• Zitat

    Original von Tiberius Iulius Numerianuns
    ....[/B]


    Auch Andronicus sah wie die schwere Kavallerie der Parther auf die Infanterie der Römer prallte. Und es tat íhm weh, dass er hier auf seinem Ross saß, während seine Kameraden im Akkord starben. Doch auch für ihn würde es bald los gehen.
    Wie von dem Tribunen befohlen machten Andronicus und seine Kameraden sich zum Kampf bereit. Er legte die Hasta ein und wartete nur noch auf den Befehl zum Losstürmen...

  • Auch wenn Priscus schon Jahre bei der Armee war und dies nicht seine erste Schlacht, so sah er nun doch zum ersten Mal Panzerreiter in größerer Zahl auf sich zu kommen. Am Lagerfeuer hatten die Männer schon oft über diesen Augenblick gesprochen und sich darauf vorbereitet. Doch die Sprüche, die der Optio im Kopf hatte, wollten nicht so recht zu dem passen, was er jetzt wirklich fühlte. Mit zusammengekniffenen Augen beobachtete er die anrollenden Reiter, während sich die Centurie befehlsgemäß über die toten Körper der Gegner oder Kameraden ein Stück zurück zog. Irgendwas stimmte nicht in dem Bild. "Lasst euch nicht täuschen! Die sind schwer, aber sonst nichts! Ein Felsbrocken könnte sich kaum schlechter wehren!"


    Nun war aber ein Felsbrocken mit dieser Geschwindigkeit ein mehr als ernstzunehmender Gegner. Obwohl es Priscus ein völliges Rätsel war, wie die Reiter die schwer gepanzerten Pferde erstens über die ganze Strecke auf diese Geschwindigkeit bringen konnten und zweitens auch vom Boden nicht durcheinander gebracht wurden. Viel zeit zum rätseln hatte er nicht, denn schon erfolgte der Aufprall der Reiter und der Optio, der in der dritten Reihe gestanden hatte, fand sich einige Schritte weiter hinten wieder.


    "Holt sie von den Pferden! Stecht auf die Hälse!" rief er seinen Männern zu und hoffte, irgendwo einen brauchbaren Schild zu finden, denn seiner hatte die unsanfte Landung nicht überlebt.

  • Zitat

    Original von Narrator et Lucius Artorius Avitus
    ...


    Lucius Battiacus


    Battiacus hatte einen heftigen Aufprall erwartet, während er das Vorpreschen der Pferde hörte war ihm der Mut immer weiter gesunken, diesen auch nur zu überleben, aber das was kam überstieg alle seine Erwartungen bei weitem. Die Reiter stürmten durch die ersten zwei Reihen, als ob dort nichts gewesen wäre, die Soldaten, die direkt in der Auftreffzone lagen hatten nicht die geringste Chance. Battiacus selbst hatte Glück im Unglück, er stand etwas am Rande der feinlichen Kräfte und wurde nicht sofort zermalmt, der heftige Aufprall traf aber sein Schild und schlug dieses samt seinem Arm mit aller gewalt zurück, der Druck presste ihn zur Seite in seine Kameraden hinein, erst Sekunden später merkte er, dass sein Arm große Schmerzen bereitete und er sein scutum nicht mehr halten konnte. Als er laut anfing zu brüllen, dass er zurück müsse nahmen ihn zwei Kameraden hinter ihre Schilde, sein eigenes hatte er abgelegt, dennoch gelang es einem der Parther noch ihm einen neuerlichen Hieb auf den Arm zu verpassen, wodurch er stark zu bluten anfing. Mühsam zwängte sich Batttiacus zurück durch die Reihen, bis er einen capsarius traf: [I]"Heia! Capsarius mein Arm!" zischte er diesem zwischen zusammengebissenen Zähnen zu.
    "Zeig her! Ja, sieht übel aus, wenn du Pech hast...! Und vermutlich die Schulter gebrochen, sehr übel! Warte einen Moment! dann wand er einen Behelfverband um dessen Arm und sagte weiter:"Schaffst du es allein nach hinten? Du siehst ja, hier ist... Aber beeil dich, ich weiß nicht, wie lange wir heir noch halten!
    "Natürlich schaff ich das! Halt mir die Jungs am Leben, sind gute! Entgegenete Battiacus unwirsch und machte sich so gut es ging nach hinten zusammen mit einigen anderen nicht allzu schwer verwundeten, stets hoffend, das ihre Kameraden die Parther noch aufhalten würden, bis sie in Sicherheit waren, denn so waren sie wirklich leichte Beute.



    Zitat

    Original von Tiberius Artorius Imperiosus
    ...


    Marcus Iulius Licinus
    Licinus konnte es nicht glauben, wenn er es nicht selbst gesehen hätte, der Feind stürmte durch die ersten Reihen, wie ein Schiff durch das Wasser. Durch den Schildwall hindurch, das konnte doch einfach nicht sein. Für einen Augenblick, der ihm wie eine Unendlichkeit vorkam war er wie gelähmt.
    Dann bemerkte er wie der Optio die Männer neu organisieren wollte um die Feldzeichen zu schützen und gewann seine Beweglickeit zurück, er lief zu seinem Kameraden, den langsam zurückweichenden milites zurufend "Ad signum! Ad signum!", einige folgten ihm, andere zogen sich weiter zurück, im Augenwinkel sah er, wie sich Battiacus offensichtlich verarzten ließ, hoffentlich war es nichts Ernstes! Dann erreichte er den Optio und schob sein Schild ein Stück weit unter seines: "Ziemliches Schlamassel, das hier! Wo bleibt eigentlich die verdammte Reserve?, fragte er, obwohl er wusste, dass diese so schnell gar nicht hätte hier sein können, so war es nun ihre Aufgabe das signum und vor allem den heiligen Adler zu schützen. Sie brauchten dringend Verstärkung!

  • Appius sah das aufeinanderprallen der Linien und sein Bauchgefühl wurde immer schlimmer. Nicht nur daß die Reiterei nun die Linien faktisch aufgebrochen hatte und dies auch noch recht tief, in ihren Kielwasser kam zu allem überdruss auch noch die parthische Infanterie und diesmal wohl keine Bauern und gepressten.
    Er konnte also nicht zu hilfe eilen da man ihm sonst wohl in die Flanke gefallen wäre, also blieb er mit seier Cohorte an Ort und Stelle, allerdings schickte auch er einen Melder zum Kommando um nach Befehlen zu fragen und auch ob die Reserven ind die Schlacht geworden werden würden. Immerhin würde dies unter Umständen die Schlacht entscheiden und es war wohl an der Zeit die zahlenmäßige Überlegenheit der römischen Kräfte auszuspielen.
    Mit disen Gedanken schickte er also den Melder aus, um Befehle zu erhalten bzw. wartete auf Signale der bedrängten Cohorte zur Hilfe zu kommen.

