Beiträge von Manius Tiberius Durus

    Wieder einmal hustete der Kaiser - ein Husten, das nicht so klang, als hätte er sich verschluckt, sondern eher nach Krankheit...unschöner Krankheit! Dann jedoch antwortete er bestätigend - Durus durfte im Prinzip fast alle Personalentscheidungen treffen!


    "Gut, Pontifex Maximus. Das werde ich tun. Hast Du sonst noch spezielle Wünsche oder Vorgaben?"


    fragte er sicherheitshalber - zwar widerstrebte es Durus, nach Vorgaben zu fragen, da er als Senator normalerweise nicht wie ein Untergebener behandelt werden wollte, doch in diesem Fall, in dem Durus faktisch mit der Macht des Pontifex Maximus ausgestattet wurde, verlangte die Höflichkeit, dies zu tun.

    Offensichtlich strengten den Kaiser diese Fragen wieder einmal sehr an und seine Antwort war so gut wie nichtssagend: Mal braucht er den Rat, manchmal konnte Durus selbst entscheiden?


    "Dann leite ich jene Fragen weiter, die meiner Meinung nach von besonderer Wichtigkeit sind, während ich klare Fälle eigenständig regele."


    fasste er das ganze ein wenig gewagt zusammen. Das würde ihm weitestgehend freie Hand gewähren, denn obwohl er beispielsweise alle Fragen zur Besetzung von Collegia für außerordentlich wichtig hielt, war er sich sicher, dass er diese Angelegenheiten selbst besser entscheiden konnte als der Kaiser...aber vermutlich interessierte diesen das sowieso nicht!

    Zitat

    Original von Tiberius Prudentius Balbus
    "Ein Legionskommando mag ein ehrvoller Teil der politischen Karriere sein, aber wenn ich ganz ehrlich bin, sind die Senatoren, die ein solches Kommando nur als politisches Amt ansehen nicht für ein solches geeignet." sagte er ehrlich. "Als jemand, der in den Armeen Roms gedient hat, würde ich es bevorzugen, wenn die Legionen von echten Berufssoldaten geführt würden, statt von Politikern."
    Vermutlich würde er sein Gegenüber damit ein wenig vor dem Kopf stoßen, doch war es seine Meinung und diese würde er nur selten nicht offen aussprechen.


    Tatsächlich stieß diese Äußerung den Tiberier vor den Kopf. Offensichtlich glaubte Balbus, dass ein römischer Adliger keine Ahnung von Militär hatte! Vom Sohn eines Consuls hatte er Anderes erwartet. Dennoch bemühte er sich, ruhig zu lächeln.


    "Aber ich bitte dich: Das Kommando über römische Bürger ist stets mit einem Imperium verbunden! Eine solche Macht kann nicht einfach an irgendjemanden verliehen werden! Die Führung einer Legion ist durch und durch eine politische Aufgabe, denn sie ist ein Teil der Führung des Staates!"


    Das klang sehr philosophisch, doch im Grunde war es die Begründung dafür, warum nur Senatoren Legionen führen durften. Und wenn man diese Aussage auf ihren Kern herunterbrach, bedeutete sie auch nur: Wer eine Legion führt, der kann damit bereits eine Revolte ausführen und aus der elitären Sicht des Aristokraten war diese Gefahr bei einem Aufsteiger, der nicht an solche Macht gewöhnt war, wesentlich höher als bei einem Mann, der von Kindesbeinen an den Umgang mit Macht gewöhnt wurde.

    Durus hüstelte, als Avarus sich zu Wort meldete. Irgendwie hatte es ja kommen müssen, dass der Germanicer noch Fragen stellte. Und das Problem bei diesen Fragen war, dass Durus sich tatsächlich schuldig fühlte, diese Angelegenheiten vernachlässigt zu haben. Natürlich hatte er viel zu tun gehabt, doch letztendlich wäre es eigentlich besser gewesen, bereits im letzten Jahr trotz der geringen Teilnehmerzahl zurückzutreten. Nun hatte er es jedoch nicht getan, daher musste er sich bemühen, dennoch das Gesicht zu wahren.


    "Leider ist es in diesem Jahr nicht dazu gekommen. Durch die große Fluktuation unserer Aurigae waren wir leider zu sehr damit beschäftigt, sie intern zu trainieren und zu integrieren."


