• Sie bekam zwar mit was vor sich ging, schwieg aber und blickte geflissentlich in eine andere Richtung. Sie kannte Männer wie Furianus, sie hatten ihren Stolz und dieser Stolz verbat es, das sie jemals über das Gesehene redete.


    Sie nickte zustimmend. "Ich sehe das anders... Ich habe eine Chance erhalten. Mehr wollt ich nicht. Ich danke dir! Bis Morgen!" sie lächelte ihm zu und nahm ihr Bündel auf. Dann verließ sie erst einmal die Villa. Ihr letztes Geld würde sie für ein Zimmer ausgeben, aber das war egal. Ihr Herz war nun leichter, als bei ihrer Ankunft. Das leben würde für sie nun ein wenig besser werden.


    Alainas Weg fühte sie erst einmal nach Alexandria, wo wahrscheinlich neue Abenteuer auf sie warteten.


  • Nach einer kurzen Nacht in einer billigen Herberge kehrte Alaina bei Sonnenaufgang zur Landvilla der Flavier zurück. Noch immer konnte sie ihr Glück nicht fassen, desto trotz war sie dennoch mehr als nervös. In ihrer Begeisterung war ihr doch glatt endfallen, das sie nicht kochen konnte. Aber in der Regel hatte ein solch großer Haushalt mindestens einen Koch dem sie zur Hand gehen konnte. Zumindest hoffte sie, das es so war, sonst konnte schnell aus dem Versuch zu kochen, eine wahre Katastrophe werden und wenn sie Pech hatte wurde ihr Versuch dann falsch interprtiert, das sie hatte versucht den Senator zu vergiften.
    Nur ruhig Blut, so schlimm wird es schon nicht werden! machte sie sich Mut und betrachtete den Horizont, wo gerade eine rote Sonne den Himmel erklomm. Um diese Zeit war es noch nicht so unerträglich heiß, wie es wohl in spätestens einer Stunde sein würde.
    Das Klima von Ägypten war nicht das, woran sie gewöhnt war. Sie sehnte sie nach einer kühleren Umgebung. Auch Rom wäre jetzt nicht so stikig, aber mit Sicherheit dafür immer noch so verdreckt und eng wie sie es kennen gelernt hatte. Sie mochte Rom nicht unbedingt, aber sie hatte gerlent sich anzupassen.


    Wie am Tag zuvor klopfte sie an und wartete erst einmal ab. Gespannt wer sie nun diesmal empfangen würde und ob man wusste, das sie nun hier Arbeiten würde.


    Während sie wartete drehte sie sich um und betrachtete das eindruksvolle Panorama. Alles blühte und gedeihte. Es war ein trügerischer Schein, der verschleierte, das eine Wüste hinter all dieser Pracht lauerte. Gefährlich wie ein wildes Tier und genauso erbarmungslos. Leise seufzte sie.

  • Alainas Blick hing am Sonnenaufgang und an der Aussicht, als sich die Tür in ihrem Rücken öffnete. Ausnahmsweise einmal hatte sie ihre Mähne gebändigt und hatte ihr Haar zu einem langen Zopf geflochten.


    "Salve!" erwiderte sie lächelnd. "So ist es, ich bin Alaina!" stellte sie sich vor. Diesmal machte sie einen wesentlich besseren Eindruck, als noch am Tag zuvor. Ihre Kleidung war sauber, sie gewaschen und recht munter. Diesmal steckte ihr keine lange Reise in den Knochen, sondern sie war erholt und entspannt.


    "Und wer bist du, wenn ich fragen darf?" sie trat in die angenehme Kühle des Hauses und immer noch war sie beeindruckt von der Pracht. An so etwas würde sie sich vermutlich niemals gewöhnen können. Sie war eine bescheidene Frau, sie besaß keinen Schmuck, sie hatte diesen auch verkaufen müssen. Aber das störte sie nicht, sie war noch nie ein Freund von übermässigen Prunk gewesen, wenn dann solte Schmuck und Kleidung eine Persönlichkeit unterstreichen und nicht niederdrücken.

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    Rufinus
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    Plötzlich klatschte es laut, denn Rufinus hatte sich mit der Hand auf die Stirn geschlagen.


    "Genau! Ich wusste doch, dass ich etwas vergessen habe! Ich bin Rufnus, der Küchenmeister hier. Bin schon länger hier, um genauer zu sein, fast man halbes Leben.
    Du musst mir unbedingt neue Rezepte zeigen. Von den alten bekomme ich schon Ausschlag."
    , sprach er, lachte herzlich und gab ihr mit einem Nicken zu verstehen ihm zu folgen.


