[Casa] Tribunus Angusticlavius Titus Tuccius Tychicus

  • Die erste Pflicht bei so einer Nachricht war Ruhe zu bewahren. Einige Minuten mehr Zeit die er in Fragen investierte, konnten ihnen auf dem Schlachtfeld weiterhelfen.

    "Tribun, weißt Du genaueres über die Steppenreiter? Anzahl, mögliche Ausrüstung und wann genau der Überfall stattgefunden hat? Gibt es weitere Informationen diesbezüglich, sprich haben wir ein Lagebild von dem geschehen vor Ort? Wurden Männer verletzt oder gar getötet?", hakte Cimber nach und machte sich gedanklich bereit zum sofortigen Abrücken.

  • "Der Melder wurde vermutlich vor Beginn des Gefechts entsandt, da die Meldung eher knapp ausfiel. Ich weiß nicht mehr, als du momentan weißt. Rückfragen kannst du an Faustus Faucius Dexter stellen von der Centuria prima, den ich gerade in den Dienstschluss entlassen habe. Vermutlich ist er in seiner Baracke oder auf dem Weg zur Therme."

  • "Verstanden Tribun", bestätigte Cimber und verabschiedete sich von dem Tucci um sich sofort auf den Weg zu machen. Was sollte er die Männer befragen, wenn sie dem Tribun nichts anderes erzählt hatten? Natürlich konnte die Schlange lügen wie gedruckt, aber wer wusste was er den Männer versprochen oder angedroht hatte, dass sie in das gleiche Horn bliesen? Cimber musste aufbrechen und zwar jetzt.


    Knapp eine Stunde später war es soweit und Cimber brach mit seinen Männer auf, um seinem Sohn und Bruder beizustehen.

  • Tychicus lächelte dünn, als er Cimber nachsah, ehe er sich in Ruhe seinen Papieren widmete. Er hatte seinen Anteil geleistet - nun entschieden die Götter.

  • An der Casa angekommen, Cerretanus konnte sich immer noch nicht damit anfreunden dass der Tribun kein Officium in der Principia hatte, klappte er an die Porta und wartete.

    Das war einer der Gründe warum ein Offizier erreichbar sein sollte ohne darauf warten zu müssen dass sich ein Sklave krumm machte um die Türe zu öffnen.

  • Heute hatte der Optio in der Tat besonders Pech. Durch eine verschlossenen, wenngleich sehr hübsch bemalte, Tür konnte natürlich niemand sehen, in welchem Zustand der Optio sich befand und dass es sich um eine dringende Angelegenheit handeln könnte. Erst, als der krankgeschriebene Centurio Flaminius von der Schwesterncenturia mit einer Krücke vorbeigehinkt kam und Cerretanus aushalf, indem er die Tür von außen öffnete und wenig freundlich ins Innere brüllte, kam ein übellauniger Chwasak und führte den Optio zum Tribunus, während Flaminius weiter brüllte, bis man ihm die Tür vor der Nase schloss.


    Titus Tuccius Tychicus gönnte sich währenddessen im Tablinium ein kühles Fußbad unter dem Tisch, während er einige Schreiben durchging und mit kalten Fruchtsäften verwöhnen ließ. Er hob den Blick, als Cerretanus eintrat, zum Zeichen, dass der Optio loslegen durfte.

  • Andere Länder, andere Sitten dsxhte sich der Furier nach der hinkende Centurio lautstark dem Sklaven Beine gemacht hatte damit dieser seinen schalffen Hintern an die Türe schleppte um ihn einzulassen.

    Mit einem knappen Gruß bedankre such cerrwtsnus bei Flaminius und folgte dem Sklaven.


    " Salve, Tribun." Cerretanus schlug sich mit der Faust gegen die Brust wodurch eine Menge Staub aufgewirbelt wurde.


    " Ich weiß dass du bereits informiert bist doch möchte ich dich nur nochmals informieren dass es einige Meilen entfernt zu einem Zwischenfall mit Steppenbewohnern gekommen ist.