  • Keine Regung zeigte sich auf dem Gesicht des Tiberius Vitamalacus, als er beobachtete, wie sich der Angriff der Parther auf die Reihen der ersten Centurie der ersten Kohorte auswirkten. Das Ergenis mochte auf den ersten Blick beunruhigend sein, doch letzlich hielt eine einzige Centurie der Prima dem Ansturm der Parther stand.


    Selbst wenn es vier fast vier ganze Reihen gebraucht hatte, dem Sturmangriff der Parther hatte die Centurie standgehalten und zwei geschlossene Reihen Miles bis zum Adler waren ein Hindernis, das ohne Schwung und übergrossen Druck nicht zu überfinden war.


    Doch es war an der Zeit, die Centurie zu entlasten,...


    "Centuria I, langsam zurück ziehen,.. Cohors I, Reihe schliessen !"


    Den Befehl trugen die Cornischen wieder in die vorderste Linien. Die geschundene I. Centurie würde sich langsam zurückziehen, während die anderen vier Cohorten seitlich in den Keil der Parther stossen würden, den Keil nach und nach auflösend, bis wieder ein geschlossener Schildwall den Feinden gegenüber stand.
    Eine Folge war, da sich der Tribun nicht vom Platz bewegte, das sich die erste Centurie nach und nach um ihn versammelte, der Adler dicht in in seiner Nähe war.


    "Cohor II., III., IV., V : Gestaffelt voran !"


    So würde der ganze Keil der Parther langsam ein gekesselt. Und dennoch liess der Tribun an die Reserve melden, das sie sich bereit halten sollte.


    Und immer noch nahmen die Bogenschützen die Parther unterbeschuss, egal ob sie Reiter, Pferd oder Fussoldaten trafen.

  • Zitat

    Original von Quintus Tiberius Vitamalacus
    Doch es war an der Zeit, die Centurie zu entlasten,...
    "Centuria I, langsam zurück ziehen,.. Cohors I, Reihe schliessen!"


    Die Rufe der Cornicen drangen an sein Ohr, als Avitus sich darum bemühte, die vorderen vier Treffen seiner Centuria wieder in Ordnung zu bringen, sie wieder zu Linien zu formieren. In dem Chaos des tobenden Kampfes, Mann gegen Mann, kämpfte keine Centuria, sondern viele einzelne Legionäre, ohne Zusammenhalt.
    "Formieren... formieren"
    brüllte Avitus mit heißerer, rauher Stimme, um seine Milites auf sich aufmerksam zu machen, damit sie sich um ihn herum aufstellten und eine Linie bildeten, einen Schildwall, einem Bollwerk aus Mut, Entschlossenheit und Schilden gleich, die Parther daran hindernd, durchzubrechen. Sie hatten ihre Chance, hatten mit vollen Anlauf in die Reihen der ersten Kohorte gestürmt. Und sie hat standgehalten, hatte nicht gewichen, trotz des hohen Preises, den sie hier bezahlen musste. Mehr konnte er seinen Männern nicht abverlangen.


    Zitat

    Original von Quintus Tiberius Vitamalacus
    ... sich die erste Centurie nach und nach um ihn versammelte...

  • Zitat

    Original von Marcus Iulius Licinus
    ....


    Imperiosus schaute zum Tesserarius, der nun neben ihm stand.


    " Tja Marcus... wir sind Soldaten und wussten, dass wir irgendwann mal eine solche Schlacht miterleben würde. "
    sagte er etwas trocken, da er sich voll und ganz auf die Feinde konzentrierte.


    Nun hörte er die Cornu aus der ferne und der Befehl war klar. Er sah, wie sein Vetetr die vorder Reihen wieder versuchte neu zu formieren, als sie sich langsam den Tribunus Vitamalacus näherten. Der Signifer mit dem Adler war direkt hinter Licinus und Imperiosus, die ihn notfalls mit ihrem Leben verteidigen würden.

  • Meine kleine "Verschnaufpause" bei den Capsarii währte nicht lange. Einer von ihnen begutachtete knapp meine Schulter - sie tat höllisch weh - betastete sie so kräftig, dass mir hören und sehen verging, bewegte meinen Arm durch, ließ mich die Faust auf und zu machen und erklärte mich für weiterhin kampftauglich.
    Er wickelte mir einen behelfsmäßigen Verband um die Schulter, scheuchte mich in den Kampf zurück, und wandte sich einem Kameraden zu, der eben herangeschleppt wurde und weiß wie eine Wand den Stumpf umklammerte, wo einmal sein Schwertarm gewesen war. Mit großen, starren Augen blickte ich den Verstümmelten an, sah das Blut, das zwischen seinen Fingern hervorquoll, und hörte sein entsetzliches, leises Wimmern.


    Mir war so schlecht. Schwarze Flecken wirbelten vor meinen Augen herum. Ich tat ein paar unsichere Schritt, und nahm einem Gefallenen sein Schild weg - meines war ja verloren gegangen - dann drehte sich mir auf einmal heftig der Magen um.
    Ich kotzte auf den blutigen, zertrampelten Boden. Tränen liefen mir über das Gesicht, und der Ekel und die Angst schüttelten mich wie am ganzen Leib wie ein heftiges Fieber. Irgend jemand, ich weiß nicht wer, brüllte mich an ich solle mich zusammenreissen, und irgendwie tat ich das dann auch - richtete mich auf, wischte mir übers Gesicht, berührte kurz mein Ancillium-Amulett und begab mich schniefend wieder in die Reihen meiner Centurie. Was sonst hätte ich tun können.


    Das Herannahen der Panzerreiter erlebte ich wie im Traum. Das Getöse, das Beben der Erde, die Furcht, als wir auf einmal vor ihnen zurückwichen - das alles war so gewaltig und schrecklich dass es wieder ganz weit weg von mir rückte. Ich war leer im Kopf und folgte einfach nur den Befehlen. In einer der hinteren Reihen stehend, reichte ich Pila nach vorne, und versuchte beim Zurückweichen nicht über die Leichen und Leichenteile zu stolpern, die den Boden bedeckten. Mit aller Kraft lehnte ich mich dann gegen meinen Schild, als wir in die Reiterabwehr gingen, und ich muss gestehen, ich dankte heiß Fortuna, jetzt nicht mehr vorne zu stehen!
    Noch nie habe ich etwas so brutales, so vernichtendes erlebt, wie den Moment, als die Reiter auf uns trafen, unsere Linien einfach zerbrachen, wie eine Naturgewalt. Die unbeschreibliche Wucht des Aufpralls pflanzte sich bis nach hinten fort, und schleuderte mich heftig zurück. In den vorderen Reihen musste es einfach nur mörderisch sein! Das Gladius in der Faust stemmte ich mich wieder gegen den Schild, mit zusammengebissenen Zähnen und aller Kraft, um den Druck zu halten, während vor mir ein unbeschreibliches Gemetzel losbrach.

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    SODALIS FACTIO AURATA - FACTIO AURATA

    Klient - Decima Lucilla

  • Es war einmal an einem dieser Tage, an dem eine große Schlacht tobte. Und es begab sich, dass sich zwei Götter zusammmen fanden. Sie waren von so gegensätzlicher Natur, man hätte nie vermutet, dass sie je miteinander sprechen würden. Noch viel weniger hätte man gedacht, dass diese beiden sich zu einem philosophischen Gespräch zusammenfänden.


