Beiträge von Marcus Aelius Callidus

    > Ich grüße dich, Senator Germanicus Avarus. <


    Callidus hörte dem Anliegen des Mannes zu und je mehr der Mann sagte, desto peinlicher berührt war Callidus.


    > Das darf natürlich nicht geschehen. Ja, in deiner Funktion bitte ich dich, eine neue Wertkarte anzulegen. Gleiche auch bitte die ausstehenden Gelder aus. Wenn ich mich recht erinnere, bist du befugt, auf die Gelder der Schule zuzugreifen. Nimm dir, was der CP braucht. Als Wertkarte könnte duchaus eine größere genommen werden, damit diese Probleme in nächster Zeit nicht wieder auftreten. <

    Callidus war zu spät. Viel eher hatte er aufbrechen wollen, doch hielten ihn Angelegenheiten und Bittsteller länger als erwünscht im officium fest.
    Er war zur domus Aeliana geeilt und hatte dort die Sklaven verückt gemacht, ihm möglichst schnell beim Einkleiden zu helfen. So war das Haar noch gekämmt worden, der goldene Ring glänzte am Finger. Entgegen seiner Angewohntheit nicht nur die Tunika mit Saum zu tragen, sondern auch die helle Toga mit schmalem Purpursaum, hatte sich Callidus zu diesem Anlass in eine dunkel purpurne Toga kleiden lassen, wie es den Rittern gestattet war.
    Als er die Basilika betrat, tat er dies durch einen unauffälligeren Zugang und hielt sich zunächst, verdeckt durch die Vielzahl an Gästen, im Hintergrund.

    Nur wenige Augenblicke später konnte Flavius Furianus samt Begleitung eintreten und wurde durch Callidus empfangen.


    > Salvete! ... <


    Grüßte er beide, bevor er seinen Blick Furianus zuwandte und nickte.


    > ...Praetor Flavius Furianus! <

    Auch Callidus legte ein Lächeln auf.


    > Es war gewiss ein knappes Ergebnis. Doch denke ich, dass die Streitigkeiten, die öffentlicher Natur waren, beiden Kontrahenten gleich geschadet haben. Doch hatte man die Worte des Germanicus Avarus noch gut im Ohr, so reichten seine Stimmen nicht aus. Vielleicht wäre dein Stimmanteil sogar größer ausgefallen, wenn du dich zurückgenommen hättest. Doch sei dir sicher, es wird niemand mehr über Stimmen reden, wenn deine Arbeit dieser Amtszeit überzeugt. <


    Dabei hatte Callidus keine Bedenken. Der Flavier war ein strebsamer Mann, er füllte aber alle Ämter, die er innehatte, mit ganzem Eifer aus.

    Es war einer der Tage, an dem Callidus das officium des Rectors aufgesucht hatte und im Palast duch einen primicerius vertreten wurde, anders ließen sich die Pflichten einfach nicht erledigen.
    So war es auch die Stimme des Rectors, die den Gast sogleich herein bat.


    > Bitte, tritt ein! <

    Callidus lächelte.


    > Es gibt einen Anlass, der aber nicht beunruhigend ist. Ich will auch nicht die Curatoren der Schulen behelligen, es geht um die praeceptores. Sie sollen zum einen von ihrem neuen Rector hören, zum anderen will ich über Kurse informiert werden, die bei jenen in Planung sind. Es dient lediglich der Koordination. <


    Dann machte er eine Pause.


    > Ich hoffe, dass der Amtsantritt zur Prätur ebenso reibungslos verlaufen ist!? <

    Adria hatte Recht, man musste einfach auf diese Sklaven ein Auge werfen. Kaum brauchte man sie, waren sie nicht aufzufinden. So musste Callidus sich herablassen und den Aushang selbst aufhängen.



    Hiermit wird bekannt gegeben, dass


    Galeo Claudius Myrtilus


    die Probatio rerum sacrarum II bestanden hat.


    Herzlichen Glückwunsch!






