• Verwundert hob Furianus merklich die Augenbraue.


    "Und du hast nicht den Wunsch römischer Bürger zu werden? Du solltest Rom kennen, schließlich ist es der unangefochtene Stern im Himmel. Und das schon seit Jahrhunderten.", und er somit der angesehenste Mann in diesem kleinen Land.
    Was war schon dieser Germanicus für ein Licht im Gegensatz zu ihm?
    Furianus lächelte.


    "Es verwundert mich, dass Rom hier nicht die Präsenz hat, wie in anderen Provinzen. Hier behandelt man mich auch - ich will nicht sagen unangemessen - doch anders. Als Flavier bin ich nicht nur ein Spross einstiger Kaiser, sondern auch als Senator und ehemaliger Statthalter doch eine Person des öffentlichen Lebens. Eigentlich habe ich eine Horde von Bittstellern erwartet, vielleicht eine Begrüßung von den Honoratioren dieser Stadt. Eigentlich müsste ich beleidigt sein. Ihr scheint uns Römer wohl doch nicht so ernst zu nehmen, wie ihr solltet."
    Schließlich musste er hofiert werden. Mit Pomp und Fanfaren begrüßt werden. Nichts dergleichen ist aufgetreten und das machte ihm zu schaffen.
    War er so unwichtig geworden, so unbedeutend? Das konnte und durfte nicht sein. Er würde es aber wohl gleich erfahren.


    "Natürlich, eine Frau muss tugendhaft und stark sein. Doch in ihrem Schaffensbereich, welcher meiner Meinung nach klar definiert ist. Wie sollen die Söhne Roms ohne eine römische Mutter aufwachsen? Welch eine Welt wäre das, wenn der Vater den Sohne unterhält, während die Mutter im Senat formvollendet debattiert? Absurd, nicht wahr?!
    Nein, Iatros, klare Linien, klare Rollenverteilungen. Das ist gesund für Familie und Staat. Außerdem ist die Frau zu weich. Nicht im physischen Sinne.
    Sie wäre den harten Auseinandersetzungen im Senat nicht gewachsen, man müsste als Mann zwangsweise Rücksicht auf sie nehmen, denn das erfordert die Tugend. Und wie soll ich zum Wohle Roms agieren, wenn mir die Tugend verbietet mit dieser Frau so zu reden, wie ich es mit einem Mann zu tun pflege?
    Ich bin ein großer Befürworter der Politik von Vielen. Viele Meinungen, viele Ansichten, viele Überzeugungen - nur dadurch kristalliesiert sich das Beste, setzt sich durch. Auch wenn eine Frau wohl dazu beitragen könnte, darf sie ihre Pflichten als Haushüterin nicht vernachlässigen, denn wenn der Mann disputiert, darf er nicht an den Hausstand denken. So nutzt die Frau der Familie und dem Staate am besten.
    So war es schon damals gewesen, so ist Rom erblüht und wir sollten nichts ändern, was sich über Jahrhunderte bewährt hat."

  • Mit verschlossener Miene blickte sie Furianus hinter her und verfluchte im Stillen ihre spitze Zunge, die sie soeben in gewaltige Schwierigkeiten gebracht hatte. Leise seufzte sie, es würde nicht einfach werden, der Aufgabe gerecht zu werden, die man ihr gestellt hatte. Seit ihrer Kindheit hatte sie ihre Heimat nicht mehr gesehen und das was man dort aß und zubereitete war fast in Vergessenheit geraten. Nur an einige wenige Grundlagen konnte sie sich erinnern und die würde sie nun umsetzen müssen und das nach so vielen Jahren.
    Die Küchensklaven sahen sie scheu an und sie zwang sich zu einem schwachen Lächeln. "Es ist wohl besser, wenn ihr geht... ihr müsst nicht noch den Ärger für meine Unverschämtheit abfangen. Ich werd schon allein zurecht kommen!" sagte sie zuversichtlicher, als sie sich fühlte. Vermutlich würde sie mit dieser Aktion ihre grad erst erworbene Stellung verlieren, aber nun gut, es war wohl das Beste wenn sie sich zumindest Mühe gab, auch wenn sie eine gewisse Abneigung gegen den Hausherrn empfand, der mehr als nur Arrogant war.


    Kaum war sie allein drehte sie sich einmal um die Achse und betrachtete die Umstände die ihr gegeben waren. Zumindest war die Küche sehr gut ausgestattet und viele der Zutaten waren frisch, damit konnte sie etwas anfangen. Ihre Kochkünste mochten Bescheiden sein, aber irgendwas würde sie schon kochen können.... nur blieb ihr für wirklich aufwändiges keine richtige Zeit... eine Stunde war nicht viel und würde gerade dazu reichen, die alten Rezepte aus Kindertagen umzusetzen... wenn überhaupt....
    Als erstes begab sie sich erst einmal auf die Suche nach den wichtigsten Zutaten, welche sie auch recht schnell fand... jemand hatte sich die Mühe gemacht alles zu beschriften ;) .... Mehl, Eier, Milch, Fleisch, jede Menge Kräuter, etwas Salz und auch ein Huhn, Gemüse und frisches Obst.... da sie vom Land stammte konnte sie auch nur die einfachen Gerichte und jene die zu wichtigen Feiertagen aufgetragen wurden... was auch immer er erwartete, es würde nicht das sein was er kannte oder sich erhoffte. Den jede Gegend hatte ihre eigenen Rezepte und sie setzte das um, was sie nun mal kannte....


