[celebratio finis pestis] Der Beginn des Festes

  • Alles war vorbereitet. Lange schon fieberte die Stadt dem Start des Festes entgegen und zum ersten Mal seit der Pest hatte man das Gefühl, dass wieder richtiges Leben in die Menschen zurückkehrte. Man ging nicht mehr nur seinem Tagwerk entgegen sondern man interessierte sich, sprach miteinander, plante. Ja, es lag durchaus einige - positive - Aufregung in der Luft. Doch auch immer noch Trauer über die mannigfach vielen Verluste und doch auch Freude an dem Leben.


    Als an diesem Morgen die Sonne über dem See aufging und leichter Dunst in der Luft diesen Sonnenaufgang zu einem besonderen Farben- und Sinnesspiel machte - es hatte in der Nacht geregnet und war merklich abgekühlt - war bereits ein großer Teil der Stadt unterwegs. Das Fest sollte eine Stunde nach Sonnenaufgang mit der Eröffnungszeremonie beginnen, welche unweit des Sees auf dem großen Versammlungsplatz stattfinden sollte. Ein großes Opfer war geplant und die ein oder andere Rede würde es sicherlich auch geben. Doch neben den eher langweiligen Nebensächlichkeiten dahingehend, triumphierte zumindest bei den Anwohnern und dem Volk aus dem Umland, welches teilweise noch in der Nacht aufgebrochen war um pünktlich durch die Stadttore zu gelangen, die Aufregung und die Erwartung.

  • Macer hatte sich von seinem Gastgeber noch vor dem Sonnenaufgang wecken lassen, um ebenfalls rechtzeitig zu Beginn der Eröffnung erscheinen zu können. Wenn er schon als Senator extra aus Rom angereist war, dann musste er sich ja auch sehen lassen und wollte nicht negativ auffallen. So machte sich dann nach einem kleinen Frühstück die Gruppe um Macer und seinen Gastgeber auf den Weg zum Versammlungsplatz, auf dem das Fest eröffnet werden sollte.


  • Esquilina


    Licinus hatte sich für jenen ersten Tag frei genommen. Zwar unterstützten einige Abteilungen der legio prima die städtischen Sicherheitskräfte, aber darum kümmerten sich seine Kollegen an diesem Tag. Dennoch kam er nicht umhin, seine Augen offenzuhalten. Er nahm sehr genau die Positionen des Kordons war, der den Bereich für die hohen Gäste, man erwartete schließlich Senatoren und Reichspräfekten, abschirmen sollte. Auch bei Betreten der Stadt waren ihm die fahrenden Händler am Stadtrand aufgefallen, darunter nicht wenige Wein- und Weiberhändler, bei denen es sicherlich noch Schlägereien geben würde.
    Für den Moment jedoch war er trotz auf Hochglanz polierter Rüstung und umgehängten Dekorationen, schließlich stand ein Opfer bevor, nicht im Dienst, was ihm prompt klar wurde, als an seiner tunica gezogen wurde.
    Neben ihm stand ein junges Mädchen, ganz in hellblauen gewandtet.
    "Was guckst du?", fragte Esquilina.
    "Nichts Kleines, ich hab mich nur umgesehen. Sollen wir schon mal nach vorn gehen, damit wir nachher gut sehen können?"
    Mit diesen Worten schob er sie in Richtung der Tribüne für die Ehrengäste, in deren Nähe er sie platzieren wollte.


    Sim-Off:

    Ich hoffe, die Einführung eines Bereichs mit Tribüne für Ehrengäste geht in Ordnung? Wenn nicht bitte PN, dann editier ich es wieder raus.

  • Sim-Off:

    Passt so


    Celer war ebenfalls schon vor Ort und wartete nervös auf den Haruspex, der eigentlich jeden Augenblick auftauchen sollte. Auch die Duumviri waren selbstverständlich schon eine der Ersten gewesen, wenn sie sich auch soweit im Hintergrund hielten, dass die wenigsten sie bereits bemerkten. Immerhin wollten sie Aufmerksamkeit mit ihrem Erscheinen erhaschen.


    Der Platz füllte sich und die Stimmen waren wie Summen von unzähligen Bienenschwärmen in der Luft. Dort vorne war die Tribüne der Ehrengäste, zu denen auch diverse Senatoren zählten. Ein ganz besonderer Ehrengast wurde erwartet, nämlich der derzeitige Legat der Stadt. Ihm sollte heute offiziell die Ehre des Patronats angetragen werden.


    Einige Menschen wuselten noch eilig hin und her um ein paar letzte Dinge zu erledigen. Das Opfertier war schon da, es würde ein blutiges Opfer werden, ein großes, blutiges und sobald der Haruspex und die letzten Ehrengäste angekommen waren, würden die beiden Duumviri vortreten und mit einem der ausgewählten Magistrate - dummerweise hatte es wieder einmal ihn erwischt - und dem Haruspex, die Zeremonie beginnen. Doch noch war es nicht ganz so weit.