    "Wo kommst du denn her? Siehst ja nicht römisch aus, griechisch auch nicht. Die Locken sind hübsch, färbst du deine Haare eigentlich?", plapperte er munter weiter und führte sie durch die vielen geschlängelten Gänge und Flure, zwei Treppen hinunter und dann abermals durch zwei Botengänge...





  • An wen war sie denn da geraten. Rufinus, wie er sich vorstellte, schien doch so einige seltsame Angewohnheiten zu haben, aber er schien doch sehr nett zu sein.
    "Es freut mich dich kennen zu lernen, Rufinus!" sagte sie lächelnd und folgte ihm. Rufinus hörte sich wohl gern reden, denn er ließ ihr kaum die Möglichkeit zu Antworten oder etwas zu erwiedern. Einen kurzen Moment Atempause nutze sie von daher aus um ihm zu antworten.


    "Ich denke wir können Beide voneinander lernen!" noch traute sie sich nicht ihm zu gestehen, dass sie nicht kochen konnte. Hoffentlich gab das keinen Ärger.
    "Geboren bin ich in Alboin! Britanien!" fügte sie erklärend hinzu. "Abe rich bin schon lange auf Reisen. Nein, meine Haare färbe ich nicht, die sind so. Meine Ahnen hatten alle die gleiche Haarfarbe!"
    Du meine Güte war die Villa groß, mit Sicherheit würde sie sich des öfteren verlaufen, außerdem ging er so shcnell das sie sich die Flure nicht einprägen konnte. Es wra gar nicht so leicht mit ihm Schritt zu halten.

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    Rufinus
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    Rufinus hörte sie scheinbar nicht, schließlich war die Zeit knapp bemessen und er musste die vielen Fragen und Neuigkeiten loswerden.


    "Soso, schade, ich muss meine Haare färben. Schau sie dir bloß an, das sieht aus wie ein alter Lappen auf dem Kopf! So kann ich doch nicht vor die Tür - und jetzt kommt´s: Darum bin ich wohl Koch geworden, die wollen mich niemandem zeigen und ich muss im Keller arbeiten.
    Genau so wie Latia, Muscipius, Quintus, Larsus, Boleus, Marcus, Favinia und der kleine Curtius - alle sind hässlich. Warum du jedoch hier unten versteckt wist, habe ich keine Ahnung."
    , schoss er in schnellen und abgebrochenen Sätzen ab. Er war mehr als nur erbost unter diesen Küchenhelfern keinen einzigen Gutaussehenden zu finden. So einer wie er musste repräsentativ bedienen und nicht im Keller verenden.


    Plötzlich drehte er sich um und blickte sie verschwörerisch grinsend an.
    "Und nun raus mit der Sprache, was läuft zwischen dir und dem Dominus Flavius? Man munkelt da etwas und ich bin sicher, der hat dich nur hier unten versteckt, damit kein anderer dich entdeckt und ihm streitig machen kann, stimmt´s?", er zwinkerte noch einmal und stieß ihr leicht den Ellebogen in die Rippen. :P




  • Alaina musste nun fast rennen um ihm zu folgen. Was sie am meisten verblüffte war, das Rufinus je schneller er lief um so schneller auch noch redete. Es fiel ihr etwas schwer ihm zu folgen und nachzuvollziehen, was er denn nun eigentlich von ihr wollte. Ihr war es ehrlich gesagt egal, ob sie nun im Keller 'versteckt' wurde oder auf einem Markt mit Leuten feilschte. Hauptsache Arbeit, das war wichtiger, als alles Andere. Nur die Namen die er ihr mitteilte, versuchte sie sich eilig einzuprägen.
    Da sie nicht wusste was sie ihm auf seinen Redefluss antworten sollte schwieg sie und folgte ihm lieber. Sie brauchte ihrem Atem eh erst einmal zum laufen.


    Mit einem Mal blieb er stehen und beinah wäre sie in ihn hinein gelaufen Sein Grinsen gefiel ihr mit einem Mal nicht wirklich. Igrendwas heckte er aus. Seine Vermutung traf sie wie einen Schlag ins Gesicht und machte sich wirklich sprachlos. DAS dachte man von ihr????


    "Wie bitte?" brachte sie krächzend heraus, nicht wirklich wissend, was sie nun sagen sollte. "ich weiß nicht was du meinst... ich kenne den Senator gerade einmal ein paar Stunden und mehr als nur wenige Worte haben wir bisher nicht gewechselt.... wer erzählt denn so was?" fragte sie leicht entsetzt und Panik stieg in ihr auf. War dies ein Test oder nur ein sehr dummer Scherz auf ihre Kosten. Noch schwankte sie zwischen Zorn und Panik, bisher gewann die Panik, aber es würde wohl nicht mehr lange bis zu einem Ausbruch dauern.