    Das war sehr schwammig, doch vielleicht kam er ja damit durch!

    Als alle angekommen waren, wurde rasch das Picknick aufgebaut: Decken wurden ausgelegt, Kissen verteilt und die Speisen vorbereitet. Durus selbst hingegen ging die wenigen Stufen zum Eingang des Mausoleums hinauf. Hier stand ein Altar, auf dem er seinen Ahnen opfern konnte. Sie selbst lagen knapp dahinter - unter ihnen Iuvenalis, der erst vor kurzem verstorben war! Es war wirklich schade, dass der Alte verstorben war. Und Durus hoffte, dass er nicht zum Lemur wurde und ihn quälte, weil ihr letztes Zusammentreffen so unerfreulich gewesen war!


    Schließlich war alles bereit und die Sklaven führten die Ziege, die den Maiores zum Opfer dienen sollte, herbei. Man hatte sie geschmückt, wie auch die Sklavenknaben, die als Opferhelfer fungieren sollten, reichlich geschmückt waren. Natürlich war es an Durus, das Opfer zu begehen. Während ein Sklave die Flöte ansetzte, ließ er sich mit seiner schlichten Toga den Hinterkopf bedecken und die Hände waschen. Dann erfolgte ein Voropfer, begleitet von den traditionellen Gebeten.


    Die Ahnen wurden angefleht, ihnen wurde gedankt für ihre Hilfe und ihren Schutz (wobei Durus ein wenig kritisch war, da sie das Haus nicht davor bewahrt hatten, niederzubrennen). Dennoch vollführte er das Opfer ohne mit der Wimper zu zucken und ließ dann das Fleisch der Ziege aufteilen. Die Innereien wurden verbrannt, das übrige, essbare Fleisch jedoch rasch gebraten und mit den übrigen, mitgebrachten Speisen für die Lebenden serviert.


    Gemeinsam aß man nun auf der Wiese vor dem Grabmal, unterhielt sich und erzählte sich Geschichten von den Ahnen, wie sie nach Rom gekommen waren aus der Stadt des Aeneas, wie sie hier gelebt hatten und aufgestiegen waren zu den nobelsten Familien, um dann jedoch wieder tief zu fallen in den Bürgerkriegen. Nun jedoch hatten sie es wieder geschafft: Quintus war der Legat der Legion des Kaisers, Durus der Stellvertreter des Kaisers in Religionsfragen - es war kaum möglich, noch viel höher zu steigen!

    Zitat

    Original von Tiberius Prudentius Balbus
    "Die Arbeit mit dem Kaiser im Palast ist natürlich äusserst erfüllend und gefällt mir sehr." Sollte es auch, sass er doch an den Schalthebeln der Macht und konnte grossen Einfluss darauf nehmen, was der Kaiser erfuhr und wie und wann die kaiserlichen Entscheidungen umgesetzt wurden.


    "Wenn ich allerdings ganz ehrlich bin, war es bei der Armee auch nicht schlecht. Vor allem war vieles einfacher, aber zurückwollen würde ich derzeit trotzdem nicht." Ausser natürlich, der Kaiser würde ihm das Kommando über die Garde anvertrauen, auch wenn er befürchtete, dass in einem solchen Fall der Haussegen mehr als nur schief hängen würde.


    "Ich hätte gern ein Legionskommando übernommen - es gehört einfach irgendwie dazu, auch einmal Lagerluft zu riechen! Aber unerfreulicherweise war es mir damals ja nicht möglich, ein Militärtribunat zu bekleiden - jetzt ist es zu spät!"


    bemerkte Durus. Im Grunde war es ja doch nur ein Zivilist, auch wenn er als kleiner Junge öfter seinen Vater im Legionslager besucht hatte! Doch das war lange Zeit her und ohne Legionstribunat war ihm wohl jede militärische Chance verwehrt!

