Durus warf einen Blick auf seinen Patron. Er konnte es sich wohl kaum leisten, seine Meinung über Milites Gregarii kundzutun, ganz zu schweigen davon, seine Stimme gegen ihn abzugeben...
Beiträge von Manius Tiberius Durus
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Durus setzte einen leicht verwirrten Blick auf.
"Ich wollte mich persönlich vergewissern, dass Du einer Händlervereinigung angehörst, verehrter Praetor.
Entschuldige meine überflüssige Frage."Er setzte sich und blickte zu Boden - jedoch nicht demütig, sondern eher nachdenklich...
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Durus musste einen Moment nachdenken. Mit einem derartigen Geständnis hatte er nicht gerechnet. Vermutlich wusste er einfach nicht, was er da sagte!
"Aber du bist dir bewusst, dass der Handel nicht gerade das angesehenste der Betätigungsfelder für einen Römer ist..."
Es sah nicht gut aus für Durus' Stimme für den Kandidaten...
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Zitat
Original von Herius Claudius Vesuvianus
Claudius hörte aufmerksam zu, war er doch ein gläubiger Soldat seit eh und je gewesen. Eine Frage drängte sich in sein Bewusstsein und er zögerte nicht lange, sie zu stellen."Hast du eventuell schon Zeichen erhalten, die Aufschluss über die Geschicke des Reiches geben?"
"Unglücklicher - oder glücklicherweise nicht."4 Aber ich hatte auch noch nicht die Ehre, Auspizien durchzuführen. Offensichtlich geht bisher alles seinen gewohnten Gang. Keine Neuigkeiten können ja auch gute Neuigkeiten sein.erklärte er.
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Wieder saß Durus in den Reihen. Etwas erschrocken hatte er von der direkten Kandidatur des Commodus zum Consulat erfahren, weshalb er etwas schlecht vorbereitet war. Dennoch hatte sich vor kurzem eine Information ergeben, die er nun verifizieren wollte.
So erhob er sich räuspernd."Entschuldige meine Frage, aber stimmt es, verehrter Praetor, dass Du das Haupt einer Händlervereinigung bist?"
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Durus saß ebenfalls in den Reihen und gab zustimmendes Gemurmel von sich, als der Claudier seine Rede beendet hatte. Zwar gefiel ihm der Aufstieg über die Mannschaften nicht besonders und Durus hätte ihn wohl eher verschwiegen, aber dennoch war der Mann ein Patrizier und ein standesbewusster dazu!
Freundlich und offen blickte er zu Vesuvianus hinüber, den er vor kurzem noch als Gast bei sich gehabt hatte. -
Zitat
Original von Lucius Octavius Detritus
So ganz verstand er die Frage des Senators Tiberius nicht, trotzdem antwortete er."Ja wie ich bereits erwähnte war ich Magistrat der Stadt Ostia und deshalb bot man mir an in einer Handelsgesellschaft einzusteigen. Die Handelsvereinigung heisst übrigens Socii Mercatorum Aurei und wird vom Senator Gaius Prudentius Commodus geleitet."
"Ist es dann also korrekt, dass du dich als Händler verstehst, Octavius?"fragte er weiter mit einem überaus kritischen Blick - Prudentius Commodus war der Kopf der Vereinigung?
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Durus fixierte Avarus kurz wie ein widerliches Insekt, das in seine Suppe gefallen war und erwiderte
"Ich kann mich nicht erinnern, zum Boykott dieses Rituals aufgerufen zu haben...vermutlich hast du mich falsch verstanden.
Für mich stellt sich die Frage nach der Teilnahme an diesem höchst würdigen Ritual nicht. Doch heutzutage kann man nicht wissen, ob sich jeder Senator seiner Pflichten bewusst ist, Germanicus."
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Auch diesem Burschen wollte Durus natürlich auf den Zahn fühlen, auch wenn er bereits die unterste Stufe des Cursus Honorum bestiegen hatte, denn unerhörtes war dem Tiberier zu Ohren gekommen!
"Stimmt es, Octavius, dass du einer Handelsgesellschaft angehörst?"
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Durus war angenehm überrascht, wie fein die Vorspeise zubereitet worden war und dann auch noch so ansprechend serviert! Nachdem er ein wenig Fisch und zwei hartgekochte Eier zu sich genommen hatte, wandte er sich an die beiden Praetoren.
