor allem, wenn es von der Kaiserin kam. Und da ich für materielle Dinge sehr empfänglich war, würde dieses meine Bemühungen sicher verdoppeln.

  • Zitat

    Original von Cnaeus Fabius Torquatus
    "Es handelt sich um Dokumente in Zusammenhang mit den Sklavenaufständen. Wenn darüber hinaus auch Dokumente verändert wurden, gestaltet sich eine restlose Aufklärung der Vorgänge als schwierig." Eher fast unmöglich. Ich hoffte, dass die Notarii sorgsam bei der Archivierung waren und mir in naher Zukunft vielleicht noch mehr Informationen bereitstellen konnten. Aber aussichtsreicher war meines Erachtens ohnehin ein anderer Weg: "Ich denke nicht, dass es sich bei dem Prätorianer um einen einfachen Miles gehandelt hat. Zumindest hatte er eine gewisse Befehlsgewalt und die bedingungslose Loyalität seiner beiden Begleiter. Auf jeden Fall ist es wohl unumgänglich, den Verantwortlichen zu finden und zur Rede zu stellen, um die Angelegenheit aufzuklären." Für mich waren eher Genugtuung und persönliche Rache die Beweggründe für mein Engagement in dieser Sache, aber das musste ja niemand wissen. Unter dem Deckmantel der imperialen Sicherheit agierten immerhin nicht nur die Prätorianer, sondern zeitweise auch andere Diener des Staates.


    "Mit den Sklavenaufständen sagst du? Das ist interessant. Wie genau hingen die Dokumente damit zusammen? Habt ihr dazu irgendwelche Protokolle oder Namenslisten gelagert? Oder welche Unterlagen konnten dass gewesen sein? Ermittlungsunterlagen haben die Prätorianer doch selbst. Hatte der Palast eigene Ermittlungen angestellt?"


    Da auch die nähere Beschreibung des Fabiers über die Soldaten nicht wirklich erfolgsversprechend war, musste er sich bei seinen Ermittlungen wohl eher in Richtung der entwendeten Dokumente bzw. der Unterlagen halten, welche die Miles eingesehen hatten. Die war die einzige heiße Spur welche er verfolgen konnte. Daher war er bereits gespannt darauf zu erfahren, welche Dokumente zum Sklavenaufstand von dieser unrechtmäßigen Durchsuchung betroffen waren.

  • "Zumindest keine Ermittlungen, die mir bekannt gewesen wären.", entgegnete ich mit einem Raunen. Mir gefiel es ganz und gar nicht, dass ich nicht in diese Dinge involviert war. Zum Teil konnte dies sicher damit erklärt werden, dass ich erst nach den Sklavenaufständen nach Rom zurückgekehrt war. Andererseits hatte mir das unangekündigte Eindringen der Prätorianer in mein Archiv in unangenehmer Weise vor Augen geführt, dass sich viele Vorgänge am Kaiserhof meiner Kontrolle entzogen. Ein Zustand, mit dem ich mich auf Dauer keinesfalls anfreunden wollte. "Ich werde dich benachrichtigen, sobald ich selbst hinter die Kulissen dieses Schauspiels gedrungen bin. Im Moment kann ich noch nicht sagen, inwieweit die Dokumente des Archivs für die Prätorianer von Interesse waren." Für den Moment konnte ich Silanus leider nicht mehr Informationen übergeben. Ich hoffte aber inständig, dass er bereits mit den bisherigen Auskünften einen Kreis von Verdächtigen ermitteln konnte.

  • Nachdem Proximus bei der Wache durchgelassen wurde, da er auch die Tabula vorgezeigt hatte, wurde er direkt zum Officium weitergeleitet, angekommen an dieser, klopfte er vorsichtig an der Tür, und wartete geduldig auf eine Reaktion.

  • Das Klopfen an der Tür kam für mich nicht unerwartet, denn ich erwartete den Verwandten meiner Verlobten bereits. Mit lauter Stimme bat ich ihn herein. "Ah, Salve, du musst Proximus sein", stellte ich fest. Daraufhin wies ich ihm mit einer Hand zunächst seinen Platz vor dem Schreibtisch und deutete dann in Richtung meiner Vitrine, die mit erlesenen Weinen - und für die langweiligen Gäste, auch mit sonstigen Getränken, gefüllt war. "Darf ich dir etwas zum Trinken anbieten?" Der Junge sollte sich wohlfühlen, immerhin gehörte er bald zur Familie. Apropos, durfte er überhaupt schon...ach egal. Ich war ja nicht sein Wachhund.

