Beiträge von Manius Tiberius Durus

    Durus sah die Sache weniger ideell als Gracchus. Zwar war es sicher gut und wichtig, dass nur fähige Menschen ins Collegium kamen, doch letztendlich war er zu sehr Politiker, um wirklich daran zu glauben. Man musste eben bei der Leitung jeder Gruppe Politik betreiben, um ein gutes Bild nach außen, aber auch Motivation im Innern zu erhalten. Auch in den Senat wurden oft Menschen aus den Provinzen aufgenommen, um die Bevölkerung dieser glücklicher zu machen und fester an Rom zu binden - und dass jemand komplett unfähiges es tatsächlich in ein solches Gremium schaffte, war praktisch ausgeschlossen.


    "Ich denke, wir sollten natürlich stets auf die Würdigkeit achten, aber dennoch auch darauf, dass wir Frauen nicht von vornherein ausschließen."


    meinte er daher schließlich. Danach war er jedoch selbst überrascht, dass er tatsächlich eine Lanze für Frauen in Priestercollegia gebrochen hatte. Aber andererseits hatte er ja auch genug weibliche Verwandtschaft, die man so fördern konnte...

    Der Pontifex Tiberius Durus verfolgte schweigend die Inauguration des Aureliers. Intuitiv begann auch er den Himmel nach Zeichen abzusuchen - schließlich war er selbst einst Augur gewesen. Auch er sah den Vogel und wusste daher schon ehe Sophus sich zu Wort meldete, dass die Inauguratio günstig verlaufen war. Ob der Vogel aus einem Käfig freigelassen worden oder tatsächlich von den Göttern gesandt worden war, wollte er eigentlich gar nicht so genau wissen.


    Nachdem die Septemviri Corvinus gratuliert hatten, reihte sich jedoch auch Durus ein um Corvinus Glück zu wünschen. Leider war dieser jedoch schon fast weg, als er ihn erreichte.


    "Salve, Aurelius. Ich darf dich als Mitglied des Collegium Pontificium im Cultus Deorum begrüßen. Ich hoffe, dass wir gut zusammenarbeiten werden."


    meinte er mit freundlicher Miene. Dieser Aurelius war ihm irgendwie sympathisch...

    Durus hatte sich gerade entspannt zurückgelehnt - die Unterstützung für Avarus hatte ihn viel Kraft gekostet - , als Macer ihn noch einmal ansprach. Offensichtlich sorgte sich dieser, dass irgendjemand mit diesem Avarus zusammenarbeiten wollte...zu Recht, wie Durus glaubte.


    Er verzog nachdenklich das Gesicht.


    "Ich weiß nicht, ob eine Zusammenarbeit zwischen Germanicus Avarus und mir..."


    antwortete er dann ebenso leise, wie Macer ihn gefragt hatte. Eigentlich wollte er nicht in das Haus der Germanicers gehen müssen und sich schon gar nicht ihm unterordnen...

    Zitat

    Original von Manius Tiberius Durus
    Nun machte sich der Tiberier jedoch über den nächsten Gang her - glücklicherweise waren es keine Meeresfrüchte, denn die mochte Durus nicht besonders. Mit Fisch hingegen konnte er sich durchaus anfreunden, insbesondere, wenn es dazu raffinierte Saucen gab. Genussvoll verspeiste er einige Stückchen der verschiedenen Sorten.


    Während er so von seinem Fisch aß, kam ihm plötzlich eine neue Frage, die ihn gerade im Hinblick auf zukünftige Feiern interessierte.


    "Aurelius, habt ihr eigentlich für diese Gelegenheit einen Koch gemietet oder haben die normalen Hausköche dieses Kunstwerk vollbracht?"


    Er selbst verwendete meist seine eigene Köchin, obwohl es durchaus üblich war, einen großen Koch zu mieten - ihn zu kaufen war schließlich viel zu teuer!

    Auch Tiberius Durus war den Berg hinaufgestiegen, um der Inauguratio des jungen Aureliers beizuwohnen - schon alleine, weil die Septemviri gewissermaßen die Gehilfen der Pontifices waren. Folglich war es gut, sich diesen gelegentlich zu zeigen.


