• Meridius trat ins Attrium und sah Sinona in Gedanken verloren an einer Säule stehen. Er trat näher herzu und grüsste.


    "Salve, Sinona. Schön dass Du kommen konntest. Den Weg hierher hast Du doch gleich gefunden, oder nicht?"

  • Natürlich Meridius, keinerlei Probleme. Ein schönes Haus hast Du. Und Stil! Führst Du mich herum?

  • "Gerne."


    Meridius lächelte sie an und wies ihr mit einer Handbewegung den Weg.


    "Unsere Casa ist im Prinzip aufgebaut wie jedes andere römische Atrium-Haus. Hier zentral liegt das Atrium und die restlichen Räume sind aussenrum gruppiert. An den Seiten, hier und hier, liegen die ganzen Schlafräume, das dort ist das Gästezimmer. Im hinteren Teil des Hauses folgen Triclinium und Tablinum, von letzterem haben wir gar zwei, das größere dient in der Zwischenzeit der Muse und Entspannung, das kleinere ist das Schreibzimmer des Sekretärs. Über diesen Gang geht es nach draussen in den Garten. Dann gibt es noch diverse Wirtschaftsräume und auch ein Geschäft, aber ich denke, die interssieren Dich weniger. Ach ja, und dort haben wir unseren Hausaltar."

  • Balbus betritt das Atrium der Casa Decima. Er blickt auf ein neues Mosaik. Seit dem letzten Besuch hat sich einiges verändert. Es scheint auch mehr los zu sein, denn er hört Stimmen, die ihm unbekannt sind. Ob es ein Fehler war herzukommen? Er schwankt. Dann entscheidet er sich zu bleiben.

  • Balbus nickt mit dem Kopf und zupft seinen Mantel zurecht. Dann spickt er noch kurz in einen Spiegel und kontrolliert die Frisur. Was bin ich nur für ein Idiot, denkt er, atmet tief ein und reißt sich zusammen. Eins, zwei, drei,...

  • Livia betritt angespannt das Atrium, ihre Hände sind eiskalt...Das Balbus so plötzlich zu Besuch kommt, damit hätte sie nicht gerechnet.
    "Hallo. Du bist lange nicht mehr hier gewesen. Wie geht es dir?"

  • Balbus gewinnt urplötzlich wieder an Sicherheit als sie eintritt. Er blickt sie an. Sie ist schön, wie immer. Dann lächelt er.


    "Sei gegrüsst, Tertia. Ich weiß, ich hatte viel zu tun."


    Er blickt sie lange an und setzt dann hinzu.


    "Ich..."


    Er überlegt was er sagen soll, was er sagen will und entscheidet sich dann für


    "Ich hätte früher vorbeikommen sollen. Ich weiß. Nur musste ich mir über einiges klar werden. Als wir uns das letzte mal sahen, da... Nunja, ich verließ das Haus etwas stürmisch und ohne Lebewohl zu sagen. Ich möchte Dich nicht bedrängen."

  • Livia schaut ihn jetzt auch länger an. Er sieht noch so aus wie früher, wie das Bild, dass sie von ihm vor ihrem inneren Auge hatte.
    Aber wenn er jetzt selbst vor ihr steht, dass ist ein völlig anderes Gefühl. Sie ist sich ihrer Sache auf einmal gar nicht mehr so sicher.


    Zitat

    Original von Flavius Prudentius Balbus
    Ich möchte Dich nicht bedrängen."


    Sie versucht zu lächeln.


    "Ja...


    Dann wird sie wieder ernst.


    Unser letztes Treffen...ich bin am Ausgang ja nicht schuldlos. Mein Verhalten hat dich wohl...nunja getroffen.


    Wie soll sie ihm nur sagen, dass sie sich entschlossen hat Vestalin zu werden.


    Aber worüber bist du dir klar geworden? Mir ging es in letzter Zeit ähnlich und ich habe viel nachgedacht....

  • Balbus fasst sich ein Herz.


    "Ich wollte Dir sagen, dass Du mir viel bedeutest. Und ich denke, dass Du ähnlich empfindest. Doch hast Du auch wieder Recht, dass das ganze zu schnell ging. Ich will Dir Zeit lassen."


