Vorschlag: Wasser als Ware

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    Original von Spurius Purgitius Macer
    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Curator Aquarum Spass daran hat ist immerhin höher als die Wahrscheinlichkeit, dass man gleich vier Leute findet, damit in jeder Provinz jemand Spass daran hat. ;)


    Hm, ich denke eher, daß sich die Leute hier doch um Macht reißen und der PAqu wäre ein sehr machtvolles Amt, vorallem kein reines RPG-Amt mehr, wo man n bißchen blabla... machen darf, sondern was einem echte Befugnisse verleiht. ;)


    Zitat

    Naja, man zahlte seinen Wasseranschluß als Privatmann in privaten Haushalten nach Rohrgröße, nicht nach verbrauchter Menge.


    Was ja faktisch auf dasselbe rausläuft, denn Wasserhähne, mit denen man das Wasser abstellen konnte, nehme ich an kannten die Römer noch nicht. ;)


    Aber um privaten Wasserverbauch geht es ja gar nicht, sondern eben um den Wasserverbrauch iVm Betrieben. ;) Und Brunnen haben ja auch nur eine begrenzte Kapazität, die jedenfalls deutlich unter der eines öffentlichen Wasserreservoirs liegen dürfte.


    Zitat

    Wie gesagt, der Verbrauch wurde nicht abgerechnet. Und in Rom sind ja SimOn die Eintreiber des Curator Aquarum unterwegs, um die Gebühren zu kassieren.


    Also, so wie ich das sehe, wurde der Verbrauch schon abgerechnet. Wasser mag zwar im ganzen für die Bevölkerung gratis gewesen sein, aber es war eben nicht kostenfrei. Und da Wasser eben ein wichtiges Gut war, dürfte es sicher ein Interesse bestanden haben von seiten der Verwaltung den Wasserverbrauch zu kontrollieren, um zB Wasserverschwendung zu verhindern.


    Wie gesagt, es wäre ein nettes, spannendes und bereicherndes Spielelement. Natürlich kann man immer Dinge finden, die irgendwo nicht stimmen - allein weil man in einem Spiel immer Abstriche zur Spielbarkeit machen muß - aber wenn dahingehend Übereinstimmung bestünde, daß es seinen Reiz hat und es meiner Meinung nach auch technisch nicht kompliziert zu realisieren ist, da es mit bestehenden Mitteln einfach zu verwirklichen ist (ist ja nur ein einziger Betrieb), fände ich es schön, wenn man darüber nachdenken würde, das einzuführen. ;)

  • Du willst also Wasser zu einem Gut machen, dass man dann bei landwirtschaftlichen Produkten als Voraussetzung braucht, wie beim Brot wo man Getreide für die Herstellung braucht. Und z.B. im Sommer soll es dann zu wenig Wasser für alle Betriebe geben, so dass der zuständige Beamte bestochen werden kann/muss/soll, damit mein Betrieb das notwendige Wasser bekommt und eben der vom Nachbarn auf der Strecke bleibt. Habe ich dich so richtig verstanden ?

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    Original von Ioshua Hraluch
    ...denn Wasserhähne, mit denen man das Wasser abstellen konnte, nehme ich an kannten die Römer noch nicht. ;)


    Doch, die kannte man sogar sehr gut. Besonders in den Betrieben musste das Wasser öfters an- und abgestellt werden, anders als im Privathaushalt, wo es einfach geflossen ist, da man nur die Rohrgröße zu bezahlen hatte, nicht den Verbrauch.


    Zitat


    Also, so wie ich das sehe, wurde der Verbrauch schon abgerechnet. Wasser mag zwar im ganzen für die Bevölkerung gratis gewesen sein, aber es war eben nicht kostenfrei. Und da Wasser eben ein wichtiges Gut war, dürfte es sicher ein Interesse bestanden haben von seiten der Verwaltung den Wasserverbrauch zu kontrollieren, um zB Wasserverschwendung zu verhindern.