"Furianus, Prudentius, wo wir gerade so einhellig versammelt sind. Ich würde gern wissen, was ihr vom Codex Iuridicialis haltet - ich bin in meinem otium wieder einmal darauf gestoßen - er scheint mir einen höchst unbefriedigenden Strafenkatalog vorzuweisen! Fast alles wird mit Geld- oder Haftstrafen geahndet.
Wenn ich dagegen die Gesetze unserer Väter betrachte, frage ich mich, ob nicht die ein oder andere Strafrechtsreform vonnöten wäre..."Schon längere Zeit beschäftigte Durus sich mit den alten Gesetzen wie der Lex Cornelia de sicariis...oder die beliebte Tradition des Säckens für den Vatermord!
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Durus musterte den Alten kurz. Er wirkte schon leicht vom Leben gezeichnet, trotzdem lächelte der Tiberier den Fremden an.
"Salve. Ich bin Manius Tiberius Durus."
Dann wandte er sich wieder an Furianus.
"Geht es um einen juristischen Fall, bei dem ihr die Zustimmung Iuppiters braucht oder was treibt euch hier her?"
fragte er dann - immerhin hatte Furianus als Praetor Urbanus das Recht auf große Auspizien, wovon er seines Wissens zwar noch keinen Gebrauch gemacht hatte, aber dennoch...einmal war stets das erste Mal!
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Durus hatte im Gegensatz zu vielen anderen vorzüglich geschlafen. Er betrachtete Krieg weniger als gefährlichen, denn als ruhmreich. Es würde endlich wieder einmal etwas passieren - vielleicht gab es auch Beute zu teilen...oder eine neue Provinz? Auf jeden Fall viele Chancen.
Deshalb gefiel ihm auch die Anregung von Maximus. Deshalb erhob er sich, um etwas sehr simples vorzuschlagen.
"Vielleicht sollte der Senat möglichst geschlossen beim Ritual der Fetiales anwesend sein."
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Der "junge" Mann, der auf das Pärchen zuhielt, hatte bereits sein 32. Lebensjahr vollendet und trug die safrangelbe Diensttoga der Auguren und war tatsächlich Tiberius Durus, der sich inzwischen gut in seine neue Aufgabe eingearbeitet hatte.
Er wunderte sich, Furianus hier auf der Arx zu treffen - schließlich war er normalerweise ein paar Stockwerke tiefer und nördlicher in der Basilica Ulpia aufzufinden. Im Schlepptau hatte er einen anderen Patrizier, den Durus auf Anhieb nicht erkannte."Salve, Furianus!"
grüßte er und lächelte.
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Auch Durus befand sich unter den anwesenden Lehrlingen, denn wie er bereits Callidus gesagt hatte - die Redekunst war etwas, was ihn ungemein interessierte und von dem man nie genug wissen konnte!
Die Worte des Dozenten bestätigten ihn wieder einmal - nicht wenige Redner hatten einen politischen Aufstieg geschafft, der dem ein oder anderen Patrizier sauer aufgestoßen war... -
Durus erhob sich.
"Ich würde Flavius Furianus vorschlagen - er hat bereits als Architectus Provincialis in Hispania gute Dienste geleistet und hat viel Erfahrung mit öffentlichen Bauten."
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Durus war bei den Kandidaturreden zum Cursus Honorum selbstverständlich anwesend und hörte aufmerksam zu. Ein Princeps Prior? Das war doch ein Optio!
"Du bist also ein Optio, Germanicus? Hast du sonst irgendwelche Referenzen vorzuweisen?"
Zwar war der Vater des Mannes offensichtlich Statthalter gewesen - trotzdem...einen einfachen Optio?
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| CaiusDer Vilicus war schon wieder erkrankt und überhaupt mochte Caius den neuen Herrn keineswegs, denn er ließ viel Arbeit für den fleißigen Scriba übrig.
So durfte er auch den Verwandten des Tiberius Durus empfangen und ihn behandeln, als wäre er der Dominus persönlich.
"Salve, Tiberius Flaccus! Welch eine Ehre, dass Du uns beehrst!"
begrüßte er den Sacerdos und hielt ihm die Hand hin, um dem Patrizier das Aussteigen aus seiner Sänfte zu erleichtern. Währenddessen eilten Sklaven herbei und halfen dabei, das umfangreiche Gepäck des Tiberiers in die Villa zu bringen.
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Zitat
SEPULCHRUM TIBERIUM
An der Via Latina steht das Familiengrab der Gens Tiberia. Im Zentrum einer kleinen Grünfläche erhebt sich ein massiger Bau, der von einem Säulengang umgeben ist.
