Officium des Praefectus Urbi

  • Er lehnte sich zurück und folgte den für Purgitius typischen detailreichen Ausführungen. Sie erforderten wegen ihres Umfangs stets die volle Konzentration, setzten aber jeden auf den best möglichen Wissensstand.

    "Danke, Optio, das ist der Stand unserer letzten Besprechung und damit ist das Vorhaben umrissen." Darum ging es in erster Linie. Sein Blick suchte Avianus, um zu ergründen, wie dessen Eindruck war - immerhin besaß sein Vorgänger sofort eine persönliche Meinung - schweifte dann aber wieder in die Runde, zumal das Wort ja auch an ihn zurückgegeben wurde.

    "Wir müssen aktualisieren. Ich habe Gespräche geführt und wir haben auf dem Kapitol die Meinung der Götter eingeholt." Alle mit Ausnahme von Avianus kannten das Ergebnis.


    Sim-Off:

    So leid es mir tut, wir müssen hier pausieren, bis das Ergebnis der Auspizien verfügbar ist. :weissnix:

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  • Erst mal galt es abzuwarten und zuhören was gesagt wurde. In gewohnter Manier kratze Manius auf einem seiner Täfelchen herum.


    Heute - Hora Septima - Besprechung - Praefectura Urbis.

    Notizen zur Statio I Urbana durchsehen

    - kultischen Abläufen?

    -ob Prozession oder nicht?


    Ich - Vindex für Proz, -Vorgesp, mit Cons. Flavius?


    Notierte er erst mal die wichtigsten Punkte die augenscheinlich für ihn bestimme waren. Dann sah er seinen Dienstherren an, der noch mal kurz resümierte. „Willst du das ich mit dem Consular Falvius spreche Consular Claudius?“ Klopfte er das eben kurz notierte noch mal ab. Er hatte es so verstanden aber vorgetragen hatte es der Optio und der hatte nur einen Vorschlag gemacht.

  • Menecrates blickte zu Avianus und antwortete: "Das müssen wir heute erst noch klären und an dieser Stelle kommen die vorhin erwähnten Gespräche ins Spiel." Er sah zu Purgitius und anschließend zu Frugi, der an allen teilgenommen hatte. "Cornicularius Octavius, ich erinnere an das Gespräch mit dem Aedil Flavius. Ich hatte ihm gegenüber meinen ursprünglichen Plan zur erneuten Bauplatzweihe sowie einer Prozession geäußert. Erinnerst du dich? Zum einen brachte er einen weiteren Vorschlag zur Sprache, den ich übrigens hervorragend finde, und zum anderen schlug er vor, das Bauanliegen seinem Vater vorzutragen, der dann einen Bescheid erstellen würde." Einen Bescheid! Auf jenen Vorschlag reagierte der Claudier damals wie heute wenig begeistert, weil er im Moment des ersten Hörens von Zweifeln geplagt wurde. Ob Octavius jene Zweifel ahnte, wusste Menecrates nicht. Er hatte sie mit Absicht nicht vor Flavius geäußert.


    "Cornicularius Octavius, wir haben das Gespräch nie analysiert, weil die Zeit ständig fehlt. Vielleicht ist heute der rechte Zeitpunkt für ein Resümee. Welchen Eindruck hast du nach dem Anhören der beiderseitigen Ideen und Anmerkungen, und wie würde dein Vorgehen sein, könntest du entscheiden?"


    Obwohl Purgitius und Iulius bisher nur von einer geplanten Bauplatzweihe und der angekündigten Prozession wussten, versprach sich Menecrates Erkenntnisse aus der Erörterung. Er wollte niemand Worte in den Mund legen und ließ somit unerwähnt, was er gut fand. Sollte jeder zu seiner eigenen Meinung finden, die - wenn sie überzeugend begründet war - möglicherweise Einzug ins Gesamtkonzept nehmen konnte. Auf alle Fälle würde Frugi weitere Details benennen, davon ging Menecrates aus, und die anderen damit in eine bessere Informationslage versetzen.