  • Es herrschte schon einiger Trubel auf dem Platz und es schien schon fast die ganze Stadt auf den Beinen zu sein. Aus allen Richtungen strömten Menschen herbei und Macer war ganz froh, dass sein Gastgeber offenbar wusste, wo sie zielstrebig hin zu gehen hatten. Offenbar steuerte er nicht sofort die Ehrentribüne an, auf denen zumindest Macer wohl später würde Platz nehmen können, sondern schien zunächst einige Würdenträger der Stadt aufsuchen zu wollen, um sie angemessen zu begrüßen und seinen Gast vorzustellen.

  • Das einzig wirklich positive an dieser Reise nach Mantua war es, dass ihm als Haruspex hier oben in einer etruskischen Stadt die Ehrerbietung aller Orten zu Teil wurde, die er seiner bescheidenen Meinung nach auch verdient hatte. Sextus brauchte keine Liktoren oder ähnlichen Schnickschnack, die Leute sahen seine Amtstracht und machten ihm Platz. Einige riefen ihm zu, fragten ihn beinahe ehrfürchtig, ob er einen Moment Zeit für sie erübrigen könne, da sie Fragen an die Götter hätten, von persönlicher, geschäftlicher oder gar politischer Natur. Und Sextus genoss diese Aufmerksamkeit, auch wenn er sich durchweg bescheiden gab und nur hier und da einmal huldvoll nickte, insgesamt aber alle Anfragen auf ein ungenau beziffertes 'später' verschob. Dennoch war das ein Zustand, der dem von ihm erstrebten doch sehr nahe kam. Das hier war Macht. Sextus liebte Macht. Und er würde auch alles daran setzen, seine persönliche Macht möglichst effizient zu nutzen und auszubauen.


    Doch zunächst einmal hieß es, dieses Ereignis zu bestreiten, und das so aufrecht, wie es erwartet wurde. Im Gegensatz zu üblichem Brimborium wünschte der Stadtrat wohl allen Ernstes, dass göttliche Zeichen gelesen wurden, und nicht nur die Verkündigung einer sorglosen Zukunft für den aufgebrachten Plebs. Letzteres wäre weit lukrativer für Sextus gewesen, doch erübrigten sich Verhandlungen hierüber aus der Erkenntnis über die wahre Beschaffenheit seiner Auftraggeber vorzeitig. Da konnte man wohl nichts machen, sofern man sich nicht selbst in Misskredit bringen wollte.



    Und so also machte er sich in voller Amtstracht auf den Weg zu Magistrat Artorius, um an seiner Seite die Festlichkeiten zu eröffnen. Das Tier für seine Arbeit stand ebenfalls schon bereit, ein prächtiges Schaf, groß und gesund. War zu hoffen, dass es eine ebenso prächtige Leber hatte, um daraus lesen zu können, und günstigstenfalls gute Zeichen, um die Feierlaune der Stadt entsprechend zu heben. Es wäre ärgerlich, gleich zu Beginn den Zorn der Götter zu verkünden – wobei Sextus da wohl trotz des unverständlichen Wahrheitsbedürfnisses der Stadt eher zu einer volksbeschwichtigenden Beschönigung tendieren würde, und hinterher die Herren Magistraten aufklären. Oder auch nicht. Das konnte er sich zeitnah überlegen.
    Zeitlich naheliegender war die Begrüßung des Magistraten. “Artorius“, grüßte er ihn knapp und gesellte sich zu ihm. “Ich freue mich schon auf deine Eröffnungsrede. Und das Volk scheint ebenfalls schon gespannt der kommenden Ereignisse zu harren.“

  • Dies war einer jener Tage, die Septima liebte und hasste. Sie freute sich darauf, dass ihr Ehemann zum Stadtpatron von Manuta ernannt wurde, aber sie hasste es, dafür noch vor dem Morgengrauen aufzustehen zu müssen, um sich entsprechend hübsch machen zu lassen. Ihre Haare wurden onduliert, ihr Gesicht perfekt geschminkt und eine wertvolle Tunika aus satten grün angelegt. Und das alles nur, damit sie rechtzeitig zum Beginn der Feierlichkeiten in der Stadt waren.


    Ihr Schwager Lupus war ebenfalls kurz nach ihr im Castellum eingetroffen und würde sie nun in die Stadt begleiten. Nach dem sie sich alle im Atrium des Praetoriums getroffen hatten – Septima wirkte wie der junge Morgen, frisch und ausgeruht – machten sie sich gemeinsam auf den Weg. Den Mantel, den sie von Frija umgelegt bekam, würde sie gut wärmen, aber leider verschwand darunter die ganze Pracht ihrer Kleider.


