[Peristyl/Hortus] Vinum, Vini, Vinalia rustica

  • Es wurde gesungen und Macer hatte getrunken, also musste es unweigerlich passieren, dass er sich am Gesang beteiligte. Leider war sein dem Anlass angemessenes Repertoire an Trinkliedern zu bescheiden, um etwas passendes beisteuern zu können, so dass er wieder einmal ganz unsenatorisch auf seinen Fundus von Soldatenliedern zurückgreifen musste. Immerhin erwischte er ein paar nette historische Texte aus dem Vierkaiserjahr...


    "Wir lagen vor Carthago Nova und hatten den Galba auch dort;
    Wir machten ihn da auch zum Kaiser und jagten den Nero dann fort!
    Leb' wohl dicker Nero, leb' wohl, sei tot!
    Mach's gut dicker Nero, mach's gut, sei tot!


    Wir stürmten bei Cremona - Vitellius? - Vitellius war nicht dort!
    Der Fettsack zitterte in Roma; wir trieben seine Truppen fort!
    Kopf hoch, Vitellius, Kopf hoch, sonst ab!
    Kopf hoch, Schweinebacke, Kopf hoch, sonst ab!"

  • Sev opfert erstmal nen großen Schluck wein an Iuppiter und grinst dann breit zu Vic, bevor er selber noch was trinkt.


    "Hrhr. Wie damals bei der Ala! Weißte noch? Lagerfeuer, Soldatenlieder. Jo, dat waren noch Zeiten! Und dat Wetter is ja mal wieder spitzenmäßig! Der Iupp kümmert sich halt um seine Feiertage. Hrhr."


    Irgendwann ist auch er an der Reihe und stimmt eines seiner Lieblingslieder von damals an. Seine hübsche Begleiterin scheucht er dazu auf die Tanzfläche und erfreut sich weintrinkend an ihren lasziven Bewegungen zu dem Lied.


    "Kennt ihr die Honigpuppe aus der Bauchtanztruppe, von der ganz Tarraco spricht?
    Die kleine süße Biene mit der Seidengardine vor dem Engelchen-Gesicht?
    Suleica! Suleica heißt die kleine Maus!
    Heißt die Honigpuppe aus der Bauchtanztruppe und genau so sieht sie aus!
    Da staunt der vordere Olymp!
    Da staunt der hintere Olymp!
    Da staunt ein jeder, der sie kennt!
    Und mancher Ibererhengst hat sie schon als Fata Morgana gesehn!
    Ja sogar mir, sogar mir blieb bei ihr das Herz fast stehn!


    Denn diese Honigpuppe aus der Bauchtanztruppe sah mich ohne Pause an!
    Die kleine süße Biene mit der Seidengardine, die man nicht durchschauen kann!
    Suleica! Suleica tanzte auf mich los!
    Ja die Honigpuppe aus der Bauchtanztruppe setzte sich auf meinen Schoß!
    Da staunt der vordere Olymp!
    Da staunt der hintere Olymp!
    Da staunt ein jeder, der sie kennt!
    Und mancher Ibererhengst hat sie schon als Fata Morgana gesehn!
    Mir aber war im Moment noch nicht klar, was da geschehn!


    Denn diese Honigpuppe aus der Bauchtanztruppe rückte näher, peu a peu!
    Dann hob die süße Biene ihre Seidengardine vor mir plötzlich in die Höh'!
    'Lucilla! Lucilla!' rief ich durch den Saal.
    Denn die Honigpuppe aus der Bauchtanztruppe kannte ich aus aus Mantua!"

  • "Jo, Junge, wie damals bei der Ala!" Vic denkt an die gute alte Zeit und vor allem den Einmarsch der Ala in Tarraco, das war was. Er stochert im Feuer rum und legt noch Kohle nach. Sevs Lied bringt ihm dann endgültig das Kultlied in den Sinn, was sein Bruder damals den ganzen Abend lang gesungen und Vic damit genervt hatte. Doch Rache ist Blutwurst! "Hrhr, macht euch mal n bißchen locker für die Vinalia-Jungs hier! Ab auf die Klinen, Mädels! Lasst ma wat sehen!" 8)


    Einige Schwestern steigen auf die Klinen und beginnen zu tanzen.


    "Ich hab nen Mädel in meinem Kopf und die weiß ich bin scharf auf sie!
    Den ganzen Tag und die ganze Nacht lauf ich rum wie beschwipst!
    Sie war ganz schön lange weg, aber ich steh immernoch auf sie!
    Und ich sing ein Lied und hoff sie is bald wieder da!