    So kam es also, dass sich der Gott der Heilung anschickte, eine Schlacht zu besuchen. Viel hatte er schon davon gehört und wollte nun sich davon überzeugen, was es hier so zu sehen gab. Die Römer kämpften gegen diese eigentümlichen Parther. Eigentlich recht gute Kämpfer, wie er sich still eingestehen musste, aber natürlich lag sein Hauptaugenmerk auf jenen Schlachtteilnehmern, die an ihn glaubten und - natürlich - die ihm opferten. Während er nun so schaute und guckte, wen er alles heilen sollte und musste, denn als Gott waren einem ja vorher ein paar Opfergaben dargebracht worden, die man in seiner Auswahl berücksichtigen mussten, tauchte ein Zweiter neben ihm auf. Es war Pluto, der sich schon des Öfteren als Gegenspieler entpuppt hatte. Denn die Seelen ins Jenseits zu bringen lag nicht unbedingt im Interesse des Apollo.


    Apollo: Salve Pluto. Ich hatte mich wirklich schon gefragt warum du noch nicht hier warst, als ich kam.
    Pluto: Es ist wirklich eine große Überraschung dich hier zu sehen, Apoll. Hat dich deine Neugierde hierher geführt oder möchtest du dir anschauen wie man richtig mit dem Bogen umgeht?


    Die Antipathie, die zwischen beiden herrschte, war unübersehbar. Der Blick nach unten auf das Schlachtfeld wurde von pedantischem Schweigen begleitet. Es war schließlich der Gott der Heilung, der die angespannte Stille durchbrach.


    Apollo: Sie werden sich sicher fragen, wie es in der Welt nach dem Tod aussieht.


    Es dauerte einen Moment bis Pluto bemerkte, dass mit ihm gesprochen wurde.


    Pluto: Wie meinst du das?
    Apollo: Nun ja. Sie werden sich sicher fragen wie das Leben nach dem Tod aussieht, wie es so ist. Es kam bisher niemand zurück, um ihnen darüber Auskunft zu geben.
    Pluto: Es stellt sich die Frage ob sie überhaupt in diese Welt kommen.


    Darauf erntete Pluto einen so verwunderten Blick Apollos, dass dieser fast umfiel vor Lachen. Nie wäre Apollo auf den Gedanken gekommen, dass Soldaten nicht in die Unterwelt begleitet würden.


    Pluto: Ich habe mich gefragt, ob der Tod auf dem Schlachtfeld überhaupt ein guter Tod ist. Im Grunde sind sie doch alle selbst daran Schuld. Sie folgen ohne zu fragen einem Feldherrn, der ihnen befiehlt andere Menschen anzugreifen. Sie stürzen sich in das Getümmel und lassen ihr Leben. Da der Tod fast schon Gewissheit ist, bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass sie Selbstmord begehen und somit haben sie kein Anrecht auf die Nachwelt.


    Völlig verwundert stand Apollo nun da und fragte sich ob das Oberstübchen seines Mitgottes noch ganz in Ordnung war. Er wusste darum wie gefährlich es werden konnte, wenn Götter der Philosophie anheim fielen. Doch es gab hier wohl keinen Weg drum herum. So verschwand die Schlacht und die sterbenden Männer gänzlich aus dem Blick der Götter. Sie hatten etwas zu besprechen. Zu alledem auch noch etwas Wichtiges.


    Apollo: So kannst du doch aber nicht denken. Sie ziehen aus, um dem Reich Ruhm und Ehre zu bringen und sicherlich auch nicht mit dem Wunsch hier zu sterben.
    Pluto: Papperlapapp. Sie kommen hierher und kämpfen. Der Tod ist doch schon fast Gewissheit. Für mich ist das ein Selbstmordkommando.
    Apollo: Aber, so kannst du das wirklich nicht sehen. Sie gehen zur Legion oder den Auxilliareinheiten um Rom zu dienen...
    Pluto: Sie wissen aber schon dort, dass es in eine Schlacht gehen kann. Sie müssen ja nicht zu den Truppen, wenn sie nicht sterben wollen. Es bleibt bei Selbstmord.
    Apollo: Wer soll dann aber die Römer und ihr Reich verteidigen? Wenn sie wissen, dass sie nach einer Schlacht nicht in die Unterwelt kommen, geht doch keiner mehr zu den Truppen.
    Pluto: Aber sie wissen es doch nicht.


    Wieder sah Apollo ziemlich überfahren drein. Hielt Pluto die Menschen wirklich für so dumm? Nun gut...sie waren es zum großem Teil auch, aber einige waren doch auch ganz pfiffig und die würden das sicher bemerken.


    Apollo: Du solltest die Menschen nicht unterschätzen. Die merken eine ganze Menge.
    Pluto: Ich bleibe dabei....Selbstmord.
    Apollo: Das ist aber kein Selbstmord. Angenommen du hast Recht, sie wissen, dass sie sterben und könnten auch damit rechnen. Aber sie haben doch auch manchmal Familie. Eltern, Geschwister, Frau oder Kinder. Die wollen doch dann wissen wo sie mit ihren Vätern, Brüdern oder Männern reden können.
    Pluto: Hätten sie diese davon abgehalten, dann wüssten sie wo sie mit ihnen sprechen können. Nämlich zu Hause.


    Pluto grinste breit. Bisher hatte er auf jedes Argument Apolls ein gutes Gegenargument bringen können. Zumindest aus seiner Sicht. Apoll hingegen war sich noch immer nicht so sicher, dass Pluto auf einer seiner Reisen nicht doch etwas an den Kopf bekommen hatte und nun nur noch Blödsinn redete. Also startete er einen neuen Klärungsversuch.


    Apollo: Also gut. Nehmen wir mal an, du hättest mit allem Recht...
    Pluto: Das müssen wir nicht annehmen, das habe ich sowieso.
    Apollo: Wir nehmen jetzt einmal an, dass du Recht hättest. Wie viele Seelen würden dann auf einmal auf der Welt herumgeistern. Die würden sich ja irgendwann auf die Füße treten. Das kann doch keiner verantworten.


    Hier stutzte Pluto nun. Daran hatte er noch nicht gedacht. Das wäre auch nicht gut. Die ganze Welt voller Geister und Seelen. Das würde definitiv Ärger geben.


    Pluto: Ich bleibe aber dabei, dass es Selbstmord ist... ah...stirbt da nicht gerade der, der dir vor drei Tagen noch geopfert hatte und deinen Beistand erbat? Ich glaube, der ist schon ein Fall für mich.


    Apollo richtete seinen Blick geschwind auf das Schlachtfeld zurück und es war tatsächlich so. Der hatte ihm geopfert. Schnell machte er sich auf den Weg zu diesem um sein Opfer nicht unnötig erscheinen zu lassen.