    Die Stunde die man ihr gegeben hatte, war wie im Fluge vergangen und die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld..... ein Topf war übergekocht und Mehl hing überall in der Luft. Rufinus würde vermutlich einen Herzanfall bekommen, wenn er seine geliebte Küche in einem solchen Zustand erblickte. Sie würde später helfen alles wieder in Ordnung zu bringen, sofern es ein später gab......
    Aber zumindest das Essen roch appetitlich und wehte durch das gesamte Haus.....

  • Ànthimos hatte noch nie verstanden warum jeder immer das rhömäische Bürgerrecht erlangen wollte. Ihm ging es gut als Bürger der Polis Aloxandria, warum sollte er dann noch Bürger Roms werden? Im Grunde waren die Rhömäer nur Emporkömlinge, die sich auf ihre militärische Macht und nicht ihr Wissen beriefen. Die Griechen hatten wahrscheinlich seit der Machtübernahme mehr Dinge vergessen, alls die die Rhomäer je entdeckt hatten.


    "Warum sollte ich römischer Bürger werden wollen? Ich bin Grieche und Bürger der Polis Alexandria. Ich finde das sollte doch reichen. Ich diene lieber unserer Polis richtig, als mich um Dinge zu kümmern die mich nichts angehen. Nicht das du mich falsch verstehst: Ich habe nichts gegen euch Römer und ich bin euch dankbar für den Schutz unserer Polis, aber ich denke dass ich das auch viel besser bei uns beweisen kann, als beispielsweise in Rom."


    Bei solchen Sachen war Anthi in seinem Denken einfach gestrickt und hatte auch keine Angst das jedem zu offenbaren. Er hätte auch nicht verstanden, warum jemand aus Rom hätte alexandrinischer Bürger werden wollen.


    "Nun ich denke nicht, dass du gering geschätzt wirst, ich denke einfach da gab es irgendwo einen Bruch in der Informationskette. Also ich habe erst durch deinen Sklaven erfahren, dass du dich in Alexandria aufhältst, also gehe ich mal davon aus, dass es die anderen Prytanen ebenfalls nichts von deiner Anwesenheit wissen. Hier in deinem Landhaus bist du ja auch nicht gerade im Zentrum des Interesses und etwas zurückgezogen. Aber ich denke wenig Stress ist in deinem Zustand sicher auch etwas, das zum Heilungserfolg beiträgt. Wenn du aber die Prytanen zu einem Essen einlädst, wird sich das sicher schnell ändern. Einige meiner Kollegen sind sicher ganz scharf darauf dich mit ihren Wünschen zu belästigen. Nun gut, ich mag nicht über sie richten, aber ich denke ein Senator wird besseres zu tun haben als seine Zeit mit Bittstellern zu verschwenden. Als dein Iatros ist es momentan sowieso meine vorrangigste Aufgabe dich wieder gesund zu bekommen, damit du solche Anstürme gut bewältigen kannst."


    Vielleicht war Ànthimos da aber doch auch ein bisschen wie Furianus, denn auch er nahm gerne Bitten entgegen und half auch gerne auf eine joviala Art und Weise. Selbst jemanden zu bitten war aber ganz und gar nicht nach seinem Geschmack. Dafür war er wohl zu selbstbewusst, wenn nicht gar narzisstisch.


  • ...was dem Hausherrn nicht verborgen blieb. Mit einem beachtlichen Maß an Wonne saß Furianus im Triclinium, sich dem Cicero widmend, als plötzlich das Vertraute seine Nase strich. Es waren Erinnerungen aus seiner Kindheit, vage zwar, doch stets mit dem süßen Beigeschmack adulescenter Unbeschwertheit. Es war eine Zeit, die er misste.
    Sofort ward eine Gruppe Sklaven herbei gebeten und zur Beschaffung dieser so süß riechenden Quelle abkommandiert. Sie eilten runter in die Küche und nahmen die Speiesen, ohne auch nur ein Wort an den Koch zu verlieren, weg. Alaina selbst wurde anschließend in der Küche mit allerlei Ausreden fest gehalten, damit sie sich ja nicht dem Hausherrn nähern konnte. Er aß lieber alleine, verköstigte ohne Gesellschaft und war auch insbesondere heute nicht gerade in guter Laune.


    Sofort stürzte er sich über das Vertraute, verschlang es ohne jede Manier. Es war auch egal, denn nur Sklaven und seine Prinzipien schauten ihm bei diesem barbarischen Gebaren zu. Die Sklaven hatten sowieso keinerlei Bedeutung und seine Prinzipien verstand Furianus als dehnbar. Insofern genoß er das reichhaltige, und für römische Verhältnisse sehr kräftige Mahl in vollen Zügen. Eine volle hora lang.


    Und ließ nach der Köchin rufen... ;)


  • Entweder war der Mann recht bescheiden und dahingehend zu bewundern. Auf der anderen Seite konnte natürlich auch sein Selbstbewusstsein nicht ausreichend für solch hohe Träume sein. Und die letzte Möglichkeit war einfach das Beschränkte, das Dumme. Aber da der Grieche neben seiner politischen Tätigkeit ebenso ein Sportler wie auch Iatros war, konnte dieser unmöglich so stupide angelegt sein.