    Ebenfalls in die Toga praetexta gehüllt, die Durus schon allein wegen seiner Senatorenwürde tragen durfte, stand er ein wenig entfernt und beobachtete Opimius Naso, Sophus, seinen ehemaligen Collega, und ganz besonders Corvinus - wie würde er sich auf religiösem Terrain schlagen?

    Durus wusste, dass Avarus recht hatte. Dennoch ärgerte es ihn, dass sein Intimfeind diese Sache übernehmen würde. Beinahe hätte er sich ebenfalls eingeschaltet, dann jedoch kam ihm, dass er dafür überhaupt keine Zeit hatte. Außerdem verstand der Germanicer vermutlich tatsächlich mehr von Baustellen als er.


    Folglich seufzte er und bemerkte


    "Ich stimme dem Antrag zu."

    Zu einer weitaus besseren Zeit - nämlich am Vormittag nach der Salutatio - erschien auch die kleine tiberische Sänfte. Das dunkle Holz passte hervorragend zu der düsteren Stimmung des Tages und die weinroten Vorhänge wogten im kalten Wind hin und her. Der Sänfte folgten zwei weitere, denn die drei Pontifices, die Gracchus, Fabius und Sulpicius ablösten, hatten sich unten auf dem Forum getroffen, sodass man die Wache gemeinsam beginnen konnte.


    Der Tiberier hatte vor sich einen Korb mit Äpfeln stehen, die er extra aus Misenum hatte einführen lassen. Den Göttern der Unterwelt wollte er das beste zukommen lassen und das war nunmal sein eigenes Obst. Doch dieser Tag war besonders unheimlich, und obwohl Durus die Götter normalerweise mehr verehrte, als dass er persönlich an sie glaubte, fröstelte ihm in seinem warmen Mantel, als er das Krächzen eines Raben hörte. Aus seiner auguralen Vergangenheit wusste er, dass dies kein gutes Vorzeichen war.


    Als er der Sänfte entstieg, waren noch immer Männer dabei, ihre Opfer in das dunkle Loch zu werfen, das der Sage nach direkt in die Unterwelt führte. Mit einem leichten Nicken grüßte er die drei Pontifices, die bereit standen. Einen Sklaven hinter sich trat er jedoch zuerst zu dem Loch, in das er einen neugierigen Blick warf, ohne jedoch irgendetwas erkennen zu können.
    Mit Hilfe des Sklaven sprach er dann das traditionelle Gebet des Tages und warf die Äpfel in den Abgrund, hoffend, dass seine Ahnen nicht wütend waren und herauskommen würden.


    "Dii inferiores, haltet im Zaume, was Eurem Reiche zu Entkommen sucht, mäßigt die Euren, die an diesem Tage Einzug halten in unsere Welt, wie Eure Pflicht dies ist. Darum wollen wir, wie unsere Pflicht, Euch Gaben spenden, auf dass Ihr besänftigt, dii inferiores, die Euren, auf dass sie tatenlos mögen zurückkehren wie es geboten ist, nach ihrem Wandel in unserer Welt."


    Während dann die anderen beiden Pontifices ihr Opfer gaben, ging der Tiberier zu den drei Abzulösenden und grüßte sie explizit


    "Salvete!"

    Durus nickte interessiert. Man würde also auf die Rückkunft von Quintus warten - theoretisch vernünftig, andererseits konnte sich der Tribun noch jahrelang in der parthischen Wüste herumtreiben - abgesehen davon war seine Rückkunft ungewiss. Schon bedeutendere Männer als Iulianus hatten sich in den Weiten Parthias die Zähne ausgebissen...


    "Da wird sich Quintus sicherlich freuen, wenn ihr extra auf ihn wartet."


    bemerkte er jedoch trotzdem.

    ARBEITSVERTRAG


    zwischen dem Arbeitgeber
    Manius Tiberius Durus


    und dem Arbeitnehmer
    Antonia Annaea Minervina



    Hiermit wird verkündet,


    dass Antonia Annaea Minervina ab nun seine Dienste als Scriba dem Manius Tiberius Durus zu Verfügung stellt.