    Pluto: Du musst dich nicht so beeilen. Er gehört schon mir. Sieh doch nur. Er sieht schon fast tot aus.
    Apollo: Geh weg und lasse mir meine 10 Augenblicke. Dann darfst du dich seiner annehmen. Überlebt er aber, lässt du ihn in Ruhe.


    Pluto hingegen konnte sein Spiel nicht lassen und erschien dem armen Wurm. Live und in Farbe. Mit einem süffisanten Grinsen, stand er neben ihm.


    Pluto: Na? Haben wir eine Nahtoderfahrung?



    Wieder einmal sieht man, dass es nichts als Ärger bringt wenn sich Götter in der Philosophie versuchen. Es ist einfach ungesund für die Menschen, wenn die Götter anfangen über bestimmte Dinge wie den Selbstmord nachzudenken. Fast wäre der Mann gestorben. Aber nur fast. Denn Apollo war noch zur rechten Zeit gekommen und konnte ihn von Plutos Hand reißen. Der Gott der Heilung nahm sich von nun an vor keine Gespräche solcher Art mehr mit Pluto zu führen.


    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann versucht Apollo noch heute solchen Diskussionen aus dem Weg zu gehen und Pluto... Apollo in solche Gespräche zu verwickeln.

  • Mit dem Einsatz der Panzerreiter erreicht die Schlacht ihren Höhepunkt. Noch immer verzichtet der Kaiser darauf, die zahlenmäßig den gepanzerten überlegene, aber leichtere römische Kavallerie einzusetzen. Gegen die schwere Reiterei wären das nur unnötige Verluste. Die Legionen scheinen dem Ansturm stand zu halten, auch wenn die tief gestaffelte Linie langsam dünner wird.


    Dann hebt der Kaiser doch wieder einen Arm als Zeichen für neue Befehle. Am linken Flügel macht sich die Auxiliarreiterei bereit, zahlenmäßig in etwa so stark wie die Panzerreiter. Aber ihr Ziel ist die langgezogene Flanke der den Reitern folgenden Fußsoldaten. Wie in den Übungen und Reiterparaden tausendfach geübt, halten sie auf diese zu, die Wurfspieße kreisend über dem Kopf und biegen kurz vor ihnen ab, um den Speer seitlich in die Menge zu schleudern. Und schon reihen sie sich wieder hinten ein, um einen zweiten Angriff zu reiten. Ebenso nähert sich vom rechten Flügel ein weiterer großer Trupp Reiter mit derselben Strategie, während die parthischen Panzerreiter zwischen den Legionen und den eigenen nachfolgenden Fußtruppen in ihrer Reaktion behindert sind.

  • Sim-Off:

    *lol* die Götter, das Krieg Selbstmord ist, hat irgendwie was:D


    Nun also rückte man wieder vor um die Parther einzukesseln. Gesagt getan.
    Während die I.Cohorte noch immer die Haupkampflast trug, zusammen mit den Prätorianern, rückte die V. vor um langsam die Parther einzukesseln.

  • Zitat

    Appius Terentius Cyprianus
    ... rückte die V. vor um langsam die Parther einzukesseln


    M' TADIUS CATO
    [Blockierte Grafik: http://img206.imageshack.us/img206/46/militesnc1.png]


    Tadius hatte den Aufmarsch der schweren parthischen Reiterei gespannt verfolgt und freute sich, nicht in der ersten Kohorte zu dienen. Die Junge dort mussten einiges einstecken und er war sich nicht sicher, ob sie es schaffen würden, dem massiven Ansturm, dem gewaltigsten und furchtsamsten, was Tadius bis dahin gesehen und erlebt hatte, standzuhalten. Doch sie taten es, bei Mars. Tadius war zwiegespalten. Er beneidete die Männer der ersten Kohorte nicht um ihre Rolle in dieser Schlacht, gleichzeitig aber wünschte er, an ihrer Stelle oder zumindest an ihrer Seite gewesen zu sein.


    Der Tribun Terentius gab Befehl zum Vorrücken und die fünfte Kohorte setzte sich, angeführt von ihren Centurionen, in Bewegung. Ein flüchtiger Blick zur Seite verriet, dass die angrenzenden Kohorten zurückblieben und da Tadius nicht den Überblick eines Offiziers hatte, plagten ihn die Fragen, was ihnen bevorstand. Nervös umklammerte er den Griff des Gladius, während er einen Fuß von dem anderen setzte, dem nächsten Kampf entgegenschritt und leise betete, um Kraft betete, diese Schlacht zu überleben.



    MILES GREGARIUS - COHORS V

  • Fast dankbar registrierte Priscus, dass sich nun auch offenbar die römische Reiterei in den Kampf einmischte und weitere parthische Soldaten schon beim Rachrücken aufhielt. Außerdem bemerkte er erst jetzt, dass der Pfeilbeschuß deutlich nachgelassen hatte. Ein parthischer Panzerreiter, der ihm vom Pferd herunter vor die Füße kippte, holte den Optio aber wieder aus einen Gedanken zurück, zumal unter dem reiter noch zwei Legionäre lagen. Mit einer wuchtigen bewegung haute Priscus dem Parther die Unterkante des Schildes in den Nacken. Das erzeugte mit Sicherheit ein häßlich knackendes Geräusch, was man aber im allgemeinen Schlachtlärm nicht hörte. Stattdessen rief der Tribun die erste Cohorte zum Formieren. "Formation schließen! Keine Einzelkämpfe!" gab Priscus den Befehl weiter. Die Umsetzung gestaltete sich allerdings alles andere als einfach.

  • [Blockierte Grafik: http://img524.imageshack.us/img524/3310/krieger3lc5.jpg] | Kashtarith, Sardar der Kataphraktoi


    Mit mörderischer Wucht waren die Panzerreiter in die feindlichen Reihen der Ersten Legion und der Prätorianer gebrochen. Kashtarith war mittendrin. Erbittert focht er in dem blutigen Nahkampf der nun entbrannte, und es stachelte den Mut seiner Leute an, spornte sie dazu an wirklich alles zu geben, als sie ihren General so an ihrer Seite und an vorderster Front kämpfen sahen.
    Nur ein Gedanke beherrschte ihn - der Adler! Der Adler war nicht mehr weit. Nur wenige Reihen vor sich, sah er ihn über den Köpfen der Kämpfenden schweben, die Schwingen ausgebreitet, in der Sonne hellauf blitzend, trutzig und anmaßend, so wie die Männer, die unter diesem Götzenbild in die Schlacht gezogen waren.
    Seine Lanze war geborsten, als er sie beim Aufeinandertreffen in einen Römer versenkt hatte, und gerade hieb er mit dem Schwert, einer langen und geschwungenen Klinge, von oben einen feindlichen Soldaten nieder, der, noch benommen vom Aufprall und aus der Formation gerissen, leichte Beute war.
    "Den Adler!" , brüllte der General zu den Reitern, die ihn umgaben, reckte das blutige Schwert und deutete aneifernd auf das Feldzeichen.
    "Den Adler für Osroëne!"
    Stoisch trampelten die Pferde über tote Körper hinweg, über Freund und Feind gleichermassen, als die Panzerreiter im Gefecht weiter vordrängten, in die noch erhaltenen Reihen hinein, die sie von ihrem Ziel trennten. Womöglich war dies hier der entscheidende Moment der Schlacht.