    Mein ...öhm..." Eigentlich käme hier nun ein ziemlich versautes Wort, und wäre das eine Gaius-Feier würde Vic das nicht stören, aber heute sind immerhin lauter Senatoren anwesend, da muss man schon Rücksicht drauf nehmen. Zumindest manchmal. Selten. Jetzt. "... Ding geht shala lala, shalala am Morgen!
    Shalala lala, shalala in der Sonne!
    Shalala lala, shalala am Abend!
    Shalala lala, shalala immer nur für sie!"

    Irgendwas haben die Weiber nicht ganz gerafft.


    "Macht euch nackig, Mädels! Lasst ma die Hüllen fallen!


    Wenn's dir auch mal so scheiße geht wie mir und du fast durchdrehst,
    Dann sing mal nen Lied oder auch zwei! Jo, Leute, auf geht's!
    Irgendwann, man weiß nie, isse dann wieder da und dann geht's voll ab!
    Gröhl dat Lied und ...öhm... schwing dein Ding! Hrhr.


    Mein Ding geht shala lala, shalala am Morgen!
    Shalala lala, shalala in der Sonne!
    Shalala lala, shalala am Abend!
    Shalala lala, shalala immer nur für sie!"

  • Macer hatte sich gerade noch einmal kräftig bei den Getränken bedient oder bedienen lassen, als der hüllenlose Tanz begann und sich das Liedgut endgültig in Richtung stark alkoholhaltiger Stimmungsklassiker verabschiedete.


    "Shalala lala, shalala ..." entsprach immerhin genau dem, was Macer gerade noch so mitsingen konnte, ohne seine nicht vorhandene Gesangsstimme nutzen zu müssen.


    Seine bisherige Begleiterin hatte sich unter die Tanzenden gemischt, dafür fand wenig später eine anderes, nicht weniger wohl geformtes eindeutig weibliches Wesen den Weg in seine Arme. Genussvoll platzierte Macer seine beiden Hände geradezu strategisch auf ihrem Körper, damit sie nicht auch bald wieder verschwinde, während sein Fuss im Takt der Musik mitwippte.

  • "Hrhrhrhr." Natürlich erinnert sich Sev nur noch allzu gut an das Lied aus Tarraco und er fällt auch gleich lauthals mit in die letzte Strophe mit ein. 8)


    "Mein Ding geht shala lala, shalala am Morgen!
    Shalala lala, shalala in der Sonne!
    Shalala lala, shalala am Abend!
    Shalala lala, shalala immer nur für sie!"


    Er trinkt seinen Weinbecher mit einem Zug leer und lässt sich natürlich gleich wieder nachschenken. Seine Perle hat Sev inzwischen irgendwo im Getümmel verloren, aber das macht ihm nix. Er frönt erstma Wein und Gesang und begnügt sich ansonsten mit dem nich zu verachtenden Anblick der tanzenden Frauen. Von nostalgischen Erinnerungen ans Militär ham die Weiber eh keine Ahnung.


    "Hrhr. Jo, wie damals bei der Ala. Nur dass we da nich so viele schöne Frauen um uns rum hatten" grinst er zu Vic.

  • Hungi selber war noch nicht so besoffen, daß er gnadenlos Lieder schmettern mußte. Die Herren Klienten hatten da weniger Genierer, aber sie waren ja auch in ihrem Zuhause. Und da sich weder Mattiacus noch sonst jemand daran störte, und auch Macer sich anscheinend köstlichst amüsierte, warum sollte da gerade Hungi einen auf Spielverderber machen? Pah, sicher nicht! Allerdings fiel ihm gerade auf, daß er Senator Macer noch nie in weiblicher Begleitung gesehen hatte, zumindest noch nie in so enger Weise. Grinsend dachte er sich seinen Teil dazu, und ließ dann die Stimmung weiter auf sich wirken. Selber kannte er das Lied nicht und wußte in diesem Moment selbst auch keine solchen Gesänge, die er zum Besten geben konnte, also beschränkte er sich auf die beiden anderen Sachen, die das Leben eines Mannes definitiv lebenswert machten: nämlich Wein und Weib. Und diesen Dingen widmete er sich intensiv.

  • Vic hat seine Perle zu den Tänzerinnen entlassen, damit sie auch ihre spärlichen Hüllen fallen lassen kann, und prostet Sev zu. "Hrhr, zur Ala gehste ja auch erst wegen der Weiber." Entweder um sie los zu werden, oder um sie anzuziehen.


