Beiträge von Aurelia Licinia

    "Ich gehe als nächstes. Verina, grüße du mir unseren Vater. Wir sehen uns alle wieder."


    Ich umarme noch einmal meine Schwester und sage Corus und Deandra auf Wiedersehen.
    Eine Kutsche fährt mich zum Stadttor hinaus, aber ich bin nicht traurig. Alles ist gut gegangen.

    Ich lasse die beiden reden und höre nur zu.
    Deandra zeigt immer wieder kleine Blüten und sie steckt mich an, weitere zu suchen.
    Auf die Überraschung bin ich gespannt. Etwas zum auspacken wird es wohl nicht sein.

    "Oh, ist das ein schönes Pferd."


    Auch wenn ich mir nicht traue, das Pferd zu führen. Ich finde es schön.
    Pferde sind so groß. Da habe ich viel zu viel Furcht.
    Einmal habe ich auf einem Pferd gesessen und war froh, wieder auf der Erde zu stehen.


    "Ich habe auch oft an dich gedacht in den vergangenen Jahren."
    Ich möchte gern mehr sagen und bleibe trotzdem stumm.
    Es tut sicher not, dass ich mich mit ihm ausspreche. Deswegen nicke ich. Hoffentlich ist dann Verina dabei, weil ich mich so unsicher fühle.
    Vielleicht sind aber auch die vielen Leute schuld, die hier herumwimmeln.

    Ich habe die Einladung erhalten und begleite meine Familie zu den Wagenrennen.
    Leider weiß ich nicht, welchen Pferden ich die Daumen drücken soll.
    Deswegen sehe ich mir alles an und warte erst einmal ab.


    Neben mir sitzt Cicero. Oh, und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Noch ist alles so kompliziert mit dieser Familiengeschichte.
    Es gab Streit und ich sehe ihn heute zum ersten mal seit Jahren.

    Ich freue mich, weil ich nicht nur Verwandte habe, sondern noch viele andere zur Familie gehören.
    Da gibt es Sklaven in verschiedenen Ausführungen und einen Verwalter.
    Mit dieser Großfamilie fahre ich nach Mantua und lass mich überraschen.
    Deandra hat immerzu etwas vor. Es wird bestimmt nicht langweilig.
    Leider muss Verina in Rom bleiben.

    Eine lustige Gesellschaft und so bunte Charaktere.
    Einer ist vorbildlich, sieht aber aus wie ein Gespenst.
    Einer sieht wie ein Römer aus, benimmt sich aber wie ein Pirat.
    Nur die Mutter sieht aus und benimmt sich wie eine Adlige.
    Am besten ich sage nichts zu allem und sehe nur zu.

    Ich freue mich, denn ich kann mitkommen.
    Ein Sklave packt meine Sachen und ich warte auf den Aufbruch.
    So einen Sklave wie den von Deandra habe ich noch nie gesehen.
    Da bleibe ich lieber auf Anstand. Der sieht merkwürdig aus.


    "Ich bin reisefertig. Wo liegt denn Mantua?"

    Zitat

    Original von Aurelia Deandra
    Nicht mehr so überrascht wie sicher noch vor Tagen, aber ebenso erfreut entdeckte ich Licinia zwischen den Trauergästen. Ein Lächeln erschien auf meinem Gesicht und das trotz der traurigen Stunde. Ich ging zu ihr, nahm ihre Hand und zog sie zu den Ascheresten des Scheiterhaufens.


    "Du bist eine Angehörige, natürlich darfst du helfen. Ich möchte das sogar. Maxentius war mein Bruder. Er würde sich freuen, könnte er erleben, wie die Familie langsam wächst."


    Ich freue mich über die Aufforderung.
    Schon bald greife ich zu einer Kanne und lösche mit.
    Auch beim auflesen der Asche helfe ich. Jetzt fühle ich mich richtig angenommen.