Uttarae

  • Die Legionäre kämpften sich nun auch in die letzten Winkel der Stadt vor. Dort wo sich die verzweifelten Verteidiger neu formierten, wo sie die letzten Kräfte mobilisierten ging das Sterben weiter, tödlicher, krampfhafter, bis zum letzten Atemzug.


    "Vorwärts, Männer!"


    brüllte der Primus Pilus immer wieder. Sein Gladius bahnte sich seinen Weg. Blut floss über seine Hand.

    Primus Pilus der Legio IX
    I. Centurio der I. Cohorte

    leg9-centurio.png

  • Metellus befahl die ALA Richtung Westen der Stadt zu reiten, während die Legionäre auch die Häuser durchsuchten, konzentrierte sich die ALA auf Strassen, Gassen und Plätze.


    Jeder, der so töricht war uns noch Widerstand zu leisten wurde getötet, alle anderen wurden gefangen genommen und auf, schon bestimmten, Plätzen zusammengetrieben.


    Meridius sollte später entscheiden, was mit ihnen geschehen sollte....

  • Langsam rückten wir durch die Straßen der Stadt, immer wachsam und darauf bedacht das hinter der nächsten Ecke eine Schar von Feinden auftauchen könnte. Dies konnte einen schon unsicher machen.


    Jedoch schien der Widerstand zum größten Teil gebrochen, womit es nur noch vereinzelt zu kämpfen kam. Es war einfach nur noch eine "Säuberung" der Stadt auszuführen. Vereinzelt sah Maximus noch Zivlisten mit Kindern auf den Armen durch die Straßen rennend und Schutz suchend. Die Stadt war wohl leider doch nicht vollständig evakuiert worden, welch ein Jammer....


    Die Legionäre freuten sich derweil schon über die gewonnene Schlacht, diese war ihnen nicht mehr zu nehmen und von diesem vernichtenden Schlag würden sich die Rebellen wohl nicht mehr erholen können. Der Aufstand galt, mit diesem glorreichen Sieg, für die meisten als endgültig niedergeschlagen.

  • Weiter vorrücken! brüllte der Centurio und die Legionäre taten wie ihnen geheisen und drängten weiter in die Stadt hinein. Im Zentrum war seine Centurie. Sie hatten jetzt den zentralen Platz fast genommen. Hier sah es fürchterlich aus und es stank nach verbranntem Fleisch, doch trotzdem wurde immer weiter und weiter gekämpft. Plötzlich flog ein Pfeil an Titus vorbei. Er hatte ihn nicht bemerkt aber zum Glück hatte er ihn nicht getroffen. An dem lauten Schrei hinter sich jedoch konnte Titus erkennen,dass einer seiner Kammeraden wohl weniger Glück gehabt hatte.

  • "Wer sich ergibt wird gefangen gesetzt!"
    Ein paar Legionäre schienen im Blutrausch zu sein, aber sie wurden von ihren Kameraden aufgehalten, nicht immer rechtzeitig, aber zumindest halbwegs.


    Die Kämpfe in dieser Ecke verebbten langsam und auch von den Aufständischen sahen einige ein, dass es nun endgültig keinen zweck mehr hatte weiter zu kämpfen.

  • Noch immer bedeutete sein Befehl keine Gefangenen und er wurde unbarmherzig durchgesetzt. Sie bewegten sich weiterhin stehtig vorwärts, trennten Aufrührer von Zivilisten und ließen letztere ziehen, während erstere das Gladus durchbohrte.


    "IN FUGA FOEDA MORS EST: IN VICTORIA GLORIOSA."

  • Meridius erreichte das Stadtzentrum. Die Verwaltungsgebäude und das Forum waren bereits besetzt, die Mauern, Türme und Tore in fester Hand der römischen Truppen. Stadtviertel um Stadtviertel wurde eingenommen, die Männer niedergemacht, Frauen und Kinder zusammengetrieben und nach draussen getrieben.