    Eine von den Schwestern tritt heran und beugt sich an Vics Ohr. "Der Wein ist alle." "Wat? Ououou, da fällt mir noch einer ein, hrhr." Schon legt er los.


    "Meine Braut, sie heißt Fadilla, wir sind seit zwölf Jahren verlobt.
    Sie hätt mich so gern zum Manne und hat schon mit Klage gedroht.
    Die Hochzeit wär längst schon gewesen, wenn die Hochzeitsreise nicht wär,
    Denn sie will nach Africa, denn sie will nach Africa, und das fällt mir so unsagbar schwer.


    Es gibt kein Wein in Africa, es gibt kein Wein.
    Drum fahr ich nicht nach Africa, drum bleib' ich daheim.
    Es ist so heiß in Africa, kein kühler Fleck,
    Und nur vom Hula Hula geht der Durst nicht weg.


    Wenn sie mit nach Tarraco führe, dann wären wir längst schon ein Paar.
    Doch all meine Bitten und Schwüre verschmähte sie Jahr um Jahr.
    Sie singt Tag und Nacht neue Lieder von den Palmen am blauen Meer,
    Denn sie will nach Africa, ja, sie will nach Africa, und das fällt mir so unsagbar schwer.


    Es gibt kein Wein in Africa, es gibt kein Wein.
    Drum fahr ich nicht nach Africa, drum bleib' ich daheim.
    Es ist so heiß in Africa, kein kühler Fleck,
    Und nur vom Hula Hula geht der Durst nicht weg."


    Das Lied müssen alle noch ausharren, dann grinst Vic die Frau an. "Geh ma in den Oecus, Schätzchen, da wartet noch nen ganzer Weinberg auf seine Vernichtung, hrhr."

  • Fröhlich zog der weitere Verlauf des Festes an Macer vorbei. Auf weitere Gesangseinlagen verzichtete er, dafür langte er zu später Stunde noch einmal beim Fleisch zu und bediente sich am Wein. Irgendwie schaffte er das sogar, ohne seine weibliche Begeltiung dafür aus der Hand geben zu müssen. Beim Wein schluckte er, und blickte dann deutlich erfreut. Da hatte er wohl einen besonders guten Tropfen erwischt.


    "Hm, je später der Abend, umso besser der Wein."

  • Mit einem müden Gähnen ließ sich die junge Frau auf einer der Liegen nieder und betrachtete die Blumen und Pflanzen um sich. Es war heute wieder schrecklich langweilig und Valeria Caecilla wusste nicht, was sie tun sollte.
    So entschloß sie sich schließlich etwas für ihre Bildung zu tun, indem sie eine Schriftrolle holte um etwas über die Geschichte Griechenlands zu lesen. Geschichten von Schlachten und Helden, basierten zwar nicht immer auf Tatsachen, jedoch las sie diese am liebsten.
    Während sie anfing zu lesen, machte sie es sich bequem und genoß das gute Wetter.

  • Nach einem langweiligen Tag im Officium und zwischen den Tempeln der Stadt kommt Vic relativ früh zur Casa Valeria zurück. Auf das Training bei der Veneta hat er keine Lust. Es würde ihn nur wieder Nerven kosten, wenn die Quadrigen nicht so fahren würden, wie sie sollen. Im Atrium fängt Hulc ihn ab, um ihm zu berichten, dass seine Cousine Caecilla eingetroffen ist und sich im Peristyl befindet, aber Vic unterbricht ihn, noch bevor er einen Ton sagen kann und schlägt den Weg zum Oecus ein, welcher zwangsläufig durch das Peristyl führt. Fast hätte er sie übersehen, aber nur fast, denn eine schöne Frau würde Vic nie übersehen.


    "Wat? Wer bist du denn?" Er bleibt irritiert vor Caecilla stehen und zieht verwundert eine Augenbraue hoch. Erst gleitet sein Blick ihren Körper entlang, dann schaut er zum Atrium hin um sich zu vergewissern, dass er in der richtigen Casa gelandet ist. Als er wieder Caecilla anschaut zieht er einen Mundwinkel zu einem Lächeln hoch und beschließt, die Gunst der Stunde zu nutzen. Eine schöne Frau im Peristyl findet man schließlich nicht jeden Feierabend vor. "Hoi, ich bin Vibius Valerius Victor und ... öhm, ich wohne hier." Nicht gerade der beste Spruch, aber er erklärt immerhin seine Anwesenheit.

  • Als Valeria bemerkte, wie jemand ihr näher kam, richtete sie ihren Blick auf und sah in das Gesicht eines Mannes. Wahrscheinlich ein Verwandter, dachte sie sich, denn sonst würde er wohl nicht einfach im Peristyl herumspazieren.


