In der Taberna geht die Sonne ein und aus

  • Nachdem sie ihren Mantel geholt hatten und er ihr auch ein Pferd gegeben hatte, es war der Hengst den der junge Ratbald gehabt hatte, hatten sie sich auf den Weg durch die Straßen Mogontiacums gemacht. Natürlich hatten sie nur sehr langsam reiten können und hatten dann die Pferde untergestellt.


    Nun waren Silko und Sontje also in der Taberna. Sie war wie eigentlich immer relativ gut gefüllt. Heute Abend wurden allerlei Würfelspiele gespielt. Der Nubier kannte sich mit solcherlei Treiben nicht besonders aus, aber es sollte ja auch Sontje gefallen und nicht ihm. Sie gingen zu einem freien Tisch und setzten sich.


    "Und du magst wirklich hier in der Taberna arbeiten? Ab und an geht es hier schon ganz schon rau zu. Witjon und ich haben hier mal einem Wettberwerb im Armdrücken mitgemacht, da waren schon ein paar sehr...gefährlich aussehende Gestalten hier."


    An den Abend erinnerte er sich mit Freude. Es hatte wirklich Spaß gemacht dem jetzigen Duumvir zum Sieg zu verhelfen. Mit Sontje würde ihm das wohl eher nicht gelingen. Und natürlich übertrieb er ein wenig, was die Gefährlichkeit der Personen betraf, aber ein wenig Flunkern konnte ja nicht falsch sein.


    Sim-Off:

    Wer dazu kommen mag ist herzlich eingeladen;)

  • Schweigend legten sie den Weg zurück und Sontje nutzte die Gelegenheit sich den Hinweg einzuprägen sowie den jungen Hengst, ihr Reitpferd kennenzulernen. Er war gut erzogen und liess sich gut reiten. Lautes Stimmengewirr und ausgelassenes Gelächter drang an ihre Ohren, als sie das Innere betraten. Sontje folgte Silko hinterher, warf neugierige Blicke hier und dorthin. "Achja, hier gehts rauh zu?? Meinst du nicht eher fröhlich? ich finde es bewunderswert, dass die Plätze jetzt schon so gut wie besetzt sind. Gibt es etwas zu feiern oder warum sind die alle hier?" plapperte sie drauflos und sah sich immer wieder um. Rundherum fremde Gesichter.. aber die würde sie sicherlich bald Namen und Geschichten zuordnen können. "Armdrücken? Wie geht denn das? Bringst du mir ein Würfelspiel bei?" Und zu trinken wollte sie auch etwas haben, aber was gab es im Angebot? "Bitte keinen Met für mich.. ich muss noch reiten." witzelte sie zwinkernd

  • Die Bedienung schlug Sontje Apfelsaft, Wasser oder Milch vor. Viel mehr Auswahl gab es jetzt im Winter leider nicht. Silko bestellte sich eine Milch. Der Nubier trank oft und gerne Milch, denn er war ja nicht umsonst so groß und stark geworden.


    "Ich dir ein Würfelspiel beibringen? Nun Würfelspiele waren meist was für normale Soldaten...ich habe eigentlich meistens Senet gespielt, da geht es mehr um Taktik, aber dafür müssten wir erst passende Figuren schnitzen. Ich dachte immer ihr Germanen und die Römer wären so wild auf Würfelspiele. Außerdem falls du es nicht weisst: Eigentlich ist das Würfelspiel ja nur an den Saturnalien erlaubt."


    Er zwinkerte ihr verschwörerisch zu, wusste er doch zu gut, dass er nun den Reiz der verbotenen ins Spiel gebracht hatte. Dann wurde er aber wieder ernst.
    "Von daher sollten wir das besser lassen, wenn du mich als deinen Custos Corporis fragst. Inoffiziell können wir aber gerne was spielen."