    Wie fast immer, wenn Durus auf den Kaiser traf, wirkte dieser geistig abwesend - sei es, weil ihn das Thema Religion einfach nicht interessierte, sei es, weil er zu krank war, um längere Zeit aufmerksam zu sein oder von Schmerzen gequält wurde. Für einen kurzen Augenblick hatte derTiberier tatsächlich Mitleid mit seinem Kaiser, doch dann verhärteten sich seine Gesichtszüge: Es war unverantwortlich, in einem solchen Zustand keinen Nachfolger zu adoptieren oder zumindest den eigenen Sohn zum Mitkaiser zu erheben! Im Grunde konnte in einem solchen Zustand des Staatsoberhaupts jederzeit das Chaos ausbrechen!


    "Pontifex Maximus, ich bin hier, um mit Dir über meine Kompetenzen als Pontifex pro Magistro zu sprechen. Du hast ja bereits mitgeteilt, dass ich Dich im Collegium Pontificium vertreten soll. Die Frage ist: Soll ich in allen religiösen Belangen in Deinem Namen entscheiden? Oder in welchen Fällen möchtest Du Dir ein eigenes Urteil vorbehalten? Und wie oft und in welcher Form soll ich Dich informieren?"


    Es war eine ganze Menge an Fragen, die Durus hier vorbrachte, doch im Grunde war alles von größter Wichtigkeit!

    Als der Consul erschien und selbstverständlich noch den Bräutigam begrüßte, ärgerte sich Durus ein wenig - er hätte es möglicherweise auch noch vor dem Opfer geschafft! Auch sonst war noch fröhliches Treiben, hier und da fanden Gespräche statt, sodass Durus seine Sklaven anwies, sich in Richtung Brautpaar zu bewegen.


    Kurz bevor er dort ankam, begann das Opfer jedoch tatsächlich und Orestes, der in Kürze mit seiner Familie verwandt sein würde, ließ sich vorbereiten. Die Herolde riefen zur Ruhe und langsam legte sich ein Schweigen über die Zuschauerschar. Dann begann Orestes.


    Alles war sehr gut vorbereitet, wie Durus auffiel: Nicht nur die prachtvollen Opfergeräte, auch die Opferdiener schienen geradezu auf ihre Aufgaben getrimmt zu sein! Wenn die Götter dieses Opfer nicht annehmen würden, war ihnen auch nicht zu helfen!

    "Hm, das ist wahr."


    meinte Durus, obwohl er seine Angestellten natürlich darauf getrimmt hatte, jeden Befehl genauso zu befolgen wie eine freundliche Bitte. Aber das waren natürlich auch Sklaven und Freigelassene und keine freien Bürger. Die waren da sicherlich anspruchsvoller...


    "Und wo gefällt es dir besser? Willst du zur Truppe zurück oder hast du genug davon?"

    Sim-Off:

    hätte er das? - Mist :D


    "Es geht um meine Arbeit als sein Stellvertreter im Collegium Pontificium. Er ist doch im Hause, nicht wahr?"


    Ob er vorgelassen würde, war keine Frage für den selbstbewussten Tiberier. Er war immerhin ein wichtiger Amtsträger und Senator! Wenn er allerdings gerade unterwegs war (was unwahrscheinlich war, da der Kaiser sich ja praktisch nie in der Öffentlichkeit zeigte), musste Durus später wiederkommen.

    Durus nickte und suchte sich seinen Platz an einer herausgehobenen Position, von wo aus er auch seine Rede halten konnte. Dann wartete er in der Hoffnung, dass weitere Sodales erschienen.


    Sim-Off:

    Eine Woche Vorlauf sollte reichen - ich fang einfach an. Wenn noch jemand nachkommen will, kann er sich gerne auch noch reinschreiben!


    Als alle gekommen waren, erhob sich der Tiberier und blickte in die Runde. Sein Blick war freundlich und mit lauter und klarer Stimme setzte er an:


    "Verehrte Sodales,
    ich freue mich, Euch alle heute in unserer Domus Factionis begrüßen zu dürfen. Es ist viel Zeit vergangen, seitdem wir unsere letzte Generalversammlung abgehalten haben, daher möchte ich einen Rückblick an den Anfang unserer Versammlung stellen:


    In den Arenen Roms fanden verschiedene Rennen, leider jedoch sehr viel weniger Rennen als in den vergangenen Jahren. Umso erfreulicher ist es aber, dass unsere erfahrenen Gespanne zu den Equirria im Martius einen unglaublichen Doppelsieg erringen konnten: Dareios gewann im Alter von 37 Jahren das Rennen der Profis, Hermes das Jungfahrer-Rennen! Dies kann mit Fug und Recht als die erfolgreichste Rennveranstaltung in unserer Factio betrachtet werden.