    "Ave, ich bin Valeria Caecilla." nachdem er weitererklärt hatte wer er sei, lächelte sie Vivius an. "Nun, dann bin ich deine Cousine." meinte sie lachend und deutete ihm neben sich Platz zu nehmen.

  • "Cousine?" echot Vic und kann sich gerade noch das 'Wow' verkneifen. War doch klar, dass so eine Perle nicht seinetwegen im Peristyl liegt. Er setzt sich noch immer etwas irritiert neben sie. "Na dann, willkommen in der Casa Valeria!"


    Die Tochter von Onkel Sev ist sie nicht, da ist er sich ziemlich sicher. Dessen Kinder hat er alle schonmal kennen gelernt. "Wer ist dein Vater? Lupus? Und seit wann bist du in Rom?" Wahrscheinlich nicht lang, denn auch, wenn er nicht alles mitbekommt, was in dieser Casa vor sich geht, Caecilla wäre ihm sicher schon vorher aufgefallen. "Hat dich Hulc schon versorgt? Mit was Essbarem und zu Trinken meine ich. Ah so, Hulc is der Sklave, der hier rumläuft und hat dir wahrscheinlich die Tür aufgemacht." Außerdem wäre er derjenige, der ziemliche Schwierigkeiten bekommen würde, wenn er Caecilla noch nicht versorgt hätte.

  • Valeria nickte, als er sie nach ihrem Vater fragte. "Ja, Lupus ist mein Vater. Ich bin noch nicht solange wieder in Rom, da ich eine Weile in unserem Ferienhaus im Süden war. Und jetzt, da ich wieder zurück bin, dachte ich, dass ich doch mal meine Verwandtschaft besuchen müsste." erwiederte die junge Römerin mit einem Lächeln, ehe sie abermals nickte. "Ja, Hulc wollte mir schon allerlei Wein und Essen bringen, doch im Moment wollte ich noch nichts. Er ist wirklich aufmerksam."
    Mit einer Handbewegung legte sie die Schriftrolle auf einen kleinen Tisch neben der Liege, ehe Caecilla sich wieder Victor zuwandte.
    "Wie geht es dir? Und den anderen? Ich habe euch schon ewig nicht mehr gesehen? Gibt es etwas neues in Rom?" Während die Römerin ihren Cousin ansah, strich sie sich den Stoff glatt, sodass er keine Falten schlug.

  • Da hat Hulc gerade nochmal Glück gehabt. Eher beiläufig registriert Vic die Schriftrolle, kümmert sich allerdings nicht weiter darum und grinst stattdessen. "Mir gehts gut. Viel Arbeit, ein paar Scherereien in der Factio, aber solang das Wasser den Tiber runterfließt geht das Leben voran. Den andern gehts soweit ich weiß auch allen gut, allerdings kommt hier selten einer vorbei. Der Sev is immer noch bei den Praetorianern und Amatia arbeitet im Palast und wohnt da auch. Der Al is bei der Ala in Germania und lässt selten was von sich hören, aber wenn, dann gehts ihm gut. Varus hat die Ala verlassen und is wer weiß wo. Nuja, sonst sind nur noch die Oppas hier, Flaccus und Saccus. Hmm, ja, den Flaccus kennste ja, der Saccus, dat is mein Opa, der hat sich hier irgendwann eingenistet." Er zuckt mit den Schultern. Merkwürdigerweise zieht alle Verwandtschaft irgendwann weiter, nur die ungeliebte nicht. "Lass dich von denen einfach nich stören, meist hocken sie nur in ihrem Cubiculum und würfeln, oder treiben sonstwas." Dinge, von denen Vic lieber gar nichts wissen will.


    "Was hast du nun vor? Hulc kann dir nen Zimmer herrichten, wenn du länger in Rom bleiben willst, das is kein Problem. Wenn du nur auf der Durchreise bist natürlich auch, hrhr. Soll keiner behaupten können ein Valerier müsste in Rom auf der Straße pennen."

  • "Es freut mich zu hören, dass es allen gut geht. Und keine Angst ich werde mich schon nicht von ihnen stören lassen. Falls dies doch geschieht ruf ich dich einfach zur Hilfe." meinte die Römerin mit einem Zwinkern.