    Wie es sich für vornehme Leute gehörte, waren sie nicht die ersten, die auf dem großen Versammlungsplatz unweit des Sees eintrafen, so dass ihre Ankunft allseits bemerkt werden sollte. Das Opfer konnte eh erst beginnen, wenn der Haruspex, nämlich Lupus, eintraf und der Ehrengast, namentlich ihr Ehegatte, anwesend waren. Also konnte niemand behaupten, dass sie zu spät wären. Lupus mischte sich unter die Leute, während Septima nach bekannten Gesichtern Ausschau heilt und den Senator Purgitius erlickte. Leider schien dieser sich gerade mit anderen Leuten aus Mantua zu unterhalten, die ihr nicht weiter bekannt waren. Dafür verbrachte die Frau des Legaten inzwischen zu wenig Zeit hier.


    Sim-Off:

    Ursus wird sich bemühen, morgen ebenfalls zu den Feierlichkeiten zu erscheinen.

  • Der Tag seines ehrenwerten Herren war gekommen und Cimon war begeistert, wenn auch nur im Hintergrund, dabei sein zu dürfen. Er schützte seinen Herren und blieb in dessen Nähe, wenn auch immer in respektvollen Abstand. Den er durch seine Körpergröße und dem Können, schnell überwinden würde können. Seine Augen sahen sich um und suchten nach Gefahren, wobei er auch jedes noch so kleine Detail wahr nahm. Das er auf die Soldaten, besonders auf Ursus aufsah, zeigte seine Mine kaum, da er seine fast schon kindliche Freude lieber verbarg. Das hatte hier schließlich nichts zu suchen. Seine Haltung war aufrecht und zeigte seine Stärke, seine Kraft. Dennoch ließ er es nicht aus, jeden Herren, jeder Herrin, mit gesenktem Blick zu begegnen. Zumindest für den Moment, da er wahrgenommen wurde. Etwas anderes wäre unangebrachter Stolz gewesen, der nur negatiev auf Ursus zurückfallen würde.
    Cimon trug wie gewohnt lange Kleidung, die passend von den Farben der Aurelier geprägt war. Dazu ein passendes Halstuch, wobei alles die gewohnt gute Qualität zeigte, die Ursus verlangte.


    Doch nichts glänzte mehr als sein Herr. Dafür hatte er selbst gesorgt. Gleich wie bescheiden Ursus sein wollte, der Nubier hatte die vergangenen Tage die Kleidung vorbereitet, jedes stück Metall polliert und auf Hochglanz gebracht und die Sklaven persönlich dabei beaufsichtigt, als sie ihm beim ankleiden geholfen hatten. Ja, er hatte sie sogar verbessert und am Ende gar, hinter dem Rücken seines Herren, fort geschickt. Cimon war in manchen Dingen ein Perfektionist und glaubte das eben dies sein Herr von ihm erwartete.


    Es erleichterte den dunklen Sklaven das er nicht auch noch für die Sicherheit von Septima kümmern musste. Auch wenn er manchmal bezweifelte das Baldemar das so recht ernst nahm. Wobei er genau wusste, das dieser Eindruck sehr wohl falsch sein konnte, vor allem da er den Germanen kennengelernt hatte und als zumindest ziemlich Nett einstufte. Domina Septima gegenüber hatte Cimon selbstverständlich auch den Blick gesenkt und immer darauf geachtet, ihr den Tag über nicht im Wege zu stehen. Wo er es doch inzwischen kannte, das sein Herr manchmal ein wenig von ihr, für sich 'eingenommen' wurde.

  • Seiana und ihr Mann waren erst am vorigen Tag angekommen, aber immerhin bereits am frühen Nachmittag, so dass noch Zeit genug gewesen war, erst mal in Ruhe anzukommen und sich vor allem auszuruhen… bevor sie am nächsten Tag noch in der Dunkelheit aufbrachen in die Stadt hinein, um rechtzeitig dort zu sein und den Festivitäten beizuwohnen. Und zumindest für Seiana hatte das geheißen, dass sie noch deutlich früher hatte aufstehen müssen, um sich vernünftig herrichten lassen zu können. Allerdings: wirklich viel machte ihr das nicht aus. Sie schlief ohnehin nur schlecht, das war etwas, was sie scheinbar nicht mehr los wurde… Ihr Schlaf war unruhig und häufig von Träumen geplagt, an die sie sich häufiger erinnern konnte als ihr lieb war, und es verging zudem kaum eine Nacht, in der sie nicht irgendwann aufwachte – manchmal sogar mehrmals. Und sie schlief zwar wieder ein, aber häufig erst nach einer gewissen Zeit, und noch häufiger stellte sich der Effekt ein, dass ihr Schlaf danach höchstens noch unruhiger wurde und nicht mehr wirklich erholsam war. Oft genug verzichtete sie in solchen Situationen auf den Versuch, noch etwas Schlaf zu bekommen, und stand auf, wenn nur ersichtlich war dass es bereits einigermaßen auf den Morgen zuging… entsprechend machte der Fakt, dass sie heute einen Grund hatte so früh aufzustehen, keinen Unterschied für sie.


    So fanden auch sie sich ein beim Stadtfest von Mantua und hielten auf den Bereich zu, der den geladenen Gästen vorbehalten war.