    "Warum solltest du hier versauern?", antwortete er sogleich überrascht.
    "Es ist keine Nuance, welche einen Peregrinus vom Römer unterscheidet. Es ist eine Sache von unermesslicher Ehre, Geschichte, Identität, Kultur, Philosophie und Erhabenheit. Zudem rechtlicher sowie auch materieller Vorteil.", entgegnete er begeistert und schwang recht stolz die patriotische Flagge. Er selbst, erst in späten Jahren seiner Position gewahr, war geradezu fanatisch, wenn es um sein Vaterland und den Vergleich mit anderen großen Kulturen ging. Er bewunderte sie, mehr aber auch nicht. Ein leichtes Lächeln umspielte seine Züge.
    "Um es in der Sprache des Sports auszudrücken. Der Erste, der Beste - ist Römer. Die Zweiten und Dritten sind die, welche wir Peregrini nennen. Und zu diesen gehörst du derzeit, Iatros. Und als Sportler solltest du doch nach den Sternen greifen wollen, nicht wahr?"


    Furianus hätte sich in einer anderen Situation, eine andere Person betreffend, wohl selbst ohrfeigen können. Er hasste es, wie leichtsinnig man heutzutage mit der römischen Staatsbürgerschaft umging. Jeder daher Gelaufene konnte sich seiner Meinung nach diesen Status sichern. Die Zeiten, in denen nur die Besten zu den Besten gehörten, waren längst vorbei. Und gerade weil er die Vielseitigkeit dieses Mannes insgeheim bewunderte - so etwas würde ein Römer nie vor einem Peregrinus zugeben -, wollte Furianus diesen zu den Besten gezählt wissen.


    "Du hast Recht, ich habe die Abgeschiedenheit ja bewusst gewählt. Ich wollte mich erholen. Doch ich fühle mich gestärkt - und ich bin immer noch Politiker. Es ist nicht der gute Wille, der mich antreibt. Es ist das reinste Kalkül. Je mehr Kontakte ich knüpfe, je mehr kleine Gefallen ich hier tue, desto größer wird meine Macht. So war es schon immer, das ist unser Prinzip und ich finde es gut, denn jeder profitiert davon. Der Schwächere wie auch der Stärkere.
    Aber gut, wann soll ich in den Thermen sein? Ich muss so schnell wie nur möglich wieder meine alte Stärke haben. Die Zeit rennt mir wortwörtlich davon."


  • Leise seufzte sie, als man sie mehr oder weniger in die Küche sperrte, nachdem das Essen aufgetragen worden war.... da sie es aber hasste müssig zu sein und ihm auch nicht die Genugtuung gönnen wollte, sie nervös zu machen, widmete sie sich lieber dem Chaos, welches sie angerichtet..... dort unzählige kupferne Töpfe die geshchrubbt werden wollten, hier verstreutes Mehl und zu ihrer größten Verwunderung ein wenig Teig welches an der Decke klebte, wie war das nur dorthin gekommen? Sie hob eine Braue und schüttelte nur verwundert den Kopf, es war schon erstaunlich zu was sie allem fähig war, wenn sie denn mal versuchte mühsam ihre wenigen Kenntnisse des Kochens umzusetzen......


    Mit Elan stürtzte sie sich auf die Arbeit, sie gehörte zu jenen Menschen, die immer beshcäftigt sein mussten, sonst langweilte sie sich arg. Gelernt hagte sie shcon immer gern udn sich als sie noch in die Lehre ging mit Feuereifer auf die verschiedenen Künste gestürtzt und mit Leichtigkeit Sprachen gelernt... nur mit Kochen tat sie sich schwer.... aber immerhin hatte sie es versucht und das Ergebnis ihrer Art wurde gerade beurteilt.... egal was geschehen würde, es würde sich erst zeigen, wenn der Hausherr sich dazu herabließe sie zu sich rufen zu lassen.
    Gerade als sie bis zu den Ellenbogen im Spülwasser stand und einen Topf schrubbte, steckte eine Sklave, etwas verschüchtert, den Kopf zur Tür und hieß ihr, ihm zu folgen. Lautlos seufzte sie, befreite ihre Hände von Seife und Wasser, wischte sich einige Strähnen rotgoldenen Haares aus dem Gesicht und ließ sich dann durch die langen Gänge des Hauses führen.


    "Domine.... hier ist Alaina!" wurde sie angekündigt und nachdem sie dann ihre Tunika etwas geglättet hatte (wie durch ein Wunder ohne einen einzigen Fleck), betrat sie das Triclinium und fand nicht nur den Hausherrn dort, sondern auch die letzten Reste ihres gekochten Essen. Ob es ihm geschmeckt hatte oder aber ob er die Speisen den Hunden vorgeworfen hatte, wusste sie nicht zu sagen. Sie selbst aber zeigte ihm nur eine undruchdringliche Miene.