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    Rufinus
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    Schauspieler gab es überall, dachte sich Rufinus und lächelte leicht zweideutig.


    "Ach, das hat mir Caius erzählt, weil er es von Laevina hat und die hat es von Pulla, die wiederum von Galba und von wem er es hat, weiß ich nicht.", schließlich war die Kette der Gerüchte lange und ziemlich verschlungen.


    "Jedenfalls brauchst du dich dafür nicht zu schämen. Ich würde es sofort machen, wäre ich jünger - oder eine Frau. Ach ja, das Leben bietet euch jungen Dingern so viel.
    Aber du magst mich doch, ja? Du legst sicherlich ein gutes Wort für den alten Rufinus ein, wenn du das nächste Mal bei ihm liegst. Ich meine ja nur, du hättest es schlimmer treffen können, wie zum Beispiel Marcellus, der ist frech und demütigend. Zu allen, dieser fiese Gauner."
    , sagte er mit einem leicht schmollenden Ausdruck. Aber er wollte unbedingt, dass man nachfragen würde, schließlich war seine Geschichte eine spannende.



  • So langsam gewann der Zorn die Oberhand. So etwas hatte sie bisher noch nicht erlebt und irgendwie schien Rufinus ihre Frage nciht ernst zu nehmen... oder aber die Sklaven in diesem Haushalt langweilten sich so sehr, dass sie einer Fremden Geschichten andichteten, die gar nicht stimmten. Sie vermutete eine ganz bestimmte Quele hinter den Gerüchten, Theomitus, der Leibskalve des Senators. Dieser hatte einiges angedeutet udn es war wahrscheinlich gar nicht so abwegig das er etwas über sie erzählt hatte und sich daraus, dann diese Haarsträubende Geschichte entwickelt hatte.


    Alaina ballte ihre Hände zu Fäusten. "Du verstehst mich Falsch. Ich habe nicht mit dem Senator. Vor Gerstern bin ich ihm noch nie in meinem Leben begegnet!" erwiderte sie ruhig, auch wenn ihr danach nicht war. Am liebsten hätte sie getobt und geschrien, aber dann wäre sie vermutlich ihren Job los und musste schon wieder sich was Neues suchen und ob sie etwas Neues finden würde, war höchst unwahrscheinlich.


    Zu seinem Kommentar über andere Familienmitglieder sagte sie nichts, sie kannte nicht einmal den Senator wirklich. Leise seufzte sie. Wo war sie nur hinein geraten. Sie musste mit Theomitus über dieses Gerücht reden, vielelicht auch mit dem Senator, wenn man ihr die Gelegenheit dazu gab. "Sag, Rufinus. Würdest du mich zu Theomitus bringen? Ich würde ihn gern etwas fragen!" sie setzte ein hübsches Lächeln auf und hoffte damit den Koch ein wenig um den Finger wickeln zu können. je schneller das Gerücht im Sande verlief, desto besser.

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    Rufinus
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    Rufinus war jedoch ein Mann vom anderen Ufer und interessierte sich nicht für das bezaubernde Lächeln einer Frau. Für einen Knaben sicherlich, aber nicht für eine Frau.


    "Wo Theomitus ist, weiß ich nicht, jedoch kommst du mir so schnell nicht davon. Erst wird gekocht, also gearbeitet, und dann machen wir eine Pause. Dann kannst du ihn suchen gehen, wobei ich dir prophezeien kann, dass du nicht gerade viel Erfolg wirst damit haben werden."
    Gut, vielleicht war es ein wenig geflunkert, aber Theomitus war schwer zu finden, das stimmte schon. Aber wenn man wollte, fand man ihn.


    "Oh, du hast noch nicht? Schade, du hättest so viele Vorteile daraus ziehen können!", bedauerte er und biss sich ein wenig auf die Unterlippe. Er hätte weitaus mehr Vorteile von so etwas gehabt.
    "Aber noch ist nicht alles verloren. Mache ihm ruhig hübsche Augen, das wird sich lohnen, glaube mir! Du wirst den Senator nicht häufig zu Gesicht bekommen, aber wenn so etwas läuft, kannst du wirklich reich werden, glaube mir! Von so etwas hört man ständig. Und wenn du erst sein Kind in dir trägst, ja dann hast du wahrlich ausgesorgt. Aber nun komm´mit, hier ist die Küche." und kaum, als er es sagte, machte er eine Seitentür auf und sie befanden sich in einem etwas schmalen Raum mit vielen Öffnungen und dem reizenden Geruch von etwas Gebratenem. Es musste wohl Rebhuhn sein.
    Rufinus klatschte in die Hände und schon schwirrten aus allen Ecken diverse Kreaturen heran. Es waren die Küchensklaven, welche unter seinem Kommando standen.