    Der von Manius Tiberius Durus an Antonia Annaea Minervina zu zahlenden Lohn beträgt wöchentlich 30 Sesterzen.


    Dieses Verhältnis kann von beiden Seiten heraus, ohne Begründung, bis zum Ende der laufenden Woche gelöst werden.




    Antonia Annaea Minervina



    Antonia Annaea Minervina - Arbeitnehmer
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    Manius Tiberius Durus - Arbeitgeber


    KAL NOV DCCCLVII A.U.C. (1.11.2007/104 n.Chr.)

    "Sehr gut."


    stellte Durus fest und freute sich, dass alles so wunderbar funktionierte. Dann kam er zu seiner zweiten Sache. Er hatte sie nämlich nicht zum Spaß eingestellt...


    "Ich hätte übrigens gleich eine Aufgabe für dich: Es geht um Geschäfte. Ich habe einen Liefervertrag mit einer römischen Bäckerei 'Zur krustigen Borke'. Die Besitzerin heißt...sieh einfach im Archiv nach. Er hat scheinbar geschlossen oder so...jedenfalls nimmt er meine Lieferungen nicht mehr an, wie ich hörte.


    Kümmere dich bitte darum."


    erklärte er kurz den Sachverhalt und hoffte, dass sie diese Aufgabe gut erledigen würde.

    Durus nickte zustimmend. Nachdem er feststellte, dass niemand sich weiter an dem Hauptgang gütlich tat, sah er mit erwartungsvollem Blick zum Maiordomus, der unauffällig neben der Tür stand. Sofort gab er die nötigen Anweisungen und erneut wurden die großen Platten abgetragen.
    Zum Nachtisch hatte sich Durus oder vielmehr der Maiordomus eine kleine Auflockerung des Programms ausgedacht. Denn während die Sklaven den Herren nun Honigkuchen, garniert mit Mandeln und anderem Süßen, servierten, erschien ein bekränzter Jüngling mit braunem Haar und einer Lyra. Ihm folgte ein zweiter, ebenfalls mit einem Musikinstrument bewaffnet.


    Sie bauten sich auf der offenen Seite der Tischgemeinschaft auf und begannen dann abwechselnd in den Rollen des Tityrus und des Meliboeus, die erste Ecloga von Vergils Bucolica-Gedichten vorzutragen, untermalt von den Klängen der Saiteninstrumente.


    "Tityre, tu patulae recubans sub tegmine fagi
    silvestrem tenui Musam meditaris avena;
    nos patriae finis et dulcia linquimus arva.
    nos patriam fugimus; tu, Tityre, lentus in umbra
    formosam resonare doces Amaryllida silvas."


    "O Meliboee, deus nobis haec otia fecit.
    namque erit ille mihi semper deus, illius aram
    saepe tener nostris ab ovilibus imbuet agnus.
    ille meas errare boves, ut cernis, et ipsum
    ludere quae vellem calamo permisit agresti."


    "Non equidem invideo, miror magis; undique totis
    usque adeo turbatur agris. en ipse capellas
    protenus aeger ago; hanc etiam vix, Tityre, duco.
    hic inter densas corylos modo namque gemellos,
    spem gregis, a, silice in nuda conixa reliquit.
    saepe malum hoc nobis, si mens non laeva fuisset,
    de caelo tactas memini praedicere quercus.
    sed tamen iste deus qui sit da, Tityre,nobis."


    "Urbem quam dicunt Romam, Meliboee, putavi
    stultus ego huic nostrae similem, cui saepe solemus
    pastores ovium teneros depellere fetus.
    sic canibus catulos similes, sic matribus haedos
    noram, sic parvis componere magna solebam.
    verum haec tantum alias inter caput extulit urbes
    quantum lenta solent inter viburna cupressi.*"


    Zugunsten dieser Darbietung unterbrach Durus das Gespräch über Vermutungen und Gefahren und widmete sich den schönen Künsten.