  • Als Proximus in das Officium gerufen wurde, betrat er dieses sogleich, und strahlte den noch Unbekannten Mann entgegen. "Salve, das ist richtig, und Du bist Fabius Torquatus, richtig?" fragte der junge Römer gleich nach. Der Mann war Groß und Schlank, das Alter dürfte in etwa das selbe sein, wie das seiner Cousine Axilla, und er machte einen sehr sympathischen eindruck. Sogleich wurde dem jungen Iunier ein Platz angeboten, und so bedankte sich Proximus mit einem leichten Kopfnicken, bevor er platz nahm.


    Da der junge Römer doch ein klein wenig Nervös war, da es immerhin seine erste richtige Arbeitsstelle werden sollte, und zugleich auch noch die Bewerbung vom baldigen Ehemann seiner Cousine durchgeführt wurde, entschied sich Proximus für einen Wein, vielleicht würde ihn dieser ein wenig beruhigen. "Sehr gerne, ein verdünnter Wein wäre sehr passend." entgegnete der junge Iunier seinem Gegenüber, und lächelte ihn freundlich zu. Geduldig wartete er nun ab, wie man weiter mit ihm verfahren würde, schließlich war das auch sein erstes Bewerbungsgespräch, und er wollte soweit er konnte, alles richtig machen, nicht das seine Cousine ihm den Schädel abreißen würde, schließlich hatte sie alles für ihn eingefädelt.

  • Die Nachfrage zu meiner Identität quittierte ich mit einem kurzen Stirnrunzeln. Wer sonst sollte ich sein, wenn nicht der, zu dem der Iunier geführt werden wollte? Wahrscheinlich handelte es sich nur um eine rhetorische Floskel, also lächelte ich knapp und trat zu meiner Vitrine, um dem Jungen einen Becher verdünnten Wein einzuschenken. Natürlich griff ich dafür nicht zu meinem besten Tropfen, den man niemals guten Gewissens verdünnen konnte. Aber vielleicht gab es ja noch weitere Treffen und dann würde ich dem Verwandten meiner Verlobten schon lehren, was einen guten Wein ausmachte.


    "Woher kommst du, Iunius?" Axilla hatte mir ja über einige Iunier berichtet, allerdings war mir Proximus gänzlich unbekannt - oder eben entfallen. "Ich weiß mittlerweile, dass eure Familie weit verzweigt ist", stellte ich noch fest, bevor ich dem Gast seinen Becher verdünnten Wein reichte und selbst wieder Platz nahm.

  • Auch wenn Proximus etwas Nervös war, so verschwand diese Nervosität langsam aber doch, irgendwie fühlte er sich schlussendlich Wohl hier, und Fabius Torquatus schien auch nicht sonderlich Druck zu machen, und begann daher erstmal mit recht einfachen Fragen. "Aufgewachsen bin ich in Colonia Agrippina, zusammen mit meiner Schwester, die danach nach Mogontiacum gereist war. Eines Tages bin ich ihr gefolgt, und wir sind letztendlich zusammen nach Rom gekommen, und wurden zugleich sehr zuvorkommend von Axilla aufgenommen." erklärte der junge Römer kurz, woher er kam und wie er zugleich nach Rom gekommen war. "Ja das ist richtig, ich muss gestehen, ich habe selbst nicht alle Familienmitglieder gesehen, noch kenne ich die meisten."


    Proximus ergriff denn Becher Wein, proste seinem Gegenüber zu und trank einen Schluck davon. "Danke für den Wein, und natürlich auch Danke das Du mich hier empfängst." sprach der junge Iunier weiter. "Freust Du Dich schon auf die Hochzeit mit Axilla?" fragte Proximus noch nach, da er nicht sofort mit der Bewerbung starten wollte, schließlich oblag es Fabius Torquatus zum Geschäftlichen über zu gehen, und der junge Römer war schließlich auch interessiert an seinem Gegenüber, schließlich waren sie bald eine Familie.

  • Colonia Agrippina. Germania. Der Junge war also am Arsch der Welt aufgewachsen. Ich war froh, dass ich sein Schicksal nicht teilte. Kein Grund der Welt würde mich wohl jemals dauerhaft in die kalten, feuchten Wälder der nordischen Provinzen treiben. Ich konnte mir nicht vorstellen in einer solchen Tristesse glücklich zu werden, geschweige denn aufzuwachsen. Andererseits konnte ich zumindest bis jetzt an nichts festmachen, dass der Junge Schäden davongetragen hatte. Rom musste für Proximus gleichwohl eine Offenbarung sein. "Ha, dann bin ich ja froh, dass du den Weg in den Süden gefunden hast, Iunius. Hier stehen deine Chancen nicht nur besser, hier lebt es sich auch schöner", stellte ich voller Überzeugung fest. Bestimmt hatte Proximus aber schon selbst gemerkt, was er all die Jahre unwissentlich hatte missen müssen.