    "Allerdings hatte ich vor etwas hier zu bleiben. Es wäre wirklich freundlich wenn ich hier wohnen kann. Ich muss doch mal wieder erfahren was es hier in Rom für Neuigkeiten gibt und was so passiert ist in meiner Abwesenheit. Nun, wenn du willst, könntest du mich nachher mal durch deine Villa führen, sofern du nicht zu müde bist. Wenn nicht, dann werde ich Hulc einmal fragen." meinte Caecilla dann lächelnd. "Nicht dass ich mich noch im eigenen Haus verirre."

  • "Na klar, kein Problem. Es gibt zwei Dinge, von denen es hier mehr als genug gibt. Das eine ist Wein, das andere Platz, hrhr. Zum Verirren wird es allerdings auch nich unbedingt ausreichen. Trotzdem werd ich dir gern meine Villa zeigen." Nun ist es Vic, der ihr zuzwinkert. So müde könnte er gar nicht sein, außerdem ist er den Tag schon so viel durch Rom gelaufen, dass die Casa Valeria auch nicht mehr ins Gewicht fällt. Und sich von Hulc ersetzen zu lassen, das kommt schon zweimal nicht in Frage.


    "Wenn du alle Neuigkeiten erfahrn willst, die in deiner Abwesenheit aktuell waren, dann wirst du in Rom viel aufzuholn haben. Es passiert ja immer irgendwas. Aber das meiste is so kurzlebig, dass es sich überhaupt nich lohnt, es sich zu merken. Grad aktuell is die kommende Wahl, aber das is wohl nicht so dein Thema, oder? Dann läuft nen aufsehenerregender Prozess gegen nen früheren Aedil, aber dat is so eine zähe Sache, da lohnt es sich gar nich, jeden Tag nach Neuigkeiten zu fragen. Nuja, und sonst sind die Ludi Plebei im Gespräch und die Frage, ob sich wohl nen Aedil finden wird, der sie ausrichtet. Da kommst du grad richtig, vierzehn Tage Ludi sind immer nen Höhepunkt."

  • "Gut, dann kann ich mich ja schonmal auf die private Hausführung freuen." meinte sie lachend und betrachtete ihren Cousin für einen Moment.


    "Nun, solange ich nicht das Wissen von Vorvorgestern habe, bin ich beruhigt und ich denke, jetzt wo ich wieder hier bin, werden mir die Sachen von selbst zugetragen. Aber du sagst, es wird zurzeit gewählt? Da muss ich mich doch mal informieren. Ganz im Gegenteil zu deinem Gedanken interessiere ich mich doch für die Politik unseres Landes." fügte sie mit einem Zwinkern hinzu.

  • Ein kurzen Moment denkt sich Vic, dass das mit der Hausführung vielleicht doch keine so gute Idee war. Andererseits, wenns nicht ordentlich aussehen würde, dann würde er einfach alles auf die Opas abschieben. Sein eigenes Cubiculum würde er direkt aussparen, denn obwohl wirklich nicht viel drin ist, unordentlich ist es trotzdem merkwürdigerweise immer.


    "Wenn du einigermaßen neutrale Informationen willst, dann kannste dir auch die Abschriften der Acta Diurna durchlesen. Da steht meist das wichtigste drin, auch wenn sie manchmal nen ziemlichen Schei... ich mein, nen Mist schreiben." Der Zusammenstoß mit der Redaktion der Acta Diurna ist längst nicht vergessen, aber was soll man schon machen, wenn die Auctrix die Frau vom Patron ist? "So, die Politik interessiert dich also? Hrhr, bist du auf der Suche nach einem passablen Senator? Der Vinicius Lucianus, der zum Consul kandidiert, dat is ne gute Partie. Is übrigens der Bruder von meinem Patron, also falls du Interesse hast, da lässt sich durchaus was in die Wege leiten. Oder vielleicht Senator Purgitius, auch keine unbedeutende Stimme im Senat. Er is Princeps der Factio Russata, zu dem hab ich auch nen ganz guten Draht. Hmm, ne, sonst fällt mir spontan keiner ein, der was taugen würde."

  • Caecilla musste ein lautes Lachen unterdrücken, weswegen es eher in ein glucksendes Lachen endete.
    "Liebster Cousin, wieso denkt ihr Männer immer gleich daran, dass wir Frauen uns nur für die Senatoren interessieren..." Gut, in vielen Fällen war es vielleicht so und eine schlechte Partie war soetwas bei weitem nicht. "Wieso glaubt ihr uns nicht, dass wir uns nicht nur für die Sache interessieren?" Die Römerin sah Victor belustigt an. "Wenn dir jedoch so viel Freude daran liegt, so kannst du sie mir gerne vorstellen.." fügte sie mit einem Zwinkern hinzu.

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