Beiträge von Marcus Petronius Crispus

    Natürlich war Crispus kein Fachmann, was man einem Kaiser schenkte - er selbst hatte noch nicht einmal einen Kaiser gesehen. Allerdings hatte er mal von irgendwem gehört, der damals beim Regierungsantritt des Valerianus in Rom dabei gewesen war, was dort so aufgetischt worden war:


    "Soweit ich weiß, bekommt der Kaiser zum Regierungsantritt immer Goldkronen geschenkt. Vielleicht sollten wir ihm einfach besonders wertvolle Exemplare schenken - das Geld wird er nach dem Bürgerkrieg brauchen können. Sonst... keine Ahnung - Wein von hier brauchen wir ihm nicht zu schenken... aber vielleicht importierten Bernstein, Pelze und sowas...


    Außerdem könnten wir ihm versprechen, den Kaisertempel zu renovieren und dort seinen Genius zu verehren."

    "Vielleicht ist's generell eine gute Idee, wenn wir in Rom nach unseren Patronen sehen und vielleicht auch neue suchen - jetzt mit dem neuen Kaiser wird sich auch die Macht im Senat wieder ein bisschen verschoben haben... der neue Kaiser selber war ja auch schon in Germania, wie man sagt. Bei der VIII Augusta hat er gedient..."


    gab Crispus zu bedenken - eine sichere Anlaufstelle war aber auf jeden Fall schon einmal das wichtigste.


    "Achja, und wie sieht es aus mit den Reisekosten? Und Geschenke für den neuen Kaiser? Wer übernimmt das?"

    "Mann, Mann, Mann - das ist nicht gut, dieser Krieg."


    kommentierte Crispus die fehlenden Neuigkeiten. Dann nahm er sich noch etwas von dem Fisch und tunkte etwas Brot, das es dazu gab, in die Sauce ein.


    "Der Wein kommt aus Narbonensis, ein ganz guter Jahrgang, sagt man. Ich habe ihn vom Markt."


    Mit einem Schluck versicherte er sich, dass das Lob auch angebracht war.


    "Und sonst? Was gibt's Neues in Mogontiacum? Wie ist der Prozess gegen die Diebe der Stadtkasse gelaufen?"


    versuchte er es dann mit etwas allgemeineren Themen, bevor man an die "Verkaufsverhandlungen" ging.

    Nachdem alle Platz genommen hatten, ließ Crispus den ersten Gang auftragen. Wie so oft gab es auch heute Rheinfisch, scharf gewürzt mit Garum und Gewürzen. Dazu wurde nun auch Wein gereicht. Von der Militärzeit war Crispus noch immer das säuerliche Gesöff gewohnt, das hier in schlechten Lagen wuchs - deshalb kam dieses im Alltag auch in der Domus Petronia auf den Tisch. Für diesen Anlass hatte er aber süßen Importwein aus Gallien besorgt, der nun nachgeschenkt wurde.


    "Greift zu, greift zu!"


    ermunterte er alle und nahm sich auch selbst ein wenig. Dann fragte er, was ihn täglich beschäftigte - der Krieg.


    "Achja, wozu wir noch gar nicht gekommen sind: Wie sieht es denn jetzt aus in Italia? Haben eure Verwandten beim Militär wieder einmal geschrieben?"

    Auch Crispus nickte zufrieden, als Massula die Sache auf sich nahm - damit war dieser Punkt abgehakt. Was er dann hörte, machte ihn allerdings weniger glücklich - von einem Stadtpatron hatte er sich doch etwas mehr erhofft...


    "Tatsächlich?"


    Ihm war dieses Verhalten völlig unerklärlich - immerhin hatte nicht nur der Patron etwas von seinem Klienten zu erwarten, sonst ging das Geschäft nicht auf!


    "Wir sollten ihn trotzdem fragen. Wenn er wieder nichts unternimmt, dann sollten wir uns einen neuen Patron suchen - wenn Germanicus Avarus kein Interesse an uns haben sollte, sollten wir ihn auch nicht mehr weiter behelligen."


    Was er meinte, war klar - einen nutzlosen Patron konnte man auch gleich von der Liste streichen.

