Beiträge von Quintus Germanicus Sedulus

    Sedulus lächelte als er die Tabula überflogen hatte.


    Zum einen, ich glaube nicht das Iulius Centho so sehr ich ihn auch schätze schon in der Lage ist Salinator so einen Schrieb vor die Nase zu halten. Er ist ja eben erst mal Senator geworden. Zum anderen, unser PU macht eh was er will und läßt sich von solchen Schreiben nicht wirklich beeinflussen oder gar beeindrucken. Aber versuche es Aculeo. Mal sehn was bei rauskommt.
    Wann hast du vor beim PU vorstellig zu werden?

    Salve Q. Flavius Flaccus,


    du kannst mich jederzeit in der Casa Germanica erreichen oder aber in meinem Büro in der Basilica Iulia . Ich glaube sogar, wird sind uns dort schon einmal über den Weg gelaufen wenn ich mich recht entsinne.


    Mit besten Grüßen
    Q. Germanicus Sedulus

    Sedulus hörte zu und nickte.


    Du hast Glück, er kommt in einigen Tagen wieder nach Rom zurück. Wenn nicht, werd ich eines meiner Grundstücke abtreten. Avarus hat zwar Unmengen als ich, aber wenn es nicht anderst geht...


    Was tat man nicht alles für seine Klienten vorallem wenn sie aus der Familie stammten.


    Was den PU angeht, so denke ich, sollte es keine Probleme geben. Hoffe ich zumindest. Du wirst zwar nicht sofort zum Eques aber du stehst dann schon einmal auf der Liste.
    Andernorts wird es dir auch nicht viel mehr bringen, glaube mir.

    Sedulus überlegte kurz.


    Hmm, Wein haben wir im Überschuss im Keller. Also von seiner Lieblingssorte. Ansonsten wüßte ich auf anhieb nichts was man dem Onkel groß besorgen sollte. Ich denke es ist genug wenn die Zimmer aufgeräumt und am Abend seiner Ankunft das Triclinium ein wenig geschmückt ist.


    Und weshalb wolltest du zu mir?


    Wollte Sedulus ein klein wenig neugierig wissen.

    Den Duccier kenn ich nicht. Allerdings hatte ich, als ich als Quaestor in Germania war, glaube ich einmal mit seiner Sippe zu tun. Die beiden Anderen habe ich persönlich schon kennenlernen dürfen.


    Schaltete sich Sedulus ins Gespräch ein und stocherte lustlos im Essen herum.


    So, Held aus Mantua nennt man den Duccier also. Dass muß aber noch lange nicht bedeuten, dass er auch ein Held in der Politik sein wird. Lassen wir uns überraschen wie weit er mit seinem Heldentum in Rom kommt.

    Ein wenig verwundert, dass Aculeo nichts mehr zu sagen hatte war Sedulus schon.


    Hast du sonst noch etwas auf dem Herzen Aculeo?


    Beschloss der Patron von daher nachzufragen. Und schenkte sich jetzt doch etwas Wasser ein. Fragend sah er zu Aculeo ob er nun nicht doch etwas zu Trinken wollte.

    Sedulus trat mit schnellem Schritt ins Zimmer und erblickte neben Laevina auch Sabina und wie vermutet Quadrata, die Spionin der alten Germanica.


    Salve ihr Beiden!


    Grüßte er Sabina und Laevina.


    Ich hoffe ich störe euch nicht. Von daher will ich mich auch kurz fassen. Laevina, ich hätte eine Bitte an dich. Onkel Avarus wird in den nächsten Tagen wieder nach Rom kommen. Könntest du bitte Vorbereitungen für seine Rückkehr treffen? Vielleicht kann dir Sabina hier ja dabei behilflich sein?

    Tja, Zufälle gibt es. Dabei wimmelt doch das Haus geradeso voller Sklaven. An der Haustüre steht z.B. immer einer. In der Küche haben wir mehrere Sklaven. Wenn sie sich im Haus auskennt so wie du es sagst, hätte sie dies ja wissen müssen nicht wahr?
    Wie dem auch sei, es ist geschehen und die Geschichte hatte mir den Appetitt verdorben. Vorallem aber, war es unschön, da wir gerade Gäste im Hause hatten!
    Ich weiß dass ich in Mantua war. Du hättest mich zumindest davon in Kenntnis setzen können!


    Sedulus mußte obacht geben, dass seine Stimme nicht lauter wurde. Allerdings die Schärfe seiner Worte war unüberhörbar.

    Sedulus nickte seiner Tochter zu.


    Ja mach das.


    Bevor er sich an seinen SKlaven Gadatas wandte.


    Und wo kommst du nun her? Die Anderen sind schon eine ganze Weile wieder zurück! Hast du dich schon wieder abhängen lassen. Ich hoffe nicht, dass dies zu einem Dauerzustand wird! Vielleicht sollte man mit dir einen kleinen Rundgang in der Stadt veranstalten...

    Nachdem Sedulus den Brief von seinem Onkel gelesen hatte, eilte er zu Laevina. Er klopfte an die Türe ihres Cubiculums an. Er ging davon aus, dass sie in ihrem Zimmer war, denn er hatte sonst nirgends im Hause gesehen. Und um diese Zeit war die alte Germanica nur seltenst unterwegs. Wahrscheinlich würde sie irgendwelche Hausarbeiten mit ihrer Sklaven Quadrata und mit Sicherheit auch mit Sabina praktizieren.