    Meridius ließ sich die Straßenführung der Stadt erklären. Das Viertel im Süden war bereits durchkämmt, im Osten herrschte ebenfalls Ruhe, nur im Norden und Westen loderten noch vereinzelte Kämpfe.


    "Die Truppen sollen jedes Haus auseinander nehmen. Ich will, dass alle Bewohner aus der Stadt geschafft werden. Männer die Waffen tragen können, sollen getötet werden, alle Frauen und Kinder werden versklavt. Die Häuser reißt ein und brennt sie nieder. Von der ganzen Stadt soll kein Stein, kein Mauerbrocken übrig bleiben. Wenn wir wollen, dass auch die anderen Städte kapitulieren, müssen wir hier ein deutliches Exempel statuieren. Sonst geht das ganze Theater bald wieder von vorne los."


    Meridius lenkte Caligula in Richtung Westen. Er wollte sich die Lage in dem umkämpften Stadtviertel selbst ansehen.

  • "Macht sie nieder!" brüllte Metellus und hieb mit seinem Spatha nach einem Mann, der sich duckte, jedoch dem Schwert dennoch nicht entweichen konnte. Der Stahl spaltete seinen Schädel... Überall war ein einziges Ringe, wer unterlag starb. Männer wurden sofort niedergemacht, egal wie alt sie waren, egal ob sie Rüstung trugen, oder auch nicht. Egal ob sie sich wehrten, oder ergaben. Ob sie auf iberisch, keltisch, oder römisch riefen, um Gnade winselten, Flüche ausstießen, die Schwerter der Kämpfenden waren unbarmherzig. Frauen und Kinder wurden indess nach hinten getrieben. Und Frauen nicht selten dort vergewaltigt und geschändet, wo sie aufgegriffen wurden. Die Masse der Soldaten war kaum mehr zu kontrollieren. Das Plündern stand ihnen nach altem Recht zu und der Legatus Legionis hatte es vor der Schlacht nicht explizit untersagt. Metellus ließ sie daher gewähren...

  • Grauenvolles spielt sich ab. Die Waffe fest in der Hand jagt Severus mit seinen Kameraden durch die Straßen und Gassen der Stadt. Ein Mann nach dem anderen wird aufgespürt und getötet. Frauen und Kinder werden aus ihren Behausungen heraus und zusammengetrieben. In seinem Inneren sieht er mit Entsetzten, wie wenig dies noch einem ehrenvollen Kampf gleicht und wie sehr es einem sinnlosen Dahinschlachten von Menschenleben ähnelt. Doch er schiebt diesen Gedanken beiseite und verdrängt ihn. Befehl ist Befehl. Severus funktioniert. Auch seine Kameraden funktionieren.


    Die Zähne fest aufeinandergepresst erobern sie eine Straße nach der anderen, töten Mann um Mann und treiben die Gefangenen zusammen. Severus' linker Arm schmerzt. Der rechte Arm schmerzt. Die Beine schmerzen und die Wunde in seinem Oberschenkel scheint zu pochen. Die Erschöpfung droht und beginnt sich in seinen Knochen anzukündigen Doch er funktioniert. Sobald all dies vorbei ist kann er Schmerz und Erschöpfung zulassen. Bis dahin schiebt er es krampfhaft beiseite, unterdrückt es und tut seine Arbeit.


    "Macht sie nieder!" hört er den Decurio rufen und gehorcht. Da! Ein Schatten! Ein Mann bricht hervor und stürmt mit gezogenem Schwert auf die Gruppe zu. Severus treibt sein Pferd an und stürzt sich wieder in den Kampf.

  • Zitat

    Original von Maximus Decimus Meridius


    "Die Truppen sollen jedes Haus auseinander nehmen. Ich will, dass alle Bewohner aus der Stadt geschafft werden. Männer die Waffen tragen können, sollen getötet werden, alle Frauen und Kinder werden versklavt. Die Häuser reißt ein und brennt sie nieder. Von der ganzen Stadt soll kein Stein, kein Mauerbrocken übrig bleiben. Wenn wir wollen, dass auch die anderen Städte kapitulieren, müssen wir hier ein deutliches Exempel statuieren. Sonst geht das ganze Theater bald wieder von vorne los."