    Als der Mann eintrat und Callidus berichtete, sprang dieser sofort auf. Er wusste nicht, um was genau es ging, aber er hatte ein Raunen gehört, das die Hänge des Palatin emporgekrochen und durch das Fenster leise zu hören war. Wenn dies schon durch einen Prätorianer gemeldet wurde, so gab es gewiss keine Zeit zu verlieren.


    > Bitte folge mir gleich, ich werde dich zum princeps bringen, um ihm zu berichten! <


    Sim-Off:

    Konnte über´s WE nicht ins Netz, daher mach ich das jetzt mal ganz schnell :)

    Mit schnellen Schritten war der magister officiorum durch den Palast geeilt, den Prätorianer im Schlepptau. Trotz der wohl angebrachten Eile ließ Callidus sich anmelden, bevor er eintrat; diese Formalität musste noch Zeit finden.
    Dann trat er mit dem Offizier der Garde ein.


    > Mein Augustus, es gibt beunruhigende Nachrichten, die dein Offizier dir mitzuteilen hat. <


    Callidus deutete auf den beistehenden Prätorianer und blickte ihn an.

    Nein, in dem derzeit herrschenden Chaos von Unterlagen würde Callidus die Aufzeichnungen von Adria zu dieser Angelegenheit sicher nicht finden. So machte er sich sogleich eine Notiz über das Gesagte.


    > Aelia Adria trat den Posten ab, da sie sich ihrem Mutterglück widmen wollte. Sie erfreut sich bester Gesundheit, genau wie ihr Nachwuchs, der kleine Aelius Paetus. Man kann ihm gewissermaßen bim Wachsen zusehen, eine wahre Freude. Ich werde ihr jedoch gern deine Besorgnis um sie und deine besten Wünsche überbringen. <


    Ja, der eher unbemerkte Rückzug aus dem Amt war für viele eine Überraschung und rang Callidus immer wieder eine Erklärung zu diesem Thema ab.


    > Ich las bereits, dass du zu deiner Zeit in Hispania als Curator eingesetzt warst. Auch wenn du nun in Rom weilst, so habe ich keine Zweifel, dass du dich mit gleichem Einsatz um eine fähige Vertretung bemüht hast, die mir als Ansprechpartner in Hispania dienen wird. Es ist gut zu wissen, denn ich habe vor, bald Briefe in die Provinzen zu schicken. <

    > Ich denke, Furia Stella, die Arbeit wird fruchtbar. Die Götter mit dir! Vale! <


    Callidus erhob sich und reichte der neuen Angestellten die Hand zum Abschied, dann widmete er sich wieder seinen Unterlagen über die derzeit verzeichneten praeceptores.

    > Prätor Flavius Furianus, bitte, setz dich doch! Eine Gratulation wäre wohl übertriebenes Lob. Ich mache meine Arbeit als praeceptor...nur mit größerem officium. <


    Ein leichtes Schmunzeln zeichnete sich auf Callidus Gesicht ab. Wahrlich, von solch einem Andrang beim Rector hatte Adria ihm nie erzählt und als praeceptor war das Leben doch noch ruhiger. Die Zeit, die er in der schola verbrachte, reichte nun kaum zum Lesen, das meiset waren Formalia seines neuen Postens.


    > Wie kann ich dir weiterhelfen? <

    > Ich habe ein Anliegen. <


    ...erhob Callidus die Stimme.


    > Es gibt viele Anwärter auf Tribunatsposten, die um Audienzen beim princeps bitten. Sie kommen oftmals verteilt und auch nach den allgemeinen Ernennungen. Nun ist es so, dass alleinig der Augustus darüber entscheidet und es diesen Männern gewissermaßen zusteht ihre Bittanträge zu stellen. Sollten diese jedoch auch weiterhin stets Iulianus vorgetragen werden oder würde ein Vermerk über die Person ausreichen, so dass er sie in Zweifelsfällen vorladen könnte, wenn eine Ernennung anstünde. Oder aber sollen die Audienzen auch weiterhin jedem Bittsteller dieser Angelegenheit gewährt werden? <

    > Der quaestor wird dir sicherlich weiterhelfen können. Vale! <


    Und ebenso froh war Callidus, dass das Ding nicht auf seinem Tisch liegen blieb...ach, man gewöhnte sich so schnell an das Beamtendasein 8)