  • Wenige Schritte von dem nubischen Hünen und dem duccischen Sonnenschein betrat eine weitere Gestalt die Silva Nigra. Ein junger Germane schloss die Tür hinter sich und stapfte auf den Tresen zu, ohne seine Umgebung und die anderen Gäste auch nur eines Blickes zu würdigen. Er bestellte eine Karaffe voll Bier und stürzte den ersten Becher komplett in sich hinein. Sein Ellenbogen stützte den schweren Kopf und ein glasiger Blick stierte irgendwo auf die Wand vor ihm. Aquilia war fort und Witjon fühlte sich schrecklich. In seinem Magen hatte sich ein unglaublich flaues Gefühl breit gemacht und sein Kopf wollte einfach nicht aufhören an diese Frau zu denken. Er würde die Birne einfach mit genügend Bier ausknipsen, dann würden vielleicht auch diese Schmerzen in seiner Brust verschwinden. Unglaublich, dass Frauen solchen Ärger machen konnten. Mehr Bier wurde getrunken, die Geräusche um ihn herum vermischten sich zu einem nebensächlichen Rauschen und Witjon Blick begann nach dem dritten Becher bereits etwas unklar zu werden. Er hatte noch nichts gegessen, war merkwürdig verzweifelt und fühlte sich grauenhaft. Noch mehr Bier. An einem Tisch in der Nähe wurde gewürfelt, an einem anderen fröhlich gesungen, doch das nahm Witjon nicht wahr. Seine Gedanken drehten sich ganz um die Frau, die ihm den Kopf verdreht und dann ohne eine Nachricht verschwunden war. Der Becher wurde wieder an die Lippen gesetzt und geleert. Merkwürdig, die Karaffe war schon fast leer. Das Zeitgefühl setzte aus und Witjons Wange erlebte ein Facelifting durch langsames abrutschen von der stützenden Hand. Er fühlte sich antriebslos und wollte diese Prudentia am liebsten vergessen. Unglücklich drehte er sich auf seinem Hocker um und ließ seinen Blick durch den Schankraum schweifen, während er die Schultern betrübt hängen ließ.

  • "Ich nehme Milch.. aber eine heisse MIlch mit einem Klacks Honig, wenn es machbar ist." machte sie der Bedienung klar und sah ihr nach, als diese verschwand. "Ahso.. hmja.. okay, dann lassen wir es mit dem Würfelspielen lieber. Und damit du es weisst... meine Eltern haben mir keinerlei Würfelspiele beigebracht, weil sie es für unschicklich hielten." Sie sah auf, als die Bedienung mit den Getränken wieder zurück kam und alles trink bereit abstellte. "Hmmm... Silkoo??? Kennst du jungen Mann da drüben? Der an der Theke? Der guckt so traurig.. meinst du nicht?" begann sie den ersten Tratsch über die anwesenden lärmenden Menschen. "Nicht der da.. der andere..Hups.. beinahe wäre sein Kopf auf der Theke gelandet."

  • Silko folgte ihren Blicken und sah Witjon da sitzen. Er schien schon einige getrunken zu haben. Komisch, das war normal gar nicht seine Art...zumindest nicht in der Öffentlichkeit.


    "Da siehst du schonmal einen der ganz Schlimmen hier in der Taberna. Taugenichtse und Spieler hier, alles zusammen."


    Er grinste breit, nickte Sontje kurz zu, und machte sich auf den Weg zu dem Duccier. Als er dann hinter ihm stand, legte er ihm seine schwere Hand auf die rechte Schulter und flüsterte ihm ins linke Ohr:


    "Vielleicht mag sich der Herr Duumvir sich zu seiner Cousine und seinem Leibwächter gesellen, wo er sich auch betrinken kann, aber nicht so auf dem Präsentierteller sitzt."


    Witjon roch schon ordentlich nach Alkohol. Wahrscheinlich würde Silko ihn später tragen müssen. Jetzt war der Nubier doch froh, dass Sontje die Pferde unbedingt mitnehmen wollte...