    Als Lucius wie auf Kommando losprustete, erntete er einen scharfen Blick von seinem Vater. Crispus hatte die Ironie nicht bemerkt, erkannte sie aber nun sofort - wie peinlich das für Octavena sein musste, von ihrem eigenen Cousin mit einer Zuchtstute in Verbindung gebracht zu werden. Komisch fand der Alte das ganz sicher nicht!


    Zum Glück ging auch Marsus einfach darüber hinweg und verteilte Geschenke. Erfreut hielt er sein Geschenk ins Licht und begutachtete die fein ziselierten Darstellungen - besonders die Menschendarstellungen waren gut gelungen. Als er die unterschiedlichen Motive betrachtete, wurde ihm wieder einmal klar, dass die Germanen den Römern gar nicht so unähnlich waren - zumindest weitaus näher als die Orientalen...


    "Vielen Dank, Duccius - ein sehr schönes Geschenk. Vielleicht sollte ich daraus gleich ein Trankopfer darbringen!"


    Damit ging er hinüber zu seiner Kline und legte sich nieder. Noch beeindruckender war allerdings das Geschenk für Octavena - offensichtlich hatte Marsus wirklich Gefallen an ihr gefunden und versuchte sie zu beeindrucken (was nicht schwer war, denn die Duccier waren vermutlich bedeutend reicher als die Petronier).


    "Auf die spendablen Gäste!"


    erwiderte er dann den Toast und hob seinen neuen Becher.

    Auch Crispus war erstaunt, als er vom Verschwinden Asius' hörte - er hatte nichts Böses vermutet, als der junge Mann den Tempeldienst hinter sich gelassen hatte:


    "Wir haben Asius entlassen, nachdem Veranius mir gemeldet hatte, dass er nicht mehr im Tempel des Mars auftauchte - allerdings hatte ich gedacht, dass er einfach vergessen hatte, sich abzumelden. Als Discipulus kann man ja nicht parallel ein politisches Amt ausführen."


    Ratlos sah er in die Runde - mehr wusste er auf die Schnelle auch nicht.

    Crispus erwiderte den Gruß seinerseits mit einem festen Händedruck und einer einladenden Handbewegung auf die Klinen. Auch Audaod erhielt einen Händedruck, dann wandte der Petronier sich wieder Marsus zu, der Octavena besonders freundlich begrüßte.


    "Wie es scheint, habt ihr euch bereits wiedergesehen seit dem letzten Jahr? Wunderbar!"


    Letzteres setzte er rasch hinzu um nicht den Eindruck zu erwecken, dass er böse war, weil Marsus sich der Petronierin ohne seine Erlaubnis genähert hatte - bei manchen mochte dies nicht gewünscht sein, aber sie hatten sich ja eigentlich recht klar geäußert vor seiner Abwesenheit.


    "Nehmt Platz, Gunda hat aufgekocht und wir wollen ja nicht, dass es kalt wird!"


    Einige Zeit hatte Crispus überlegt, ob er die traditionelle Klinenordnung zugunsten einer direkten Nachbarschaft des potentiellen Paars aufbrechen sollte - dann hatte er sich aber dagegen entschieden - er wollte nicht wie ein Kuppler wirken, also begann Lucius die Reihe, dann folgte Octavena und er, dann Marsus und zuletzt Callistus.


    Morag kam unterdessen mit einem Tablett Mulsum herein, den Crispus tatsächlich bei Freya Mercurioque gekauft hatte - ob die Gäste das bemerken würden?

    Zitat

    Original von Numerius Duccius Marsus
    Und dann leitete der Veteran mit einem Schmunzler über den armen Diener das Gespräch auf die offensichtliche Ehegattensuche. War das nicht schon Thema bei den Ludi Florales gewesen? Offenbar war noch kein geeigneter Mann gefunden worden. Witjon sperrte die Lauscher auf. "Nun..." begann er vorsichtig. Er wollte nicht gleich zu deutliches Interesse zeigen. "Wenn du möchtest, kannst du sie ja einmal zur Cena herbringen. Dann könnte man sich ja einmal etwas besser vorstellen als das auf den Ludi Florales möglich war." Während er sich einen Schenkel von der Taube abriss, sah er sein Gegenüber erwartungsvoll an. Octavena war jung, schön. Und sie war eine Petronia. Da boten sich doch gewisse Möglichkeiten. Politisch wie auch geschäftlich.