    "Dies ist Alaina! Sie ist neben mir der Chef hier!", breitete er theatralisch und mit einer erhabenen Stimme aus.
    "Sie wird uns zeigen, wie man kocht, dort, woher sie herkommt. Wo war das nochmal? Britannia?"


  • Innerlich fluchte Alaina in allen Sprachen die sie beherrchte. Wenn man auf Reisen war und als Händlerin arbeitete, dann schnappte man so einige Unflätigkeiten auf und sie war auch noch ziemlich Kreativ darin einige neue Flüche sich auszudenken.
    Alaina nickte stumm und ergab sich ihrem Schicksal, nun gut, irgendwann würde sie Theomitus schon finden und ihn dann zur Rede stellen.... oder aber die ganze Geschichte und die vielen Gerüchte über ihre Person würden im Sand verlaufen und man würde sie einfach als Mitglied des Haushaltes akzeptieren und nicht für die Geliebte des Senators halten. Egal ob es nun Vorteile brachte oder nicht...


    Schweigend folgte sie ihm in die Küche und betrachtete den Raum aufmerksam. Als dan Rufinus sie als seinen Stellvertreter ankündigte, wünschte sie sich, sie hätte ihm schon längst gebeichtet, das sie nicht kochen konnte. Zumal sie nie wirklich die Speisen ihrer Heimat gekocht hatte oder gelernt hatte. Sie war auf den Straßen groß geworden und da gab es nur das was man finden oder steheln konnte.


    Etwas scheu lächelte Alaina in die Runde: "Ich werde mir Mühe geben.... aber da ich neu bin, würde ich gern einmal sehen, was ihr so alles könnt!" schlug sie vor und hoffte erst einmal ihren kopf aus der Schlinge zu ziehen.

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    Rufinus
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    Rufinus fluchte ebenfalls innerlich. Gerade heute wollte er mit Hilfe der Neuen ein ganz anderes Gericht zubereiten. Und nun das!
    Grimmig schaute er drein.


    "Leider werden wir heute nicht viel zeigen können, was wohl auf meinen Schultern lastet. Wir haben einfach zu lange geredet, die Rebhühner sind schon am Bruzeln und die Kleinigkeiten kennst du sicherlich alle. Gekochte Eier, geräuchertes Fleisch hier, Salate dort, Früchte da. Also das Übliche."
    Wobei das "Üble" stets einem Festmahl glich. Furianus´gesellschaftliche Stellung erlaubte auch nichts anderes, als solche Essen. Er war Senator, Patrizier und sagenhaft reich, da konnte man sich doch nicht mit dem Mittelmaß umgeben. Sonst entstanden ja wiederum Gerüchte. ;)


    "Aber vielleicht willst du uns beim Schneiden und Rumflicken zur Seite stehen?", schlug er dann vor und klatschte abermals in die Hände, so dass sich alle wie Ameisen an ihre Arbeitsstellen begaben. Er selbst ging zum einen der offenen Öfen und ging davor in die Hocke.


    "Schau mal, ein Ofen aus purem schwarzen Gestein! Mein Lieblingsstück, erwärmt sich schnell und hält die Temperatur auch lange an. Das ist eher was für großes Getier, wenn man gerade von der Jagd zurück ist. Zumindest die reichen Ägypter jagen gerne, die Römer eher nicht so. Aber das variiert auch stark. Merke dir also, für großes Getier wie Strauße, Gazllen und Sonstiges."


  • Alaina musterte die Sklaven, die sie ebenfalls neugierig beäugten. Es war alels noch ziemlich Fremd für sie und zum ersten mal in ihrem leben vermisste sie eine Freundin, mit der sie sich über die ganzen Ereignisse unterhalten konnte.


    "Ich helfe gern!" sagte sie froh, erleichtert darüber das sie erst einmal NICHT ihre Kochkünste vorführen musste. Wer weiß, welche Katastrophes es geworden wäre. Sie folgte Rufinus und sah sich genau um. Selten hatte sie bsiher eine Küche betreten und als er ihr dann Stolz sein Prachtstsück zeigte, ein riesiger Ofen aus aschwarzem Stein, war sie zeimlich beeindruckt.