    Das Wasser floss einfach und man hat in den Leitungen selbst schon aufgrund von undichten Stellen einiges einbüßen müssen, man hat nicht Wasserverschwendung geahndet, sondern die kleinen Tricks, um weniger Geld zahlen zu müssen. ;)


    Aber im Großen und Ganzen fände ich es ebenfalls bereichernd, wenn das stärker im Spiel einzubringen wäre. Schließlich waren die Aquarii sehr korrupt und verdienten sich gerne etwas mehr in die Tasche, was wiederum das RPG fördert und auch die Historie in dem Sinne.
    Wenn man Macht hat, dann hat man alles, nur keine sauberen Hände, das wussten die Römer auch schon, die Aquarii sowieso. ;) ;)

  • Zitat

    Original von Ioshua Hraluch
    Hm, ich denke eher, daß sich die Leute hier doch um Macht reißen und der PAqu wäre ein sehr machtvolles Amt, vorallem kein reines RPG-Amt mehr, wo man n bißchen blabla... machen darf, sondern was einem echte Befugnisse verleiht. ;)


    Das kommt ganz auf die Sichtweise an. Auch jetzt gibt es schon Betriebe, die etwas herstellen, was andere unbedingt brauchen (genauso wär's ja letztlich mit dem Wasser auch) und die diese Stellung entsprechend ausnutzen können. Zum Beispiel die Tongruben, da gibt es derzeit auch nur drei Stück von. In wie weit diese "Machtposition" derzeit ausgenutzt wird, werden die Töpfer am besten sagen können.


    Außerdem versuchst du mich doch gerade im Privatforum zu überzeugen, dass weniger Produkte vom Staat angeboten werden sollten und hier möchtest du ein neues Produkt einführen, dessen Erträge eben genau in die Staatskasse fließen. ;)


    Zitat

    Original von Ioshua Hraluch
    Aber um privaten Wasserverbauch geht es ja gar nicht, sondern eben um den Wasserverbrauch iVm Betrieben. ;) Und Brunnen haben ja auch nur eine begrenzte Kapazität, die jedenfalls deutlich unter der eines öffentlichen Wasserreservoirs liegen dürfte.


    Jetzt blicke ich ehrlich gesagt nicht mehr ganz durch, an welchen Stellen du Wasser als neuen Rohstoff einbauen möchtest. Landwirtschaftliche Betriebe irgendwo da draußen vor der Stadt hingen sicher nicht am öffentlichen Wassernetz und hatten daher mit Wassergebühren usw. herzlich wenig zu tun. Innerhalb der Städte hätten wir zum Beispiel den Färber im Angebot, der sicher Wasser gebraucht hat. Dummerweise braucht der vor allem schonmal Stoff und Farbe und mehr als zwei Rohstoffe pro Produkt schluckt die WiSim nicht.

  • Zitat

    Original von Spurius Purgitius Macer
    Außerdem versuchst du mich doch gerade im Privatforum zu überzeugen, dass weniger Produkte vom Staat angeboten werden sollten und hier möchtest du ein neues Produkt einführen, dessen Erträge eben genau in die Staatskasse fließen. ;)


    Ich sagte mit keinem Wort, daß die Ware Wasser was kosten soll. ;) Und wie du schon geschrieben hast, es wurde nach Rohrgröße abgerechnet (nicht mißverstehen, bitte :P), also pauschal.


    Zitat

    Jetzt blicke ich ehrlich gesagt nicht mehr ganz durch, an welchen Stellen du Wasser als neuen Rohstoff einbauen möchtest. Landwirtschaftliche Betriebe irgendwo da draußen vor der Stadt hingen sicher nicht am öffentlichen Wassernetz und hatten daher mit Wassergebühren usw. herzlich wenig zu tun. Innerhalb der Städte hätten wir zum Beispiel den Färber im Angebot, der sicher Wasser gebraucht hat. Dummerweise braucht der vor allem schonmal Stoff und Farbe und mehr als zwei Rohstoffe pro Produkt schluckt die WiSim nicht.


    Muß man es denn so genau machen ? Natürlich könnte man jetzt hingehen und bei jedem Betrieb überlegen, ob der Wasser braucht oder nicht und da würde man wahrscheinlich am Ende zum Schluß kommen, daß irgendwie fast alle Betriebe Wasser in irgendeiner Form benötigen.