  • Mit der schönsten Frau des gesamten Imperiums am Arm traf Ursus auf dem Festplatz ein. Septima war ein Juwel. Wertvoll und funkelnd. Es war die reine Freude, mit ihr solch eine Festlichkeit zu besuchen, schon der bewundernden und oftmals neidischen Blicke wegen. Sextus war zu Besuch gekommen. Schade, daß es erst seiner kultischen Pflichten bedurft hatte, um ihn zu diesem Besuch zu bewegen. Doch was auch der Grund war: Es war schön, endlich mal wieder jemanden aus der Familie da zu haben.


    Das Fest hatte offensichtlich viele Gäste angezogen. Und Mantua präsentierte sich von seiner besten Seite. Nichts war mehr von dem Schrecken zu sehen, der hier noch vor wenigen Monaten gewütet hatte. Für einen Moment kehrten die Bilder der Seuche vor Ursus' geistiges Auge, doch er schüttelte leicht den Kopf, um sie wieder zu verscheuchen. Heute war ein Freudentag und der sollte nicht durch finstere Erinnerungen getrübt werden.


    Langsam schlenderte Ursus mit seiner Frau durch die Menge. Cimon wußte er dicht hinter sich, eine kleine Versicherung, die vermutlich, oder eher hoffentlich, eigentlich überflüssig war. Ohne es eilig zu haben, vielleicht ergab sich das eine oder andere Wort mit anderen Gästen des Festes, strebte Ursus langsam der Tribüne zu.

  • So viele Menschen! Da sie noch so klein war, sah sie größtensteils die Beine und Hüften. Gerne hätte sie Baldemar oder Cimon gefragt, ob sie sie auf die Schultern nehmen könnten. Aber das ging nicht. Beide mussten als Leibwächter 'ihren Dienst tun', so nannte Marei deren Aufgabe für die Herrschaften. Direkt hinter Cimon ging Marei. Sie trug die gleichen Farben wie seine Kleidung. Ihre dunklen Haare waren gekämmt und sorgsam mit einzelnen Klammern hinter den Ohren festgesteckt. Nun schob sie sich zwischen die Leibwächter in deren Mitte. Baldemar ging auf der anderen Seite, Sie fasste nach seiner Hand und sah zu ihm auf. "Papa? Weisst du, wie schick du und Mama aussiehen? Wir alle sehen ganz schön schick aus." Immer wieder huschte ihr Blick zu Septimas bewundernswerter Kleidung. Schickschickschick! Ihre Schritte hoben und senkten sich im Rythmus des Wortes.


    Für eine Weile war der Blick frei zum nach vorne schauen und gucken wo sie jetzt waren. Aha... sie waren bald da. Sie konnte die Tribüne sehen. Rechts davon wartete jemand in ihrem Alter auf sie. Marei freute sich schon auf das kleine Mädchen, welches unter der Obhut von Licinus stand. Sie konnte es nicht mehr erwarten. Um Cimons Aufmerksamkeit zu erhaschen, fasste das kleine Mädchen nach seiner Hand. "Wie wir es besprochen haben... ich gehe jetzt neben die Tribüne zu Esquilina. Licinus ist bestimmt schon da." gab sie dem dunklen Freund Bescheid und nickte ihm zu. "Keine Sorge, ich habe mein Holzschwert bei mir. Baldemar hat es erlaubt."


    Im Beutel, welchen sie über der Schulter trug, steckte Puppe Nina. Die musste ja auch die vielen Menschen sehen und sie bei diesem Fest begleiten. Nina war immer dabei, wenn sie außer Haus ging. Marei löste ihre Hand und schob sich aus der Gruppe heraus. Sie suchte, wie eine Schlange um die Passanten schlängelnd, ihren Weg bis zur Tribünenseite. So virele Männer! Wo war Licinus? Ein hellblauer Stoff stach ihr ins Auge. Die Größe passte auch. Das mussste sie sein. "Esquilina! Ich bin hierrr..." rief Marei freudestrahlend und winkend aus und kämpfte sich an die letzten im Weg stehenden Passanten vorbei. "Puh.. endlich am Treffpunkt! Hallo! Ist Licinus noch da oder schon weg?" plapperte sie munter drauf los. "Dein Kleid ist total schön! So ein schönes hellblau.."

  • Zitat

    Original von Marei
    ...