    Bevor jemand das Wort ergriff, fügte er noch schnell an: "Der Aedil Flavius brachte übrigens auch den Vorschlag der Auspizien ein, für den ich sehr dankbar bin! Ich habe sofort zugestimmt, wir haben es umgesetzt und eine überaus positive Antwort der Götter erhalten." Letztere Auskunft galt Iulius, der als einziger dem Akt nicht bewohnte.

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  • Cornicularius Octavius bisher nur Zuhörer, da für ihn die Thematik neu war. Er kannte bis zu seiner Beförderung nur den normalen Urbaner Dienst oder den des Legionärs in Germanien. Ungewöhnlich war, dass er keine höheren
    Ziele hatte. Auf Beförderung legte er keinen besonderen Wert, dass mochte daran liegen, dass das Kasernenleben Ersatz für eine Familie war, die er nie gehabt hatte. Je höher man steigt je einsamer wird man, war stets seine Einstellung zu dem Thema gewesen.

    So kam es, dass er sich erst einmal in die Materien eindenken, einarbeiten musste. Gesellschaftspolitisch fand er es hoch interessant. Lurco der noch so jung war bewunderte er. Frugi hätte sich in seinem Alter niemals für solche Themen interessiert und wäre zudem damit auch überfordert gewesen.

    Jetzt nach seiner Beförderung und seiner geringen Kenntnis zu den Vorfällen der Vergangenheit und zu den Gegebenheiten zum jetzigen Zeitpunkt, tat er das was er am besten konnte zuhören und beobachten.


    Mit dem Auftreten des Iulius Avianus hatte er schon bei der Begrüßung seine Probleme gehabt. Doch als es später darum ging eine Verschwiegenheitserklärung zu unterschreiben, sah und spürte er genau wie es dem Iulier gegen den Strich ging. Er war doch Tribun gewesen und wusste das Zivilisten in Militärangelegenheiten nur bedingt mit einbezogen wurden. Auf Grund eines Namens oder Verwandten bekam man kein Vertrauen geschenkt.


    Die Feststellung des des Praefecten, dass sie die Gespräche nie analysiert hätten, hatte der Octavier zunächst nur mit einem Kopfnicken bestätigt. Besann sich dann aber, denn er wusste, das der Claudier Wert auf gute Manieren legte und antwortete: „Nein leider nicht Praefectus Claudius Menecrates, es mangelte an Zeit und Gelegenheit.“

    Frugi ergriff seinen Becher und betrachtete ihn nachdenklich, bevor er einen großen Schluck zu sich nahm.


    „Nun mein Resümee aus den Gesprächen die ich begleiten durfte ist bestimmt sehr von meinem Kenntnisstand des Vergangenen, meinen früheren Erfahrungen und persönlichen Eindrücken geprägt. Leider bin ich nicht geübt in der Diplomatie.

    Nach meiner Meinung ist der Wiederaufbau der Statio I Urbana zu einer Kombistation zwingend notwendig. Nur so können wir die Subura mit ihren Abgründen aus den Händen der kriminellen Banden zurückerobern. Nur durch verstärkte Präsenz des Staates kann die Entwicklung gestoppt werden. Der Staat bekommt sonst von diesen Elementen seine Handlungen diktiert.

    Die relegatio in insulam, Sanktionen auf gewisse Delikte, muss dort greifen. Jeder der im Verdacht steht ein Halsabschneider zu sein muss die Stadt verlassen.


    Ein weiterer Punkt scheint mir wichtig zu sein. Meine Meinung zu diesem Thema ist bitte nicht falsch zu verstehen. Ich bin ein Götter Gläubiger Mann, aber es darf nicht sein, dass sich die Priesterschaft zu sehr in diese Angelegenheiten einmischt und wir zu ihren Marionetten werden.