    Das ganze muß halt dem Spiel entsprechend angepasst/vereinfacht werden. Und da fielen mir nunmal die landwirtschaftlichen Betriebe als erster ein.
    Mag auch sein, daß die landwirtschaftlichen Betriebe selbst Brunnen hatten und daher nicht so auf das öffentliche Netz angewiesen waren. Aber kann man das mit ansichergrenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen ? ;) Was wenn die eigenen Kapazitäten nicht mehr ausreichen ?


    Reicht diese Eventualität/Möglichkeit aus, um zu sagen, ja zugunsten eines bereichernden Spielelements, daß in wirtschaftlicher Hinsicht interessante Anforderungen zu bieten hat, wie in politischer (wie gehe ich mit der Ware Wasser um ?) führen wir das ?


    Ich mein, letztlich kann ich hier versuchen meine Argumente, warum ich meine, daß das bereichernd wäre, immer wiederholen und es lassen sich dagegen auch immer wieder Gegenargumente finden, so daß das ein ewiges Hin-und-Her wäre, wo es ja nur darauf ankommt, daß eben Du als verantwortlicher Spielleiter auch die Idee hast, daß das eine gute Sache wäre. Ansonsten tipp ich mir hier nur die Finger wund, ohne daß irgendwas bei rum kommt. ;)

  • Zitat

    Original von Ioshua Hraluch
    Ich sagte mit keinem Wort, daß die Ware Wasser was kosten soll. ;) Und wie du schon geschrieben hast, es wurde nach Rohrgröße abgerechnet (nicht mißverstehen, bitte :P), also pauschal.


    Der Thread heißt "Wasser als Ware" und bisher hatte keiner was von "kostenlose Ware" gesagt.


    Zitat

    Original von Ioshua Hraluch
    Mag auch sein, daß die landwirtschaftlichen Betriebe selbst Brunnen hatten und daher nicht so auf das öffentliche Netz angewiesen waren. Aber kann man das mit ansichergrenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen ? ;) Was wenn die eigenen Kapazitäten nicht mehr ausreichen ?


    Dann hatten sie Pech. Öffentliche Wasserleitungen zu einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben gab es nicht. Selbst ihren Straßenanschluß mussten die ja in der Regel selber bauen, weil die staatlich errichteten Straßen nur die Städte miteinander verbanden.


    Zitat

    Original von Ioshua Hraluch
    Reicht diese Eventualität/Möglichkeit aus, um zu sagen, ja zugunsten eines bereichernden Spielelements, daß in wirtschaftlicher Hinsicht interessante Anforderungen zu bieten hat, wie in politischer (wie gehe ich mit der Ware Wasser um ?) führen wir das ?


    Nachdem jetzt auch noch dazu gekommen ist, dass Wasser nichts kosten soll und es dir letztlich egal ist, bei welchem Betrieb es gebraucht wird, wird der Vorschlag immer dünner. Letztlich läuft es doch darauf hinaus, dass dieses kostenlose Wasser eine zusätzliche Form von Produktionspunkten ist, die manuell verteilt werden. Im Unterschied zu anderen Rohstoffen muss der zuständige Wasserverteiler nämlich kein Interesse daran haben, das Wasser überhaupt los zu werden. Er bekommt ja sowieso sein Gehalt. Andererseits hält sich die von dir angeführte "Macht" ziemlich in Grenzen, denn wenn er mal zu wenig Wasser verteilt, geht sich irgendwer beschweren und der Wasserverteiler ist seinen Job los. Aus der kostenlosen Abgabe von Wasser ergibt sich noch ein Haken: jeder könnte hingehen und den gesamten Wasserbestand einer Runde an sich nehmen und der Wasserverteiler könnte nicht mal sehen wer es war, denn kostenlose Abgaben werden logischerweise nicht auf einem Konto verbucht.

  • Ah, jetzt hast du mich irgendwie völlig verwirrt. ;) Aber da ich hoffe, daß mein Vorschlag im Wesentlichen angekommen ist, darf ich vielleicht mal fragen, wie deine konkrete Einschätzung einer Umsetzung dieser Idee ist ?


    Zitat

    Im Unterschied zu anderen Rohstoffen muss der zuständige Wasserverteiler nämlich kein Interesse daran haben, das Wasser überhaupt los zu werden. Er bekommt ja sowieso sein Gehalt.


    Naja, das wäre ja gerade sein Job als PAqu.