    Am wirklich allerhärtesten traf es die Centurien ganz in der Mitte - die erste und die zweite - als sich die Clibanarii ohne Rücksicht auf Verluste vorwärts kämpften, auf ihrem Weg zum Adler, vom Rücken ihrer gepanzerten Ungetüme auf die Legionäre einhieben und stachen, sie niederritten oder von den Hufen zerstampfen ließen. Zwar waren die Clibanarii nur schwer zu verwunden, doch bei dieser wilden Attacke wurde natürlich auch von ihnen so mancher aus dem Sattel gerissen und verlor sein Leben unter den Gladii der kampfstarken römischen Legionäre. Andere drängten nach. Im ihrem Rücken schließlich folgten axtschwingend die breitschultrigen Baktrier, viele an der Zahl, gar mehrere Tausend rückten an, machten die nieder, die den Reitern entgangen waren, und spalteten mit ihren Streitäxten die Schädel der verwundeten Römer, so gleichmütig als würden sie Holz hacken.


    Den Adler! Das Blut jagte durch die Adern des Generals, alles um ihn herum schien ihm von extremer Klarheit und Schärfe zu sein. Gut sah's im Moment für seine Leute aus. Nur die zahlreichen Reserven, die die Römer noch nicht in die Schlacht geworfen hatten, die machten Kashtarith allerdings Bedenken.
    Mit dem Schild wehrte er einen Stich gegen sein Bein ab, hieb dem Römer den metallenen Rand ins Gesicht, dass er zurücktaumelte und unter die Hufe des Reiters neben ihm kam. Ein Pfeil sauste über ihn hinweg, rauschte durch die wogende Helmzier hindurch, und er duckte sich instinktiv. Das war knapp.
    Dann drang ein Triumphschrei an sein Ohr. Seine Leute waren durchgebrochen. (Und zwar genau zwischen der ersten und der zweiten Centurie.)
    Er spornte seinen Grauen und bahnte sich den Weg. Mit einer Gruppe von zwölf Panzerreitern - weitere machten schon Anstalten nachzusetzen - erreichte er den Bereich hinter der ersten Centurie.
    Ohne zu säumen stürmten die Parther auf den Aquilifer und auf die Männer, die sich um ihn herum gescharrt hatten, los. Mutig vertrat ein Legionär Kashtarith den Weg, führte einen Stich gegen die Beine seines Pferdes - da stieg der Graue, seine Hufe mit den Eisenspitzen wirbelten durch die Luft, und als der Römer sich zur Seite duckte traf ihn das Schwert des Generals in den Hals, dass es beinahe den Kopf vom Rumpf trennte. Kashtarith trieb das lahmende Pferd weiter auf den Aquilifer zu, setzte über einen zu Boden gegangenen Reiter hinweg, und ging zum Angriff über. Blitzschnell sauste seine Klinge auf den nächsten herab, der sich zwischen ihn und den Adler stellte, und ein anderer Reiter streckte schon die Hand nach der wertvollen Beute aus. Der Sieg schien zum Greifen nah....


    ~ ~ ~


    Während dort der Kampf um den Adler tobte, bissen auf dem großen Schlachtfeld die römischen Auxilliaren die Parther empfindlich in die Flanke. Speere dezimierten die vorrückenden Fußtruppen, die sich mit dicken Lederschilden zu schützen versuchten, und dann mit Erleichterung sahen wie die parthische leichte Reiterei, die sich zuvor an den Flanken postiert hatte, anrückte. Wieder zückten die Männer die Bögen, und bestrichen vom Pferderücken aus die Reiter der Hilfstruppen mit ihren Pfeilsalven...

  • Zitat

    Original von Tiberius Artorius Imperiosus
    ...


    Licinus wollte grade noch etwas etgegensetzen, als er bemerkte, dass sich eine kleine Truppe Reiter einen Weg zwischen der ersten und der zweiten centuria hindurch gebahnt hatte, so blieb ihm nur ein:
    "Achtung links!


    Zitat

    Original von Narrator
    ...


    Um ihn herum sah er wie immer wieder Soldaten versuchten den feinlichen Reitern entgegenzutreten und einfach beiseite geschleudert wurden. Leicht seitlich von ihm versuchte ein Reiter in einer besonders prachtvollen Rüstung* sich einen Weg zum Adler zu bahnen und schlug unglaublichen Geschwindigkeit auf die milites ein, die sich ihm entgegenstellten. Plötzlich sah aus dem Augenwinkel, wie auf der anderen Seite ein besonders verwegener Feind seine Hand nach dem Adler ausstreckte ohne groß nachzudenken stieß er sein Schwert in Richtung des Armes, ohne dabei auf seine Deckung zu achten.
    "Nein, du dreckiger filius lupae!" brüllte er...


    Sim-Off:

    *unterstell ich hier einfach mal, wenn's nicht sein kann, bitte PN an mich, dann korrigier ich das
    [SIZE=7]Edit: "Auf der anderen Seite" eingefügt[/SIZE]

  • "Oh nein"
    Das Blut gefohr dem Artorier in den Adern, als er sah, dass die Parther eine Lücke zwischen den beiden Centurien rissen und durchbrachen. Nicht viele, nur etwa ein Dutzend Reiter, aber weitere drängten bereits nach, rissen die Lücke auf. Ihr Anführer, der mit seinem Krummschwert seine Leute dahinmetzelte, machte aus seinen Absichten keinen Hehl, deutete immer wieder auf den Adler, schrie laut. Ohne Zweifel, die Parther wollten sie hier in der ersten Schlacht nicht nur besiegen. Sie wollten die Legion demütigen, ihnen ihr Heiligstes rauben, ihren Adler.


    Avitus wusste, ging der Adler verloren, dann war es das für ihn. Man würde ihn degradieren, auspeitschen und unehrenhaft aus der Legion werfen, wenn er es wagen würde, diese Schlacht hier zu überleben. Jedermann in Rom und bei den Truppen würde wissen, er, Lucius Artorius Avitus, der ehemalige Primus Pilus der Ersten Legion, der Kaiserlegion, hatte versagt, hatte sich den Adler aus den Händen reissen lassen. Jeder würde mit dem Finger auf ihn deuten oder hinter vorgehaltener Hand über ihn reden. Der Artorier, der versagt hatte...


    Nein!