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    Ortwini, Sohn des Siguhelm:


    Just in diesem Moment flog die Tür zur Taberna auf, und ein Gruppe junger Männer kam hereingestolpert, sichtlich angetrunken, und mit der festen Absicht in den Augen, diesen Zustand noch auszubauen. Ortwini führte die Gruppe mit einem Lachen in eine Ecke, an der noch ein Tisch für alle frei war, und just als er sich setzen wollte, sah er seinen alten Freund und Duumvir der Stadt vor einem Krug hocken, und die Augen des jungen Germanen begannen zu leuchten.


    "Marschusch... Wit...tt...tt...jon!", nuschelte der Mann, als er sich auf den Hocker neben dem Duumvir warf, "Wasch guckscht so drieslich 'nei?"
    Er hielt einen Moment verwirrt inne, als der Hüne der Duccii sich an die andere Seite des Duumvirs gesellte, er grüßte den Nubier, den er schon ein paar Mal bei Besuchen in der Casa Duccia gesehen hatte, immernoch mit respektvollem Nicken, folgte aber unweigerlich dessem deuten in den Raum herein... und da sah er sie.


    "Holla die Weldfaa... eh... die Waldfee... wer is'n das?", runzelte Ortwini die Stirn, und musterte die blonde Schönheit mit sprachvollem Staunen, "Cousine? COUSINE? WITJON!!! Wie... ARGH!!!!"


    Am liebsten wäre er seinem Freund an die Kehle gesprungen, und hätte ihn dafür erwürgt, ihm nie etwas von seiner Cousine erzählt zu haben. Dann jedoch erinnerte er sich an ein wenig seiner Erziehung, räusperte sich, und stuppste den Duccius mit einem zielgerichteten Finger in die Seite, um ihm mit unschuldigem Lächeln und einigermaßen konzentrierter Sprache etwas anderes vorzuschlagen: "Wiescho... eh... wieso setzt ihr euch nicht einfach zu uns? Du weißt schon, die Jungs, deine Cousine, Silko, du, ich... wir wollten einen kleinen Würfelabend machen, wenn du verstehst? Also? Was meinst..."

  • Na klar, da war man schonmal richtig am Boden und dann tauchte auch noch ein schwarzer Komiker auf. Witjon schaute den Custos Corporis mit trübem Blick an und wollte etwas erwidern, da wurde er auch schon vom nächsten Kerl angerempelt. Seine Miene hellte sich auf, als er Ortwini erkannte. Das letzte Mal hatte er ihn von seinen Kameraden am späten Abend des Stadtfestes nach Hause tragen lassen müssen und es versprach einmal wieder solch ein Abend zu werden. Grinsend klopfte er dem jungen Saufkumpanen auf die Schulter und lallte:
    "Jajaa, meine Base is' das, das is' sie. Sontche heißt die Schönheit."
    Ortwinis Vorschlag hörte sich ganz hervorragend an und so stand Witjon ruckartig auf - oder rutschte vielmehr in Zeitlupe vom Hocker, bis seine Füße plötzlich den Boden berührten - und lief quer durch den Schankraum einige Schritte auf Sontje zu. Ortwini hastete ihm hinterher und stellte sich dann neben ihn.
    "N'Abend Sontje. Darf ich vorstell'n, das hier is' mein Kumpel Ortwini. Er läd uns an sein' Tisch da drüben ein, zum Würfeln und...Bier trinken un' sowas. Kommsu mit?"
    Grinsend hielt er ihr eine Hand hin, die keck zum aufstehen aufforderte.