    Die Einholung der Auspicia war gut und wichtig. Genauso wichtig erscheint mir die Bauplatzweihe.
    Damit müsste für mein Dafürhalten damit aber alles erst einmal abgedeckt sein.


    Zum Abschluss möchte ich noch sagen, es eilt, weniger zerreden, dafür schnelles Handeln. Ich weiß es liegt nicht allein in unserer Hand, doch unser Praefectus wird schon den nötigen Druck an den richtigen Stellen aufbauen, was

    auch zwingend erforderlich ist.“

  • Gut in Ordnung und gut das er erst noch mal nachgefragt hatte. Es schien noch nicht so ganz klar zu sein wie der genau Ablauf zu werden sollte. Darum nickte er als im sein Dienstherr sagte das sie das erst noch zu klären hatten. Gut das sie hier noch mal darüber sprachen.

    Eher etwas verwundert war Manius über die Zusammensetzung des Teilnehmerkreises dieser Besprechung. Aber vermutlich war es so das die zwei einfachen Soldaten hier eben waren weil sie besondere Zuträger und Boten des Claudius waren. Von daher war es nicht mehr ganz so verwunderlich.


    Oh Auspizien da Manius alle Auguren durch die regelmäßigen Abendessen der Auguren kannte, fragt er sich insgeheim wer diese wohl durch geführt hatte. Da schien jeder Augur so seine Präferenz bei der Auswahl der Auspizien zu haben. Da er aber für dieses Amt aber so oder so nicht in Frage kam (weil immer nur einer aus jeder Gens es bekleiden durfte) und er auch kein Interesse an einer Kariere im Kult hatte, hatte er sich auch nie so wirklich intensiv damit beschäftig. Sein Vater verbrachte manchmal ganze Abende damit die Bücher über die Deutung der Zeichen zu lesen. Dafür hätte Manius überhaupt keinen Nerv.


    Was der Octavius nun in seiner Rückschau und Analyse sagte fand bei ihm durchaus auch Zustimmung auch wenn der Halbsatz: *aber es darf nicht sein, dass sich die Priesterschaft zu sehr in diese Angelegenheiten einmischt und wir zu ihren Marionetten werden.* In einem Gesprächsrahmen mit anderen Teilnehmer so nicht hätte fallen dürfen. Manius selbst war in einem Haushalt auf gewachsen wo man das alles sehr ernst nahm, er selbst trug aber nicht so schwer daran wie sein Vater oder sein Schwester.


    Den Punkt weniger zerreden und mehr Handeln unterschrieb er aber geistig sofort. Aber grade in Rom würde das wohl sicher sehr schwer zu machen sein. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen das die Pontifices sich hier in die Suppe spucken lassen würden. Weihen und Prozessionen waren nun mal ihre Baustelle und ohne die Auguren würde man den Bauplatz nicht weihen können. Das hieß sich mit den auseinander zu setzten.

  • Während sein Cornicularius sprach, prüfte Menecrates, wie die Aussagen auf ihn wirkten. Viele Gedanken deckten sich mit seinen, aber wenn jemand anderer sie aussprach, wirkten sie oft anders. Zuweilen konnten solche gleichlautenden Gedanken abschrecken, aber dies war nicht der Fall. Interessant fand er die Bemerkung, 'Jeder, der im Verdacht steht, ein Halsabschneider zu sein, muss die Stadt verlassen.' Für die Verwirkung des Bleiberechts gab es keine gesetzliche Regelung, es sei denn die Damnio. Die allerdings traf keine Halsabschneider. Schön wäre es freilich, wenn es so leicht wäre aufzuräumen.

    Über die fehlerhafte Verknüpfung, die Statio I würde zur Kombistation ausgebaut, sah er hinweg.