Ein das Grabmal umgebendes Relief stellt berühmte Tiberier, die Schutzgötter der Familie - Minerva und Tiberinus - dar und über dem Portal ist der Wahlspruch der Familie.
Am weitesten entfernt von dem Gemäuer befindet sich außerdem ein eingemauerter Bereich, in dem zu Bestattungen der Scheiterhaufen aufgetürmt wird.Betritt man das Grabmahl, so findet man auf dem Boden eine Reihe von Sarkophagen, in denen die bedeutendsten der Tiberier bestattet sind, in den Wänden befinden sich weitere Nischen, vor denen Grabplatten angebracht sind, die an den Verstorbenen erinnern. Zusätzlich hängt genau gegenüber des Eingangs eine Marmorplatte, auf der all den großen Tiberiern gedacht wird, die nicht hier in Rom bestattet wurden:
IN MEMORIAM
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A TIB SEX F CELVS Q AVG DIPLOMATVS
VIRTVTIBVS PLVRIS SED IMMATVRVS DEFVNCTVS
SEPELITVS SYRACVSAS IN PROV SICILIA
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P TIB SEX F MAX TR MIL LEG IX HISP PRAEF C LEG IX
HISP AED CVR PRAEC SCHOLAE ATHENIENSIS Q VRB
DIPLOMATVS IIII DESIDERATVS SILVA GERMANICA
SEPELITVS TARRACONE IN PROV HISPANIA
~
TIBERIA HONORIA MAG SCR
ITALIAE Q PROV HISPANIAE
CASTA ERAT PIA VIVEBAT
DESIDERATA IN MARE NOSTRO
~
T TIB P F FLACCVS AED MISENO ARVAL FRATER
~
TIB CLAVDIA MAG SOC VENERIS PONT FLA
MINCA MINERVAE DIPLOMATA PIISSIMA
OMNES SODALES IIIIVIARVM PRAESTASEI
MORS PERFECIT TVA VT ESSENT OMNIA BREVIA
HONOS FAMA VIRTVSQVE GLORIA ATQVE INGENIVM
QVIBVS SEI IN LOGA LICVISET TIBE VTIER VITA
FACILE FACTEIS SVPERASES GLORIAM MAIORVM
QVA RE LVBENS TE IN GREMIV DOLABELLA RECIPIT
TERAA, FAVSTI, PROGNATVM PVBLIO TIBERI
A TIB P F IVVENALIS MAG SOD IIIIVIAR
VM PROC A MEMORIAE ARVAL FRATERD M Q TIBERII M F VITAMALACI LEG LEG I TRAI
ANAE P F CONST AED CVR Q COSS TRIB MIL II >
MAG ARVAL FR DIPLOMATVS II PHALERATVS II -
Als eine Pause eintrat, wurde Durus wieder an die neue Thematik erinnert. In der Sitzungspause ließ er sich die Richtlinien zum Ulpianum von einem Senatsschreiber geben - der Codex Universalis war glücklicherweise nicht erst im Tabularium zu suchen - und las diese.
Als es weiterging, erhob er sich ebenfalls zu einem Einwand
"Senatores, im Prolog der Richtlinien Ulpianum wäre bereits ein Vorschlag:
'GLORIAE HISTORIAEQUE POPULI ROMANI'
Allerdings denke ich, dass derartiges vielleicht lieber von der Inquisitio diskutiert und anschließend dem Senat präsentiert werden sollte. Eine spontane Inventio halte ich für zu zeitraubend und unpraktisch, da sie wenig Zeit zum Überlegen bietet.
Vielleicht sollte die Inquisitio sich wieder einmal treffen, nachdem das Finanzproblem hoffentlich gelöst ist."
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Ohne sich auch nur mit einem Wort an der Debatte zu beteiligen, saß Durus auf seinem Stuhl in der zweiten Reihe und verfolgte das Gespräch. Es schien zu einer Gefährdung für sein privates aerarium zu werden, das noch immer nicht völlig von den Spielen seines Ädilates vor einem Jahr erholt war. Dass man zusätzlich keinen politischen Nutzen daraus ziehen würde - immerhin waren die Spenden anonym - konnte seine Spendenmoral kaum heben.
So überlegte er hin und her zwischen Pflichtgefühl und Geiz, ohne die nächste Frage des Princeps Senatus zu registrieren...