    Sim-Off:

    * "Tityrus, du liegst zurückgelehnt unter dem Laubdach einer breitästigen Buche und übst auf der dünnen Rohrpfeife ein Lied vom Walde; wir aber verlassen das Gebiet und die lieben Fluren der Heimat. Wir werden aus der Heimat vertrieben; du, Tityrus, lässig (sitzend) im Schatten, lehrst die Wälder, vom Namen de schönen Amaryllis zu widerhallen."


    "O Meliboeus, ein Gott hat uns diese Muße geschaffen. Denn er wird für mich immer ein Gott sein, seinen Altar wird oft ein zartes Lamm von unseren Ställen mit seinem Blut benetzen. Daß meine Rinder umherweiden, wie du siehst, und ich selbst auf der ländlichen Rohrpfeife dichten kann, was ich möchte, hat er mir erlaubt."


    "In der tat, ich beneide dich nicht, ich wundere mich vielmehr: ringsum herrscht auf allen Feldern solches Kriegsgetümmel. Schau, nur mit Mühe treibe ich selbst meine Ziegen voran; diese da, mein Tityrus, schleppe ich auch kaum fort: Denn hier unter den dichten Haselstauden hat sie eben zwei Zicklein, die Hoffnung der Herde, geworfen und – wehe! – auf nacktem Felsen verlassen. Oft hätten uns diese Unheil vom Blitz getroffene Eichen vorausgesagt, ich erinnere mich – wenn unser Sinn nicht töricht gewesen wäre. Doch was für einer dein Gott ist, sag, Tityrus, uns!"


    "Die Stadt, die man Rom nennt, Meliboeus, habe ich töricht geglaubt, sei gleich der unseren (hier), wohin wird Hirten oft die zarten Lämmer der Schafe hinabzutreiben gewohnt waren. Wußte ich doch, daß so die Jungen den Hunden, so die Böcke den Muttertieren gleichen, so pflegte ich Großes mit Kleinem zu vergleichen. Sie aber trägt so hoch ihr Haupt erhoben über andere Städte, wie es gewöhnlich Zypressen tun zwischen biegsamen Büschen."

    "Davon bin ich überzeugt!"


    erwiderte Durus und lächelte Mattiacus zufrieden an. Es würde gut tun, endlich einmal nicht gegen den Decimer arbeiten zu müssen und stattdessen einfach dessen juristische Erfahrung zu genießen...


    Nun machte sich der Tiberier jedoch über den nächsten Gang her - glücklicherweise waren es keine Meeresfrüchte, denn die mochte Durus nicht besonders. Mit Fisch hingegen konnte er sich durchaus anfreunden, insbesondere, wenn es dazu raffinierte Saucen gab. Genussvoll verspeiste er einige Stückchen der verschiedenen Sorten.

    Durus lächelte und war wieder etwas verwirrt. Scheinbar war Antoninus auch ein Romantiker - welch ein Glück für ihn! Durus sah die Sachen eher pragmatisch und ging davon aus, dass die beiden Verlobten sich noch nicht oder selten gesehen hatten, folglich wohl auch keine wirklichen Gefühle füreinander hegten. Aber das war kein Grund, sich nicht zu freuen - es würde die Verbindung zwischen Flaviern und Tiberiern stärken.


    "Ich denke, das ist eine Sache, die beiden Häusern zu größter Freude gereichen wird."


    fügte Durus, der ja auch persönlich mit Furianus befreundet war, bekräftigend hinzu.

    Zitat

    Original von Titus Aurelius Ursus
    Ursus legte seinen Kopf schief, da er auf diese Frage schlicht noch keine ganz klare Antwort geben konnte. "Zumindest habe ich vor, mich juristisch weiterzubilden. Ob ich in dem Bereich auch tätig werde... Geplant habe ich das vorerst nicht, aber vielleicht ergibt sich so etwas mit der Zeit. Zuhören möchte ich auf jeden Fall. Und vielleicht auch im Anschluß die eine oder andere Frage stellen können... Ich bin einfach der Meinung, daß ich in allen Bereichen, die von der Politik berührt werden, grundlegende Kenntnisse haben sollte. Ich stehe noch ganz am Anfang meiner Karriere und möchte mich auch noch nicht zu sehr auf eine Richtung festlegen. Wie könnte ich das auch, bevor ich nicht alle Möglichkeiten kennengelernt habe? Es ist wirklich schade, daß Du keinen aktuellen Fall hast. Ich hätte ihn gerne mitverfolgt. - Deinen nächsten dann auf jeden Fall."