    Auch innerhalb der Factio ist vieles geschehen, besonders in die Veränderung unseres Rennkaders beachtlich: Dareios beendete seine Karriere als Auriga nach seinem großen Sieg im Martius. Jedoch hat er versichert, der Veneta nicht den Rücken zukehren zu wollen, sondern sich bereit erklärt, Campus Callidus, der endlich in Ruhe seinen Lebensabend genießen möchte, abzulösen und in Zukunft als Cheftrainer für unsere Aurigae zu fungieren!


    Wir danken ihm für sein Engagement für die Factio und freuen uns, dass du, lieber Dareios, uns weiterhin erhalten bleibst!"


    Durus wandte sich zu Dareios, der neben ihm saß und sich nun erhob. Mit einem breiten Lächeln reichte der Tiberier dem neuen Trainer die Hand. Ein wenig Applaus brandete auf. Tatsächlich war Dareios bereits bei der Veneta gewesen, als Durus diesem Verein beigetreten war, weshalb er sich die Blauen überhaupt nicht ohne den alten Recken vorstellen konnte!


    Als der Applaus sich wieder gelegt hatte, nahm Dareios wieder Platz und Durus fuhr fort.


    "Aber natürlich ist die Veneta nicht stehen geblieben – wir haben frisches Blut auf die Rennbahn geholt. Gleich zwei hervorragende Talente konnten in diesem Jahr für unsere Factio verpflichtet werden. Es handelt sich um Casetorix, einen Gallier aus einer Familie mit langer Rennsport-Tradition, sowie Mehaf, einen ägyptischen Lenker, der uns bereits bei den Ludi Alexandriae im vorherigen Jahr aufgefallen war. Im Grunde ist es überzogen, sie nun zu begrüßen – haben sie sich doch bereits hervorragend in unseren Rennstall integriert!


    Und zu guter Letzt kann ich vermerken, dass wir trotz des Einkaufes dieser beiden hervorragenden Lenker ganze 900 Sesterzen mehr in unserer Kasse haben, als es noch vor einem Jahr der Fall war. Dies ist nicht zuletzt dem grandiosen Doppelsieg bei den Equirria Martis zu verdanken."


    Durus machte erneut eine kleine Pause, denn im Grunde war sein Jahresrückblick damit beendet. Eine Sache konnte man natürlich noch anfügen:


    "Gibt es noch Fragen zum vergangenen Jahr? Ansonsten würde ich Dareios bitten, eine aktuelle Einschätzung unserer Fahrer abzugeben."

    Die zweite Hälfte der Spiele war ebenfalls sehr interessant, obwohl der Tiberier der Löwenhatz mit den Hunden, sowie den Gauklern wenig Beachtung schenkte, sondern stattdessen mit seinem Sitznachbarn plauderte. Als dann endlich wieder ein echter Kampf angekündigt wurde, gab er seinen leeren Becher an einen der Bediensteten zurück und sah zu. Ein wenig enttäuscht stellte er fest, dass es sich um eine weniger klassische Paarung - Amazone gegen Hoplit - handelte. Und dazu war die Amazone beritten!


    Dies änderte sich allerdings bald und so entbrannte doch noch ein spannender Kampf, den das Mädchen mit viel Glück und Hinterlist gewann. Eigentlich bevorzugte Durus ja den männlichen Zweikampf, der sonst bei Gladiatoren üblich war, doch immerhin war dies zumindest etwas anderes gewesen...


    Die Darbietung, die jedoch nach den Kämpfen folgte, war überaus beeindruckend. Der Pontifex war sich nicht ganz sicher, was ihn mehr erstaunen sollte: Dieses gewaltige, bestickte Tuch? Oder doch die zahlreichen, hübschen Tänzerinnen, die kurz darauf über die Zuschauer hereinbrachen? Oder letztendlich doch der beachtliche Neptun, der sich aus den Wellen erhob und sich auf Entenjagd machte?