    Ein römischer Soldat ist in deren Gefangenschaft und es sind mehrere Dutzend Reiter vor Ort."

    " Meine Wenigkeit ist nur durch einen unglücklichen Umstand wieder hier im Castellum aber ich habe bereits veranlasst so schnell wie möglich wieder zurück zur Truppe zu kommen. Dafür habe ich für meine ' Begleiter und mich Pferde bereitstellen lassen. Falls du Befehle hast die weitergegeben werden sollen....?!"

  • "Die habe ich in der Tat."


    Tychicus pustete etwas von dem Staub, den Cerretanus von seiner Brust aufgewirbelt hatte, von seinem Schreiben. Er stellte zufrieden fest, dass nichts in der schon getrockneten Tinte haften geblieben war.


    "Erstens: Ich rechne damit, dass ihr die gefangenen Kameraden zurück nach Hause bringt.


    Zweitens: Duplicarius Umbrenus Cimber hatte die Aufgabe, mit seiner Turma den beiden Centurien zur Hilfe zu kommen. Augenscheinlich ist dies nicht geschehen, aus welchen Gründen auch immer. Die Gründe darfst du in Erfahrung bringen und mir mitteilen - nach eurer Rückkehr.


    Drittens: Tritt dem Umbrenus in den Hintern, notfalls wörtlich. Er hat dem Befehl folge zu leisten!


    Darüber hinaus begrüße ich deinen Ansatz, persönlich zum Ort des Geschehens zurückzureiten, wenn deine Gesundheit es zulässt - deine Männer brauchen dich. Wenn das alles ist, darfst du wegtreten und deine Pflicht erfüllen, Optio."

  • " Natürlich, Tribun. Mit den Pferden wird es schneller voran gehen.

    Was Duplicarius Umbrenus betrifft so verließ dieser im selben Augenblick das castellum als wir hier ankamen. Also ich glaube dass er bereits knapp vor seinem Ziel sein wird. Tribun."

    Cerrtanus salutierte und wartete noch einen Moment. Vllt hatte Tuccius noch etwas hinzuzufügen.

  • "Gut für Umbrenus Cimber. Vielleicht revidiere ich eines fernen Tages sogar das Bild, das von dem Mann in meinem Kopf herumschwirrt."


    Bis dahin durfte der Mann als Duplicarius herumdümpeln und Dreck fressen.


    Hinzuzufügen hatte der Tribun nichts. Er war ein Tuccius und Meister der Kunst, lange und unterhaltsame Gespräche zu führen, ohne etwas Wesentliches zu sagen. Man konnte Abend für Abend bei ihm zur Cena liegen und am Ende feststellen, dass man über den Gastgeber selbst praktisch nichts anderes wusste als seinen Namen, seinen Dienstgrad und wie wundervoll seine Frau und seine Kinder waren.


    Auch heute war ihm mehr daran gelegen, zu beobachten, wie Cerretanus, Cimber, Stilo, Bellatus und die anderen sich in der Situation schlugen, als ihnen Anweisungen zu geben. So beließ der Tuccius es gewohnheitsmäßig bei einem Minimum an Anweisungen.


    "Du warst vor Ort, ich nicht. Wer von uns kann die Situation folgerichtig besser einschätzen? Ich vertraue deiner Erfahrung und deinem Urteilsvermögen. Du darfst wegtreten, Optio." Ein süffisantes Lächeln konnte er sich nicht verkneifen. "Wünsche gutes Gelingen."

  • Appius nickte. Der Tuccier hatte nichts mehr zu sagen und von Seiten Appius ' war auch alles gesagt.

    So salutierte er und verließ das Officium.

    Er wollte so rasch es ging wieder zurück. Das wollte er nicht auf sich sitzen lassen.

    Zuvor aber machte er einen Abstecher ins Magazin, besorgte dort mehrere Trinkschläuche gefüllt mit frischen Wasser und ließ diese auf jene Pferde laden die bestellt waren.

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