  • Sie grinste zögernd zurück und betrachtete den traurig dreinschauenden Mann. "Nunja.. nach einem Taugenichts und Spieler sieht er mir nicht gerade aus.. er sieht ganz traurig aus." erwiderte sie Silko gegenüber. Dieser liess sie alleine und wanderte zu Witjon rüber. Kopfschüttelnd beobachtete sie Silkos Kontaktaufnahme zum traurigen Mann und nippte vorsichtig von der heißen Honigmilch. Die beiden Männer wurden von einer anderne Gruppe Männer belagert, dessen Anbführers Stimme keineswegs zu überhören war. Sontje erwiderte Ortwinis Blicke mit einem freundlichen Lächeln, prostete mit der heissen Milch ihm zu. Und jetzt flüsterten alle Männer. Sontje liess sich überraschen, lehnte sich zurück und wartete. Sie musste nicht lange warten, der ehemals traurige Mann und Ortwini, dessen Namen sie noch nicht kannte, kamen an ihren Tisch. "Heilsa.." grüßte sie alle beide und spähte zum anderen Tisch rüber. Die Alkoholfahnen waren nicht zu überriechen, doch gute Laune und Spass konnte sie ertragen. "Ein netter Vorschlag von euch und Idee an mich zu denken. Wenn Silko nichts gegen euch zwei hat, komme ich mit." Sie ergirff Witjons Hand und machte sich mitsamt ihrem Getränk auf den Weg zum nächsten Tisch. "Heilsa.." grüßte sie die Männergruppe und setzte sich zwischen Witjon und Ortwini. "Also... ich sag schon mal an, dass ich keine Würfel habe. Vielleicht bin ich ein verkappter Glückskäfer.."

  • Kaum war er bei Witjon, als auch schon diese germanischen Barbaren durch die Tür kamen und Lärm machten. Den einen kannte er zwar, er war schon ein paar Mal in der Casa gewesen, aber diesen eigentlich positiven Fakt machten seine begehrlichen Blicke gleich wieder wett. Nun würde er ihn am Liebsten packen und aus der Taberna befördern. Aber da Witjon den Kerl offenbar wirklich mochte, machte er gute Miene zum bösen Spiel. Und so nickte er auch nur, als Zustimmung auf Sontjes Frage. Er wollte der Kleinen ja nicht den Abend vermiesen. Als sie sich dann aber genau zwischen Witjon und Ortwini setzte sank seine Laune nochmal deutlich. Somit war sie außer seiner direkten Reichweite und setzte sich auch noch genau neben den Kerl, vor dem er sie eigentlich beschützen wollte...und er durfte sich jetzt neben dessen stinkende Kumpanen setzen und barbarische Würfelspiele spielen-machmal schienen ihn die Götter zu hassen! Einen der Germanen drückte er galant zur Seite um sich direkt gegenüber von Ortwini zu setzen, damit er wenigstens den schnell unter Kontrolle haben würde.


    Dann setzte er das Gesicht auf, dass Väter immer hatten, wenn sie unerwünschte Verehrer in der Nähe ihrer Töchter sahen und der sagte: Behalt deine Hand bei dir, oder ich behalt deine Hand! Silko entschloss sich in nächster Zeit die passenden Figuren für ein Senet-Spiel zu schnitzen, vielleicht konnte er ja die germanische Spielkuktur ein wenig anheben.

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    Ortwini, Sohn des Siguhelm:


    Ortwinis Laune stieg exponentiell zu dem Fall von Silkos, schließlich ließ sich die grazielle Gestalt Sontjes direkt neben ihm nieder. Er grinste sie dümmlich an, legte jedoch auch in seinem Suff größten Wert darauf, ihr nicht zu nahe zu kommen. Er machte sich keine Illusionen, nur weil er mit Witjon befreundet war, hieß das noch lange nicht, dass er irgendwelche Aussichten auf die Töchter Wolfriks hatte. Sein Sohn vielleicht, wenn er sich genügend anstrengte, doch träumen durfte doch jeder... und im Moment träumte er von Sontje.


    "Du hascht... wunderbaaaaahre Augn!", nuschelte Ortwini in sich hinein, ohne wirklich die Duccia anzusprechen, auch mit viel Alkohol im Blut war es noch ein enormer Akt sowas laut auszusprechen... anstelle dessen verleibte er sich einen weiteren Becher Bier, den er heran bestellte hatte, in einem Zug, und packte den Becher und die in grobes Holz geschnitzten Würfel aus, denen man ihren regen Gebrauch deutlich ansah...


    "Also, um was schpielen wir? Geld? Laaaaaangweilig... jeder spielt um Gelddd... spielen wir um... anneres...", er blickte verschwörerisch in die Runde, fixierte dann aber Witjon, "Na, Duumvir, was meinst du?"

