Beiträge von Quintus Germanicus Sedulus

    Ich weiß gar nicht was Laevina will, so anstrengend bin ich doch überhaupt nicht. Oder findest du ich sei anstrangend?


    Wollte Sedulus nun von seiner Frau wissen.


    Vielleicht wird sie es ja noch werden, wer weiß? Nur wenn dieser Fall eintritt, dann wird es nur noch schlimmer für uns. Denk nur daran, wir müssen sie dann auch noch pflegen.


    Sedulus konnte sich nicht vorstellen, dass Serrana so scharf darauf war.


    Sie hat sich doch aber recht gut daran gewöhnt oder nicht?


    Dann sah Sedulus seine Frau an und schüttelte den Kopf.


    Nein finde ich überhaupt nicht! Wie kommst du nur auf so etwas?


    Sedulus ging auf seine Frau zu und gab ihr einen Kuss.

    Zitat

    Original von Herius Claudius Menecrates
    Menecrates hatte das Klopfen sehr wohl gehört, aber zum einen gehörte der Empfang der Gäste zu den Aufgaben seines Sekretärs und zum anderen hatte er erst neulich nachgefragt, ob der eine Unterstützung bräuchte. Da Linos dies glaubhaft verneinte, verließ sich der Aedil bislang auf diese Aussage. Als jedoch nicht einmal ein Räuspern bewirkte, dass der Scriba aufsprang, rief Menecrates persönlich "Herein!", nicht aber ohne noch einen tadelnden Blick in Richtung seines Sekretärs zu werfen.


    Sedulus trat also nach dem man ihm geöffnet hatte ins Officium.


    Salve Aedil Claudius Menecrates.


    Grüßte er seinen Mitsenatoren.


    Um was geht es? Warum möchtest du mich sehen?


    Fragte er frei heraus.

    Sedulus nickte.


    Gut, dass hoffe ich doch. Vielleicht kann dich ja ein anderer Sklave noch ein wenig hier im Hause herumführen und dich einstweilen mit den Gepflogenheiten hier vertraut machen und dich über die restlichen Familienmitglieder aufklären.


    Sedulus kratzte sich am Kopf und überlegte ob er dies vielleicht nicht selbst machen sollte.

    Zitat

    Original von Lucius Quintilius Valerian
    Valerian beobachtete lächelnd, wie Serrana die Zeilen geradezu verschlang. Auch die Äußerungen, die vermutlich eher unbewußt ihre Lippen verließen, ließen ihn schmunzeln. Wie gern mußte sie Calvena haben! "Nein, leider sehe ich da kaum Chancen...", begann Valerian, als dann schließlich auch der Senator das Atrium betrat. Valerian erhob sich, um Sedulus angemessen zu begrüßen. "Salve, Senator Germanicus." Eine persönlichere Anrede wagte er irgendwie nicht. Trotz der Verwandschaft durch die Heirat mit Calvena.


    "Mir geht es gut, danke der Nachfrage. Auch Calvena geht es gut, sie ist aber noch in Mogontiacum. Ich bin nur für wenige Tage hier wegen des Kolloquiums für das Examen Tertium." Dem Senator genügte das sicher als Zusammenfassung, doch für Serrana setzte er noch hinzu: "Dieses Kolloquium wird nur abgehalten, wenn eine Mindestzahl an Teilnehmern zusammengekommen ist. Es findet aud diesem Grund nur alle paar Jahre statt und in Germanien noch weit seltener als hier. Deshalb lohnt sich die Reise deswegen schon." Valerian bemerkte tatsächlich nichts von den Tränen der jungen Frau, seine Aufmerksamkeit galt stärker dem Senator.


    "Ich befürchte, daß ich da in Germanien noch ziemlich lange hängen bleibe. Sogar eine Beförderung innerhalb der Truppe ist abgelehnt worden, der Praefectus Urbi scheint wirklich enorm zornig auf mich zu sein. Eigentlich sollte ich Praefectus Castrorum werden, das hätte mir auch ermöglicht, mit Calvena zusammen ein Haus innerhalb der Castra zu bewohnen." Er sah traurig aus, als er das erwähnte. Denn es war schwer für ihn, daß sie so getrennt bleiben mußten.


    Das freut mich zu hören, dass es dir und Calvena gut geht.


    Was Kolloqium anginge, so wußte Sedulus in der Tat bescheid um was es dabei ging.