    Er blickt sie an.


    "Doch auf der anderen Seite muss ich wissen, ob ich mir überhaupt berechtigte Hoffnungen machen kann und darf.


    Tertia, darf ich überhaupt um Dich werben, oder soll ich es bleiben lassen?"

  • Livia sah eine Weile auf den Boden, hob dann ihren Blick und schaute Balbus mit einem leichten Anflug von Traurigkeit an.


    Ja, Balbus du bedeutest mir ebenfalls sehr viel, daran solltest du nicht zweifeln. Aber werben darfst du nicht um mich, da ich Hispania verlassen werde, um Vestalin zu werden.


    Ihre Antwort war wahrscheinlich zu hart gewesen...aber sie wollte einen Schlußstrich ziehen und sie wusste nicht wie sie es hätte anders schaffen sollen.

  • Zitat

    Original von Livia Decima Tertia
    Ja, Balbus du bedeutest mir ebenfalls sehr viel, daran solltest du nicht zweifeln. Aber werben darfst du nicht um mich, da ich Hispania verlassen werde, um Vestalin zu werden.


    Die Worte klangen in seinen Ohren wie der Tod. Vestalin. Sein Gehirn arbeitete krampfhaft. Doch dann fing er sich wieder.


    "Vestalin?"


    Seine Stimme klang etwas enttäuscht, mehr jedoch traurig.


    "Ach Tertia, ich wusste nicht, dass Du Dich zur Vestalin berufen fühltest."


    Er blickte sie an.


    "Ich werde zu meinem ersten Einsatz kommen. Deshalb bin ich eigentlich hergekommen. Mein erstes Kommando."


    Er lächelte verlegen um zu überspielen, dass er im Moment lieber über alle, nur nicht über ihre Trennung reden wollte.


    "Dein Bruder hat mir den Feldzug gegen die Aufständischen in Uttarae anvertraut. Ich weiß nicht wie lange es dauern wird..."

  • Ja, woher solltest du das auch wissen. Bei unserem letzten Treffen, wusste ich selbst noch nicht darum....


    Mit tonloser Stimme, nahezu mechanisch sagte sie


    Der Feldzug gegen die Aufständischen in Uttarae....du wirst dieser Aufgabe sicher gerecht werden, sonst hätte sie dir mein Bruder nicht anvertraut.


    Eigentlich war damit zurechnen gewesen,trotzdem trifft es sie. In besorgtem Tonfall:


    Aber Flavius riskier dein Leben bitte nicht leichtfertig.

  • Flavius lächelte, als er die Besorgnis in ihrer Stimme hörte.


    "Ich werde auf mich aufpassen, ich verspreche es Dir. Doch pass auch Du auf Dich auf, wenn Du in Rom bist, ja?"


    Er blickte sie traurig an.


    "Eigentlich wollte ich Dir das hier schenken. Doch jetzt..."


    Er reicht ihr eine kleine, schlichte silberne Kette mit einem Bildnis der Hera.


    "Bitte nimm sie trotzdem. Sie soll Dich beschützen. Und ich will, dass Du sie mit Dir führst..."

  • Sie schaut auf die Kette, ein Bildnis der Hera der Göttin der Ehe und der Geburt. Es ist klar, dass er mit anderen Erwartungen hiergekommen ist....womöglich wird er sich Hoffnungen machen wenn sie sie annimmt. Sie zögert einen Moment dann entschließt sie sich doch dazu die Kette anzunehmen und versucht zu lächeln.


    "Ich werde sie immer bei mir haben und ich werde auf mich achtgeben, aber Rom ist kein Aufstand in Uttarae...Leider habe ich nichts was ich dir geben könnte, aber ich werde dich mit in mein Gebet einschließen..."

  • Mercator kam ins Atrium und sah gerade noch wie ein Legionär auf der anderen Seite des Atriums zur Türe hinaus eilte. Livia stand alleine mitten im Atrium. Mercator ging zu ihr.


    „Ah! Hallo Livia, mein Schatz! Wie geht es dir und wer war denn dieser stattliche, junge Soldat der es so eilig hatte? Ich hoffe ich habe euch nicht gestört!“

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