  • Ortwinis Genuschel registrierte Witjon nur am Rande und vermochte zum Glück seines Freundes nicht zu verstehen, was dieser da von sich gab. Stattdessen überlegte er fieberhaft, worum man spielen könnte. Da kam ihm eine Idee, als er so an Sontje vorbei zu Ortwini blickte. Grinsend legte er eine Hand auf die Schulter seiner Base.
    "Wenn wir nich' um Geld spiel'n, dann eb'n um die Frau! Der Sieger darf ein' Tag mit ihr verbring'n...natürlisch under Silkos Aufsichd!"
    Den Zusatz fügte er schnell hinzu, als er Silkos äußerst durchbohrenden Blick sah. Selbstverständlich würde er seinen Freund nicht alleine mit Sontje durch die Stadt laufen lassen!


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    Ortwini, Sohn des Siguhelm:


    Ortwini frohlockte! Das war ja noch besser, als um seine Schuhe oder sein Pferd zu spielen! "Witschoon, das is' eine tolle Ideeeh... aaaber, wie es sisch gebüat, müss'n wir n'türlisch die Dame vorheer um Erlaubnis fragen..."


    Witjon nickte eifrig. "Sontsche? Was sagstu dasszu?" (:D)

  • Sie hatte ihn nuscheln hören. "Danke.. du hast auch wunderschöne Augen. Leider sehe ich nicht viel von ihrem natürlichen Glanz... da sich ein bestimmter Schleier über sie gelegt hat." Sontje lachte Ortwini an und zwinkerte spontan. Der arme Kerl.. sie würde ihn ganz schön aufheizen.. Doch ihre Aufmerksamkeit wandte sich Witjon zu, der etwas ganz besonderes vorschlug. "Alsoo.. ich finde die Idee gar nicht so schlecht. Dann strengt euch mal an!" stimmte sie vergnügt zu und nahm große Schlucke von ihrem Becher. Ihr Blick wanderte auch zu Silko, dem sie einen bittenden Blick zuwarf, doch einmal etwas lockerer zu sein. "Silko.. spielst du auch mit? Komm schon.. du hast bestimmt eine Seite an dir, die wir noch nicht kennen."

  • Na eigentlich fand er die Sache äußerst bescheuert, was wollte er denn mit Sontje anfangen? Na wenn er dann eine Tag frei bekommen würde, könnte er vielleicht Angeln oder Jagen gehen. Da würde er Sontje dann einfach mitnehmen, wenn es sich nicht vermeiden lassen würde. Vielleicht würde sie ihm ja auch Witjon dann abnehmen, dann würde er ins Lupanar gehen können, und etwas gegen seinen Liebeskummer machen...


    "Von mir aus, dann mach ich halt mit" brummelte er. "Einen freien Tag...mit Sontje...nehm ich natürlich gerne."


    Vor seinem inneren Auge sah sich der Nubier an einem schönen Frühlingstag an einem Teich sitzen und in aller Ruhe angeln. Ein paar Meter hinter ihm war eine junge Germanin an einen Baum gefesselt und geknebelt. Nun musste er doch breit grinsen und für alle sah es so aus, als freute er sich auf das Würfelspiel.

  • Sim-Off:

    http://www.spherechild.de/szenarien_spielhilfen_wuerfel.html Hiermit könnt ihr würfeln... ihr könnt natürlich auch eure eigenen Würfel benutzen, wie ihr wollt. ;)


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    Ortwini, Sohn des Siguhelm:



    Sie hatte ihn gehört... sie hatte ihn gehört... sie hatte ihn gehört. Ortwini wurde knallrot. Wortwörtlich. Knallrot. Ein Regen von Ohrfeigen würden ihn nicht so rot aussehen lassen, wie dieser kleine Satz der dato schönsten Frau in der Taberna...


