• Hinter den Reitern, die natürlich die Vorhut bildeten, folgte der Legionstrupp. Die Ansprache hatte Seneca als ranghöchster Offizier gehalten, den Marschbefehl gegeben ebenfalls. Licinus nickte signifer und cornicen zu, das Feldzeichen bewegte sich und ein kurzes Hornsignal befahl auch den Legionären aufzubrechen.


    Sein Pferd hatte sich von allein ein Bewegung gesetzt und folgte seinen Artgenossen vorn an. Licinus hatte also Zeit einen Blick über die gewürfelte Truppe zu werfen, die er ausgewählt hatte, sie zu begleiten. Einen Querschnitt durch die legio, einige frisch ernannte Soldaten und einige alle Veteranen, die meisten der Männer jedoch im besten Alter. Er war gespannt, wie sie sich verhalten würden. Er riet ihnen in Gedanken zu vorbildlich. Dann setzte er den Blick straff voran und ignorierte die Frauen am Wegesrand, die ihren Geliebten hinterher sahen. Esquilina hatte er verboten dort zu stehen. Langsam verließen alle den Exerzierplatz der Ala.


    Hinter ihnen kamen nur noch die Maultiere und der Karren der Einheit.

  • Der Praefectus der Ala hielt eine Ansprache, kurz und knapp. Dann setzten sich die Reiter,gefolgt von den Fußtruppen in Bewegung. Es war kurz nach der Prüfung. Eine weitere Bewährungsprobe für Babilus. Rhythmisch stampten die Soldaten den Reitern hinterher. Keiner von ihnen wusste was die Tage bringen würden...

  • Der Octavier hatte alles genau in sich aufgenommen, als sie marschbereit auf dem Campus der Ala standen. Der Praefectus Alae der Ala II Numidia hatte eine kurze Ansprache zu der Mission, zu der sie jetzt aufbrachen, gehalten und sie auf den besonderen Aspekt, dass dies eine Diplomatische Mission sei, aufmerksam gemacht.
    Wie auch immer, dachte Frugi, wenigstens raus aus der Castra und endlich das Land wohin es mich verschlagen hat kennen lernen.
    Für ihn war es das erste mal, einen längeren Zeitraum außerhalb einer Stadt zu verbringen, abgesehen von der Reise nach Germanica. Interessiert beobachtete er aus den Augenwinkeln, zu mehr getraute er sich nicht, denn er ahnte, dass er aufmerksam von den Offizieren beobachtet würde, die am Rande stehende Frauen. So ist das also wenn man in die Wildnis zieht, dachte er. Normalerweise hätte er einen Pfiff durch die Zähne getan, was er sich jetzt verkniff. Einen leisen Spruch zu Pompus, konnte er sich nicht verkneifen, "was für Bräute, um die sollten wir uns einmal nach unserer Rückkehr kümmern.“
    Ansonsten hörten man Pferdegetrappel und das rhythmische Klacken der Soldatenstiefel, die das Gelände verließen.

  • Plattfüsse dabei, diplomatische Missio, Scheisswetter. Varros Gemüt glich gerade einem trüben Tümpel an einem herbstlichen Nebelmorgen in Germania.
    Er frgate sich ernsthaft warum sich die hohen Herren mit Blick auf den nahenden Winter auf eine Reise ins Ungewisse machten. Fröstelnd zog er sich den Mantel ein wenig enger um die Schultern und dankte den Göttern für die vielbespotteten langen Wollhosen. Denn im Gegensatz zu den Plattfüssen bewegten sie sich auf den Pferden kaum um sich warm zu halten. Er wandte den Blick zurück auf Legionäre und Tross.
    Dann wieder zurück zur Spitzte.
    Vare, Vare, redde mihi legiones meas! ging ihm so durch den Kopf...in der Ferne tat sich das wogende Meer bunter Blätter auf, bereit sie alle zu verschlingen.