    So kannst du wenigstens Rom besuchen, auch wenn es nur für kurze Zeit ist. Sonst hättest du ja kaum Möglichkeiten dies zu tun.


    Als Valerian dann von seiner Situation berichtete, verzog Sedulus sein Gesicht. Das Salinator so nachtragend war?


    Ich hätte einen Vorschlag zu machen. Ich weiß, eigentlich ist er unsinnig aber wenn du ihn um Verzeihung bitten würdest, dass du ihn so angefahren hast? Scheinbar legt er es ja nur darauf an.


    Das war mit Sicherheit nicht gerade die beste Idee Sedulus`.

    Sedulus zuckte mit den Schultern. Als ob er dafür etwas konnte.


    Willst du mir jetzt deshalb einen Strick daraus drehen? Ich kann doch nichts dafür...


    Dann wurde es kritisch.


    Gut, dass sie das jetzt nicht hört. Sie wäre mit Sicherheit nicht erfreut darüber wie ihre Enkelin über sie spricht und was sie mit ihr eventuell vor hat...


    Sedulus konnte sich bei dem Gedanken, dass seine Frau der alten Germanica eine Amphore über deren Kopf zertrümmert ein Grinsen nicht verkneifen.


    Dennoch bitte ich dich, dies nicht zu tun. Du weißt ja, das Gerede...

    Sedulus war mit Gedatas zu den Unterkünften gegangen wo er seine freie Zeit verbingen und schlafen konnte.


    Also hier wirst du schlafen. Ich hoffe du wirst du mit den anderen Sklaven vertragen. Sollte etwas sein, so möchte ich, dass du es mich wissen läßt!


    Hin und wieder kam es auch unter den Sklaven zu Streitigkeiten, doch Sedulus hatte bisher noch keine größeren Bestrafungen durchführen müssem.

    Zitat

    Original von Lucius Quintilius Valerian
    "Nicht sehr lange", antwortete Valerian auf ihre erste Frage und nahm wieder Platz. "Einige Tage, länger nicht. Ich habe jetzt schon einen Horror vor der Rückreise, das muß ich zugeben. Aber ich kann Calvena unmöglich länger allein lassen, als unbedingt notwendig." Tatsächlich wünschte er sich, bereits wieder bei ihr zu sein. "Es geht ihr sehr gut und ihre Schwangerschaft bereitet ihr keine größeren Beschwerden. Manchmal ist sie ein wenig gereizt, aber das kann ich ihr wohl kaum übel nehmen." Er lächelte, um zu zeigen, daß es zur Zeit gar nichts gab, was er seiner Frau übel nehmen konnte.


    "Mogontiacum ist eine freundliche Stadt. Natürlich vermissen wir Rom. Naja, ich vermisse Rom. Calvena vermißt mehr ihre Freundinnen, an sich mag sie Mogontiacum, glaube ich. Ja, einen verdünnten Wein würde ich nehmen, danke. aber sonst mach Dir bitte keine Umstände. Du darfst den Brief ruhig schon mal lesen. Nur für den Fall, daß er Fragen aufwirft." Valerian schmunzelte, denn es war ihm nicht entgangen, daß sie kurz nach dem Schriftstück geschielt hatte. "Ich habe Zeit."


    Zufällig kam Sedulus ins Atrium und erblickte den Mann seiner Nichte. mit einem Lächeln auf den Lippen ging er zu Valerian um ihn zu begrüßen.


    Lucius Quintilius Valerian, sei mir gegrüßt.
    Wie geht es dir und was führt dich denn nach Rom und vorallem wo hast du Calvena gelassen? Ihr geht es doch hoffentlich gut?


    Fing Sedulus gleich an ihn mit Fragen zu löchern und reichte ihm die Hand. Womöglich hatte er sie Serrana eben erst beantwortet und jetzt kam Sedulus mit den selben Fragen auf ein Neues daher.

    Das reicht mir auch schon.


    Grinste Sedulus breit.


    Zum Glück trifft in letzter Zeit eher selten zu, dass ich mit ihr etwas zu besprechen habe, den Göttern sei Dank!
    Wie jetzt? Du meinst sie lungert vor unserem Zimmer herum? Sollte ich dem einmal nachgehen?
    Naja, kann schon gut sein. Zumindest kann ich es mir vorstellen.
    Jetzt halt mal die Füße still. Am besten du schaffst von vornhinein klare Fronten. Dass ist das Beste was du machen kannst.