    Unter all dem Staunen achtete er gar nicht auf seine Tafel, die ihm eine hübsche Dame, vermutlich aus den östlichen Provinzen, in die Hand drückte. Erst als sein Leibsklave ihn anstieß und erklärte, seine Nummer sei soeben aufgerufen worden, erhob er sich ein wenig verwirrt und hielt die Nummer in die Höhe. Sofort eilte eine verführerisch lächelnde Tänzerin herbei, bei der Durus sich bemühen musste, nicht die vom Gewand ausgesparten, sehr verlockenden Stellen ihres Körpers, sondern ihr Gesicht anzustarren.


    Ein Jagdpferd sollte es sein - was für eine Überraschung! Was sollte er damit nur tun? Er selbst war kein großer Jäger, genaugenommen hatte er sich in den letzten Jahren vom sprichwörtlichen Stubenhocker entwickelt. Zwar schätzte er das Baden, doch große sportliche Leistungen hatte er schon lange nicht mehr erbracht. Nunja, vielleicht sollte er es wieder einmal versuchen...das war im Grunde ein hervorragender Anlass, mit politischen Freunden ins Gespräch zu kommen!


    Und dann waren die Spiele auch schon zu Ende. Sein Leibsklave klärte die Lieferung des Gewinnes ab, während Durus sich von seinen bekannten Sitznachbarn verabschiedete. Dann waren auch schon seine Sklaven bei ihm, die ihm einen angenehmen Weg aus dem Amphitheatrum Flavium bahnten und zu seiner Sänfte bugsierten. Wahrhaft gelungene Spiele!

    "Natürlich kann nicht immer der Tod vorgeschrieben werden, doch bin ich der festen Überzeugung, dass derjenige, der andere tötet, auch selbst das Recht zu leben verwirkt hat. Es ergibt sich bei Tötungsdelikten vielmehr die Frage, auf welche Weise er ins Totenreich gelangen sollte.


    Wer als heimtückischer Giftmörder oder hinterhältiger Bandit ehrbare Bürger tötet, der verdient meiner Meinung nach eine Strafe, die seiner ehrlosen Tat entspricht.


    Wer hingegen etwa im Streit und ohne Absicht jemanden tötet, mit dem sollte der Staat meiner Meinung nach mehr Nachsicht haben. In diesem Falle käme meiner Meinung nach eher eine Relegatio, möglicherweise auch ein Verlust der persönlichen Freiheit im Dienste des Staates in Betracht, in der er Zeit hat, seine Tat zu bedenken, ohne eine Gefahr für die Bürger Roms darzustellen."


    bemerkte Durus. Selbstverständlich implizierte sein letzter Satz, dass einfache Bürger zu Servi Publici, Menschen edler Abstammung hingegen das Exil wählen sollten.


    "Die Ausweitung auf den Elternmord kann ich allerdings unterstützen."

    Durus hatte diese Wahl mit Spannung verfolgt, denn bei Decimus Meridius hatte es einige Unklarheiten gegeben, ob er tatsächlich gewählt werden würde. Nun war er es nicht geworden - ein anderer, nach Durus' Meinung wesentlich unbedeutenderer Mann hatte das Rennen gemacht - doch immerhin hatten Flavius Gracchus, sowie Corvinus, Orestes und Aristides das Rennen gemacht. Dies bedeutete, dass die patrizischen Familien in diesem Jahr klar die Überhand haben würden (was im Grunde nichts ausmachte, da sich Patrizier letztendlich wenig von plebeischen Senatoren-Familien unterschieden) - dennoch irgendwie ein beruhigendes Gefühl!


    Die Verteilung der Ämter in diesem Jahr schien einigermaßen problemlos vonstatten zu gehen, was Durus sehr entgegenkam, denn er schätzte diese unendlichen Debatten über so etwas Belangloses wie Vigintiviri wenig.


    "Ich schließe mich meinen Vorrednern an."


    bemerkte er daher ebenfalls, sodass seine Pediarii schon wussten, wie sie abzustimmen hatten.

    Wieder einmal war es so weit: Das Fest der Ahnen war gekommen, die Friedhöfe rund um die Stadt wurden bevölkert und auch die Familie der Tiberier beging dieses Fest, hatte sie doch wichtige Ahnen zu ehren.