  • Ocellus fragte sich ob der Ukas des Praefecten auch die Weiber vom Tross betraf. Es waren ein paar recht üppige darunter. Er möchte üppige Weiber, er dachte auch daran, daß es wohl sinnvoller wäre seine Gedanken in andere Bahnen zu lenken. Auch wenn die Gedanken seine Lenden wärmten an diesem vermaledeit feuchtkalten Morgen in dieser Götterlosen Mistprovinz.
    Aber die rothaarige mit der blassen Haut,...er sah sich um, er wollte einen Blick auf sie erhaschen.
    Ja,...die fiel bestimmt nicht unter diese diplomatische Missio des Praefecten.
    Grinsend sah er wieder nach vorn. Aus Kaledonien soll sie sein...wo zum Styx war Kaledonien.
    So flossen seine Gedanken während er neben Varro dahin ritt.

  • Varro kam von einer kurzen Besprechung zurück und trieb sein Pferd neben Ocellus.
    Eine Weile ritten sie so dahin,...wortlos, vor sich hinschauend,...auf irgendetwas kauend.
    Endlich fragte Varro, Und,...ämüsierst du dich? Dabei schwang eine gewisse Ironie mit, denn er wußte, daß es Ocellus körperliche Qualen verursachte bewegungslos, antriebslos und dahintreibend zu sein.

  • Ocella, eher schlichten Gemüts kaute weiter auf einem Stück Trockenfleisch und entgegnete nach einer unangemessenen Weile. Oh, verdammt....ich sitze mir den Arsch platt,...ich habe schon wunde Stellen an Körperteilen die eigentlich nicht wund werden können,...vom... er dämpfte seine Stimme und stieß wütend hervor ...Nichtstun! Den ganzen Tag starre ich dem Gaul vor mir auf den Hintern, ...und weißt du was?
    Er wartete Varros Reaktion gar nicht erst ab, weil er ihn sonst ansehen müsste. Und wenn er sehen würde daß Varro ihn blöd angrinste, dann würde er ihn von seinem Gaul treten.
    ...ach lass mich doch in Ruhe,... Grantelig kaute er auf dem Streifen Trockenfleisch herum.

  • Varro grinste tatsächlich. Es amüsierte ihn immer wieder wie sich der Matinier aufregen konnte.
    Nachdem Ocella sich ausgekotzt hatte, rieb Varro sich die Nase mit seinem rechten Zeigefinger. Ein, zweimal. Dann sah er Ocella an und fragte,
    Glaubst du denn, deine wunden Stellen und dein plattes Gesäß erlauben dir an einer Aufklärungsmissio teilzunehmen,... Er wies mit der Hand in eine ungefähre Richtung.
    Du und zwei weitere Equites,...?!

  • Heute war es soweit, bis auf einen würden heute alle Tirones der Prima ihre Beförderung zum Equites erhalten. Somit würden sie in die Bruderschaft der Soldaten Romas aufgenommen werden und mit ein wenig Glück in etwa 25 Jahren mit einer Donation einem vernünftigen Rang und einer Aussichtreichen Zukunft wieder entlassen werden.
    Die meisten von denen sind dann Mitte 40,...alt,...zu alt um nochmal was Neues anzufangen. Doch das war der Legion egal, der Ala sowieso.
    Ernst sah er die inm Halbkreis angetretenen Männer mit ernst-feierlicher Miene an.
    Männer, heute ist ein großer Tag für euch! Der Tag für den ihr 3 Monde lang gerackert, geschwitzt, gelitten und gekämpft habt. Er nickte leicht. Erstaunlich welche Werte manche Mensche als erstrebenswert erachten. Besonders die Ex-Barbaren konnten sich kaum beherrschen, sie barsten fast vor Stolz.
    Tiro Marbod, Tiro Andriscus ...vortreten.
    Der Alemanne trat vor und nahm vor Varro und Ocella Haltung an.
    Varro trat vor und legte seine Hand auf die rechte Schulter, Ocella auf die linke Schulter.
    Sie nickten dem neuen Bruder zu.
    ... schwöre bei deinen Göttern und unverbrüchlichen Eiden, dass du deinem Kommandanten folgen wirst, wohin er dich auch führen mag. Du wirst jedem Befehl mit Begeisterung und ohne Rückfragen gehorchen. Du willigst in die Vollmacht deines Kommandanten ein, dich wegen Ungehorsam oder Desertion ohne Prozess hinzurichten. Du gelobst, unter den Feldzeichen die dir zugeteilte Dienstzeit abzuleisten und sie nicht zu verlassen, ehe dein Kommandant dich entlässt. Du wirst Rom treu dienen, und sei es unter Einsatz deines Lebens, und wirst gegenüber Zivilisten und deinen Kameraden im Lager die Gesetze achten.
    Ein ernster Blick, denn dieser Schwur war nicht ohne,...
    Marbod versteifte sich noch ein bißchen mehr und entgegnete,...Ich schwöre bei meinen Göttern und unverbrüchlichen Eiden Decurio!
    Varro klopfte ihm auf die Schulter wie auch Ocella, dann sagte er,
    Meinen Glückwunsch, Eques Marbod, tritt zurück ins Glied!
    Mardod trat zurück ins Glied, während sich die beiden Offiziere dem Italiker zuwandten.
    Auch hier legten sie wieder die Hand auf die Schultern des Tiros.