    "Gute Idee - du wirst sie mögen!"


    gab Crispus zurück und tat sich ebenfalls am Geflügel gütlich. Wenn man es vernünftig betrachtete, gab es an seiner Nichte ja wirklich nichts auszusetzen - sie war hübsch, sie war nicht dumm und sie hatte im Allgemeinen ein gutes Händchen für den Haushalt.


    "Vielleicht brauch' ich bis dahin ja noch mehr von eurem Handelskonsortium!"


    fügte er dann noch an und nahm einen Schluck Honigwein - so langsam war es vielleicht doch Zeit für etwas Herberes...

    Selbstverständlich wurden die Duccier sofort eingelassen und ins Triclinium geführt. Es war ein lauer Frühlingsabend, dennoch hatte Crispus sicherheitshalber auf ein Abendessen im Freien verzichtet. Der Raum war mit Frühlingsblumen geschmückt, in der Mitte standen die Klinen bereit. Und dort erwartete der alte Petronier die Gäste gemeinsam mit seiner Nichte und seinem Sohn.

    Auch Crispus wusste nicht, was Massula machte - aber er wollte nicht so kurz vor dem Ziel nochmals langwierige Diskussionen vom Zaun brechen. Also schwieg er zu diesem Thema und wandte sich dem zu, was man (hoffentlich) undiskutiert angehen konnte:


    "Wir sollten aber jetzt schon die Gesandtschaft vorbereiten. Wir sollten einen Boten nach Rom schicken, um unsere Stadtpatrone zu informieren. Vielleicht kann unsere Gesandtschaft bei ihnen wohnen, außerdem brauchen wir so viele Fürsprecher wie möglich."


    Wie man sagte, war Vinicius Lucianus ja Teil der Verschwörer gewesen - aber möglicherweise hatte er im Kerker überlebt und der neue Kaiser würde ihn rehabilitieren...

    Sofort schlug Crispus ein und prostete dem Duccier zu - schon hatte er eine günstige Ausgangsposition gewonnen für das nächste Thema. Und als hätten die Parzen ihm einen kleinen Streich gespielt, sprach Marsus dieses auch direkt an.


    Während er sich etwas von dem Eintopf nahm, antwortete er deshalb sofort.


    "Oh ja, sie kümmert sich immer noch ein bisschen um meinen Haushalt."


    Das bedeutete natürlich, sie beaufsichtigte die Sklaven! Er nahm einen Löffel und blickte etwas nachdenklich drein.


    "Neulich hat sie den Haushalt sogar vergrößert. Stell' dir vor, ich komme nach Hause und plötzlich hat sie einen Leibdiener angeheuert - nicht einmal einen Sklaven! Wer ihn bezahlen durfte, ist ja wohl klar...


    Es wird wirklich Zeit, dass sie einen Ehemann findet, der ein bisschen ein schärferes Auge auf sie hat - ich werde ein bisschen zu weich auf meine alten Tage."


    Er nahm wieder einen Löffel und hoffte, dass er Octavena damit nicht als Verschwenderin dargestellt hatte...

    [FONT=cataneo bt, amaze]

    N Duccius Marsus - Mogontiacum



    Petronius Crispus Duccio Marso s.


    Ich möchte dich gern anlässlich der Floralia ANTE DIEM V NON MAI DCCCLXIII A.U.C. (3.5.2013/110 n.Chr.) in mein Haus zum Essen einladen. Meine Nichte Octavena wird ebenfalls da sein, gern kannst du auch deinen Sohn mitbringen.


    Ich freue mich auf dein Kommen.


    Vide ut valeas!

    [/FONT]

    Der alte Petronier überlegte einen Moment - waren fünfzehn Sesterzen ein guter Preis? Oder musste er es weiter versuchen? Kurz sah er zu Lucius, der aber erstens trotz seiner Zahlenfuchserei sicherlich sowieso keine Ahnung von solchen Dingen hatte, zweitens offensichtlich gedanklich wieder ganz wo anders war. Schließlich zuckte er mit den Schultern.


    "Okay, mit fünfzehn Sesterzen kann ich mich anfreunden. Machen wir's so."


    Auf das Risiko hin, dass Privatus ihm Vorwürfe machte - aber momentan lief es finanziell ja sowieso ganz gut und eine gute Beziehung zu den Ducciern war ja auch etwas wert.