    Aus diesem Grund machte sich Tiberius Durus mit einem großen Teil seiner Familie auf zum Mausoleum an der Via Latina. Neben Decken hatte man verschiedene Speise, Wein, Wasser, sowie Kissen eingepackt. Es würde ein gemütliches Mahl in Verbindung mit einem Opfer an die Manen werden.

    Manius Tiberius Durus sucht einen Leibsklaven, der ihm als persönlicher Sekretär und sonstiger Diener dient. Ich dachte da an etwas, das mit Cäsars Posca in der Serie ROME vergleichbar ist (wer das kennt).


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    Als dieses Thema angesprochen wurde, war Durus überrascht: Er hatte von seinem Patron nichts gehört, dass er nun offensichtlich zurück nach Rom wollte, war daher etwas erstaunlich. Für diesen Fall hatte er sich eine Notiz oder zumindest eine Empfehlung für einen Nachfolger erhofft. So hatte er vorerst abgewartet. Theoretisch wäre es zwar auch möglich gewesen, selbst für dieses Amt zu kandidieren, doch angesichts der consularen Bewerber hätte das ein wenig ungehörig gewirkt.


    Schließlich schaltete er sich doch in die Debatte ein:


    "Ich bin ebenfalls der Meinung, dass einer der beiden von Aelius vorgeschlagenen Consulare Vorrang hätten. Es ist schwierig zu entscheiden, wer stärkere Ansprüche auf eine Statthalterschaft hätte, von beiden würde ich allerdings Titus Sextius Magius Lateranus präferieren - hat er doch das ordentliche Consulat ausgeübt, während Silius hingegen als Consul Suffectus amtierte."

    Tatsächlich hatte Durus aus irgendeinem Grund ganz vergessen, anzuklopfen - möglicherweise, weil er ein wenig in Gedanken versunken war. Was würde der Kaiser ihm wohl auftragen?


    Glücklicherweise wurde er doch noch durch einen Zufall zügig eingelassen, sodass er zielstrebig das Officium betrat, in dem Balbus bereits auf ihn wartete.


    "Salve, Prudentius. Ich müsste den Kaiser sprechen."


    erklärte er knapp, denn als Vertreter des a cognitionibus war ihm das wohl schon erlaubt (zumindest war Durus dieser Ansicht uneingedenk der Tatsache, dass Valerianus nur sehr selektiv empfing).

    Zitat

    Original von Tiberius Prudentius Balbus
    Ein Gespräch über die Arbeit war in einer Runde, wie sie hier zugegen war, sicherlich das angenehmst mögliche Gespräch und so ging er sogar recht wenig unwillig auf die Frage des Tiberiers ein.


    "Juristische Anfragen hatte ich in letzter Zeit keine auf meinem Tisch. In der Regel würden die vermutlich auch eher direkt auf dem deinigen landen. Zumindest sofern sie direkt als solche zu erkennen sind." sagte er.
    "Aber du willst doch wohl nicht andeuten, dass du zu wenig Arbeit hast, oder?" fragte er und spielte dabei ein wenig schockiert.


    "Ah, sehr gut. Ich wollte nur sichergehen."


    meinte der Senator und strich sich übers Kinn. Natürlich bekam er selbst die rein juristischen Anfragen, doch viele Bittschriften implementierten doch auch juristische Probleme, wie er aus seiner Zeit am Palatin wusste.


    Als Balbus dann jedoch nach seiner Beschäftigung fragte, schnellte Durus' Augenbraue rasch in die Höhe - wollte der Prudentier ihm etwa unterstellen, dass er zu wenig zu tun habe? Dann jedoch bemerkte er, dass es wohl ein Scherz gewesen war, daher stellte er rasch auf ein Lächeln um.


    "Nein, nein - ich bin ausreichend beschäftigt, keine Angst!"


    Plötzlich kam ihm eine Idee des Themenwechsels - eine Angelegenheit, die möglicherweise weniger dienstlich war und die Stimmung auflockern konnte.


    "Ist die Umstellung von der Truppe auf den Palatin eigentlich nicht schwierig gewesen? Ich könnte mir vorstellen, das da schon einiges anders war als unter Soldaten..."