  • Pünktlich zur Hora Secunda hatten sich alle Equites und Tirones der Turma I. am Platz vor dem Castellum der Ala eingefunden um der offiziellen Beförderung ihrer Kameraden beizuwohnen.
    Und um diesem, für einige, großen Tag zu würdigen waren alle Kameraden der Turma I. herausgeputzt wie eine Jungfrau vor der Opferung.


    Marbod und Andriscus traten vor als deren Namen genannt wurden und nachdem Marbod den Schwur geleistet hatte war der Italiker an der Reihe.


    "Ich schwöre bei meinen Göttern und unverbrüchlichen Eiden, dass ich meinem Kommandanten folgen werde, wohin er mich auch führen mag. Ich werde jedem Befehl mit Begeisterung und ohne Rückfragen gehorchen. Ich willige in die Vollmacht meines Kommandanten ein, mich wegen Ungehorsam oder Desertion ohne Prozess hinzurichten. Ich gelobe, unter dem Feldzeichen die mir zugeteilte Dienstzeit abzuleisten und es nicht zu verlassen, ehe mein Kommandant mich entlässt. Ich werde Rom treu dienen, sei es mit Einsatz meines Lebens und werde gegenüber Zivilisten und meinen Kameraden im Lager die Gesetze achten"
    "Ich schwöre bei den Göttern und Eiden die ich bereit bin einzuhalten"


    Bedächtig und langsam wiederholte Andriscus die Worte die der Decurio vorsprach und nickte dem Germanicer und auch dem Matinier zu.
    Ohne sich umzuwenden traten beide Eques zurück in die Reihe und lächelten verhalten.
    Die erste Hürde war geschafft. Nun lag es an ihnen und an äusseren Gegebenheiten wie weit sie noch die Leiter hinaufklettern würden.

  • Varro nickte dem Italiker zu. Ihm folgten noch zwei weitere Tirones, Sigur und Thoralf. Nachdem sie ihren Schwur geleistet hatten und wieder ins Glied zurück getreten waren nahm Varro Haltung an. Militeees,...State!
    Ein hörbarer Ruck ging durch die Gruppe.
    Hiermit ist die Ausbildung beendet und ihr werdet in eure Abteilungen versetzt. Duplicarius...?! Jetzt erfolgte die Spezialisierung, denn eine Turma bestand nur aus Spezialisten welche die täglichen Herausforderungen meistern konnten.

  • Ocella trat vor und verlas die Einteilungen.
    Eques Marbod ---Fabrica, Waffenschmiede Was dem Alemannen zu gefallen schien, ein leichtes Lächeln flatterte um dessen Mundwinkel.
    Eques Thoralf,--- Fabrica, Lederverarbeitung Was weniger ankam, wer wollte schon mit Leder arbeiten?
    Eques Sigur---Stallum, Veterinarium Pferdepflege war sicherlich etwas anderes für einen Fischerssohn, aber er schien es zu goutieren.
    Eques Andriscus---Valetudinarium Einer der wichtigsten Posten überhaupt, denn wer flickte sie nach einem Unfall oder Gefecht zusammen?
    Nach dem Wegtreten ist der Rest des Tages frei und Morgen zu Dienstbeginn melden sich alle in ihren Abteilungen!
    Ein kurzer Blick zu Varro und er ließ die Bande wegtreten.
    Militeeees, abiteeeee!