    Die Reaktion Marsus' hatte er erwartet, allerdings wusste er nicht recht, wie er sie deuten musste. Er wirkte gar ein bisschen ärgerlich, dazu kam er weit entgegen - hatte er sich verkalkuliert? Andererseits konnte man es ja versuchen, denn selbst wenn sie nicht einig wurden, würde er sicherlich einen Lieferanten finden.


    "Naja, gut, wie wäre es mit dreizehn Sesterzen?"

    Auch Crispus als ursprünglicher Antragssteller saß in der Curia auf seiner Bank - er war hoch zufrieden, dass man diesen Punkt nun endlich weiterverfolgen konnte, selbst wenn es offenbar noch immer keine Nachrichten über die Einnahme Roms gab. Aber was hätte die germanischen Truppen noch aufhalten können? Zumindest galt es, vorbereitet zu sein - die Stadtpatrone waren anzuschreiben, Quartiere zu organisieren und Informationen einzuholen. Wie man munkelte, hatte der Padus ein Hochwasser angerichtet, also musste auch damit gerechnet werden. Zuletzt war es natürlich noch angebracht, dem neuen Kaiser ein paar Geschenke zu besorgen...


    Als der neue Duumvir dann aber schon wieder vorschlug, über die Lex Municipalis zu diskutieren, vergrub er seinen Kopf in den Händen - als hätten sie nicht schon genug über den Inhalt geschwafelt! Außerdem war ja bereits abgestimmt worden! Trotzdem machte er gute Miene zum bösen Spiel und blickte in die Runde.


    Sim-Off:

    Optimierungen sind natürlich SimOff schon erwünscht ;)

    Nachdem man Crispus informiert hatte, dass Asius nicht mehr aufgetaucht war, wunderte er sich ziemlich - immerhin war der Junge auch zum Magister Vici gewählt worden - stellte dann aber die Entlassungsurkunde aus und hängte sie an die vorgesehene Stelle.


    IN NOMINE DECURIONUM POPULIQUE MOGONTIACI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI


    ENTLASSE ICH
    Asius
    MIT WIRKUNG VOM
    ANTE DIEM VII KAL MAI DCCCLXIII A.U.C. (25.4.2013/110 n.Chr.)



    AUS DEM DIENSTE DES CULTUS DEORUM ALS
    Discipulus - Mogontiacum




    Marcus Petronius Crispus - Pontifex Mogontiaci

    http://farm4.staticflickr.com/…01269999_17eb889b7a_n.jpg Sie kamen in der Nacht und Alrik, der Pächter der Petronier, wurde noch in seinem Bett überrascht. Es waren junge Germanen - keine Mattiaker, sondern ein streifender Trupp von jenseits des Limes. Entgegen der Warnungen ihrer Väter war es nicht besonders schwer gewesen, unbemerkt über die Grenze zu kommen, denn Patrouillen schien es im Moment nicht so wirklich häufig zu geben. Also hatten sie sich auf gemacht in das "gelobte Land" und den nächstbesten Bauernhof aufgesucht - eben die Villa Rustica Petronia, die derzeit von Alrik bewirtschaftet wurde.


    Ein nach dem anderen überkletterte die Hofmauer, dann standen sie vor dem Bauernhaus und der Scheune. Sigbert, der wagemutigste von ihnen (und deshalb auch der Anführer des Trupps) war etwas enttäuscht - der Hof sah nicht viel anders aus als zu Hause - er hatte sich eher ein prächtiges Anwesen vorgestellt, mit einem Säulengang davor und kleinen Türmchen, wie sein Vater es beschrieben hatte. Aber wo sie jetzt schon hier waren, würden sie den Bruch durchziehen...


    Kurze Zeit später hatten sie den Stall gefunden und die magere Kuh und einen Zugochsen herausgeholt. Der war allerdings etwas widerspenstig, nachdem man ihn mitten in der Nacht aufgeweckt hatte, und machte Radau. Kurz darauf stand Alrik mit einem Schwert in der Tür des Bauernhauses und sah erschrocken die kleine Bande, die ihn überfiel. Der folgende Kampf war kurz und heftig, dann waren Alrik und seine Frau tot, Sigbert hatte dagegen nur eine kleine Fleischwunde davongetragen. Jetzt hieß es nichts wie weg hier, denn in der Ferne konnte man das kleine Licht eines Limeswachturms sehen! Die jungen Männer durchwühlten das Haus, fanden Wintervorräte, Werkzeug und sogar ein paar Luxusprodukte - zwei Amphoren mit Wein und eine mit Öl, die wohl aus importiert sein musste. Zufrieden schleifte Thorleif, Sigberts bester Freund, das gute Stück in Richtung Tür, als er plötzlich an einer Diele hängen blieb und stürzte. Mit lautem Klirren zerbrach die Amphore und das kostbare Gut verteilte sich in der Stube.