    Willig nahm ich daraufhin die Geste meines Gegenübers an und prostete ebenso. "Selbstverständlich. Welcher Mann Roms würde sich nicht freuen, wenn er eine Dame von ihrem Rang und Aussehen bald Ehefrau nennen dürfte?", fragte ich rhetorisch und mit einem überzeugten Siegerlächeln im Gesicht. Die neuerliche Aufmerksamkeit um meine Person und die bald anstehende Hochzeit waren mir zweifellos zu Kopf gestiegen, aber ich genoss diese Erfolgswelle. Die Götter waren mir anscheinend wohlgesonnen.


    "Aber nun zu dir...", beendete ich die Plauderei dann relativ abrupt. "Du bist noch jung, scheinst aber nicht auf den Kopf gefallen zu sein. Ansonsten hätte dich Axilla wohl auch nicht zu mir gebracht. Hast du besondere Talente? Erfahrung in Dingen, die hier in der Verwaltung gefragt sind? Wo soll dich dein Weg hinführen?", setzte ich mit einigen Fragen den Rahmen für das weitere Gespräch. Ich war mir eigentlich recht sicher, dass ich den Jungen einstellen konnte. Andererseits wollte ich zumindest das Allernötigste in Erfahrung zu bringen - nicht, dass ich doch an eine Mogelpackung geraten war. Ich nahm noch einen kräftigen Schluck Wein und lehnte mich dann - mittlerweile etwas angesäuselt, immerhin war der Arbeitstag schon lange - bequem in meinen Stuhl zurück.

  • Proximus nippte immer wieder an seinem Becher Wein, er schmeckte ihn, und scheinbar vertrug er ihn auch ganz gut, zumindest bisher. "Oh da muss ich Dir wirklich recht geben, Rom ist wundervoll, ich bin auch sehr froh darüber das meine Schwester mir gefolgt ist, somit kann sie auch die Vorteile dieser Stadt genießen." bestätigte Proximus das gesagt von Fabius Torquatus. Ja der junge Iunier fühlte sich wirklich Wohl bisher, nicht nur in dem Officium und in der Domus Iunia, auch in der Stadt selbst gefiel es ihm sehr gut.


    "Das freut mich zu hören, und natürlich freut es mich ebenso, das wir dadurch bald eine Familie sind!" dabei lächelte Proximus seinem Gegenüber freundlich zu, während er erneut den Becher hob. Ja mit Axilla konnte man wohl kaum was falsch machen, auch wenn der junge Römer sie noch nicht wirklich lange kannte, fühlte er sich auch bei ihr Wohl, und sie unterstütze Proximus scheinbar auch wo es nur ging, also war sie bestimmt eine gute Wahl als Ehefrau.


    Nun kamen die Fragen, die dann doch das Geschäftliche betrafen, und so stellte Proximus seinen Becher erstmal am Tisch ab. "Jung ist richtig, Fünfzehn um genau zu sein. Nun, Talente würde ich jetzt nicht direkt behaupten, ich bin jedoch sehr Ehrgeizig und Lernfähig, von daher dürfte es kein Problem sein, rasch etwas beigebracht zu bekommen. Da ich ja eben noch recht jung bin, wie Du bemerkt hattest, konnte ich noch keinerlei Erfahrungen sammeln, aber deshalb bin ich ja auch hier, nicht wahr? Wie es danach weiter geht, ist noch nicht ganz geklärt, jedoch vermute ich, das es wohl eine Karriere als Ritter werden wird, wie es bei so einigen Iunii schon der Fall war." klärte Proximus kurz Fabius Torquatus auf. Ihm war schon bewusst das er noch einiges lernen musste, und durchaus dabei einige Erfahrungen sammeln konnte, was für den späteren Verlauf mit Sicherheit sehr hilfreich wäre.