    Die Axt hätte ihm seinen Schädel gespalten, wenn er nicht reagiert hätte. Er wäre schnell, schmerzlos und im Kampf gestorben. Was wollte man mehr... Doch bevor er auch nur einen Gedanken fassen konnte, reagierte er, deckte sich mit seinem Schild, der jedoch dem mächtigen Angriff des Baktriers nicht standzuhalten vermochte. Die Axt durchbrach ihn teilweise, verfing sich darin und Avitus spürte, wie ein stechender Schmerz durch seinen linken Arm ging. Der Baktrier riss die Axt zu sich, versuchte, sie zu befreien. Der Schild wurde Avitus aus der Hand gerissen, doch er verzagte nicht.
    "Du willst den Adler?"
    brüllte er den Baktrier an, der versuchte, seine Axt von dem Schild zu befreien. Avitus machte einen Schritt vor, um Platz zur Seite zu haben.
    "Du Bastard..."
    Ein linker Hacken traf den Parther mitten ins Gesicht, brach ihm augenblicklich die Nase. Obwohl er größer war als Avitus und diesem Schlag problemlos getrotzt hätte, wenn ihn die verfangene Axt nicht behindert hätte, fand er in Avitus einen wütenden, zu allem entschlossenen Feind. Er taumelte zurück und bevor er sich wieder sammeln konnte, packte ihn der Artorier wütend an den Haaren, zog ihn zu sich zurück. Er holte aus zu einem Hieb mit dem Gladius und schlug zu. Der Kopf der Baktriers wurde abgetrennt und sein Gesichtsausdruck erstarrte in dem Augenblick seines Todes.


    Weitere Feinde drängten nach, und dem nächsten schleuderte Avitus den Kopf entgegen, stürmte gleich hinterher. Und als der Baktrier dem losen Kopf eines seiner Kameraden angewiedert auswich, gab er Avitus Zeit, an ihn ranzukommen. Ein weiterer Hieb, mit dem Avitus dem Mann seinen Schädel spaltete.
    "Centurio... centurio, der Adler. Sie wollen den Adler"
    Doch Avitus hörte den Mann nicht. Ein Blutschleier senkte sich vor seinem Blick, als er dem nächsten Baktrier sein Schwert in den Hals rammte, den er eben noch gesehen hatte, als dieser einem seiner verwundeten Milites den Schädel spaltete und das mit einer Gleichgültigkeit, die den Artorier zur Weißglut trieb.
    "Centurio, verdammt noch mal..."
    Avitus fuhr herum, blickte den Mann verständnislos an.
    "Was?"
    "Sie wollen den Adler. Was sollen wir tun? Was verdammt noch mal wir tun sollen..."
    Avitus brauchte einen Augenblick, um zu realisieren, was vor sich ging. Was verdammt noch mal trieb er hier? Hatte er völlig den Verstand verloren, jede Hoffnung aufgegeben und wollte sich selbstmörderisch in den Kampf werfen, um seinem Leben ein unrühmliches Ende zu setzen? So, wie er sich hier benahm, konnte man es durchaus annehmen.


    "Was sollen wir tun, centurio?"
    wollte der Miles immer noch wissen. Er sah fertig aus und wenn die Moral seiner Einheit so tief gesunken war, dann würden sie nicht mehr lange durchhalten. Avitus wafr einen Blick zurück.
    "Schickt... schickt einen Melder zum Befehlsstand. Wo scheiße nochmal bleibt die Reserve, wir wertden aufgerieben"
    schrie er, während er sich eines weiteren Bakriers erwehrte.
    "Die centuria soll Rundumverteidigung einnehmen. Der Adler wird beschützt. Bis zu letzten Atemzug..."
    Der Miles verschwand und Avitus hoffte, dass er es lebend zum Befehlsstand schaffen würde.


    Der Artorier selbst zog sich zurück, während die Centuria einen Kries bildete, den Adler in ihre Mitte nahm. Ab hier gab es kein zurück mehr, sie standen mit dem Rücken zur Wand. Umso verbissener kämpften sie, schützten den Adler. Doch Avitus wusste, sie kämpften auf verlorenem Posten. Wenn man nicht bald die Reserve in die Schlacht warf, würde von seiner Einheit nicht mehr viel übrig bleiben und die Legio würde ihren Adler - und ihren Primus Pilus, was aber in diesem Fall nur nebensächlich war - verlieren...

  • An der rechten Flanke der Legion, bei der V. Cohorte hatte der Tribun das Problem, daß die Befehle zum Kesseln nicht möglich waren. Die Hilfstruppen kämpften zwar gegen die anrückenden Fußtruppen, aber die Parthische leichte Reiterei beschäftigte die schwere reiterei der Römer und fügte ihr Verluste zu.
    Um also weiter vorrücken zu können und den bedrängten Cohorten im Zentrum zu helfen, mußte die Cohorte sich also einen Weg durch die parthische Infanterie schlagen.
    Nungut sie waren Römer, sie waren für diese Art Kampf ausgebildet und als I. Legion des Reiches sowieso die Elite.
    Er Befahl also den Angriff auf die schon dezmierten und gestörten Infantristen der Parther.


    Die Cohorte maschierte also weiter auf die Parther zu, dann in Reichweite kam das Signal der Bläser und die Plia der Römer flogen auf die Parther zu. Dann wurde zum Angriff (und Laufschritt) geblasen.
    Wie die Parther einige Zeit vorher würde nun die V. Cohorte in voller Wucht auf die parthische Linie prallen und ihrerseits versuchen sie zur Flucht oder Aufgabe zu bringen...


    Sim-Off:

    ich hoffe das "bissel" eigeninitiative ist ok, falls nicht mich per pn benachrichtigen (und am besten den narrator sollte er darauf reagieren auch^^) und dann wird der post abgeändert

  • Imperiosus sah nach Links, als Licinus ihn darauf hinweis. 'Scheiße' die Parther hatetn tatsächich einen Weg gefunden durch zu brechen. Die Situation schien Hoffnungslos doch durften sie einfach nicht aufgeben. Tiberius fragte sich, warum die Reserve immer noch zuschaute, während sie langsam aber sicher aufgerieben wurden.


    Die Zeit schien fast stehen zu bleiben, als sich die Ereignisse überschlugen. Sofort warf der Artorier seinen Optiostab weg.


    " Milites, bildet eine Kreis um den Adler.... "


    Die Befehle, die der Centruio bzw Optio gegeben hatte, wurde sofort ausgeführt. Imperiosus ergriff sein Gladius und stand nun in der ersten REihe. Nun war es egal, ob er sich feige hinten versteckte oder vorne bei den kämpfenden Soldaten stand. Er wollte ihnenn Mut geben. Ein kurzer Blick ging zum Centurio, der anscheinend in Blutrausch gerade war. Als einer der Reiter plötzlich auf den Artorier zugeritten kam. Der Stoß, den er abgekommen hatte, warf ihn ein wenig zurück, was noch nicht so schlimm war, wen man daran dachte, dass viele Milites ihr Leben.
    Erbittert versuchten sie die Reiter von ihren Pferden zu holen und ihnen zu zeigen, was mit denen geschieht, die es wagten, ihren Adler stehlen zu wollen.


    Als Imperiosus einen dieser Reiter gerade vom Pferd reizen wollte, passte er einen Moment lang nicht auf. Dem Artorier wurde es schwarz vor den Augen, eine warme masse rann seinen Arm herunter. Wurde er wirklich verletzt... Marcellus, der gerade in seiner nähe war schrie ihn an...