    "Du wolltest mich sehen!" meinte sie, ohne viel Demut, aber zumindest ein wenig Respeckt in der Stimme. Nicht wegen seiner Stellung im Rom, sondern als Hausherrn..... siche sie hätte auch wieder jede nege spitze Bemerkungen fallen lassen können, aber diese verkniff sie sich... vorerst ;)

  • In Vorbereitung auf das Aufeinandertreffen, hatte sich Furianus selbstverständlich in einer goldenen Schüssel, gefüllt mit klarem Bergwasser - wo es herkam, war ihm auch egal, er glaubte nur gerne den Verheißungen der Händler - die Hände gewaschen und das Gesicht mit einem Leinentuch abgetupft.
    Die Reste ließ er ruhig stehen, sie sollte es sehen.
    Mit der flachen Hand deutete er, nachdem sie wie befohlen erschienen war, auf eine der leeren Klinen.
    "Nimm´ Platz.", sagte er sodann ruhigen Tones, jedoch ohne jedwede Ahnungen ob des Zukünftigen entstehen zu lassen.
    Theatralisch strich er sich durch das, noch, volle Haar und seufzte leicht.


    "Ich habe mich in dir getäuscht, muss ich sagen. Die Küche ist der rechte Platz für dich, auch wenn meine Absicht, dich dort unten arbeiten zu lassen, nur die deines Scheiterns war.
    Mir schmeckt dein Essen und ich werde dich dafür entsprechend entlohnen."


    Diesen Triumph gönnte er ihr. Nach dem Essen war Furianus, wie wohl viele Männer, gerne bereit auch nachzugeben, wenn dies eine gewisse Ruhe und einen kleinen Frieden auslöste.


    "Doch ich werde nicht immer hier bleiben. Mein Zustand verbessert sich allmählich und ich gedenke in ein paar Monaten, wenn die Götter mir eine schnelle Besserung zuteil haben lassen, nach Rom zurück zu kehren.
    Und ich würde dein Essen in Rom nicht missen wollen. Die Bezahlung werde ich dir selbstverständlich anheben, um eine Unterkunft kümmere ich mich ebenfalls. Dein Einverständnis ist das, welches ich noch nicht habe."

  • Es war fast wie die Ruhe vor dem Sturm, dass Zusammentreffen zweier Naturkatastrophen, welche sich miteinander messen wollten. Die wilde ungebärdige Keltin auf der einen Seite, auf der anderen der mächtige Senator..... Rom und Britanien, der eine wollte Unterdrückung, die andere ihre Freiheit erkämpfen. Zumindest hatte es den Anschein, dass es so kommen würde.....
    Wortlos folgt sie seiner Aufforderung und setzte sich ihm gegenüber, die Hände brav in den Schoss gefaltet, aber eher um zu verbergen, dass sie doch nervös und besorgt war. Würde sie nun aus dem hause gejagt werden? Oder gar schlimmeres.... sie wusste um ihre Kochkünste war es nicht wirklich gut bestellt, aber sie hatte sich Mühe gegeben und ihre Kindeheitserrinerungen lebendig werden lassen.


    Es überraschte sie unglaublich, dass er Lob für sie erübrigte und dann auch noch eingestand, dass er sich in ihr getäuscht hatte. Sie riss die Augen auf und biss sich auf die Unterlippe, war die ernst gemeint, oder aber wollte er sie erst einmal nur besänftigen und dann zusehen, wie tief sie fallen konnte. Es war schwer in der undruchdringlichen Miene des Senators zu lesen..... aler er ihr jedoch ein lukratives angebot machte, wurde ihr bewusst, dass er es wirklich ernst meinte und es war wohl nun an ihr, ihm auch ein wneig reinen Wein einzuschenken...


    "Dein Angebot ehrt dich, Senator!" sagte sie nachdenklich und ernst. "Und ich muss zugeben, dass du mich vor eine Aufgabe gestellt hast, die mir nicht liegt...... Ich habe vor zu vielen Sommern meine Heimat verlassen müssen, ich war noch Kind, als ich von meiner Mutter lernen sollte, wie sich eine Frau zu benehmen hat.... doch das Schicksal gab mir einen anderen Weg!" noch war sie nicht bereit sich jemanden anzuvertrauen und auch dem Senator wollte sie nicht die Gründe erklären müssen, warum sie so fern ihrer Heimat war, warum sie nicht ein Leben an der Seite eines Mannes aus den Clanns führte.


    "Bisher war ich selbst davon überzeugt, das meine Fähigkeit in den Kochkünsten ungenügend sind und mir liegen andere Dinge wesentlich besser als dies...... ich würde gern euer Angebot annehmen, aber dann würde ich euch und auch mir etwas vormachen, was ich nicht bin...." gestand sie ehrlich ein.


    "Sicher ich kann lernen ..... aber wenn ich ehrlich bin, mir steht nicht der Sinn danach.... Lieber würde ich den Dingen nachgehen, die mir wohl vertraut sind! Ich habe wohl nicht nur dich sondern auch mich selbst überrascht!"


