Ein Contubernium Vigiles trat durchs Tor der Castra und schleifte den Attentäter weiter hinunter in die Kerker. Die Männer hatten alle Hände voll zu tun, den jungen Mann in Zaum zu halten und schließlich in seine Zelle zu verfrachten, vor der ich nun schweigend stand und den Attentäter beobachtete, wie er mich zusammengekrümmt anstarrte.
Ein Vergehen am Proconsul ist ein Vergehen am Imperium und somit auch am Kaiser. Du wirst vor ein Gericht gestellt und gemäß den Gesetzen bestraft werden, die eine solche Tat definieren.
Meine Stimme klang monoton, als hätte ich diesen Text schon tausende Male von mir gegeben. Auf meinen ausdruckslosen Gesichtszügen zeigte sich plötzlich ein kleines Lächeln.
Doch zuvor werde ich dem Gericht die Beweise liefern, die es haben will...
Das Lächeln wurde breiter, aber keine Spur herzlicher. Ich rief zwei Vigiles herbei, die den jungen Mann aus der Zelle hinaus runter den Gang schleppten. Langsam folgte ich ihnen in einen kleinen Raum. Fensterlos, nur erhellt von aufgehängten Öllampen. Das wenige Licht offenbarte mehrere Instrumente. Folterinstrumente, geschaffen, mir das zu liefern, was ich brauchte.
http://www.imperium-romanum.in…/ava_galerie/sklave01.jpg | Gaius
"Soll ich loslegen?"
Ich nickte nur und sah zu, wie die Vigiles den Mann mit zwei an Ketten befestigten Handfesseln an die Wand ketteten und sich dann verabschiedeten, um den Folterknecht Gaius und mich allein zu lassen. Die Schreie des jungen Mannes waren barbarisch, als Gaius ihn mit Schlägen traktierte.
Ich will Informationen...