    Hätte Menecrates gewusst, dass sein Tiro Fori die anwesenden Soldaten als 'einfach' einordnete, hätte er nachgefragt, ob dies ein Zeichen von Respektlosigkeit oder von Unwissenheit sei. Da er es nicht wusste, nahm die Sitzung ohne diese Klärung ihren Fortlauf.


    "Danke, Cornicularius Octavius", sagte Menecrates, als Frugi endete. Er überdachte noch einmal die eigenen Entschlüsse, dann verkündete er: "Zuerst einmal: Rom antwortet, wenn alles nach Plan läuft, auf die Zerstörung der einen Statio mit dem Bau zweier neuer. Statio I Urbana wird an gleicher Stelle wieder hochgezogen und die Kombistation ist ein Neubau an anderer Stelle. Ich werde das zeitnah mit dem Kaiser erörtern, aber bis dahin gibt es noch viel zu tun."

    Er blickte zu Purgitius. "Optio, ich gehe davon aus, dass du in den Ermittlungen zum Mordfall Iulius sowie bei den Brandanschlägen noch nicht weitergekommen bist." Er wollte sich rückversichern, da auf seinem Schreibtisch auch kein Bericht lag, bevor er die Prioritäten neu setzte. Spätestens jetzt sollte es Avianus dämmern, dass neben ihm am Tisch der Hauptermittler der Cohortes Urbanae saß. "Alles muss sich aktuell der Grundstückssuche unterordnen. Sollten wir an dieser Stelle fündig werden, und für die Suche kannst du gern Iulius Avianus einbinden, sofern er noch freie Kapazitäten hat, dann besprechen wir die Vorrangigkeiten bei den Ermittlungsfällen." Welche das wären, blieb hier ungesagt, denn sie gehörten zu den Interna.


    "Ich habe umentschieden", begann er seine Ausführungen, mit denen er zum Thema der heutigen Sitzung zurückkam. "Es wird keine Prozession geben und somit für dich, Avianus, kein Auftrag der Kontaktsuche mit Pontifex Flavius." Menecrates sah zu Iulius, dessen Frage von vorhin er somit beantwortet hatte. "Wir haben die Auspizien mit bestem Ergebnis eingeholt, es wird wieder eine Bauplatzweihe zur Besänftigung der hier wohnenden Geister und der Götter geben, und ansonsten habe ich beschlossen, als Wiedergutmachung für die Militärpräsenz im Pomerium die dort Stationierten einmal im Jahr entsühnen zu lassen. Avianus, dein Vater ist Augur, du bist in kultischer Hinsicht besser informiert als der Durchschnittsrömer. Traust du dir zu, selbstständig an entsprechender Stelle - ich denke dabei an die Sibylle - um eine Entsühnungsformel zu bitten?" Er schaute fragend, bevor er anfügte: "Ich bin ebenso offen für alternative Quellen, die eine zutreffende Entsühnungsformel für die Milites entwickeln könnten." Ob er sie annehmen würde, blieb abzuwarten.

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  • "Praefectus Claudius Menecrates, aus gegebenen Anlass bin ich in den Ermittlungen noch nicht weiter gekommen. Dir und Frugi ist der Umstand bekannt, die Ermittlungen werden schnellstmöglich von mir nachgeholt. Jedoch ist mein nächster Schritt in Sachen Mordfall Iulius die beiden Gens zu befragen. Ferner werde ich in dem anderen anhängigen Mordfall Rücksprache mit der Kreuzwegbruderschaft halten. Da bis dato die Identität des Opfers noch nicht geklärt werden konnte. Die Ermittlung bezüglich unserer Statio und den damit verbundenen Morden, einschließlich Iulius hat selbstverständlich Vorrang.


    Es wäre sogar durchaus möglich, dass der "Püppchen-Mord" im weiteren Zusammenhang mit den Krähen, dem Anschlag und den dazugehörigen Morden steht. Aber das sind nur Spekulationen Praefectus Claudius Menecrates. Sobald ich Dir Fakten liefern kann, erstatte ich Dir persönlich Bericht und verschriftliche diesen zudem, zwecks Nachweis und Dokumentation", erläuterte Lurco respektvoll und schaute dann Avianus an.