    Meridius Befehl drang natürlich auch zur ALA durch und Mettellus gab ihn an uns weiter.... somit war das Machen von Gefangenen sinnlos geworden...... die Zivilisten, Frauen, Kinder und alte Männer trieben wir aus der Stadt und jeder Mann, der eine Waffe hätte tragen können, oder sogar noch trug, wurde von uns hingerichtet.


    Hinrichtung, anders konnte man es nicht mehr nennen. Es war kein gleichwertiger Kampf mehr. Der 'Feind' rannte nur noch verwirrt durch die Strassen, versuchte sich irgendwie zu schützen, doch ohne Erfolg, Mann um Mann spürten wir auf und liessen sie die Rache des Römischen Reiches spüren.....

  • Der Befehl von Meridius war ihm alles andere als geheuer, aber er war Soldat und als solcher hatte er Befehle auszuführen. Und doch erinnerte dieser ihn zu sehr an andere Dinge.
    Aber er gab den Befehl weiter, widerwillig aber Befehl war Befehl und so ging das Abschlachten, denn anderes war es nun nicht mehr, weiter und darunter litten auch einige der Zivilisten.
    Angewidert sah er sich das Szenario an, liss sich jedoch nichts anmerken, beteiligte sich nur nicht. Beobachtete nur und war bereit einzugreifen, falls nötig, wie der Befehl es denn vorsah, aber nicht bereit einfach sinnlos zu töten.

  • Der Primus Pilus gab den Befehl emotionslos an seine Männer weiter. Die Männer waren alle niederzumachen. Also wurden sie niedergemacht. Er dachte darüber auch nicht lange nach. Er war schon lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass Kriege blutig waren und mit aller Härte geführt wurden. Wer nachgab, ging unter, wer Schwäche zeigte, wurde immer und immer wieder angegriffen. Ging es auf Leben und Tod kannte die Natur kein Erbamen, das Überleben war die einzige Maxime, welche zählte.


    "Tötet die Männer!"


    Er selbst nahm sein Gladius und stach es einem Alten zwischen die Rippen.

    Primus Pilus der Legio IX
    I. Centurio der I. Cohorte

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  • Wehklagen lag über der Stadt in den Bergen Asturiens, rotlodernd standen die Flammen über den Häusern, verzehrten Gebälk, Schnitzwerk und Geflecht, verdunkelten den Himmel in einen schwarzen Schleier. Die Götter verbargen ihr Angesicht, einzig Mars stand triumphierend zwischen den Mauern und wütete mit seinem Gladius unter den noch Lebenden.


    Als am Abend die Schlacht geschlagen war, lebte von der Bevölkerung Uttaraes kein Mann mehr. Frauen und Kinder waren zusammengetrieben worden und lagen in Ketten. Die Stadt selbst wurde den Flammen übergeben und sollte am nächsten Morgen eingeebnet werden. Uttarae war gefallen.



    Die römischen Legionen hatten gesiegt.

  • Nach diesen Ereignissen glaubte Flavius noch mehr zu verstehen als je zuvor, was der Fremde aus dem Osten mit seinen Worten gemeint hatte.
    Nachdenklich sah er auf die Überreste der Stadt und das Häufchen Elend, was in Form der Frauen und Kinder in Ketten liegend am Rande des Lagers von Legionären bewacht wurde.

  • Es war kurz vor dem Ende der Schlacht. Der Trupp dem auch Titus angehörte war gerade dabei die letzten Häuser zu durchsuchen, doch als sie auch in diesen keine Feinde mehr fanden waren sie sicher,dass die Schlacht für sie beendet war.
    Titus war einer der ersten der ROMA VICTOR! zu rufen begann. Die umstehen Legionäre stimmten mit ein.

