Villa Decima Maretimus

  • Zum Hafen ritt er. Hätte ich es früher gewusst. " Bis bald Aquila, mögen Mars und Fortuna ein wachsames Auge auf dich haben." Ein äußerst unerwünschtes Gefühl nahm von mir Besitz. Ich wusste warum ich solche Abscheide hasste. Meinen Arm zum Abschied erhoben, sah ich ihm mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach. Eine Träne rann ungehindert über meine Wange. " Vale bene !" rief ich ihm hinterher, winkte noch einmal, bis er aus meinem Gesichtsfeld entschwunden war. Sentimentalitäten machten einen angreifbar. Das wollte ich um keinen Preis sein. Achill, er war nur an einer Stelle verwundbar. Mein wunder Punkt war..... Was ich nie zugeben würde. Tief in mir vergraben. Verborgen, auf ewig.


    Ein flotter Lauf zur classis, weg mit den aufreibenden Gedanken. ich ging mich umziehen und trabte los.

  • An
    Appius Decimus Massa
    Misenum


    Salve mein allerliebster Massa,


    jetzt bist du bestimmt überrascht einen Brief von mir zu erhalten. Ich befinde mich in Rom und soll dir von Tante Mescina Mena liebe Grüße bestellen - sie vermisst dich und hofft dir geht es bei Classis gut. Natürlich sorgt sie sich um dich und betet oftmals zu Mars, das du die Rebellion unbeschadet überstehst (auch wenn sie das nie zugeben würde).


    Sie und Mama brachten mich zum Schiff mit dem ich vor einigen Wochen hier angelegt bin. Mama meinte ich soll endlich als Römerin unter Römern aufwachsen. Sie und Tante Mena bleiben jedoch in Achaia - Mama ist jetzt nach Peiraieus zu Tante Mena gezogen.


    Gerne würde ich dich einmal in Misenum besuchen kommen. Vielleicht darf ich das sogar. Muß ich jedoch erst meinen Bruder und Serapio fragen.Keine Angst - diesmal dann mußt du mich nicht vor Riesenwellen und Ungeheuern retten - ich bin schon etwas größer geworden.


    Vale



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  • <<


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    Acestes, der Cursor der Gens Decima, überbrachte Decimus Massa ausserdem einen zweiten Brief. Bei dem sprach bereits das schiefe Siegel, dann die wild hingekritzelten Buchstaben, davon, dass er im Zorn niedergeschrieben worden war:



    An
    Appius Decimus Massa
    Villa Decima Maretima
    Misenum



    Salve Massa,


    ich weiß nicht was mich mehr enttäuscht, deine Dummheit oder deine Lügen. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich dir glaube, du hättest geglaubt, als Miles zu wechseln. Du weißt ganz genau dass ich mich für dich einsetze, und du hättest als Optio ad spem gewechselt, das hatte ich Octavius schwarz auf weiß geschrieben. Und wenn dich das wirklich zurückgehalten haben sollte, dann hättest du mich direkt fragen können, oder mir einen Brief schreiben können und nachfragen, anstatt so blödsinnig zu sein, dir das Angebot deines Lebens zu zerschlagen. Nein, ich erkenne da nur eine eine faule Ausrede, und ich bin bodenlos enttäuscht!


    Wir hatten doch alles besprochen!! Du hast JA gesagt! Du weißt dass ich dich brauche! Die Flotte hat mehr als genug däumchendrehende Soldaten, aber ich brauche dich, hier, weil ich dir vertrauen kann, oder jedenfalls glaubte es zu können, ich werde der neue Praefectus Praetorio und brauche jemanden dem ich vetrauen kann. Du hast es mir zugesichert!! Ansonsten hätte ich mich nie und nimmer in den Scheiss-Aufwand gestürzt, für dich einen Platz in der Garde zu erobern.
    Du, Appius Decimus Massa, bist ein Lügner. Du hast mir ins Gesicht gelogen. Vielleicht weil du es nicht übers Herz gebracht hast, mich von Angesicht zu Angesicht abzuservieren, aber ich kann dir sagen, auf diese feige Weise schmerzt es um so mehr. Das ist so erbärmlich!


    Dann bleib doch als drittklassiger Adjutant bei deiner drittklassigen Einheit! Die Garde kannst du für den Rest deines Lebens vergessen! Ausserdem täuscht du dich gewaltig, wenn du etwa glaubst, ich hätte dich angefordert, um dich in mein Bett zu holen. Das hab ich nicht nötig. Ich hab mich von dem Fluch befreit und hab nun Abwechslung genug, was mich zu dem Schluß bringt, dass es wahrscheinlich doch an dir lag. Du kannst mir ein für alle mal gestohlen bleiben! Vale.




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    SODALIS FACTIO AURATA - FACTIO AURATA

    Klient - Decima Lucilla

  • Keine Zeit, es wurde knapp. Ich stürmte die casa. Eine Tunika, eine von Venusia's, meine Feldflasche, einen Beutel Sesterzen und ein Geschenk. Ich wühlte in der Truhe. Da war das Zeug. Alles in die Pera. Abmarschbereit. Eine Schriftrolle auf dem kleinen Tisch im Atrium. Ich packte sie mit in die Tasche und verließ die casa mit dem Ziel Roma.

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