    "Geld scheint keine Rolle zu spielen!" murmelte sie mehr zu sich, als zu Rufinus. "Wunderschön! Ich kann mir gut vorstellen, das man damit wunderbare Gerichte zaubern kann... hast du dich eigentlich schon einmal an ägyptischer Küche versucht?" fragte sie um eine vernünftiges Gespräch in Gang zu bringen.

  • Ànthimos war davon überascht, wie lange die Fahrt dauerte. Zum Glück hatte er nicht gesagt er würde zu Fuss kommen, denn Pferde hatten sie keine. Gut, Timos hatte eines, aber das gehörte der Stadtwache und war nicht für Privatzwecke gedacht. Und für Anthis schon zweimal nicht.


    Nun verließ er also die Reisekutsche und schaute sich dieses schöne Anwesen an. Da würden sie noch eine ganze Weile arbeiten müssen, bis sie sich sowas würden leisten können. So nickte Anthi den Wächtern und dem Kutscher freundlich zu und machte sich auf den Weg Richtung Porta.

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    Rufinus
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    Rufinus nickte eifrig.


    "Ja, es ist ein vorzügliches Gerät. Siehst du die Pfanne da? Mit der lässt sich der Saft des Tieres auffangen und glaube mir, es schmeckt wohl bei den Göttern nicht besser, wenn man den dann über das Wild kippt!"
    Enthusiasmus höchster Art schwang in seiner Stimme mit, denn Rufinus war ein Koch aus Leidenschaft. Die gleiche Leidenschaft konnte er nur bei einem Jüngling aufbieten, doch der Herd war fast immer warm und verließ ihn auch nie. :D


    "Und dieser Ofen hier, der da, ist richtig schnell. Wir haben dafür eigens einen Sklaven, der die Öfen beheizt und der kennt sich wirklich gut aus. Es gibt nämlich verschiedene Hölzer und demnach auch Arten Feuer zu machen. Je besser man es beherrscht, desto schneller hat man eine solide Temperatur. Aber den stelle ich dir ein ander Mal vor. Ich hoffe nur, in Britannia macht man viel aus Wild, ich muss meinen Ofen unbedingt wieder anmachen!", schließlich wusste er nicht, wie es um die Kochkünste der Frau bestellt war. Man hatte sie eingestellt und das bedeutete schon Vieles. Sie müsste wirklich gut sein, wenn man Geld dafür bezahlen wollte, dass sie am Herd stand und nicht einfach in einen guten Küchensklaven zu investieren gedachte.


    "Hast du eigentlich Familie?", kam es dann ganz spontan.


  • Dort erwartete den Iatros bereits ein Sklave, welcher den jungen Mann erst in das hallenförmige Triclinium und dann durch diverse üppig ausgestattete Korridore hin zum Herrn des Hauses führte.
    Dieser war gerade in seinem Arbeitszimmer. Es war ein großer Raum, welcher mit diversen Marmorsäulen und Büsten ausgestattet war. Ein runder Raum, welcher vielleicht in der Zukunft für den Raum eines anderen Staatslenkers auf einem anderen Kontinent, in einem ebenso weißem Hause, als Vorbild dienen würde. :D
    Mittig platziert stand ein wuchtiger Schreibtisch aus edelesten Hölzern und Goldelementen eingefasst.
    Hinter eben diesem saß leicht gebeugt der Senator und schrieb eifrig an Unterlagen. Kurz blickte er auf.


    "Chairé, Iatros. Ich habe dich erwartet. Wie ist dein Name?"


    Furianus hatte, als Sohn aus gutem Hause, natürlich das Griechische in seiner Vollendung gelernt, doch das einzige Zugeständnis an den Iatros war schon das "Chairé" gewesen. Denn Furianus gehörte zu denen, die das Hellenentum sehr schätzten, jedoch das Römische als das Überlegener ansahen und stets auch so anwandten.

  • Am Ende des Übungsmarsches kam die Centurie am Tor der Landvilla Flavia an. Vibulanus, der an der Spitze der Kolonne ritt, hielt einige Meter vor dem Tor die Hand als Zeichen für den Tesserarius und die Männer, dass sie anhalten sollten. Dann wendete er sein Pferd und sprach zum Tesserarius.


    >Tesserarius Iulius Scato, die Männer können jetzt eine Pause machen und etwas trinken. Allerdings sollen sie die Weg freimachen. Such dir dann acht Männer aus und folge mir dann.<


    befahl Vibulanus und wartete auf die Ausführung, bevor er ans Tor klopfte.

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