    Esquilina


    Besagter Mann trat aus dem Schatten der tribüne. Die rote tunica und die Rüstung, so sehr sie funkelten, sobald sich der geringste Sonnenstrahl darauf verirrten, so unauffällig waren sie doch, wenn man im Schatten stand.
    Kein Wunder, dass Esquilinas hellblaue tunica da viel auffälliger wirkte.
    Aber zu sprechen kam er nicht mehr, denn da die Mädchen sich bereits vorher kennengelernt hatten war ein Großteil ihrer Schüchternheit verschwunden, was sicherlich auch mit der herzensoffenen Art von Marei zusammenhing.
    Tatsächlich ging sie noch vor Licinus auf sie zu und begrüßte sie ebenso strahlend:
    "Hallo Marei. Dein Kleid ist auch ganz toll. Und deine Haare, das ist echt schön."
    Esquilinas Haare waren dagegen zu einem einfachen Knoten auf dem Hinterkopf zusammengesteckt. Licinus Qualitäten als Barbier waren so ausgeprägt, dass er in dem Job mit Sicherheit verhungert wäre.
    "Hallo Marei!" grüßte auch er und wandte einen gemeinen Trick an, um auch kurz in den Genuss der Aufmerksamkeit der beiden Mädchen zu kommen, bevor diese weiter schnatterten:
    "Auch eine?" fragte er und hatte wie von Zauberhand ein winziges Tongefäßchen mit Honigkirschen in der Hand.
    Esquilina konnte sich nur mit Mühe beherrschen, dem anderen Mädel den Vortritt zu lassen.


    Aber kaum hatte sie auch eine in die Hände bekommen und in den Mund gestopft, fragte sie weiter:
    "Kannst du hierbleiben?"

  • Zitat

    Original von Sextus Aurelius Lupus
    Zeitlich naheliegender war die Begrüßung des Magistraten. “Artorius“, grüßte er ihn knapp und gesellte sich zu ihm. “Ich freue mich schon auf deine Eröffnungsrede. Und das Volk scheint ebenfalls schon gespannt der kommenden Ereignisse zu harren.“


    "Werter Haruspex," meinte er freundlich und sichtlich nervös. "Ich danke Dir, doch ..." Er wollte fragen, woher er das wusste, denn eigentlich wollten die Duumviri da was getan haben, doch die hatten schließlich, aus dem einfachen Grund einer Halsentzündung des Einen und Lustlosigkeit des Anderen, das Wort ihm übergeben. Er war nicht glücklich aber was sollte er tun. "Nun, ich werde mein Bestmögliches tun," meinte er und bemerkte dann, das die beiden Duumviri auf ihre Plätze gingen... Sein Zeichen. "Wenn Du mich entschuldigen willst," meinte er zum Haruspex und drehte sich kurz danach noch mal um. "Ähm, bei Dir war alles soweit klar? Fehlte auch nichts?" Er wusste zwar, das dem so war aber er wollte noch einmal sicher gehen.



    Schließlich gelangte er vor die Menge und er merkte, dass er sich schon lange nicht mehr so nervös und unwohl gefühlt hatte. Dennoch hob er seine Stimme an und sie scholl, zu seinem eigenen, größten Erstaunen, weithin und klar über den Platz. "Verehrte Gäste, Freunde, Bewohner Mantuas, herzlich Willkommen zu den Feierlichkeiten zu Ehren der Götter!"


    Er machte eine kleine Kunstpause und fuhr dann fort, etwas sicherer, weil seine Stimme nicht gänzlich versagt hatte. "Wir alle wissen ob der schweren Zeit, die Mantua hinter sich hat und die - durch die Folgen dieser - auch noch auf die Stadt zukommen werden. Dennoch möchten wir gerade mit diesem Fest viele Dinge zeigen. Zunächst und am Allerwichtigsten die Ehrung der Götter, die schließlich der Stadt und ihren Bewohnern die Gnade zuteil werden ließen und schließlich die Pestis wieder von der Stadt abwandten. Ihnen gilt unser Dank und ihnen gilt in allererster Linie dieses Fest und alles, was mit diesem einhergeht." Wieder machte er eine Pause, zum Einen zum Luft holen, zum die Leute darauf reagieren lassen und zum Worte sammeln. "Doch nichtsdestotrotz soll dieses Fest auch jene ehren, die während der Pestis ihr Leben einsetzten um die Opferzahlen so gering wie möglich zu halten. Nicht wenige haben diesen Einsatz selbst mit ihrem Leben bezahlt, sei es, weil auch sie Opfer der Seuche wurden oder aber, weil sie bei den Bemühungen die Stadt vor der vollständigen Vernichtung durch den Brand am Ende der schlimmen Zeit, zu bewahren, bei diesen Bemühungen ums Leben kamen. Ihnen, die wirklich alles gaben, gilt unser aller ergebener Dank! Doch auch jenen, die sich aufopferten und überlebten und somit weder weniger Einsatz noch weniger Hingabe zeigten, möchten wir mit diesem Fest danken. Seien es die Legio, die bis zum letzten Mann gekämpft hat, die Heiler und deren Helfer oder die Bürger, die alles taten um die Götter zu besänftigen und jenen die litten halfen. Werte Gäste, bitte erweisen Sie den Göttern und diesen Menschen mit mir zusammen die Ehre, erheben Sie sich und zeigen Sie ihnen durch Applaus ihre, unser aller Wertschätzung!" Mit diesen Worten begann er zu applaudieren, für die Götter ebenso wie für die Menschen.