  • Nun waren auch noch die letzten Wiederstandsnester aufgerieben worden.
    ROMA VICTOR


    hallten die Rufe der Soldaten durch die Stadt. Die Schlacht war vorbei.
    Seneca ließ sich erschöpft bei seiner Centurie nieder.
    Erst jetzt nahm er die vielen Leichen am Gassenrand war.

  • Metellus führte seine Turma aus der Stadt, welche lichterloh brannte. Die Rauchsäulen stiegen in den Himmel und mussten meilenweit zu sehen sein. Die Truppen formierten sich neu, Verletzte wurden zusammengetragen.


    Metellus stieg vom Pferd und blickte in die Gesichter der erschöpften Männer. Dann vernahm er das Roma Victor und stimmte mit ein.


    "Roma Victor!"


    und fügte hinzu:


    "Meridius Victor est!"


    Er blickte zu dem Legaten, der in seiner Nähe stand und sich um Verletzte kümmerte.

  • Den Befehl alle Männer zu töten nahm ich mit Skepsis auf. In Germanien war soetwas nie von nöten gewesen, aber es blieb keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen. Das ist nunmal die Art wie man mit Aufständischen verfahren sollte und wer hat schon behauptet das Krieg schön sei? Also befolgte ich den Befehl. Zum Glück mussten nicht allzu viele unbewaffnete durch mein Gladius sterben, ich konnte sie an einer Hand abzählen und das Schlachten nahm sein Ende.


    Wir machten uns gerade auf ein par Häuser nach weiteren Zivilisten zu durchsuchen als ich in einer Nebengasse zwei Legionäre ausmachen konnte. Sie hatten eine Frau bei sich, was heisst Frau? Sie war sehr jung....fast noch ein Kind. Offensichtlich versuchten sie sie zu vergewaltigen, doch sie wehrte sich mit allen Mitteln dagegen und schrie um Hilfe. Deshalb fingen die Legionäre an sie zu schlagen um sie unter Kontrolle zu bekommen. Ich konnte mir das nicht einfach mit ansehen, sicher sowas kommt wohl bei jeder Besetzung einer Stadt vor und wenn sie ewas älter gewesen wäre hätte ich wahrscheinlich selbst nichts unternommen. Aber sie erinnerte mich an meine Familie.....also ging ich auf die Legionäre zu und entriss ihr dieses Mädchen. Dem Soldaten der sie gerade festgehalten hatte schubste ich weg. Die beiden waren selbst etwas erschrocken als ich plötzlich aus heiterem Himmel erschien. Sie lachten nur und meinten Scherzhaft zu mir "Willst sie wohl für dich allein haben, nicht wahr?" Ich empfand in diesem Moment nur noch Ekel für diese zwei jämmerlichen Gestalten. Sie wagten es nicht sich mit mir noch weiter anzulegen, eine Schlägerei unter den Legionären hätte auch sicherlich disziplinare Maßnahmen der Offiziere gefordert. Also ging ich einfach mit dem Mädchen raus aus dieser Gasse und brachte sie zu den anderen Frauen und Kindern die wir auf einem Platz versammelten. Während des Weges weinte sie die ganze Zeit, das Leben in der Sklaverei wäre für sie wahrscheinlich nicht angenehmer, aber wenigstens lebte sie....


    Als ich mich wieder auf den weg zurück zu meiner Einheit machte blickte ich um mich und sah nur noch eine tote Stadt. Bald würden wir hier wieder wegmarschieren und dieses Blutbad hinter uns lassen. Das einzige an was ich jetzt noch denken musste war mein zu Hause und mein wohlverdienter Urlaub.

  • Titus und seine Kammeraden befanden sich gerade auf dem Rückweg aus der Stadt, als sie wie durch Zufall durch eine Gasse kamen in der viele Legionäre lagen. Einige schienen noch lebendig zu sein und so luden Titus und die anderen Legionäre soviele wie nur möglich auf ihre Schultern und trugen sie aus der Stadt

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