    " Hey, Optio... ist noch kein Feierabend... steh wieder auf. "


    Gnaeus hatte seinen Humor noch nicht verloren und Imperiosus stand wieder auf, gerade noch rechtzeitig, denn einer der Baktrier rannte auf ihn zu, schwang seine Axt und schlug in dem Moment zu, als sich der Artorier wieder aufgerafft hatte. Seine Axt traf den Boden und er zog ihn schnell wieder heraus. Tiberius versenkte sein Gladius in den Bauch des Feindes, der darauf zu Boden sackte. Imperiosus hob sein Scutum auf und stellte sich wieder in den Kreis, wartend das ein weiterer Parther angriff.


    " Audaces fortuna juvat ! " ~ Den Tapferen hilft das Glück !
    murmelte Imperiosus leise...


    Sein Kopf brummte und sein Arm schmerzte, doch dies war nur ein kleiner Preis, den Imperiosus bereit war zu bezahlen, wenn er es nur schaffte den Adler zu beschützen.

  • Es war tatsächlich einigen Parther geglückt, zwischen zwei der II. und III. Kohorte durchzubrechen, anscheinend in dem Moment da sich die I. Centurie hinter der Kohorte sammelte, ziemlich genau da, wo sich der Tribun und seine Begleitung befand, die zur Zeit nur noch aus einem Corbnichen, zwei regulärer Eques und einem jener riessigen Miles die sonst sein Zelt bewachten bestand. Und natürlich war Titus auch dabei, der sich aber im Sattel seines Pferdes, genauso wie der andere riessige Miles, sichtlich unwohlfühlte.


    "Reihen schliessen ! Reihen schleissen !" drang die Stimme des Tribuns an die Männer in der II. und III. Centurie, wie zuvor ruhig und bestimmt. Der Kampf vor ihm um den Adler wurde mit erbitterter Härte ausgetragen, und es war an den Centurien in der ersten Reihe zuverhindern, das noch mehr Parther nach rückten, die Lücke klein hielten, bis die Reserve die Lücke versiegeln würde.


    "Meldung an die Reserve : Vorrücken !"


    Noch einmal erklang das Signal der Cornichen, gab das Signal an die Reserve. Reserve war eigentlich ein Wort, das diese nur unzureichend beschrieb, waren es doch nicht einfach ein paar Mann, sondern ganze 5 Kohorten, die nun der Legatus oder der Praefectus ins Feld führen würden.
    Aber es war nicht nur ein Signal nach hinten, sondern auch eines nach vorne, hiess es doch für alle bedrängten Einheiten, so stand wie sie sich auch hielten, das Erlösung unmittelbar bevorstand.


    Die schwerste Aufgabe hatte zur Zeit aber die I. Centurie, die sich um den Adler scharrte, bereit diesen mit dem letzten Tropfen ihres Blutes zu verteidigen. Und bei dieser Aufgabe würde er sie nicht allein lassen, er streckte seine rechte Hand zur Seite und einer der Eques, reichte ihm einen Wurfpfeil.


    Es war für den Tribun ein beruhigendes Gefühl, die Waffe in der Hand zu haben, es war fast so, als ob ein Gefühl der Wärme von der Hand an der Waffe ausging, das durch den ganzen Körper wanderte und der Tribun einen Moment fast in einem Zustand des Trances war. Sein Blick peilte einen Parther an, der auf den Adler zustürmte, diesem gefährlich Nahe. Das Bild prägte sich in das Geächnis des Tiberiers ein, das Pferd des Parther schein im Sprung begriffen, das Schwert und die Rüstung des Feindes blitzten im Sonnenlicht auf,.... und der Wurfspeer des Tribuns verliess seine Hand, sein Blick verfolgte die Flugbahn, bis zu dem Moment, da sich der Speer in den Oberkörper des Parthers bohrte.


    "Schützt den Adler !"


    Dieser Befehl war nicht an die I. Centurie gerichtet, die auch ohne Befehl wussten, was sie zu tun hatten, sondern an die Männer in seiner Begleitung. Und diese taten wie ihnen gesagt, Titus und der andere Hüne sprangen fast aus ihren Sattteln, rissen die Gladii aus ihren Schneiden und stürmten seite an seite, Scutum an Scutum vorran. Die beiden Hünen hielten direkt auf die nur wenige Schritte vor ihnen kämpfende I. Centurie zu, stellten sich dabei einem Parther, der sich ihnen in den Weg stellte.


    "Ihr wollt den Adler, dann müsst ihr mich erstmal töten !" donnerte er in bestem, römischen Griechisch den Feinden entgegen.


    Und der Tribun und die beiden Eques hielten ihre Pferde zu einem schnellen Trab an, steuerten dabei auf die Parther zu, die mit scheinbar um jeden Preis den Adler wollten. Er mochte wenige Herzschläge von einem blutigen Zweikampf entfernt sein, doch sein Atem war ruhig und sein Verstand war hellwach. Er fand nicht nur Zeit dazu, neben seinem ersten Gegner auch noch die möglichen anderen Gefahren zu registrieren, ihm wurde bewusst, das der Feind ein hohen Preis für den Mann ausgesetzt haben musste, der den Adler der Prima bekam. Und darin, so schoss es ihm durch den Kopf, bestand nicht nur eine Gefahr für die Legion, sondern auch eine Chance. Denn die Feinde kämpften so weniger als Kollektiv, sondern mehr als Einzelkämpfer.


    "Iuppiter und Mars !" rief er laut, als er den ersten Parther ereichte und das Spartha in seiner Hand auf diesen niederging. "Das Blut dieser Parther widme ich euch !"

  • Tote Leiber türmten sich vor den Füßen der römischen Soldaten, leblose Augen starrten in den Himmel und die Angriffe wurden immer schwacher, immer weniger und blieben ganz aus. In den Händen hielt Marcus das Schwert eines seiner gefallenen Soldaten und atmete schwer. Das Gefühl des Triumphs war matt, schwach im Angesicht, daß es sich um einfaches Bauernvolk gehandelt hatte, die die Legion nur zermürben sollte. Trockener Wind wehte über Marcus hinweg und trocknete den Schweiß auf seiner Stirn. Marcus leckte sich über die trockenen Lippen. Sandkörner erzitterten, Waffen klirrten – die auf dem Boden lagen – und ein Donnern, ein lautes Branden näherte sich. Langsam hob Marcus den Kopf und spähte über die Ebene hinweg. Überwältigend war der Anblick der Reiter. Mythische Wesen gleichend schienen sie aus der Unterwelt hervor zu stürzen, aus dem Tartaros, um sich mit ihren Hörnern, ihrem geiferndem Atem auf die Legion zu stürzen. Parthische Dämonen, Ungeheuer und Bestien, Marcus war wie vom Donner gerührt, doch den Schock überwandte er schnell, mußte er schließlich auch. Zudem sollte er sich nicht wundern, war doch irgendwo auch der Grund zu finden, warum die Parther so ein schrecklicher Feind waren, warum sie die Römer immer und immer wieder vernichtend geschlagen hatten. Während die Reiter unaufhörlich auf sie zu brandeten, einer vernichtenden Welle von schwerer Kampfeskraft gleichend, wurden schon die Befehle weiter gereicht. Zurück weichen? Marcus Gesicht wurde grimmig. Was für ein unsinniger Befehl. Was würde das bei den Männern anrichten, wenn sie vor den Reitern erst mal zurück weichen mussten, würde es doch die Moral schwächen. Marcus biss die Zähne aufeinander und rang sich schließlich durch, Befehl war Befehl.