  • Ich blickte etwas verwirrt drein, als der Iunier sein Alter offenbarte. Er war erst fünfzehn? In dem Alter hatte ich fürwahr andere Dinge im Kopf als eine Beschäftigung in der Kanzlei. "Fünfzehn?", wiederholte ich etwas ungläubig. "Nun, das ist auf jeden Fall reichlich jung." Ich war mir nicht sicher, ob er in diesem Alter schon im Stande war, die Aufgaben in der Kanzlei zu meistern. Andererseits machte er einen recht umsichtigen Eindruck. Man konnte wohl davon ausgehen, dass er wusste, was auf ihn zukam. "Mit einer Karriere als Ritter stündest du zweifellos in der Tradition deiner Familie." Davon abgesehen gab es im Moment auch einige Iunier, die einflussreiche Ämter im Imperium bekleideten. Nicht zuletzt Iunius Silanus. "Wie auch immer. Du scheinst ein aufmerksamer junger Mann zu sein, dem ich nicht im Wege stehen will. Im Gegenteil. Wenn du dich an die richtigen Leute hältst, wirst du es umso schneller zum Ritter bringen. Wenn du verstehst was ich meine." Nun erhob ich meinen Becher und prostete Proximus mit einem vieldeutigen Grinsen entgegen. "Hast du den schon einen Fürsprecher? Einen Patron?" Die Auswahl des richtigen Patrons war immerhin elementar für die weitere Karriere.

  • Proximus zog kurz eine Augenbraue hoch, als Fabius Torquatus nochmal hinterfragte, wie alt er sei, indem er einfach sein Alter wiederholte. Nun, sah der junge Iunier wirklich älter aus? Die meisten schätzen, aufgrund seiner recht glatten und jungen Haut im Gesicht, das er noch viel jünger wäre. "Nun, dadurch habe ich viel Zeit noch einiges zu lernen und zu erfahren." entgegnete Proximus sehr selbstbewusst. Umso früher umso besser, nicht wahr?


    "Natürlich verstehe ich, und ich werde mich durchaus bemühen, und jeden Ratschlag wahrnehmen, keine Sorge, ich werde weder Dich, noch meine Cousine, oder sonst wem enttäuschen!" dabei grinste Proximus sein Gegenüber an, während er ihm ein weiteres mal zuprostete und einen schluck aus seinem Becher nahm. Auf die letzte Frage hatte der junge Römer natürlich eine Antwort "Nein, vorerst nicht, für die Kanzlei wird dies wohl kaum nötig sein, aber ich vermute, Du meinst wegen der Ritterkarriere? Ich habe mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken darüber gemacht, aber ich denke, es wird sich schon jemand finden, der dafür geeignet ist." beantwortete Proximus die Frage. Im schlimmsten Fall, würde sich tatsächlich niemand finden, würde wohl Axilla wieder ihre Kontakte ins Spiel bringen, und auf seine Cousine konnte er sich in jedem Fall verlassen.

  • "Das klingt doch alles vernünftig", resümierte ich bereits die Worte des Iuniers. "Für die ersten Schritte ist ein Patron wohl nicht notwendig, aber wenn es soweit ist, dann zögere nicht, auch mich um Rat zu fragen." Immerhin war mir nun ebenfalls daran gelegen, dass der Cousin meiner Frau Karriere machte. Die beste Basis für ein einflussreiches Netzwerk stellte ohnehin die Familie dar. "Ich werde dich zunächst als Notarius anstellen. Du wirst mir, aber auch den anderen Procuratoren zuarbeiten." Wem genau ich den Iunius zuordnen würde, musste ich mir noch überlegen. In jedem Fall konnte er für mich ein wichtiges Werkzeug sein. "Wenn du dich gut anstellst, dann wirst du auch schnell vorankommen", versicherte ich noch abschließend. Als Procurator verfügte ich auch über die nötigen Wege und Mittel, um die Karriere des jungen Iunius zu beschleunigen. Zu gegebenem Zeitpunkt. "Einverstanden?"

  • Es war schön zu hören das Fabius Torquatus seine Einstellung als Vernünftig ansah, darauf hin war es nicht verwunderlich das Proximus ihm entgegen lächelte und selbstbewusst strahlte. Das der junge Iunier ihn um Rat fragen durfte, sobald die Zeit gekommen war, um sich um einen Patron zu bemühen, nahm er natürlich dankend an. "Selbstverständlich, ich Danke Dir für Deine Unterstützung, Fabius."


    Nun bekam Proximus kurz erklärt, welchen Posten er bekam, und dabei hörte er natürlich aufmerksam zu, während er weiterhin hin und wieder an seinem Becher Wein nippte. Leider hatte der junge Römer natürlich keine Erfahrung, und somit blieben Fragen auch nicht aus. "Was genau wird meine Aufgabe sein, was werde ich zu tun haben?" Proximus war schon bewusst das er das meiste sicherlich in laufe der Zeit erlernen würde, dennoch konnten ein paar Vorinformationen nicht schaden. "Ich werde mir stehts mühe geben, ich bin mir sicher das ich den Aufgaben gerecht werde!" sprach Proximus weiter, schließlich war es auch in seinem Sinn voran zu kommen.


