Die Wache am Tor zum Stützpunkt

  • Endlich hatte ich mich aufraffen können um meinen Vater welcher nun Dienst bei der Classis tat besuchen zu können. So hatte ich mich nach Misenum aufgemacht und hoffte darauf ihn auf dem Stützpunkt antreffen zu können.


    Ich trat also auf die Wache zu und grüßte diese.


    Salve Milites! Ich möchte gerne Hadrianus Subdolus besuchen. Man sagte mir er würde hier stationiert sein.


    Fast hätte ich sogar gesagt, er würde hier ein wenig Soldat spielen. Allerdings konnte ich es mir gerade noch verkneifen, allerdings ein Grinsen nicht.

  • Venusia fiel fast in Ohnmacht als der Wachsoldat ihr auf dieser Art und Weise mitteilte, dass ihr Mann erkrankt war. Einen kleinen Moment rang sie um ihre Beherrschung. Bald hatte sie diese jedoch wiedergefunden und nickte nur. Sie verstand den Wink und würde dem Rat folgen. Wenn sie dann bei ihrem Mann war, konnte sich dieser auf was gefasst machen. Bis zu diesem Moment ging sie davon aus, dass er so beschäftigt war und die Briefe daher sehr kurz gehalten waren und von einer Erkrankung nichts zu lesen war.
    "Es war eine lange Reise und dein Vorschlag hört sich wirklich gut an. Ich werde ihn berücksichtigen. Vielen Dank dafür. Dürfen wir nun passieren?"
    Sie deutete auf den kleinen Tross und hatte es nun noch eiliger zu ihrem Mann zu gelangen um zu sehen was mit ihm los war.

  • Der lange Weg und die Frechheit der Stadttorwache hatten bereits stark an meiner Laune gearbeitet und wie so oft sah es schon nach wenig Arbeit nicht mehr besonders gut aus, als ich jedoch endlich den Wachposten des Militärhafens erreichte hellte sich mein Gemüt wieder ein Stück weit auf und ich grüßte militärisch als ich den Wachposten erblickte ...


    "Salve, ich bin Gaius Pompeius Imperiosus, neuer Tribunus Classis und ich will den Kommandanten sprechen!"


    Sagte ich daher so freundlich wie ich nunmal war und gönnte dem Wachposten einen für meine Verhältnisse freundschaftlichen Blick, der von anderen jedoch oft als eher frostig beschrieben wurde ...

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    Wachsoldat Classis Misenensis



    "Salve, kannst du dich ausweisen. Sicherlich ist verständlich, das wir nicht jeden hereinlassen können, der sich als neuer Tribun vorstellt, vorallem dann wenn uns nicht berichtet wurde, das wir einen solchen zu erwarten haben."


    Eine freundliche, aber bestimmte Antwort. Noch dazu sah man äußerlich keinen Anhaltspunkt, das es sich tatsächlich um einen lang gedienten oder überhaupt gedienten Soldaten handelte. Wenn dann würde sich der Neue wohl aus der Kleiderkammer der Classis bedienen müssen. Ein Service, der für jeden Soldaten kostenpflichtig war. Die einen stotterten es über ihre Dienstjahre ab, die Anderen vorallem die Offiziere steckten das Bar dem Schatzmeister hin. Doch das waren Dinge, die der Wache nichts angingen. Sie sorgte nur dafür, das kein Gesindel im Stützpunkt herum lungerte oder unrechtmäßige Personen rein kamen.


  • Ein kurzes Zucken in den Mundwinkeln und ich zog die Tabula des Praefectus Urbi hervor. Streng nach Vorschrift, so gefiel mir das ... ich beschloß mir das Gesicht des Mannes gleich gut einzuprägen, sicher war es günstig gleich ein paar Leute zu kennen die machten was man ihnen sagte, einfach nur weil man es eben gesagt hatte ...


    "Hier, wie komme ich am schnellsten von hier zur Principia?"