    Durus lächelte. Das Ideal des Rhetor Doctus war durchaus ein hochstehendes und Ursus tat gut daran, diesem hinterherzustreben. Aber leider konnte er dem jungen Mann vorerst nichts bieten - wobei es auf lange Sicht sicher wieder etwas geben würde...


    "Oh, ich bin sicher, dass ich nicht zum letzten Male den Gerichtssaal betreten habe. Zumal ich nächstes Jahr zum Praetor kandidiere. Sollte ich es schaffen, würdest du wohl mehr als genug von meinen Gerichtsauftritten bekommen."


    Er lachte kurz über seine eigene Bemerkung, dann dachte er wieder daran, dass er noch ein wenig Stimmenjagd betreiben musste...Gelegenheit war hier genug!

    Durus nickte zufrieden. Sein Gut war also offensichtlich in relativ guten Händen - auch wenn ihm ein Sklave abhanden gekommen war. Den würde man schon wieder schnappen - wobei er dann wohl nicht mehr wegkommen würde...


    Als Antoninus dann weiterredete, wunderte sich der Tiberier gewaltig - er verstand nicht, was genau er meinte - offensichtlich wollte der Bursche nach Korsika zurückkehren - nun gut...


    Erwartungsvoll sah der Senator zu Albina - schließlich hatte sie die Neuigkeiten!

    Zitat

    Original von Titus Aurelius Ursus
    Kurzentschlossen wandte er sich einfach mit einer Frage an Durus. "Hattest Du in der letzten Zeit mit einem besonders interessanten Fall zu tun? Oder ist in nächster Zeit eine interessante Verhandlung zu erwarten? Ich würde gerne zuhören." Dabei gab es sicherlich einiges zu lernen.


    Durus sah von seinem Becher auf, als Ursus ihn ansprach.


    "Ich fürchte, ich muss dich enttäuschen, Aurelius. Ich kann mich zur Zeit tatsächlich kaum mit dem Recht beschäftigen, da ich mich vorerst ein wenig intensiver mit dem Pontifikalangelegenheiten beschäftigen muss.


    Aber ich bin sicher, dass wieder interessante Fälle kommen werden."


    Er lächelte. Es war schön festzustellen, dass jüngere Männer zu ihm aufblickten und sich über seine Auftritte vor Gericht freuten. Vielleicht war es allerdings auch nur eine Schmeichelei gewesen...naja, dann hatte sie getroffen.


    "Hast du denn ebenfalls vor, neben deinen politischen Aufgaben juristische wahrzunehmen?"

    Durus begrüßte Appius und Antoninus mit einem freundlichen


    "Salvete!"


    Dann begannen sich auch schon alle untereinander vorzustellen und Durus konnte entspannt abwarten. Als Antoninus den "Kirschenverkäufer" erwähnte, beschloss der Senator, gleich einzuhaken.


    "Apropos Kirschen, Antoninus: Wie geht es eigentlich meinen Gütern in Misenum?"


    Dies sprach er keineswegs anklagend, vielmehr interessiert.

    Durus nickte nachdenklich. Er trank selbst einen weiteren Schluck und blickte dann in den Raum. Plötzlich erinnerte er sich an den Brief von Quintus. Es war höchste Zeit, eine Frau zu finden und wo war ein besserer Raum dafür als hier? Zahlreiche junge Frauen waren hier, selbst sein Patron hatte bereits eine Gesprächspartnerin gefunden.


    Doch Durus war kein besonders kommunikativer Mensch - zumindest nicht gegenüber Frauen. Vielmehr hatte er selten das Bedürfnis nach einer Gattin gehabt - konnte er doch sein körperliches Verlangen auch weniger aufwändig stillen. Einzig das Problem eines Erben blieb ihm...abgesehen davon sollte er den Sitten folgen. Vielleicht sollte er wirklich aktiver werden...