  • Nach dem Befehl zum Wegtreten begann sich die Gruppe langsam aufzulösen. Einige strahlten sich gegenseitig an, schüttelten Hände und klopften sich gegenseitig auf die Schulter. Geschafft. Die Ausbildung war zu Ende.
    Leider hatten es nicht alle gemeistert und jene die eben nicht zum Eques befördert wurden wurden trotzdem mit Schulterklopfen und einigen Worten bedacht.


    Was die Postenverteilung betraf so schien es jeder nicht schlecht getroffen zu haben. In der Fabrica Dienst zu tun war wichtig. Schliesslich hing es von den Eques dort ab dass die Ausrüstung in Ordnung war und somit vor Verletzungen schütze und darüber hinaus das Leben.
    Andriscus war ein wenig skeptisch. Im Valedutinariumm Dienst zu tun war einerseits ein respektabler Posten. Andererseits konnte es passieren dass man sich den Zorn des Einen oder Anderen zuzog aufgrund einer Behandlung oder gar, nach einem Gefecht, das Versorgen von Wunden.


    Aber sofort schob er seine Bedenken beiseite und erkundigte sich kurz bei Kameraden ob diese nicht Lust hätten in die Taverne zu gehen um dort zu feiern.

  • Varro saß auf seinem Pferd und betrachtete die herannahenden Equites der Turma Prima mit gemischten Gefühlen. Zum einen weil er sie innerhalb kürzester Zeit wieder auf eine Mission schicken musste, zum anderen, weil durch die letzten Missionen die Reihen stark dezimiert waren. Von den einstmals 32 Mann standen nach kurzer Zeit 19 inclusive ihm selbst auf dem Campus.
    Männer, es gibt anscheinend immer noch Versprengte des Aufstands in den Rheinauen. Kleinere Gruppen die aber die umliegenden Gehöfte bedrängen. Unsere Aufgabe ist es die Gruppen ausfindig zu machen und zu eleminieren. Es handelt sich hier um eine reine Säuberungsaktion die ... Er hielt kurz inne. Denn es galt einzig und allein dem prominenten Paar aus Roma eine heile Welt vorzugaukeln. ...den Bürgern Mogontiacums und deren versorgende Betriebe im Umland ein erneutes Gefühl von Sicherheit geben sollen.
    Sein Pferd schnaubte unter ihm. Es war fast als fordere es ihn auf endlich loszureiten. Er klopfte ihm auf den Hals und sah dann zu Ocella...Duplicarius?!

  • Ocella stand mit seinem Pferd wie immer neben Varro und wandte sich nach dessen Ansprache an die Männer.
    Die Misso ist für 5 Tage angesetzt, nur leichte Waffen, Verpflegung und Feldausrüstung wird persönlich mitgeführt, es gibt keinen Tross.
    Das eine war gut das andere eher schlecht. Die Packerei und das Anbringen am Pferd war immer so eine Sache. Doch warum sioe keinen Wagen mit sich führten hatte seine Gründe.
    Abschnittweise werden wir durch den Wald treiben, es gibt Gerüchte über Lagerfeuer in einem Waldgebiet,...also alles schön Festmachen. Wir treffen uns in einer Stunde zum Abmarsch wieder hier!
    Ein kurzes Zeichen von Varro und die Männer zogen wieder ab. Ocellas Blick richtete sich nach Oben. Hoffentlich denklen sie daran sich eine trockene Montur einzupacken,...das sieht übel aus...
    Dunkle Wolken taten sich am Horizont auf.

  • Es war wieder einmal soweit. Nach Wochen des Wundenleckens und der Rekonvaleszenz war die frisch aufgefüllte Turma Prima bereit zu einer Patrouille. Die immer noch verletzten Equites wurden durch eine Vexillation der Turma Secunda ersetzt. Varro ritt vor seine Patrouille und zügelte das Pferd. Er sah von rechts nach links die Reihe der fast 30 Reiter entlang und nickte zufrieden. Vor allem als er Ocella mit seinen Reitern der II. erkannte.