    Classis Misenensis
    Misenum



    Hiermit überstelle ich euch Gaius Pompeius Imperiosus als neuen Tribunus Classis. Ich empfehle ihn besonders für verantwortungsvolle Aufgaben.


    Potitus Vescularius Salinator


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    Wachsoldat Classis Misenensis


    Die Tabulae wurde in Augenschein genommen, der folgende Satz ließ jedoch den Mundwinkel des Soldaten zucken, denn auch dieses Lager war wie jedes römische Heerlager aufgebaut. Doch sei es drum, es konnte sich ja auch um einen Eques handeln, der zuvor niemals einen Schritt in ein anderes römisches Heerlager gesetzt hatte.


    "Die Hauptschlagader entlang. In der Mitte triffst du auf einen Platz. Das Hauptquartier wird durch zwei Wachen flankiert. Sag ihnen, das du zum Tribunen Hadrianus vorgelassen werden willst und sie werden dich umgehend zum Stab bringen."


    Der Wache stand es nicht zu Gründe zu erläutern. Sie fügte sich in ihre Anweisungen und gab für den neuen Tribun den Weg ins Innere des Lagers frei.


  • Eigentlich wollte ich ja zum Präfekten aber wenn der Mann mich zuerst zu einem Amtskollegen schickte dann hatte das sicher seine Gründe, ich nickte also zufrieden und setzte meinen Weg wie beschrieben fort, in der Tat außerordentlich simpel ... das bewies mal wieder das akribische Ordnung ihren Sinn hatte ...


    "Danke, Vale!"

  • Eine Reisegesellschaft mit zwei Kutschen und einigen Mannen als Geleitschutz kam auf die Porta zu gerollt. Die erste Kutsche war eine Reisekutsche und die zweite eine Transportkutsche.


    Die zwei Insassen der Reisekutsche hatten eine verhältnismäßig kurze Reise hinter sich und hofften nun schnell eingelassen zu werden. Der Kutscher wand sich der Wache zu um die Insassen anzumelden.
    "Die Herrschaften Decimus Mattiacus und Duccia Venusia möchten zu ihrem Bruder und Mann Decimus Magnus. Bitte lasst sie rasch durch."
    Nun galt es abzuwarten.

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    Der Wachsoldat, Caius Lucilius Tubero, musterte die beiden Kutschen und den Geleitschutz. Bewaffnete waren innerhalb von Stützpunkten des Exercitus Romanus nicht gestattet, auch galten strenge Vorschriften für die Kontrolle von Fuhrwerken, immerhin sollten keine verbotenen Gegenstände in die Castra gelangen. Aber selbst ein einfacher Nauta der Classis Misenensis wusste das es ungesund seien konnte, wenn man sich den falschen Leuten gegenüber zu pflichtbewusst und aufdringlich verhielt ...


    "Salve, die "Herrschaften" können gerne passieren, aber die Bewaffneten bleiben draussen! Das gilt auch für die zweite Kutsche, also zumindest bis wir sie überprüft haben!"


    Daraufhin wandte sich Tubero ab und wank ein paar seiner Kameraden herbei die bei der Kontrolle behilflich sein sollten, dann wandte er sich wieder dem Kutscher zu, er würde die Szene lediglich überblicken für die echte Arbeit waren heute mal die anderen eingeteilt ...


  • Der Tag hatte gut begonnen und sollte auch genauso zuennde gehen. Mit Elan hatte sich Aculeo auf den Weg gemacht eine Nachricht persönflich zu überbringen und war nun, nach einem stundenlangen Ritt, am Tor der Kaserne die der Einheit der Classis Heimat war.


    Am Tor angekommen nahm er sein Pferd an den Zügeln und meldet sich an der Torwache an.


    Salve. Ich möchte mit dem Tribunus Pompeius Imperiosus sprechen. Es geht um eine private Angelegenheit. Sag ihm genauer es geht um einen Brief. Mein Name ist Germanicus Aculeo, Stationarius des CP.