    Zitat

    Andererseits hält sich die von dir angeführte "Macht" ziemlich in Grenzen, denn wenn er mal zu wenig Wasser verteilt, geht sich irgendwer beschweren und der Wasserverteiler ist seinen Job los.


    Wenn die zuständige Führung, also vornehmlich der Curator Aquarum, es für nötig erachten, wegen jeder Beschwer sofort den PAqu zu entlassen ? ;) Letztlich obliegt dem Mann ja auch eine Einschätzungspraegorative wie er das Wasser nun verteilt


    Zitat

    Aus der kostenlosen Abgabe von Wasser ergibt sich noch ein Haken: jeder könnte hingehen und den gesamten Wasserbestand einer Runde an sich nehmen und der Wasserverteiler könnte nicht mal sehen wer es war, denn kostenlose Abgaben werden logischerweise nicht auf einem Konto verbucht.


    Das könnte man nunja mit persönlichen Angeboten kontrollieren, was sowieso naheliegend ist, damit nicht bspw einer aus Hispania den Germanen das ganze Wasser abkauft.



    Noch zu den Bauernhöfen: Selbst wenn sie nicht ans öffentliche Wassernetz angeschlossen sind, wenn sie kein Wasser mehr haben, müssen sie es irgendwoher bekommen und da liegt ja das öffentliche Wassernetz, also aus Brunnen usw... nahe.

  • Zitat

    Original von Ioshua Hraluch
    Wenn die zuständige Führung, also vornehmlich der Curator Aquarum, es für nötig erachten, wegen jeder Beschwer sofort den PAqu zu entlassen ? ;) Letztlich obliegt dem Mann ja auch eine Einschätzungspraegorative wie er das Wasser nun verteilt


    Also erstens mal ist der Curator Aquarum von Rom sicher nicht der Vorgesetzte eines Provinzwassermeisters. :)


    Was die Verteilung des Wassers angeht sehe ich die Sache allerdings völlig anders als du. Es gibt zwei Möglichkeiten. Erstens: die technisch bereitgestellte Wassermenge ist ausreichend, um den gesamten Bedarf zu decken. Dann besteht für den Procurator keine Notwendigkeit, Anfragen ungedeckt zu lassen und dadurch seinen Job zu riskieren. Zweitens: die technisch bereitgestelle Wassermenge reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken. Denn wird für die betroffenen Brachen die automatisch Verteilung der wöchentlichen Produktionspunkte zur Makulatur und ihre Produktionsfähigkeit hängt von der willkürlichen Zuteilung von Wasser durch einen Spieler ab. Diese Art von Monopolsituation ist nicht gewünscht, da sie sich nicht durch konkurrierende Betriebe auflösen lässt.

  • Zitat

    Original von Spurius Purgitius Macer
    Dann besteht für den Procurator keine Notwendigkeit, Anfragen ungedeckt zu lassen und dadurch seinen Job zu riskieren.


    Ich sehe es nicht so, daß der PAqu dabei jedesmal seine Job riskiert. Der Gute muß ja auch nichts unbedingt dafür können, wenn kein Wasser da ist. ;)


    Zitat

    Zweitens: die technisch bereitgestelle Wassermenge reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken. Denn wird für die betroffenen Brachen die automatisch Verteilung der wöchentlichen Produktionspunkte zur Makulatur und ihre Produktionsfähigkeit hängt von der willkürlichen Zuteilung von Wasser durch einen Spieler ab. Diese Art von Monopolsituation ist nicht gewünscht, da sie sich nicht durch konkurrierende Betriebe auflösen lässt.


    Ah, mist, das hab ich unterschlagen. Die Betriebe in der WiSim produzieren ja nur, also bekommen Produktionspunkte, wenn die erforderlichen Rohstoffe auch alle da sind, sprich eine 50% - 90% - Auslastung der Betriebe gibt es nicht, entweder hop oder top.
    Das ändert dann natürlich einiges.
    Aber vielleicht könnte man trotzdem was aus der Idee machen, nur halt so, daß wirklich immer genug Wasser da ist, wobei wenn ein Bauernhof mal ne Woche nicht produzieren kann aufgrund Wassermangels, dürfte das ja auch nicht so dramatisch sein.

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