  • Appius, an Seite seiner frau, sah sich nach bekannten Gesichtern in der Menge um. Seinen patron erkannte er schonmal. Wahrscheinlich würde man sich jetzt bei den ganzen Festen öfter über den Weg laufen.
    Dann lauschte er den Worten des Magistrat. Über die Seuche hatte er irgendwie überhaupt nichts mitbekommen. So schlimm konnte sie also gar nicht gewesen sein oder die Legion (jedenfalls hörte es sich so an), war so gut gewesen, daß die Seuche gar keine Chance gehabt hatte. Wie auch immer, nach der Rede klatschte er. Soldaten zu loben fand immer seine Zustimmung.

  • Reichlich nervös, der Kleine. Sextus betrachtete interessiert das Wechselspiel der Emotionen im Gesicht seines Gegenübers, als dieser sich für seine Rede bereit machte und bei aller Verwirrung und allem Zeitdruck noch die Gelegenheit fand, sich nach dem Schaf zu erkundigen, das für die Haruspizien benötigt wurde.
    “Das Schaf ist hervorragend geeignet, um aus ihm zu lesen. Viel besser als große Wildschweine, wenn auch nicht so hervorragend wie kleine Hunde“, versuchte er sich an einem Scherz, war sich aber nicht sicher, ob der Artorier diesen verstand, als dieser auf die bereitete Bühne stieg und seine Rede vor der versammelten Menge zu halten.


    Dafür, dass der Mann aussah, als würde er jeden Moment aus seinen Caligae kippen, hielt er sich dann bei seiner Rede doch aufrecht. Blablabla, alles war schrecklich, blablabla, Heldenmut, blablabla, die Legio ist toll. Das typische Politikergefasel, um die Menge zu beschwichtigen. Wenn der Mann jetzt noch hinbekam, wie ein Kerl aufzutreten und nicht wie ein verschrecktes Kaninchen, konnte noch ein Politiker aus ihm werden. Aber konnte ja nicht jeder von seinem Lehrer zur vollendeten Rhetorik geprügelt werden.
    Sextus unterdessen widmete sich in Gedanken schonmal seinem Auftritt. Wenn der Beifall des Publikums verklungen war, wäre er wohl an der Reihe, sein eigenes Blablabla zur Beschwichtigung der Menge beizutragen. Und er hoffte, irgendwas halbwegs positiv Interpretierbares auf der Leber des Schafes vorzufinden. Immerhin gab es 16 Wesenheiten, die ihren Willen oder Unwillen durch die verschiedensten Zeichen kundtun wollten. Da musste sich doch irgend etwas finden. Krieg, Liebe, Schicksal, alles war vertreten, und zur Not konnte er auch relativ frei deuten. Nur ein kleiner Anhaltspunkt wäre doch nett, da ihm so überhaupt gar nichts angetragen worden war, auf das er hinweisen hätte sollen. Nunja, es würde sich zeigen, wie gut sein Lehrer ihn wirklich unterrichtet hatte.

  • Er begleitete Septima. Mit düsterer Mine. Frija hatte sich auch um seine Kleidung gekümmert. Er sollte gut aussehen. Und schon wieder mit dieser römischen Kleidung über Hemd und Hose. Knurrend hatte er es geschehen lassen. Nun folgte er Septima. Achtete auf sie. Schützte sie.
    Marei wollte seine Hand halten. Er hörte ihr zu. Nickte nur. Der Germane wollte sich nicht ablenken lassen. Weshalb Frija lieber nach der Hand ihrer ‚Tochter‘ griff. Liebevoll zog sie Marei ein wenig von Baldemar weg. Sie lächelte. Der Germane nickte dankbar. Bevor die Kleine gehen konnte grinste er sie an. Nur ein kurzer Blickkontakt. Sie wollte zu ihrer Freundin. Und diesen Römer. Naja. Licinus war ganz in Ordnung. Für einen Römer. Nicht nur das. Der Römer hatte seine Tochter gerettet. Baldemar würde ewig in seiner Schuld stehen. Hatte es aber noch nicht laut ausgesprochen. Nur gegenüber Frija.
    Ganz der Leibwächter blieb er der Feier über immer in Septimas Nähe. Es gefiel ihm nicht. Ursus wurde geehrt. Was sollte das? Ein Knurren. Das würde ein sehr langer. Sehr schweigsamer Tag werden.
    Applaus? Wie gut das er etwas anderes zu tun hatte. Für Römer? Nie! Der Marser sah sich um.

  • Nachdem Macer diverse lokale Honoratioren durch seinen Gastgeber vorgestellt bekommen hatte, nahm er auf der Ehrentribüne Platz. Die Hälfte der Namen, die er eben gehört hatte, hatte er wohl bald schon wieder vergessen, aber es ging wohl eher um die Tatsache, dass man sich überhaupt einmal bekannt gemacht hatte, als um die Liste der Namen. Etwas erstaunt bemerkte er dann, dass ein anderer Mann die Eröffnungsrede hielt, aber sicher würde er diesen auch noch kennenlernen können an diesem Tag. Erst einmal applaudierte er zu der Rede und nutzte dann die Pause, um Terentius Cyprianus und seine Frau sowie Aurelius Ursus nebst Gattin zu begrüßen. Mit ersterem hätte er ja glatt gemeinsam reisen können, während er letzteren schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte. Da sollte man die Begrüßung nicht unnötig herausziehen.