    Sedulus stand daneben und betrachtete das Geschehen. Allerdings wußte er jetzt nicht genau ob er es für den Anfang gut sein lassen oder ob Gadatas gleich mit der Arbeit anfangen sollte. Er war ja auch schon auf dem besten Wege... Natürlich konnte er auch an Sabinas Gesichtsausdruck erkennen, dass ihr es so gar nicht passte, einen neuen Lehrer zu haben. Aber du mußte sie nun durch...
    So meinte Sedulus schließlich.


    Ich glaube für heute sollten wir es gut sein lassen... Gadatas, ich werde dir nun deine Unterkunft zeigen, welche du mit den anderen Sklaven teilen wirst...

    Wir werden in drei Tagen aufbrechen...


    Entgegnete Sedulus.


    Viellleicht sollten du und Sabina euch vorher noch ein wenig kennenlernen. Am besten werde ich sie dir gleich einmal vorstellen. Ich nehm an, sie spielt in ihrem Zimmer...


    Mit diesen Worten verließen sie den Garten und gingen in die obere Etage wo die meisten Schlafzimmer auch das von Sabina lagen.

    Sedulus ging mit Gadatas zum Zimmer seiner Tochter. Er klopfte kurz an und trat dann ein.


    Salve mein Schatz. Ich möchte dir deinen neuen Lehrer vorstellen.


    Begann der Vater auch sogleich.


    Sein Name ist Gadatas.


    Sedulus deutete auf den Sklaven welchen er mitgebracht hatte.


    Er wird uns auch auf der Reise nach Mantua begleiten...


    Nun wartete Sedulus erst einmal die Reaktion seiner Tochter ab.

    Sedulus hatte die Debatte eher gelangweilt verfolgt, hatte er ja schon im vornhinein nicht viel davon gehalten einen Quaestor Classis wegen der Angelegenheit des hohen Kornpreises zu betrauen. Aber gut. Doch als Iulius Centho dann anfing das Streitgespräch zwischen sich und dem Praefectus der Provinz Aegyptus zu berichten spitzte der Germanicus dann doch die Ohren.


    So meinte er schließlich nachdem er um das Wort gebeten hatte.


    Es war hier von einem Feldzug die Rede... Kommen eventuell daher die hohen Kornpreise? Zumindest würde es mich nicht verwundern. Denn ohne Verpflegung kein Krieg. Sicher wittern die Händler hier ihr Geschäft und treiben dementsprechend die Preise in die Höhe.


    Er selbst als Geschäftsmann würde es wohl nicht anders handhaben. Und die meisten seiner Kollegen hier im Saale wohl auch nicht...

    Das schaut doch gleich schon um einiges besser aus.


    Kommentierte Sedulus das erneute Auftreten des neuen Sklaven und nickte zufrieden dabei.


    Genau so ist es. Latein in Wort und Schrift von mir aus auch ein wenig griechisch. Mathematik sowie alles andere nützliche Zeugs was sie zu wissen hat.


    Sedulus wollte jetzt nicht jeden Bereich haarklein aufzählen.


    Du wirst mit uns auch gleich nach Mantua mitkommen. Auf der Reise kannst du dich mit ihr ja ein klein wenig anfreunden...


    Sedulus war gespannt ob Gadatas damit Glück hatte..

    Sedulus grinste. Ja so konnte er sich die alte Germanica gut vorstellen und wehe Serrana hörte nicht auf sie... So versuchte er seine Frau zu beschwichtigen.


    Sie meinte es doch nur gut mit dir und vorallem mit dem Kind. Du magst zwar recht haben, dass dem Kind es wohl egal ist welches Kleid du an hast und welche Farbe es hat, aber sie ist nun einmal so und niemand wird sie jetzt noch ändern. Was glaubst du was los ist, wenn das Kind auf der Welt ist.


    Sedulus winkte ab und wartete auf die Reaktion seiner Frau.

    Nein, deine Großmutter bleibt natürlich auch hier. Schließlich sind ja nur wir zu Ursus und Septima eingeladen worden und nicht gleich die ganze Familie. Wäre ja noch schöner.


    Gab Sedulus als Antwort.
    Auch er konnte es sich nicht vorstellen, die alte Germanica an der Backe kleben zu haben. Eher würde er sich über die Alpen nach Mogontiacum zu Onkel Avarus verdrücken bevor er sich so etwas antat... 8)