    "Wenn du wirklich willst, dass ich ein Teil deines Haushaltes werde, dann musst du auch damit Leben und Umgehen können, dass ich mir nicht alles gefallen lasse und auch hin und wieder lieber die Wahrheit unverblümt und ungewollt offenbarre, anstatt mich hinter hübschen Floskeln zu verstecken. Außerdem solltest du wissen, das ich nie vor hatte Respecktlos zu erscheinen, aber es ist nun mal meine Eigenart auch mal mit dem Kopf durch die wand zu wollen!" es kam selten vor dass sie gegenüber einem anderem ihre Schwächen zugab und ihre Worte kamen einer Entschuldigung näher, als er jemals würde erwarten können.

  • Furianus verstand im ersten Moment nicht, worauf sie hinaus wollte. Im zweiten Moment blieb die Frage ebenfalls unbeantwortet. Ihr gefiel die Arbeit nicht, das war eine direkte Absage und ihr Temperament als Begründung nachzuschieben, war wohl ebenfalls ein deutliches `nein`.


    "Ich verstehe.", antwortete er sogleich knapp und bestätigte dies noch einmal für sich mit einem leichten Nicken.


    "Ich fand deine Speisen köstlich. Ein Jammer, dass mir dies nicht erhalten bleibt. Aber du hast Recht, solch eine Schönheit darf, trotz der Kochkünste, nicht in der Küche versauern.", sprach er gepaart mit einem leichten Lächeln.
    Frauen waren diesbezüglich sehr einfach gestrikt. Mit Komplimenten würde er sie sicherlich um den Finger wickeln können. So war es bei jeder Frau. 8)

  • Er gab ihrem schon sowieso großen Selbstbewustsein nur noch mehr Nahrung, in dem er ihre Arbeit, welche sie gar nicht gut beherrschte, hoch Lobte zumal, er dann auch noch ihr Honig um den Mund schmierte indem er sie als Schönheit bezeichnete. Ob das nun ernst gemeint war oder nicht, konnte sie nicht sagen, aber da er ernsthaftes Interesse an ihr hatte, überlegte sie, ob sie einen Komprmiss eingehen sollte. Das Geld konnte sie gut gebrauchen und hatte es eigentlich auch noch dringend nötig und es war eine gute Aussicht eine feste Stelle bei einem Senator zu bekommen... sicher sie würden recht häufig aneinander geraten, weil sie andere Vorstellungen hatten, aber sie hatte zumindest die erste Prüfung die er ihr gestellt hatte bestanden, besser als sie sich selbst eingestanden hatte.....


    "Dein Angebot ist verlockend....." sagte sie vorsichtig, noch wollte sie ihm kein eindeutiges "Ja" geben, sondern sehen, was noch für sie heraus springen würde. Sollte er ruhig glauben das er sie mit kleinen Komplimenten um den Finger wickeln konnte, aber sie wusste, es war anders.


    "Ich bin bereit für dich zu arbeiten, aber dann bitte nicht dauerhaft als Köchin...... wenn du es wünscht, kann ich gern noch einmal Chaos in deinen Küchen anrichten... aber nicht jeden Tag. Ich würde mich wohler fühlen, wenn ich den Dingen nachkommen kann, die ich wirklich beherrsche....."

  • Was beherrschte sie denn nun? Furianus bereitete sich innerlich schon auf Antworten vor, die eher dem horizontalen Gewerbe anhingen. Oder etwas Exotisches wie ausgefallene Tänze oder irgend welche magischen Tricks. Hoffentlich war dies nicht eine von diesen Gauklern.


    "Und was beherrscht du?", warf er sich ja nun, nachdem sie diese Frage unbedingt hören wollte, in das Messer. Nun kam es, irgend welche Obszönitäten. :D

  • Was auch immer er erwartete, kam nicht, denn sie enttäuschte seine Ahnungen... wobei sie sich fragte, ob er überhaupt zugehört hatte, als sie das erste Mal mit einander geredet hatten und sie sich vorgstellt hatte. Aber das schob sie ein wneig auf seine Schwäche und vielleicht auch auf das Alter, welches er zu verbergen suchte.


    "Ich beherrsche fünf verschiedene Sprachen, Koine, die der Clanns der Insel mit allen Dialekten, Germansich, Hispanisch und Latein. Lesen, Schreiben, das Zahlensystem, ein wenig Rhetorik!" antwortete sie und zählte somit alle Kentnisse auf, die sie bereits erwähnt hatte. Sie eignete sich wesentlich besser als Scriba, denn als Köchin. Zumindest war dies ihre Meinung.

  • "Hmmm...", grummelte Furi in seinen nicht vorhandenen Bart und tippte sich leicht mit dem Zeigefinger auf die Lippen.


    "Mit deinen Fähigkeiten wärst du zum Übersetzer oder gar kleinem Provinzpolitiker prädestiniert. Aber da ich keinen Übersetzer brauche und Rom sicherleich keine Frau in der Politik, schließt sich das aus."


    Wobei sie, wenn sie nicht ganz dumm war, vielleicht hier in Alexandria politisch tätig werden konnte. Die waren ja eher toleranter, was diese Thematik anging.


    "Wenn du willst, kannst du es als mein Scriba versuchen. Aber mir fällt gerade nicht ein, wofür genau ich dich einsetzen könnte. Ich habe, bis auf meine Tätigkeit und Pflicht als Senator kein Amt inne. Was nicht heißt, dass dies für immer so sein wird, aber derzeit...mal sehen, ich werde in Rom schon etwas finden, auch wenn dies für dich bedeutet den jungen Flaviern ein paar Sprachen mehr beizubringen."