    Ob dieser Mann wirklich in der Lage war, ein derartiges Ritual durchzuführen? Hatte er Erfahrungen in diesen Dingen? Der Segen wie auch das Wohlwollen der Götter durfte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Lurco wusste im Gegensatz zu dem Praefectus Menecrates und Frugi etwas mehr über diesen Mann. Er hatte ihn bereits in einer Taverna getroffen und er hoffte für sie wie auch wie für Avianus, dass dieser Mann, dieser Zivilist den Anforderungen der Cohortes Urbanae und denen des Praefectus gewachsen war.

  • Müde wartet auf seinen Befehlshaber in dessen Offizium. Ernüchtert stellte er fest, er wurde wohl älter. Der ständige Dienst hier, die Ausbildung der Rekruten und nun die Berg- und Talwanderung durch Rom in der Nacht, hatten ihm doch etwas zugesetzt.

  • Als der Praefectus Urbi kam, wurde er bereits erwartet. Das kam nicht oft vor. Um ehrlich zu sein, konnte sich Menecrates nicht erinnern, dass es jemals vorkam.

    "Salve Octavius. Na, probst du schon einmal für den Tag, an dem du mich ablöst?" Er schmunzelte auf dem Weg zu seinem Schreibtisch, legte die mitgebrachte Akte ab und blickte zu Octavius. "Ich nehme an, es gibt Redebedarf oder eine Meldung. Was ist es?" Er wies auf den freien Platz ihm gegenüber für den Fall, dass die Unterredung länger dauern sollte.

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  • Frugi kniff die Augen zusammen, der Praefectus meinte bestimmt er besäße Humor, er dachte das gerade nicht. Etwas unterkühlt, kam dann auch seine Begrüßung, gleich darauf sagte er einen Namen in einem fragenden aber auch herausfordernden Ton. „Tiberius Helvetius Faustus?!“ Mehr kam nicht, doch der Blick lauerte förmlich auf dem Gesicht des Claudiers. Mit seiner Reaktion verweigerte er einfach die Antwort auf die direkten Fragen.

  • Fast hätte Menecrates die Begrüßung überhört, weil sie unscheinbar ausfiel. Er war ein anderes Auftreten gewohnt, er erwartete ein anderes und er bestand auf ein anderes. In seine aufkommende Unzufriedenheit sickerte die Verwunderung über den Namen, der in diesem Moment fiel. Er runzelte die Stirn, weil er sowohl das Auftreten seines Cornicularius unangebracht, als auch dessen Anliegen rätselhaft fand.

    "Ja, kenne ich. Ist ihm etwas passiert?" Wenn, dann musste es etwas Außerordentliches sein. Vielleicht saß Faustus ein?

    In Menecrates kam nicht der Gedanke auf, woher Octavius seinen Klient Faustus kannte. Bisher deutete nichts darauf hin.

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  • Ein tiefes Rot durchzog, das Gesicht des Cornicularius. „Nein, nein...“, stotterte er. Was war bloß los mit ihm? Hastig nahm er Haltung an. „Ich bitte um Entschuldigung Praefectus Claudius, für mein unmögliches Auftreten. Nein dem Helvetier ist nichts geschehen, zumindest nicht seid ich ihn zuletzt auf dem Forum Romanum bei der Volksspeisung sah und kennen lernte. Meine nachlässige Haltung mag an meiner Müdigkeit liegen.“ Er hielt inne, weil er krampfhaft versuchte ein Gähnen zu unterdrücken, bestimmt konnte man ihm dies ansehen, was ihn aufs neue die Röte ins Gesicht trieb.