    „Zurück! Schnell.“


    Marcus blieb noch stehen, um als Letzter zurück zu weichen mit einigen der älteren Soldaten, die schon einige Schlachten erlebt hatten und nicht so schnell den Kopf verlieren würden. Erleichtert vernahm Marcus darum die Order, daß die Abwehr folgen sollte, denn die Reiter waren schon so nahe, daß man nicht nur das Funkeln auf dem Metall, sondern auch die immer noch unheilbringenden Hörner erkennen konnte.


    „Halt! Formation bilden.“


    Das Donnern und Tösen übertönte Marcus Stimme, doch sein Befehl sollte und wurde auch zu den anderen Soldaten weiter getragen. Aufgepeischt durch den Kampf reihte sich Marcus schnell in die erste Linie mit ein. Ein Vorbild mußte Marcus sein, wenn er auch nicht die Kraft hatte, sich einem solchen Angriff zu stellen, nur die Kräuter und das Pulsieren seines Blutes hielten Marcus noch auf den Beinen. Doch hier stellten sie sich der Elite des parthischen Reiches, einen bedrohlichen Ungeheuer und die Männer mußten das Gefühl haben, sie wären zu besiegen, keiner und erst recht nicht ihr centurio fürchtete sich vor ihnen.


    „Schild an Schild! Festen Stand suchen.“


    Marcus biß die Zähne fest aufeinander, seine Wangenknochen mahlten gegeneinander und er starrte auf die Reiter, die sich ihnen nährten. Mit all seiner Haltung, seinem Gesichtsausdruck offenbarte er eine grimmige Zuversicht. Sand wurde aufgewirbelt, das Schnauben der Pferde drang bis an Marcus Ohren, er sah ihre wehenden Mähnen, die fremdartigen Gesichter der Parther unter ihren Helmen.


    „Speere nach oben.“


    Einem Inferno glichen die parthischen Reiter, einer Urgewalt prallten sie auf die Schilde, die Speere zerbrachen, fanden ihre Ziele oder auch nicht und einer mächtigen parthischen Götterfaust gleichend donnerten die Reiter mitten in die zweite Zenturie der ersten Kohorte hinein, rißen die saubere Linie auseinander, begruben römischen Soldaten unter sich. Ein heftiger Ruck ging durch Marcus Arm als der Speer in seinen Händen zerbrach, ein lautes Wiehern und Marcus spürte wie er von etwas Hartem getroffen wurde und zur Seite geschleudert. Er rollte über den Boden, Hufen donnerten über ihn hinweg und Marcus war einige Herzschläge benommen. War es ein Opfer in der Fremde oder die Götter über dem Schlachtfeld? Marcus vermochte jedenfalls sich im letzten Moment zur Seite zu rollen und einem Pferd auszuweichen, was ihn mit den schweren Hufen in den Boden gestampft hätte. Hastig kam Marcus auf die Beine und riß das Schwert hervor. Wie sein optio bemühte sich Marcus Ordnung wieder herzustellen in das fürchterliche Chaos.


    „Zurück in die Formation.“


    Den Befehlen von dem Tribun – oder des Legaten – konnte Marcus nicht mehr umsetzen. Schon richteten die Reiter eine Schneise in die zweite Zenturie, auf den Weg zu dem Adler. Marcus sah die Reiter auf sie zukommen, wandte den Blick über die Schulter und sah den Adler seiner Legion aufragen im strahlenden Sonnenlicht. Das Zeichen ihres Mutes, ihrer Standhaftigkeit. Waren die Parther darauf aus? Marcus war sich nicht sicher, doch er wechselte einen Blick mit einem der ältesten Soldaten seiner Zenturie, Cafo. Dieser nickte. Die römischen Soldaten kämpften mit den Reitern, suchten mit den Schilden den Vormarsch der Reiterei aufzuhalten, vergebens. Marcus holte aus, um mit seinem Schwert gegen einen der Reiter – mehr seinem Pferd- zu zu stoßen. Auch Cafo tat selbiges, wollte den Mann vom Pferd holen und zielte auf dessen Bein. Doch der Mann, eindeutig ein hervorragender Kämpfer, wehrte den Angriff des Veteranen spielend ab und Cafo wurde von dessem Schild nach hinten geschleudert, begraben unter den Hufen der anderen Pferde. Auch Marcus Angriff ging ins Leere. Schreie ertönten um ihn herum und dann waren die Reiter bereits an ihm vorbei, hatten dabei eine fürchterliche Bresche in die zweite Zenturie geschlagen. Die baktrischen Soldaten drängten auf sie ein. Mit zwei anderen Soldaten schlug Marcus noch einen der parthischen Soldaten aus dem Sattel, sein Schwert bohrte sich in die Kehle des Mannes und das Blut tränkte erneut die Erde und ergoß sich über Marcus Füße. Marcus hob den Blick, verschleiert und sah über die zahlreichen toten Soldaten vor ihm, römische Soldaten. Bildet einen Kreis um den Adler. Das ertönte eindeutig bis zu Marcus. Der Adler! Jähzorn, große Wut keimte in Marcus auf. Bei Mars! Nein! Marcus suchte die Männer seiner Zenturie mit den Augen ab. Die Erste würde nicht alleine stehen, wenn, dann würden sie alle bis zum letzten Blut den Adler verteidigen. Sie würden sich auf die Parther stürzen, die sich nun auf die erste Zenturie richteten.


    „Formation bilden!“


    Mit aller Kraft brüllte Marcus das über die Männer hinweg, die noch nicht mal mehr zur Hälfte standen.


    „Diesen Bastarden überlassen wir nicht den Adler. Zur Ersten rücken. Die Lücke schließen.“


    Auch für die Zweite schien es auf diesen Posten ein bereits verlorener Kampf zu sein. Immer wieder hielt Marcus mit laut gebrüllten Befehlen die Soldaten an, die Formation zu halten und gleichzeitig auf die angreifenden Horden ein- und zurück zu drängen. Marcus Schwert vergrub sich tief in baktrische Leiber hinein, Waffen schlugen auf ihn ein, kein Moment zum Durchatmen und immer weiter ging der schwere Kampf. Dabei rückten sie stetig näher an die Erste heran, um ihnen - eine etwas weniger als achtzig Mann starke - Verstärkung zu bieten und sie mit gegen die angreifenden Horden zu verteidigen, aber auch den schweren Reitern näher zu kommen.




    [SIZE=7]/edit: Zahlenrechnerei[/SIZE]

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