    Lehrer hatte man ja schließlich nie genug. Und warum ging sie, verdammt nochmal, nicht auf sein Kompliment ein? Das beschäftigte ihn mehr, als ihre spätere Verwedung. Aber ein Senator ließ sich sowas nicht anmerken.

  • Er hatte ihr wirklich nicht zugehört. Innerlich seufzte sie auf. war das nun typisch Mann, oder typisch Senator? Vermutlich Beides, der Mann wollte keiner Frau zuhören und der Senator hörte nur dann zu wenn es um wichtige Dinge der Politik ging, nicht um die Fähigkeiten möglicher Bediensteter. Sein desinteresse lag also nicht an seinem Alter, sondern wohl eher an seiner Eigenart seines Charakter.
    Sie Unterdrückte ein genervtes Augenrollen und wartete seine Reaktion ab.


    In die Politik gehen wollte sie nicht, sie fühlte sich nicht sonderlich wohl, wenn sie auf dem Prüfstand stand oder wenn man jede ihrer Taten genau beurteilten. Lieber war sie da Selbtsständig in ihrer Art. "Mag sein, aber Politik liegt mir nicht!" warf sie kurz ein und wartete ab was da noch kommen würde.


    Die Aussicht auf die Stelle als Scriba war da schon verlockender für sie, ebenso dass sie auch Lehrerin werden konnte. Aber das würde sich wohl mit der Zeit zeigen.


    "Ich würde mich gern als Scriba beweisen, wenn du mir die Gelegenheit gibtst!" sagte sie, was so viel wie ein "Ja" bedeutete, nur mit mehr Worten.


    Sie war nicht wirklich resistent gegen seine Komplimente, doch hatte sie zu viele andere Dinge im Kopf, als sich sofort geschmeichelt zu fühlen, nur weil ein Mann auf ihre körperlichen Vorzüge einging. Sie hasste es, nur auf das Äußere reduziert zu werden, war sie doch klug und auch ein wenig begabt und vorallem nicht auf den Kopf gefallen.


  • Kurz flackerte sein griechischer Hitzkopf in ihm auf, denn er mochte es ganz und gar nicht, wenn man so von seiner Polis redete. Diese unglaubliche Arroganz der Rhomäer war vielen Griechen ein Dorn im Auge. Aber vielleicht musste man auch so von seiner Kultur überzeugt sein, wenn man Senator wurde. Aber auch Anthi hatte ein öffentliches Amt und war ebenso von seiner Heimat überzeugt wie Furianus von seiner.


    "Versauern? Ich lehre Medizin am Museion. Auf der ganzen Welt gibt es keine besse Bildungseinrichtung, das weis jeder. Und das in Alexandria der wohl schönsten Stadt im Imperium. Sicher ist das rhomäische Bürgerrecht eine unermesslicher Ehre, Geschichte, Identität und Kultur. Aber das ist es für euch Rhomäer. Ich aber bin Grieche und werde das auch immer bleiben. Und hier in Alexandria werde ich zu meinem Recht kommen, wenn mir unrecht angetan wird, da bin ich mir sicher. Und wegen dem Materiellen: Ich werde die Kultur meiner Väter nicht für ein paar Münzen ablegen. Und wenn Leute bei euch das Bürgerrecht erhalten, denen es darum geht, solltet ihr vielleicht überlegen, ob ihr solche Leute überhaupt bei euch haben wollt. Und wenn du meinst, solche Menschen stehen über mir, bloß weil sie Rhomäer sind und ich nicht, dann kann ich dir das nicht verübeln, auch wenn ich diese Ansicht nicht teile. Ich bin nunmal Grieche. Mein Volk hat die Redekunst erfunden, ebenso wie die Philosophie und die Mathematik. Die besten Athleten sind Griechen und bei uns hat jeder Bürger eine Stimme in der Ekklesia. Ich bin stolz ein Bürger Alexandrias zu sein und hier gibt es mehr als genug, mit dem ich meinen Ehrgeiz stillen kann. Ich greife nach den Sternen, aber meine Sterne sind nicht in Rom, sondern in Alexandria, nämlich im Museion und im Gymnasion. Wenn ich erst einmal einen Ölzweig bei den Olympischen Spielen gewonnen habe, habe ich mir meinen Stern gesichert und werde nach dem Nächsten suchen. Ich möchte nicht, dass du denkst ich schätze dein Volk gering. Ich habe nur keine Intention meinem Volk den Rücken zu kehren."


    Er zuckte ein wenig entschuldigend mit den Schultern und hoffte der Senator würde ihm seine Meinung nicht übel nehmen.


    "Aber ich denke bei den Dampfbädern werden wir viel Zeit haben über so etwas zu reden. Ich würde sagen wir treffen uns in den frühen Abendstunden, wenn du da Zeit hast. Alternativ wäre noch früh am Morgen gut, wenn dir das besser passen würde. Ich werde mich dann gerne nach dir richten. Ich bin sicher, dass wir dich in der Zeit gesund bekommen, die du dir vorgestellt hast. Von meiner Seite aus wären wir dann fertig. Und denk bitte an die Diät, sie sit essentiell für deine Heilung."