  • Ob es nun seine Freunde oder Gegner wussten, aber Menecrates konnte sehr leicht besänftigt werden. Einsicht und Reue, mehr brauchte es dafür nicht. Von einer Besserung in der Zukunft ging er stillschweigend aus.

    "Dann bin ich ja beruhigt", erwiderte er und ließ sich mit einem Seufzen auf den Stuhl plumpsen. "Nicht mehr solche Dinger am Morgen, Octavius!" Der mahnende Zeigefinger blieb eine Weile erhoben, bevor Menecrates die Hand auf die Tischplatte legte. "Das verdirbt den gesamten Tag." Er wiegte den Kopf und fügte an. "Vielleicht einfach mal zeitiger schlafen gehen, Octavius, und davor ein Aufenthalt im Freien. Bei Vogelgezwitscher kommen die Gedanken zur Ruhe und die Anspannung fällt ab. Danach kann zumindest ich immer gut schlafen." Der Claudier benötigte viel Schlaf, Zeit seines Lebens, und achtete darauf, dass er ihn bekam.


    "Wenn du aber einmal hier bist, kommen wir gleich zum Dienstlichen. Wie läuft es mit der Ausbildung? Wann hast du sie gestartet und wann schätzt du, wird sie abgeschlossen sein?"

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  • Octavius beobachtete den Praefectus bis er Platz genommen hatte. „Ich bemühe mich darum, doch um ehrlich zu sein habe ich aber gar nicht geschlafen. In der Nacht bin ich durch ganz Rom gerannt, habe jeden der sieben Hügel erklommen um die Stadt mit Wahlplakaten zu versehen. Gestern traf ich diesen Helvetier bei der Volksspeise. Ich kannte ihn bis dato überhaupt nicht, wusste somit nicht das er in deinem Dienst stand. Bestimmt ist er auch noch dein Klient?" Diese Frage kam eher sorgenvoll von ihm. "Kurz und bündig ich wurde kurzerhand sein Wahlhelfer. Soviel zu meinem ungebührlichen Auftritt, geschuldet meiner Müdigkeit. Dies ist eine Erklärung, auch wenn dich eigentlich unser Privatleben nicht interessiert.“ Erschrocken hielt er inne und wunderte sich über sich und sein Gerede. Bei den Göttern was ist nur los mit mir, ich sollte wieder einmal Mars besuchen und ihn um Beistand bitte.

    Nach einem verlegenem Räuspern begann er dienstbeflissenen. „Was die Ausbildung der Rekruten betrifft. So steht morgen noch der vierzig Meilen Marsch mit Ausrüstung an. Danach noch die genaue Einweisung zum Wachdienst, dann ist sie abgeschlossen. Am ANTE DIEM III NON FEB DCCCLXXII A.U.C. (3.2.2022/119 n.Chr.) wurde diese begonnen und ist spätesten am KAL MAI DCCCLXXII A.U.C. (1.5.2022/119 n.Chr.), eher früher abgeschlossen. Abgesehen von den vorgeschrieben Märchen wurden sie im Umgang mit den Waffen mit und ohne Rüstung trainiert. Sie lernten die einzelnen Formationen kennen und führten sie durch. Ihre Schwimmfähigkeit wurde überprüft. Über allem stand die Unterweisung zum korrekten Verhalten und Auftreten.“ Frugi hielt inne kratzte sich am Kopf und hoffte er hätte alles erwähnt. „Die Namensliste, lege ich dir nach Beendigung der Ausbildung vor. Wenn ich noch erwähnen darf, dass war eine äußerst disziplinierte Truppe. Bei einigen musst noch das Selbstvertrauen aufgebaut werden. Sieht so unsere Zukunft aus, müssen wir uns keine Sorgen machen.“

  • Octavius beobachtete den Praefectus bis er Platz genommen hatte. „Ich bemühe mich darum, doch um ehrlich zu sein habe ich aber gar nicht geschlafen. [...]

