Amytis hörte schweigend zu, als Yúnzi sprach. "Danke Yúnzi."
Sie warf einen kurzen Blick zu Sporus und legte ihm eine Hand an den Unterarm. Nicht einmal unbedingt eine tröstende Geste, eher ein Zeichen, dass er nicht allein war.
Sobald Yúnzi gegangen war, würde sie mit Sporus etwas essen, und sich dann auf dem Weg zu ihrem Herren machen. Sie war sehr gespannt, was dieser sagen würde.
Peristylum
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Ich nickte kurz. "Bis später." Dann ging ich in mein Cubiculum, um mich für das Tabularium umzuziehen. Bei Behörden erschien man besser in Toga.
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Nach der Pompa für Aurelius Pinus war ich mit Sporus in die Domus Iunia zurückgekehrt. Nachdem ich mich selbst kurz frisch gemacht hatte und Sporus ebenfalls dafür Zeit gegeben hatte, ließ ich ihn ins Peristylum rufen. Als er ankam, sprach ich zu ihm. "Sporus, da ich nun erst einmal für dich verantwortlich bin und der Kaiser die Audienz auf unbestimmte Zeit verschoben hat, werde ich erst einmal nach Germanien reisen. Ich habe meine Schwester viel zu lange nicht mehr gesehen und..." Ich dachte kurz nach, was ich sagen wollte. "Sie ist meine kleine Schwester." Dabei lächelte ich unwillkürlich. Ja, ich mochte sie. Und ich hatte ein schlechtes Gewissen, dass ich die lange Reise nach Serica gemacht hatte, ohne sie auch nur ansatzweise zu informieren oder einzuweihen. "Deshalb habe ich eine wichtige Frage: Kannst du reiten?"
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Sporus war überrascht, dass es wieder nach Germanien gehen sollte. "Ja Yunzi, ich kann tatsächlich reiten." sagte Sporus mit einer leichten Verbeugung. Er freute sich auf eine Reise, würde diese ihm doch von all dem Vergangenen ablenken. Unwillkürlich musste er an den Medicus Scato denken, der ihn einst dort geholfen hatte.
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"Sehr gut. Dann pack deine Sachen. Ich lasse meine Sachen packen. Sobald ein Schiff von Ostia nach Genua verfügbar ist, werden wir uns auf den Weg machen." Ich wendete mich zum Gehen, drehte mich aber noch einmal um. "Lass die zehn Wachstafeln und zwei styli geben. Du wirst sie unterwegs brauchen. Sklaven unter meiner Aufsicht lernen Lesen und Schreiben." Dann wandte ich mich wirklich zum Gehen, um die Liste der Sachen zu erstellen, die ich nach Germanien mitnehmen wollte.
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