    "Salve, Terentius, Salve Decima", grüßte er also beim ersten der beiden Paare, bevor er später das zweite ebenso mit einem "Salve, Aurelius, Salve Tiberia" begrüßte.

  • Nachdem der Applaus sich gelegt hatte, fuhr er in seiner Rede fort. "Nachdem wir gleich alle den Haruspicien beiwohnen werden, wird es noch einen letzten, entscheidenden Akt dieser Eröffnungsfeierlichkeit geben. Im Anschluss stehen der Markt und die damit einhergehenden Attraktionen offen. In zwei Stunden starten zudem die Wettkämpfe. Diese werden zunächst mit den Vorrunden heute beginnen und den Halbfinalen Morgen und den Finalen am dritten Tag zum Abschluss gelangen. Gegen Abend finden zudem Theatervorstellungen sowie diverse Festmahle statt." Die Festmahle waren aufgeteilt. All jene, die eine persönliche Einladung erhalten hatten, waren mit Anhang in die Curia geladen. Einige hohe Würdenträger der Stadt gehörten da ebenfalls dazu. Alle Anderen konnten sich auf Diverse innerhalb der Stadt verteilen. Die Auswahl war groß und selbst die Sklaven und Nichtbürger hatten viele Möglichkeiten. "Begrüßen wir nun den Haruspex Sextus Aurelius Lupus." Mehr musste er dazu wohl nicht sagen. Als der Mann vortrat, grüßte ihn marcus noch einmal offiziell mit Handschlag und wünschte ihm Erfolg. Dann überließ er ihm das Feld.

  • Derartig angekündigt war Sextus seines Wissens nach noch nie. Er kam sich fast ein wenig vor wie eine besonders seltene Attraktion, wie irgendwelche wilden Tiere aus Persien, wenn sie im Circus vorgestellt wurden – ehe sie äußerst eindrucksvoll zu Tode gebracht wurden. Er hoffte zumindest, dass letzteres Schicksal ihm erspart bliebe.


    Und so schritt er so würdevoll wie langsam nach vorne und gab dem Artorier noch mit einem rechtzeitigen Blick zu verstehen, dass ein Handschlag bei einer religiösen Zeremonie unangebracht war und die falschen Signale senden würde. Er war hier in einer ernsten Angelegenheit und nicht als komödiantischer Unterhalter der Massen. Oder gut, im Grunde war er ein Unterhalter, allerdings auf wissenschaftlicher und religiöser Basis. Ein Handschlag war in jedem Fall unangebracht, aber für so etwas gab es die nonverbale Kommunikation mit einem leichten Kopfschütteln und einem strengen Blick, der weitergehende Peinlichkeiten verhindern sollte, so der Artorier die Hand rechtzeitig zurückzog und Sextus nicht in Verlegenheit brachte, die Geste ausschlagen zu müssen.


    Er wartete einen Augenblick einfach nur stumm mit leicht erhobenen Armen, die Menge beobachtend und einfach abwartend, bis sie von ihm gebührend Notiz genommen hatten. Mit seinem langen Ledermantel und dem spitz zulaufenden Hut war er nicht wirklich schwer zu erkennen. Noch dazu in etruskischen Gefilden, die den Haruspices ohnehin noch weit mehr Ehrerbietung entgegenbrachten.
    Erst dann, als ohnehin ein wenig Ruhe in die Menge einkehrte, erhob er seine Stimme, damit er auch in den hinteren Bereichen noch zu hören war. “Favete linguis!“ befahl er lauthals. Eine Aufforderung, die Klappe zu halten, ging schließlich jeder religiösen Handlung voraus, auch den Haruspizien.


    Zwei Opferhelfer brachten das Schaf herbei, aus dessen Leber Sextus den göttlichen Willen an diesem Tag zu lesen gedachte. In den letzten Tagen hatte es ja bedauerlicher weise keinen Blitzeinschlag gegeben, den zu deuten er eindrucksvoller in Szene hätte setzen können. Das Schaf würde genügen.
    “Wir rufen die Götter an, uns ihren Willen mitzuteilen! Ihr Göttlichen, denen höchste Verehrung zusteht, ihr Mächtigen und Ewigen! Leiht uns Sterblichen eure Gunst, Einblick auf eure Pläne für eure Stadt Mantua zu erhalten! Lasst uns wissen, ob ihr der Stadt Mantua wieder eure Gunst schenken wollt! Lasst uns wissen, ob Mantua genug gebüßt hat für seine Verfehlungen! Lasst uns wissen, welche Gaben ihr noch von Mantua verlangt!“


