Furianus, der in der zweiten Reihe saß, mitten zwischen den alten und derzeitigen Praetoren, führte inzwischen schon seit geschlagenen fünf Minuten einen Kampf mit sich. Dieser Punkt auf der Agenda war ihm irgendwie entgangen oder er hatte ihn schlicht überflogen. Wäre das nicht passiert, so wäre er sicherlich an Durus herangetreten und hätte mit ihm geredet. Nun wusste Furianus nicht für was er sich konkret aussprechen sollte. Für den Freund oder gegen ihn und mit dieser Reaktion auch für Claudius Myrtilus, dem er seine Hilfe versprochen hatte. Aber er würde sich auch gleichzeitig gegen einen Patrizier stellen.
So etwas war natürlich undenkbar, doch die Tatsache, dass er wirklich zwischen zwei Patriziern stand, diese erschien ihm bisher unmöglich, doch nun befand er sich genau dort.
So erhob er sich.
"Senatoren, Manius Tiberius Durus war und ist mir stets Freund gewesen, ich leugne dies nicht. Doch wenn ich mich jetzt der Entscheidung Aelius Quartos anschließe, so nicht aus Freundschaft, nicht aus Solidarität, sondern basierend auf der Tatsache, dass Tiberius Durus die Wahrheit spricht.
Manius Tiberius Durus pro Augures Publici Populi Romani Quiritium."
Er verzichtete auf ein Nicken oder ein Lächeln in Durus´Richtung, schließlich hatte er ihn in seiner kurzen Rede nicht als Freund oder Standesgenossen gemessen, sondern aufgrund der Eignung diesem Kollegium anzugehören. Dennoch musste er mit Claudius Myrtilus sprechen oder einer der alten Augure sterben.