    "Auf sie werfen und Küssen!", ging durch seinen Kopf, der alkoholvernebelte Geist des Sohnes eines Goldschmieds ergab sich gerade in abenteuerlichen Ideen, allerdings fügte der letzte Teil, der sich noch an die Realität klammerte, ein nüchternes "und eine Sekunde später von Silko mit einer Hand in zwei Teile gerissen zu werden..."
    Er gluckste hilflos, und krallte sich die Würfel... und dann sagte sie auch noch ja! Der rothaarige Junge grinste dümmlich, und träumte schon vom Sieg...


    "Alscho... erst einmal brauchen wir hiar mäh Bier! BIER!", er winkte die Kellnerin heran, und zahlte großzügig das Bier, während er gutsmännisch zu Sontje lächelte, was ziemlich schräg wirkte.


    "Dann... wia machn des jaaaanz einfach! Jeder würfelt, drü Würfl, unn' wär den högschten Wurf het, der jewinnt! Alls klar? Dann... die Dame in dä Runde darf anfungen!!!!", er schob die Würfel und den Becher zu Sontje rüber und wartete darauf, dass sie anfing... wobei es natürlich dämlich war, sie mitspielen zu lassen... andererseits könnte sie sich dann einfach jemanden aussuchen, mit dem sie den Tag verbringt... was Ortwini schlagartig dazu veranlasste, möglichst unbetrunken zu tun... was sehr, sehr schwer war. Aber nicht unschaffbar...

  • Achherrjeh, was hatte sie nun wieder angestellt und musste lachen. Nein, sie lachte Ortwini nicht aus.. sie war äußerst baff über ihre Wirkung auf Ortwini. Dieser bestellte Bier. "Ui, Ortwini, du gibst eine Runde für uns aus?!? Das ist sehr angenehm!" Mit einem Nicken nahm sie des neue Getränk an und stellte es neben ihrem Milchbecher. Mal schauen, wie Bier schmeckte... wobei sie skeptisch auf die unbekannte Oberfläche des unbekannten Getränks blickte. Hm.. sie sollte probieren und gleichzeitig Spaß an der lustigen Runde haben, die sich zusammen gefunden hatte! "Ich habe die Zahl 3..." meinte sie nach dem Würfelwurf und schob alles an Witjon weiter. Das Glück liess noch auf sich warten. "He, mein Lieber, du bist dran..." Er saß ja neben ihr und sein Arm ruhte immer noch auf ihren Schultern. Es fühlte sich gut an. "Wir sehen uns recht selten. Hast du denn wirklich einen freien Tag für mich übrig?" fragte sie leise.

  • Wenigstens hatte Witjon den Arm um Sontje gelegt, und zeigte diesem barbarischen Germanen, dass seine Cousine kein Freiwild war. Nun war es an Silko zu würfeln. Eigentlich hasste der Nubier reine Glücksspiele. Kein Wunder, schließlich war er Sklave und damit ganz offensichtlich nicht vom Glück geküsst. Aber wenn der Spruch vom Pech n der Liebe und dem Glück im Spiel wirklich stimmte, dann würden ihn gleich sicher drei Mal sechs Augen anschauen. So nahm er die Würfel in seine beiden Pranken, machte einen Hohlraum und schüttelte.


    Dann ließ er sie aus der Hand rollen und schaute gespannt was sie zeigen würden. Dort lagen eine Vier, eine Fünf und eine Zwei. Kein besonders gutes aber auch kein schlechtes Ergebnis.


    "Elf" brummte er, wenig begeistert.


    Er nahm die Würfel wieder in die Hand und reichte sie Ortwini weiter.


    "Jetzt bist du dran." Irgendwie wollte er seinen Gegenüber nicht als letzten würfeln lassen. Warum wusste er selbst nicht.

  • Sim-Off:

    Ich schiebe mich einfach mal zwischen Sontje und Silko, da man mich dreisterweise übergangen hat. :P


    Zitat

    Original von Duccia Vera
    "He, mein Lieber, du bist dran..." Er saß ja neben ihr und sein Arm ruhte immer noch auf ihren Schultern. Es fühlte sich gut an. "Wir sehen uns recht selten. Hast du denn wirklich einen freien Tag für mich übrig?" fragte sie leise.