    Den Erklärungen lauschte Menecrates interessiert. Sein Terminplan erlaubte es nicht, zu den Zeiten, wo Faustus Wahlkampf betrieb, als Zuschauer zu fungieren. Abgesehen davon wollte er das auch nicht, denn der Helvetier sollte sich dem Volk derart präsentieren, dass sie ihm Eigenständigkeit attestierten.

    "Es freut mich, dass du als Wahlhelfer für Helvetius tätig bist. Natürlich darf das keine Auswirkungen auf deinen Dienst haben, aber grundsätzlich befürworte ich deinen Einsatz, weil ich die Kandidatur begrüße." Die Unterstützung des Claudiers würde im Senat stattfinden - dort, wo es darum ging, die erforderliche Anzahl an Wahlstimmen zu erreichen.

    Nicht minder interessiert hörte er den Ausführungen zum Stand der Ausbildung zu. Er benötigte Nachschub, weil nicht nur die Verpflichtungen generell stiegen, sondern auch die neuen Standorte besetzt werden mussten, um dem erhöhten Sicherheitsbedarf in Rom Rechnung zu tragen.

    Er überschlug die Zeit im Kopf und nickte. "Dann läuft ja alles planmäßig."

    Zusätzlich freute es ihn zu hören, dass die Neuzugänge eine gute Einstellung attestiert bekamen. Wer zeitnah viele Rekruten einzog, konnte sich dessen nicht immer sicher sein, auch wenn die Ausbildung selbst für Selektion sorgte.

    Menecrates überlegte kurz, während er sich einen Schluck des stets bereitstehenden Wassers genehmigte.

    "Gut möglich, dass ich noch abgehetzt vom Wechsel zwischen Castra und Praefectura Urbis und deswegen unkonzentriert bin, aber was war noch der Grund, weswegen du auf mich gewartet hast?" Ihm zu sagen, dass sein Vorzimmeroffizier müde den Dienst nachkam, konnte es kaum sein. Das hätten viele eher verheimlicht als gemeldet.

    Er selbst hatte keine weiteren Anliegen mehr, erwartete aber, dass noch etwas von Octavius' Seite kam.

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  • Zunächst war Octavius jetzt verwirrt. Hatte er nicht schon über sein Anliegen geredet? Vielleicht nicht klar genug ausgedrückt. „Nun eigentlich haben wir das Thema abgehandelt. Ich wollte so früh mit dir sprechen, da ich hoffte noch ungestört zu sein. Mich interessierte eigentlich nur deine Meinung zu dem Helvetier und ob sich mein Einsatz als Wahlhelfer da gelohnt hatte? Es war also nur ein privates Thema. Entschuldige es war nicht dienstlich“.

    Ja verflixt noch mal es war persönlicher Natur und ich bin auch nur ein Mensch, dachte er ein wenig enttäuscht. Dabei arbeiten wir doch wie ich finde gut mit einander und bis auf mein Lapsus von eben. Dennoch ist eine unsichtbare Grenze errichte. „Ich danke für deine Zeit und will nicht weiter stören“.

  • Praetor Urbanus

    Roma


    N.Aemlius Secundus

    Roma



    Salve , mein Praetor,


    ich Nero Aemilius Secundus, Sohn des Nero Aemilius Lupus, aus der höchstehrenwerten Gens Aemlia wünscht das Tirocinium Fori bei Dir zu absolvieren!


    Vale

    Secundus

  • Es kam selten vor, dass Briefe falsch zugestellt wurden, und im Normalfall filterte sein Vorzimmer derartige Post heraus, aber am heutigen Tag hielt Menecrates einen dieser Fehlwürfe in den Händen. Er beäugte das Schreiben vorn und hinten, schüttelte den Kopf und rief den Vorzimmerbeamten herein.

    "Bring das in die Basilica Ulpia, es ist an den Praetor Urbanus adressiert."

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