  • `Politik liegt mir nicht`,war ihm doch egal. Als würde er sich für sie interessieren - nur für sie als Objekt.
    Furianus haderte, er wurde immer wütender. Warum empfing sie nicht den Ball der Entzückung, den er ihr zugespielt hatte?
    Er war Lucius Flavius Furianus, ein Nachfahre einstiger Kaiser, der Sohn des bekannten Felix, von unten bis hin zum Proconsul aufgestiegen und das in so schneller Zeit! Es funktionierte bei seinem Vater, damals bei den Frauen in Rom war er wie ein zweiter Apollon! Und nun! Er musste wohl gealtert sein und diese Erkenntnis lief ihm wie ein Schauder den Rücken runter.
    Vielleicht sollte er sie nehmen, hier und jetzt, einfach beweisen, dass er noch ein Mann war und etwas zwischen den Lenden hatte. Wer würde es ihm übel nehmen - sie im Nachhinein wohl auch nicht, auch wenn sie sich sträuben würde.
    Doch halt, etwas musste er übersehen haben und da fiel es ihm ein. Warum sonst hat sie ihn gezwungenermaßen die Frage aussprechen lassen, was sie denn kann. Genau! Sie war viel weiter als alle Frauen oder einfach anders. Ihrer Schönheit bewusst, rühmte sie sich mit ihrer Bildung. Ja, das musste er unbedingt schön verpacken.


    "Gut, dann sei es so. Aber ich muss aufpassen, wo ich dich einsetze, bei so einer Schönheit und Intelligenz werden dir wohl Männer verfallen, die ich lieber nicht an meinem Togazipfel hängend sehen würde, nur um sich mit dir zu treffen.", sagte er mit einem leichten Lächeln auf den Lippen und wies mit der Hand auf eine Schüssel voller Weintrauben.


    Nun musste sie reagieren. Wenn nicht, dann war er wirklich zu alt - oder sie hatte kein Benehmen. Und da Furianus sich alles andere eingestehen würde, außer dem mangelnden Aussehen, würde es wohl letztendlich ihr schlechtes Benehmen werden. :D

  • Hätte Alaina geahnt, welche Selbstzweifel es bei ihrem Gegenüber auslöste, dass sie nicht sofort und voller Begeisterung, am besten noch auf Knien, für seine Komplimente dankte, dann hätte sie ihn wohl ausgelacht. Was war das für ein Senator, wenn er sich in seinem Stolz schon angekratzt fühlte, nur weil eine Frau nicht sofort überwältigt war von seinem Charme war. Was wohl auch daran lag, dass sie Beide einen gänzlich falschen Start hinter sich hatten und ein böses Wort auf das andere gefolgt war. Wie sollte sich da Symphatie aufbauen, im Augenblick herrschte zwischen ihnen doch gerade so etwas wie ein kurzer Waffenstillstand, welcher vermutlich nicht lange währen würde. In dieser Hinsicht waren sie sich zu ähnlich, sie hatten gewisse Vorstellungen vom Leben und Beide einen gewaltigen Sturkopf und konnten wenn sie ein Ziel vor AUgen hatten auch mal blindlings durch die Wand rennen und weit übers Ziel hinausschießen...


    Aber da sie nicht sie nicht wusste, was in Furianus Kopf herum ging, denn sie hatte nicht gelernt wie man Gedanken liest, konnte sie nur auf seine Worte reagieren, nicht auf seinen verletzten Stolz oder seine verletzte Männlichkeit oder seine Selbstzweifel... ;).


    Eine leichte Röte färbte ihre Wangen, als er meinte er müssen aufpassen, wo er sie einsetzte. Das kam doch recht unerwartet und war eben nicht nur darauf ausgelegt ihre körperliche Vorzüge zum Verkauf anzubieten, indem sie seine Konkurenz bezirzen sollte. "Wo du mich einsetzt, ist dir überlassen!" sagte sie mit einem Lächeln, welches sie schlecht verbergen konnte, da sie sich doch recht geschmeichelt fühlte von seinen Worten. Um ihre Verlegenheit zu überspielen, nahm sie sich etwas von den Trauben, wobei sie eine etwas nachdenklich zwischen den Finger drehte.


    "Egal wo du mich am Ende hinsetzten wirst, ich werde mein Bestes geben und wenn nötig auch Augen und Ohren offen halten.... ein Mann wie, du der Einfluss und Macht hat, hat sichelrich auch Leute die ihm nicht woholgesonnen sind, die Konkurenz ist schließlich groß!" es war mehr eine Festellung. Ihr kluger Verstand arbeitete rasend schnell, es gab als Frau Mittel und Wege Dinge herauszufinden, die Mann nicht einmal ahnte.... aber noch war es etwas zu früh, sich darüber Gedanken zu machen.... noch waren sie nicht in Rom, dem Pfuhl der Intrigen und der Macht, wo der Unterschied zwischen Freund und Feind nicht immer klar zu erkennen war. Wie weit sie jedoch gehen würde um ihren Dienstherrn zufrieden zu stellen, ließ sie offen, denn eigentlich würde sie sich selbst für einen Senator nicht verprostituiren.... Dies war eine Grenze die sie niemals überschreiten würde.


  • Furianus lächelte.