    Salve Equites! begann er. Unsere Patrouille führt uns zunächst zum Ort des Gefechts in Richtung Borbetomagus, dann zurück in Richtung Confluentes. Wir sollen uns vergewissern, daß im fraglichen Gebiet keinerlei Plündereraktivitäten sind und uns nach der vermissten Patrouille des Decurio Atius Scarpus umsehen. Es gab Lebenszeichen und zwei verletzte Kameraden welche der Classis von Decurio Scarpus selbst übergeben wurden.

    Es kursierten schon länger Gerüchte um Scarpus, aber nun war es offiziell. Er und seine Männer lebten. Die Frage die zu klären war, lautete warum sie nicht zurück kamen?

    Varro betrachtete die Männer, zumindest seine Prima verhielt sich ruhig. Die Männer der II. deren Kommandeur Scarpus war schienen jedoch ein wenig unruhig zu sein.

  • Fango wusste nicht genau, ob er auch antreten sollte. Irgendwie war er durcheinandergekommen. Ausgerüstet stand er mit seinem Schecken am Zügel da und guckte ein wenig verzweifelt in die Runde, ob seine Leute auch hier waren. Klein, wie er war, mit seinem struppigen Pferdchen, bot er ein beinahe bemitleidenswertes Bild. Herumstehend vernahm er auch die Rede vom legendären Varro, aber sein Vorgesetzter war eigentlich Ocella! Wo war der?

  • Ocella sah Fango mit Zornesfalte auf der Stirn an. Was zappelte der Kerl so herum? Und warum hatte er so ein Winzpferd, verdammt? War das ein Pony?

    Dabei hörte er jedes Wort von Varro. Er lauschte mit gemischten Gefühlen, bedeutete doch die Rettung der Patrouille Scarpus´daß sein Kommando beendet sein würde. Dabei hatte er sich gerade mit dem Gedanken angefreundet eine Turma zu befehligen und Varro so zu beweisen, daß er es konnte.

    Wenn er allerdings seine Männer so betrachtete hätte er am liebsten losbrüllen können.

    Na los Varro, lass uns losreiten! dachte er bei sich, bis das hier noch zu einer Lachnummer wurde. Er nahm sich fest vor diese Eierbeisser nach der Patrouille dermaßen mit Formaldienst zu begeistern, daß sie das nächste Mal wie Zinnsoldaten parat standen. Verdammte Bande.

  • Ah, da war der Vexillarius ja! Und die anderen auch.


    Freudig sprang Fango auf sein Pferd und trieb es in die Formation. Nun sah man auch, dass der Schecke deswegen so klein war, weil er für Fangos Körpergröße passte. Fango, der bei der Musterung sowohl beim Alter als auch bei seiner Körpergröße gemogelt hatte (angeblich war er erst 16 und wuchs noch), trug ja nicht einmal eine Spatha, sondern ein Gladius, weil sein Arm zu kurz war, um eine Spatha korrekt mit einem Schwung zu ziehen. Mit extremem Fleiß und äußerst vorbildlichem Verhalten versuchte er, den Makel seiner Winzigkeit auszugleichen.


    Der Schecke nahm in der Reihe Aufstellung. Auf diesem braven älteren Tier hatte er das Reiten gelernt. Ginge es nach Fango, der von Pferden nicht sonderlich viel verstand, würde er ewig auf dem Übungspferd reiten. Bisher hatte ihm niemand ein anderes organisiert oder ihm nahegelegt, das zu tun.


    Er schaute, ob er Equitius Calenus irgendwo entdeckte, doch der Decurio mit der im wörtlichen Sinne blendenden Erscheinung würde heute wohl nicht mit reiten. Auch Tisander schien zu fehlen?!

  • Varro betrachtete seine Patrouille und fgragte sich einen kurzen Moment ob auch sie auf plündernde Barbaren stoßen würden. Weiter hinten sah er Ocella. Gut, daß er wieder auf dem Damm war, er hätte gefehlt. Mehr noch als die gefallenen Kameraden. Er verscheuchte die Gedanken und zog langsam sein Pferd herum.

    Es machte keinen Sinn sich über die Vergangenheit den Kopf zu zerbrechen. Die Vergangenheit hatte sie hierher gebracht um zu bestehen oder zu fallen. So ging das immer weiter, bis es eines Tages soweit war, doch dieser Tag ist nicht heute!

    Mann für Mann reihte sich in den Zug zur >> Porta Praetoria.

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