    Der Liebe zwinkerte seiner Cousine fröhlich zu und nahm den Becher entgegen. "Sontje, für dich nehme ich mir sogar bereitwillig einen Tag frei."
    Dann würfelte er. Die drei hölzernen Gebilde klapperten über den Tisch und zeigten vier, fünf und drei Augen an, was zwölf ergab. Schmunzelnd gab er den Becher an Silko weiter, während er seinen Arm wieder um Sontje legte und ihr zuprostete. Gespannt beobachtete er den Wurf des Nubiers.
    Silkos Blick beim Weitergeben der Würfel an Ortwini veranlasste Witjon zu einem Grinsen, das er schnell hinter seinem Becher versteckte.



    [Blockierte Grafik: http://www.kulueke.net/pics/ir/germanen/germane24.jpg]


    Ortwini, Sohn des Siguhelm:


    Ortwini würfelte nun seinerseits. "Drei, fünnff, und nochma' ne fünff...dasch macht...dreizehn!" Ortwini grinste breit. Damit hatte er die Runde offensichtlich gewonnen. Was für ein Glückspilz er doch war!
    Immer noch grinsend warf er die Würfel zurück in den Becher und reichte diesen zu Sontje weiter.
    "Alscho, wir woll'ns ja nicht zuu einfach machen, rischtisch? Noch 'ne Runde!...Oder?"

  • Sie erfuhr die Würfelergebnisse der anderen und legte den Kopf schief. "Wer hat nun gewonnen? Der mit der höchsten oder niedrigsten Zahl?!" Den Männern war es offenbar noch nicht aufgefallen, dass sie etwas vergessen hatten, nämlich das Erklären des Würfelspiels. Sie hatten einfach angefangen und tranken nebenbei Bier. Überrascht hielt sie ihr Getränk auf Augenhöhe, betrachtete den goldenen Schimmer. "Ah.. das ist sehr sehr lecker! Du strahlst, Ortwini. Hast du etwa gewonnen? Ja klar... machen wir noch eine Runde." Sie schob die Würfel samt Becher zu ihrem Sitznachbarn weiter. "Was würdest du denn an dem Tag denn unternehmen wollen, Witjon? Ich setze aus oder würfel du für mich!" Noch hatte sie das Spiel nicht begriffen.. oder ihre Geschmacksnerven waren vom Bier angegriffen. "Warte.. . sollen wir noch auf Ortwini trinken?" schlug sie lächelnd vor.

  • "Wer gewonnen hat? Na, der mit der höchsten Zahl natürlich! Aber wir spielen drei Runden lang, sonst ist das hier eindeutig zu eindeutig."
    Er grinste Ortwini breit an, dessen Sieg er nicht einfach so durchgehen lassen wollte. Nebenbei bemerkte er, wie Sontje offenbar Bier zu mögen begann und registrierte das mit einem leichten Schmunzeln. Er nahm die Würfel entgegen und während er den Becher schüttelte, antwortete er auf Sontjes Frage.
    "Isch würde...nun was hieldest du von einem Ausflug zum See hier in'er Nähe? Wenn es demnächst etwas wärmer wird, würd' das sischerlisch einen netten kleinen Ausritt ermöchlichen."
    Er zwinkerte seiner Base fröhlich zu und ließ die Würfel rollen. Sie zeigten eins...fünf...fünf.
    "Elf Augen für Sontsche!" grinste der gut angetrunkene Duumvir und prostete dann Ortwini zu. "Auf Ortwini, den Sohn des Siguhelm! ...und den besten Saufkumpanen, den ich kenne."
    Dann würfelte er grinsend für sich selbst.
    Eins. Drei. Eins.
    Witjon schnaufte. So ein blöder Mist, mit vier piseligen Augen kam er nicht weit. Grummelnd reichte er die Würfel weiter an Silko und trank weiter von seinem Bier.

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