    Dass sich Laevina hier prompt einmischte war Sedulsu zwar überhaupt nicht recht und man konnte ihm dies auch ansehen aber was solte er machen. Außerdem war ein klein wenig Hausarbeit wirklich nicht verkehrt. So nickte er und bestätigte den Vorschlag der alten Germanica.


    Ja doch, so ein klein wenig Hausarbeit hat noch keinem Mädchen geschadet denke ich. Schließlich sollst du ja irgendwann auch mal einen Haushalt führen.


    Erklärte er seiner Tochter, welche wohl damit überhaupt nicht zufrieden sein durfte aber dafür Laevina. Und mit einer Woche Hausarest war Sabina eh gut bei weggekommen.

    Nur die Grippe... Diese reicht aber schon aus, um Kleinkinder sterben zu lassen, dass ist dir doch bewußt. Ach was rede ich, sie hat auch schon ältere Menschen dahingerafft. Man sollte diese Krankheit nicht unterschätzen.


    Ermahnte Sedulus seinen Klienten.


    Wie dem auch sei, sie hätte sich durch einen der vielen Sklaven hier im Hause ankündigen lassen können, nein eigentlich sogar müssen! Schließlich hatte sie doch nachfragen müssen wo wir uns aufhielten. Oder hat sie sich etwa schon so gut im Haus ausgekannt, dass sie genau wußte wo welche Räumlichkeiten sind?


    Sedulus war zu diesem Zeitpunkt nicht nach Lachen zumute, sonst hätte er dies getan als Aculeo nicht herausbrachte welches Amt er denn meinte.


    Du meinst sicherlich die Basilica Ulpia. Ich hoffe nur, Verus ist nichts zugestoßen.


    Klang Sedulus ein klein wenig besorgt.

    Da Aculeo nichts zu Trinken haben wollte, entschloss sich Sedulus, ebenfalls dazu nicht zu trinken. Allerdings passte es ihm so gar nicht, dass sein Klient so vor ihm stand. Er schaute nicht gerne zu anderen Leuten auf...


    Ein Veto also. Allerdings lege ich dann auch ein Veto ein. Es gehört sich nicht andere Leute zu belauschen. Sie hätte diese Nachricht auch an einen unserer Sklaven weitergeben können, dafür haben wir sie ja schließlich. Außerdem hätte sie die ganze Familie samt unsere Gäste anstecken können. Was hatte sie denn nun eigentlich? Sie scheint ja deinen Worten zu folge, wieder genesen zu sein. Decimus Verus also. Wo steckt der denn eigentlich? Ich habe ihn seit unserer Rückehr nicht mehr im Hause gesehen?


    Zu diesem Zeitpunkt wußte Sedulus noch nichts vom Ableben seines Freundes.

    Als er sah wer da die Türe herein kam, staunte Sedulus nicht schlecht. Nach besagtem Abendessen, hätte er Aculeo so schnell nicht wieder hier im Haus erwartet.


    Salve Aculeo! Setz dich doch. Möchtest du etwas zu Trinken?


    Fragte Sedulus gleich zu beginn des Gespräches höflich wie er war.


    So so, meine Güte möchtest du also in Anspruch nehmen. Und ja, ein schlechtes Gewissen darfst du ruhig haben. Allerdings müßtest du dich nicht bei mir entschuldingen sondern eher bei Laevina. Oder sagen wir eher wenn überhaupt, dann diese Roxane. Ich meine, sie genießt hier das Gastrecht und dann so etwas...


    Das war so ziemlich das einzigste, was Sedulus an dieser Geschichte gestört hatte, und eben, dass er offiziell nichts von dieser Person gewußt und man es nicht für nötig gehalten hatte, ihm bescheid zu sagen.

    Ne wenn ich es dir doch sage... Da bin ich mir sogar sicher. Warum denn auch nicht.


    In diesem Moment war Sedulus schon recht froh, dass er diese Probleme nicht hatte. Es wäre nicht auszudenken.


    Meine Löckchen im Nacken? Von denen gehst du also aus, dass klein Laevina und ich die selben Haare haben? Also wirklich Serrana...


    Ab und an war seine Frau schon ein wenig kindisch fand er.


    Davon gehe ich doch mal aus. Wenn es denn schon so weit wäre. Wenn ich bedenke, was da noch alles vor uns liegt.
    Du weißt doch, dass ich von solchen Sachen nicht viel halte. Also warum sollte ich also davon beeindruckt sein? Nein finde ich nicht. Im Gegenteil. Ich fühle mich da eher ein klein wenig unwohl dabei wenn ich so etwas höre. Wer sagt mir denn, dass dann die Kinder von mir und nicht von irgendeinem Gott sind so ala Herkules? Nein, ich finde soche Gedanken doch recht abstoßend!
    Ja mach das und richte ihr bitte einen schönen Gruß von mir aus.


    Schon alleine bei dem Gedanken dass ein Gott irgendwie die Hände bei seinen Kinder im Spiel gehabt hätte, wurde es Sedi schon ganz anderst...

    Sedulus zog eine Augenbraue in die Höhe, es war die Rechte. Als dann wenn es denn sein muß. Er räusperte sich und begann...


    Oh Göttin der Geburt und der Ehe. Auch dir gilt mein Dank, dass du unseren beiden Kindern und vorallem meiner liebevollen Frau Serrana, deiner Dienerin bei ihrer Geburt beigestanden hast, und dass alles ohne Komplikationen von statten ging, so wie es sein sollte.


    Am Ende seiner Danksagung verneigte sich Sedulus ehrergibig.