    "Du bist sehr patriotisch, du kennst deinen Platz in der Weltordnung und auch wenn du ihn nicht gerade mit deinem Status großartig verbessern wirst können, so bist du dennoch zielstrebig.", fasste er zusammen, wobei er selbst darüber nur lachen konnte.
    Natürlich hatten die Griechen viel vollbracht, viel geebnet, aber die Sonne stand schon lange nicht so über Athen wie sie jetzt über Rom stand.


    "So viel du deine griechische Abkunft noch rühmen magst, die Götter haben euch verlassen. Die Vormachtstellung des Hellenismus ist zu ende. Alles wird romanisiert und auch wenn ich ein Mann konservativer Haltung bin, blicke ich dennoch fest in die Zukunft. Und in meiner Zukunft hat das Griechische keinen Platz, nicht mehr."


    Und damit war für ihn diese Thematik auch abgehandelt. Rom war unangefochtener Herrscher und das dürfte jede weitere Argumentation zunichte machen. Aber mit seiner Aussage, es gehe vielen "neuen" Römern nur um die materiellen Werten, hatte er bei Furianus auf nährhaften Boden gestoßen. Er verabscheute diese Menschen, die seine Kultur nicht achteten, sondern wie Parasiten an ihr nagten und sie damit allmählich zugrunde richteten. Es fing mit dem Frevler, sogar einem Senator Roms, Germanicus Avarus an und hörte womöglich erst dann auf, wenn ein römischer Kaiser das barbarische Gesatammel irgend eines Stammes aus Germanien dem Latein würde vorziehen wollen. In so einem Rom wollte Furianus weder leben noch erhalten, geschweige denn seinen Kindern hinterlassen.


    "Ich denke die frühen Abendstunden werden einen geeigneten Rahmen für gute Gespräche sowie auch für entspannende Heilpraktiken bieten.", warf er dann ein, um sich selbst aus seinen Gedanken zu reissen.


    "Ja, an deine Diät werde ich mich halten - so weit es mir möglich sein wird."


  • Ihr leichtes Lächeln, die zuvor deutliche Errötung der Wangen, dies alles ließ nur einen Schluss zu, welcher auch nicht lange auf sich warten ließ. Furianus nickte ihr ebenfalls lächelnd zu, wohl wissend, dass sie sich auch prostituieren würde, falls es dringlich war.
    Er konnte ja nicht wissen, was sie dachte, sondern deutete nur ihre Mimik, das Gesagte und die Körperhaltung. Und dies alles konnte einen Mann, welcher Furianus stets war, nur zu diesem einen Rückschluss bewegen.


    "Den ersten und größten Abschaum kann ich dir schon jetzt sagen. Alle Germanici, insbesondere Senator Germanicus Avarus, würde ich am liebsten unter der Erde wissen.", sagte er lächelnd und schob sich eine Weintraube in den Mund, auf die er in der anderen Sekunde genüsslich draufbiss.


    "Der hießige Statthalter ist zwar einer, aber ich kenne ihn nicht und darob ist er mir recht egal. Nur der Umstand, dass er ein Germanicus ist, lässt Aversionen gegen ihn schon jetzt bei mir entstehen."

  • Ad
    L Flavios Furianos
    Hygros Flavios pros Alexandreio
    Eparchia Aigyptos



    M' Furiano amico suo s.p.d.


    ich danke Dir für Deinen Brief und habe mich sehr darüber gefreut. Ich hoffe, Deine Gesundheit steigert sich weiterhin in dem Maße, den Du mir geschildert hast. Aegyptus ist eine herrliche Provinz - Du weißt, auch ich habe dort lange gelebt. Meine Mutter ist dort begraben und mein Vater diente bei einer der stationierten Legionen.


    Der Gesundheitszustand des Kaisers betrübt uns alle hier sehr und wir sind untröstlich über sein Verlassen Roms. Aber ich denke, es ist das Beste, denn auch hier kann er wenig am öffentlichen Leben teilnehmen, da seine Krankheit ihn schwächt.


    Ich hoffe, die Auflösung der Verlobung Leukas** hat Dich nicht zu sehr getroffen. Ich bin untröstlich, doch ihr Tutor verlor vermutlich die Geduld und hat sie sehr rasch anderweitig verheiratet, wie Du sicherlich bereits gehört hast. Ich bedaure dies sehr, doch er entschied ohne mein Wissen. Dies sollte unsere Freundschaft jedoch nicht weiter trüben.


    Aber nun zu Dir:


    Wie ich hörte, verehrst Du eine Dame, deren Vater Dir nicht wohlgeneigt ist. Ich empfehle Dir einen Brief. Auch habe ich ein Gedicht gefunden, das ihr zweifelsohne gefallen wird. Es stammt von Ovidius Naso, einem großen Lyriker. Besonders die Zeilen ab dem Vers DCXXXX sind gut gelungen - derartiges schätzt sie sehr. Möglicherweise kannst du sie erproben, damit Du endlich erfährst, was Du wissen willst.


    Nun möchte ich aber enden, denn mein Herr hat mir die lästigen Pflichten seines Ehrenamtes aufgetragen, während er dafür das Lob erhält.



    Vale bene,


    Manius

    Sim-Off:

    * = lat.: Durus
    ** = lat. Alba


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