    "Na toll, du Vollidiot!"


    fuhr Sigbert Thorleif an - er hatte sich schon ausgemalt, wie er seine Familie mit echtem italischen Olivenöl beeindrucken würde. Als Anführer hatte er die ehrenvolle Aufgabe übernommen, eine Öllampe in die Höhe zu halten, um den anderen bei den verschossenen Fensterläden und der Finsternis des Winters etwas Licht zu spenden.


    "Was denn? Wieso nehmen die Römer auch solche komischen Holzplanken als Fußboden? Auf gestampfter Erde wär' das nicht passiert!"


    "So'n Quatsch! Gestampfte Erde is' doch nie ebener als Holzplanken! Du passt nur nicht auf, das is' das Problem!"


    "Also bei mir daheim ist der Boden absolut eben! Und jetzt reg' dich nicht so auf! Is' nur 'n bisschen Öl!"


    "Nur 'n bisschen Öl? Weißt du, wie oft es bei sowas gibt?"


    "Naja, jetzt wahrscheinlich auch in nächster Zeit nicht, was?"


    Thorleif versuchte zu lächeln, um die Situation etwas zu entspannen. Das war aber genau das, was Sigbert nicht brauchen konnte - der Kampf und die Anspannung des Überfalls hatten ihn ziemlich gereizt gemacht. Er hielt seinen leidlich verbundenen Arm hin.


    "Schau dir das an! Glaubst du, ich lass mich zerhacken, damit du dann die Beute einfach im Haus verteilst?"


    "Ach komm, das is' doch bloß 'ne Fleischwunde!"


    "Die tut verdammt weh, die Scheiß-Fleischwunde!"


    "Oh, vielleicht willst du lieber heim zu Mami, damit sie dir ein Heileliedchen singt?"


    "Verarsch mich nicht! Schau's dir an, das blutet sogar durch!"


    Er hielt den Arm hin und präsentierte den Verband, auf dem sich tatsächlich ein roter Fleck abzeichnete, der deutlich zu sehen war - deutlich zu sehen war? Sigbert hatte plötzlich das Gefühl, dass es heller geworden war! Und wärmer! Gleichzeit mit Thorleif sah er nach oben.


    "Oh scheiße!"
    "Oh scheiße!"


    Offensichtlich hatte der Bauer unter dem Dach ein wenig Stroh zum Trocknen gelagert, das Feuer gefangen hatte. Scheinbar hatte Sigbert sich bei der kleinen Diskussion immer weiter gestrafft - er war ein wenig kleiner als Thorleif und musste alles aufbieten, um ihn einzuschüchtern. Die Lampe musste immer weiter nach oben gewandert sein und schließlich am Stroh angekommen sein. Panisch versuchten die beiden, das Feuer auszublasen, aber das machte es nur noch schlimmer - schließlich blieb nur die Flucht. Als sie aus der Tür kamen, folgten ihnen die ersten Rauchschwaden. Voller Aufregung sah Sigbert zu seinen Kameraden, die ihn verwundert ansahen.


    "Jungs, wir müssen weg!"


    Kurz darauf waren sie über die Mauer und die Villa Rustica brannte lichterloh!


    Bildquelle

    Zitat

    Original von Petronia Octavena
    Ich habe in Mogontiacum:
    Forum: Arbeitssuche im fernen Norden - Komplett
    Domus Petronia: Die Ideen der Nichte und Nach dem Essen im Tablinium - beides ebenfalls Komplett (Weiß nicht, ob bzw. in wie weit die vllt. schon Crispus hat?)


    Hoppla, ganz übersehen - von den Ideen habe ich nur Teile und die ohne Datum etc. Wäre also super, wenn Du das rekonstruieren könntest :)