    Ein Augenblick des Schweigens, der völligen Stille, ehe das Schaf nun herbeigeschafft wurde. Mit einem schnellen Schnitt war das Leben des Tieres beendet. Es war kein Opfer im römischen Sinn, nicht einem einzelnen Gott oder einer Wesenheit gewidmet, sondern ließ vielmehr sein Leben für alle Götter des etruskischen Pantheons, wurde lediglich zum Werkzeug, durch das die Götter ihren Willen kundtun konnten. Es waren hierbei keine weiteren Opferformeln oder Weiherituale vonnöten, die nicht schon an dem Tier durchgeführt worden waren.
    Mit geschickten Bewegungen schnitt Sextus die Leber aus dem Leib und richtete sich wieder gut sichtbar für die Massen auf, das blutige Organ in Händen. Mit oft eingeübten Bewegungen hielt er es in der exakt vorbestimmten Position, ehe er begann, die Götter jeden einzelnen beim Namen zu nennen – bei ihren etruskischen. Jede der sechzehn Gottheiten hatte ihren Platz auf der Leber, wo sie ihren Willen kundtun konnte, durch gute oder schlechte Zeichen, oder eben durch das fehlen eben jener auf der schlechten, der westlichen Seite, das Ausbleiben ihrer Gunst – oder das Abwenden ihrer Missgunst.
    Er begann bei Tin Cilensl, der wohl am ehesten Iuppiter Summanus entsprach, ging weiter über Tin Thufl, bei den Römern wohl Iuppiter Fidius, hinüber zu Nethuns (Neptun), weiter zu Uni (Iuno) und Mae (Maia). Es folgten Tecum, ein Herrschergott, und Lusa, eine Waldgöttin. Catha, Fufluns, Selvans, Letham, schließlich auch Alpan, wie Venus libitina eine Göttin der Toten, und Venus libentina eine Liebesgöttin, beides zugleich. Wobei sie auch als Lasa noch einmal benannt wurde. Die etruskischen Gottheiten waren eben nicht alle exakt übertragbar, wenn sie sich auch in vielem ähnelten. Auch Velchans (Vulcanus) und Laran (Mars) hatten ihren Platz auf der Leber, ebenso wie Cel (Ceres), Vetis (Veiovis) und Tvath, die wie Cel eine Göttin des Wachstums und der Fruchtbarkeit war. Kurzum alle Aspekte des Lebens und Sterbens, des Schwörens, Herrschens und Beherrscht Werdens, des Wachsens und Vergehens wurden einzeln angerufen und mit Formeln im besten Etruskisch beschworen, auf der Suche nach Zeichen eben jener göttlichen Wesen.

  • "Danke! Wenn du deine Haare kürzer schneidest, kannst du sie auch mit schönen Spangen am Kopf feststecken." gab Marei zurück. "Cimon, Baldemar und Frija sind auch hier und stehen bei den Herrschaften. Da oben darf ich nicht mit rauf, weil sie den wichtigsten Leuten vorbehalten ist. Ich denke schon, dass ich hier bleiben kann. Außerdem soll ich hier warten, bis alle wieder unten sind und sich versammeln. Die wissen noch nicht was sie nach den Reden und Opferung machen werden..." erklärte Marei die von ihr zu beachtenden Vereinbarungen mit den 'Großen'.


    "Hallo Licin...!" Der Rest seines Namens verschluckte Marei vor lauter Staunen. Honigkirschen! Der primus pilus zauberte Honigkirschen wie aus dem Nichts hervor. Marei starrte auf seine Hände und angelte zögernd ein Stück heraus. "Danke schön!" Esquillina griff ebenfalls zu. "Au backe... sind die lecker! Sind das echte militärische Honigkirschen? Wo ist der Koch? Ich muss ihn dringend kennenlernen!" feixte sie nach dem runterschlucken. "Darf ich bitte noch eine haben? Du siehst total schick aus! An dir glitzert alles..." plapperte sie.


    Der erste Redner, Marcus Artorius Celer, begann zu reden. Die Götter sollten geehrt und ein Opfer durchgeführt werden. Er redete über die Seuche und die Opfer und die Helden. Marei schloß sich dem Applaus an. "Dass ein Markt stattfinden soll, habe ich gehört.. aber Theatervorstellungen? Oh, das ist gemein, dass die abends stattfinden!" flüsterte sie mit ihrer neuen Freundin. "Der Aurelier da... der gehört zu den Aureliern. Zu der Familie meines Herrn. Sieh nur, was er auf dem Kopf trägt! Jetzt müssen wir still sein..." Es war schwer still zu sein, es gab es so viel von dem zu erwähnen, was sie sah. Bei dem Kehle durchschneiden des armen Schafes sah sie nicht hin. "Das arme Schaf....." trauerte Marei. und wartete auf die Bekanntgabe der Leberschau sowie die kommende Eröffnung des Festes.

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