    Mit dem Becher in die Luft gehoben prostete der junge Iunier seinem Gegenüber zu. "Natürlich bin ich Einverstanden, und Fabius, Danke für alles!" Dankend lächelte Proximus Fabius Torquatus zu, trank einen Schluck aus seinem Becher, und machte einen äußerst zufriedenen eindruck.

  • "Ich werde dafür sorgen, dass du als Notarius der Abteilung des a libellis zugeordnet wirst. Diese kümmert sich grundsätzlich um Anfragen privater Natur. Aber wie gesagt benötige auch ich ab und an Unterstützung, sodass deine Aufgaben vielseitig sind. Was genau dich erwartet, werde ich dir zu gegebenem Zeitpunkt mitteilen", erklärte ich vage, bevor ich dem Iunier ebenso zuprostete. "Auf eine gute Zusammenarbeit!" Ich nahm einen letzten Schluck aus meinem Weinbecher und erhob mich dann zur Verabschiedung. "Ich werde deine Ernennung vorbereiten und dich informieren. Vale Iunius!"

  • Eine fixe Aufgabe gab es also, aber natürlich konnten noch andere Arbeiten auf Proximus warten, was den jungen Iunier aber nicht weiter störte, ganz im gegenteil, somit konnte er wesentlich mehr lernen. "Das klingt ausgezeichnet, ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit!" grinste Tiberius sein Gegenüber an. Der junge Römer erwiderte natürlich das zuprosten, bevor er den Becher leer trank. "Ich möchte nochmals meinen Dank aussprechen, und natürlich auch ein Dankeschön, für dieses sehr angenehme Gespräch. Vale Fabius!" verabschiedete sich Proximus, bevor er strahlend den Raum verließ um sich wieder auf den Weg in die Domus Iunia zu machen.

  • Eine kleine Suche musste ich schon noch hinnehmen, bevor ich das richtige Officium dann gefunden hatte. Mein Leibsklave kontrollierte noch ein letztes Mal die Falten der Toga und klopfte dann an.


    Ich befahl ihm genau hier vor der Tür auf mich zu warten und erwartete dann den HEREIN-Ruf aus dem Inneren des Officiums.

  • Ich nippte gerade genüsslich an meinem Weinbecher, als ein unerwartetes Klopfen mich aus meinem herrlichen Gedankenspiel riss. Hatte ich einen Termin vergessen? Mit einem nüchternen "Ja!" befahl ich dem Besucher mein Officium zu betreten, wo mich der Annaeer in liegender Position vorfand, die Beine gemütlich auf meinem Schreibtisch postiert.

  • Ich fand den Procurator a memoria in einer Position wieder, die ich mir selbst während meiner Amtszeit angewohnt hatte, um zwischendurch auch einmal den Rücken etwas zu strecken und von den ganzen Wanderungen und dem ewigen Sitzen die Beine zwischendurch etwas höher zu Lagern. Dass diese Position zwar nicht gerade vorteilhaft war für die Einblicke, welche ein eintretender Gast eventuell gewinnen könnte, war zwar klar, aber es war gleichzeitig auch eine Nebensache, denn nur selten wurde man in dieser Position erwischt. Ein Klopfen führte meist dazu, dass zumindest ich mich wieder in einer anderen Situation präsentierte.


    Ich liess mir so gut es ging nichts anmerken und lächelte innerlich einfach genüsslich vor mich hin, einen derart hohen Magistraten so erwischt zu haben.


    Salve, mein Name ist Lucius Annaeus Florus Minor und ich wurde gebeten, mich mit dem Procurator a memoria zu treffen.


    Damit der Procurator dies überprüfen könnte, legte ich die Papyrusrolle mit dem entsprechenden Brief neben seine Beine auf den Schreibtisch.




    Ad
    Lucius Annaeus Florus Minor
    Domus Annaea
    Roma




    Salve Annaeus,


    auf Empfehlen des Senators Purgitius lade ich dich zu einem persönlichen Gespräch, um für ein Tribunat vorstellig zu werden. Finde dich hierzu PRIDIE NON MAR DCCCLXIX A.U.C. (6.3.2019/116 n.Chr.) in meinem Officium auf dem Palatin ein.


    Vale bene.


    [Blockierte Grafik: http://fs5.directupload.net/images/171024/rjwvbpmp.png]

    Procurator a memoria - Administratio Imperatoris



    ROMA - PRIDIE NON MAR DCCCLXIX A.U.C. (6.3.2019/116 n.Chr.)


    Dann trat ich wieder einen Schritt zurück und wartete.

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