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    Der Wachsoldat, Sisenna Nasidius Dolabella, musterte den Neuankömmling und sah routinehalber auf seiner Liste nach, der Mann stand natürlich nicht drauf, aber das wäre auch ungewöhnlich gewesen. Allerdings stand da das der Tribun tatsächlich dringend einen Brief aus Rom erwartete ...


    "Salve, Germanicus! Ein Nauta wird dich zum Tribunen bringen sobald wir dich auf Waffen untersucht haben!"


    Vorschrift war Vorschrift und Ausnahmen waren gerade bei Tribunus Pompeius außerordentlich unbeliebt, das wussten auch die Torwachen ...



  • Der Sklave nickte.
    "Natürlich bleiben die Bewaffneten draußen. Allerdings werden sie in der Nähe des Wagens warten bis dieser auch ins Castellum darf. Danach werdet ihr sie hier nicht mehr sehen bis die Herrschaften sie wieder benötigen."
    Es war keine Frage sonderne ine Information mit der sicher alle Beteiligten leben konnten. Die Wachen würden sicher eine Taverne finden wo sie schnell wieder zu finden waren.


    Danach setzte sich der erste Wagen wieder in Bewegung und würde dann vor seinem Bestimmungsort halt machen...

  • Aculeo musste lächeln als die Wache meinte er müsse auf Waffen durchsucht werden. An seiner Kleidung war kein Platz dafür und an den Stellen wo eine Waffe unbemerkt in die Kaserne geschmuggelt werden hätte können wollte er eher nichts verstecken...oder als eine Frau verkleidet um dann den Tribun mit einer Haarspange ins Jenseits zu befördern..alles zu umständlich und aufwendig.


    Ich verstehe. Vorschriften sind Vorschriften und ich bin niemand um deswegen eine Ausnahme zu machen. antwortete Aculeo und ließ sich nun abfummeln.

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    Sisenna Nasidius Dolabella warf einem seiner Kameraden einen auffordernden Blick zu woraufhin der Germanicer durchsucht wurde, natürlich wollte man dem Mann nicht zu Nahe treten so das gewisse Stellen überhaupt nicht Teil dieser Prozedur wurden ...


    "Dieser Miles wird dich zum Tribunen und später auch wieder hierher bringen, Extratouren nur mit Erlaubnis des Tribuns und bitte keine Scherereien, letzte Woche hat ein Typ von der Acta unbedingt einen Witz auf fremde Kosten reißen müssen ... und war dann für zwei Wochen Gast in unserem Valetundinarium!"


    Natürlich hatte man den Schreiberling einfach vor die Tür gesetzt und ihm gesagt er solle sich besser einen Medicus suchen, statt auch noch Staatsgelder für vorlaute Pressegeier rauszuwerfen, aber das musste man dem Postboten :P ;) ja nicht auf die Nase binden ...



  • Ach wirklich? entgegnete Aculeo. Warum ist er denn Gast gewesen? Ist der Witz nicht verstanden worden? ein Grinsen trat nun ins Gesicht des jungen Germanicers und folgte dann dem Miles.


    Das ist das erste mal dass ich ein Kastell betrete plauderte er drauf los während nun der Weg zur Kommandatur eingeschlagen wurde. Ich frage mich wirklich wie man es so lange hinter Mauern aushält. Oder kreuzt ihr vor der Küste um Jagd auf Piraten zu machen?

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    Der große Vorteil einer Anstellung im staatlichen Militär war es, das man immer nur dann wirklich etwas tun musste, wenn jemand der im Rang über einem stand auch einen entsprechenden Befehl dazu gab. Und so hielten es auch die beiden Nauta, niemand hatte ihnen befohlen das sie dem Germanicer antworten mussten ... im Gegenteil es gab sogar ein stricktes Verbot für unnötige Gewalt gegen römische Bürger ...


    Nach fünf sehr ruhigen Minuten, erreichte der Stationarius also endlich sein Ziel ... die Wohnräume des Tribunus Pompeius ...


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