Beiträge von Quintus Germanicus Sedulus

    Vielleicht solltest du erst deiner Tochter die Frage beantworten. Sie hat recht wenn sie sagt, dass wir dann immer noch spielen können.


    Entgegnete Sedulus und nahm sich nun auch den Braten zur Brust und spülte mit etwas Wasser nach. Bei seiner Frau hatte er ja für den Moment eh verschissen so wie es aussah und er würde sich auf dem Nachhauseweg wohl noch das ein oder andere anhören müssen.

    Sedulus konnte halbwegs nachvollziehen wie es wohl in Sabina aussehen mußt. Erst war die Mutter verstorben. Dann kam der Vater mit einer neuen Frau daher. Dann hieß sie würden verreisen und Sabina würde sich ein Fohlen aussuchen dürfen. Dann dauert es nicht lange und es wurde doch nicht verreißt weil Nachwuchs ins Haus stünde. Aber so war es nun einmal.
    So nickte der Vater zufrieden als das Töchterchen versprach diese Worte nicht wieder in den Mund zu nehmen. Er hoffte natürlich auch, dass es dabei blieb und es Sabina nicht doch aus welchen Gründen auch immer herausrutschte.


    Fein Sabina. Und jetzt gib deinen Vater einen Kuss ja.


    Dabei lächelte Sedulus sanft. Wobei es auch schon fast eher ein müdes Lächeln sein konnte.

    Dass Laevina mit Sedulus in dieser Hinsicht konform ging, hatte er ja zuvor nicht wissen können. Aber er war nicht ganz unzufrieden so wie es war.


    Ja freut mich auch. Und nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Octavier solche Maßnahmen ergreifen würden. Zumal ja einer von ihnen mein Klient ist. Wie würde dies denn aussehen. Ich glaube eher dass wir uns einigen würden und die Beiden vorerst heiraten würden, ob sie nun wollen oder nicht. Sind ja im Prinzip selber Schuld wenn es dann so weit kommt!


    Da kannte Sedulus keinen Spaß und ließ auch nicht mit sich reden. :]

    Dass Sabina keinen Mucks machte störte den Vater schon ein klein wenig. So sah er sie schon fast verzweifelnd an und meinte dann doch recht ruhig.


    Hast du mir denn gar nichts zu sagen Kind? Ich hoffe nur, dass du nicht zu Serrana gehst und ihr erzählst dass du es dumm findest, dass du nun ein Geschwisterchen bekommst. Es reicht wenn du es mir schon auf`s Auge gedrückt hast und ich nicht wirklich glücklich darüber bin. Gut, ich verstehe es ja vielleicht sogar, trotzdem möchte ich es nicht mehr aus deinem Mund hören. Versprichst du mir dass?


    Ein wenig in Sorge ob seine Worte überhaupt durchgedrungen waren, sah Sedulus seine Tochter an.

    Da hatte Laevina einen wunden Kern getroffen. Soweit hatte Sedulus noch gar nicht gedacht.


    Den Kerl wenn ich erwische, den schlage ich höchstselbst ans Kreuz. Davon kannst du aber überzeugt sein. Und weil dass nicht ausreichen wird, schluckt er mir auch noch einen Schlange.


    Dass war ein Fehler von Laevina gewesen, so etwas auch nur zu erwähnen. Jetzt hatte sie Sedulus ein klein wenig wenn auch unbeabsichtigt in Rage gebracht.


    Ich werde ihn zur Schnecke machen, und ihn dann in den Tiber werfen und zwar in diverse Einzelteile!

    Sedulus nickte Serrana zu.


    Ja, Lenker und Tiere sind wohl auf. Es hatte wohl schlimmer ausgesehen als war. Gut, einen leichten Schock hat er schon, aber er wird wieder. Allerdings konnte er mir natürlich nicht sagen an was es jetzt gelegen hat. Vielleicht kann er sich ja später daran erinnern...


    Gab Sedulus Auskunft und war zum einen gespannt auf die weiteren Rennen aber auch weiterhin ein wenig besorgt.


    Und wie läuft es hier?

    In der vierten Runde kam auch Sedulus wieder zurück in die Loge und erblickte den Patrizier wer quasi am herumtoben war. Hätte dies Durus gesehen, ihm wäre sein Herz in den Saum seiner Toga gerutscht. Aber Sedulus späßte es und er fand diesen Dolabella so wie er ihn hier sah recht sympatisch und er war immer hin ein Tiberier. So machte sich Sedulus auf zu seinem Platz um sich neben Serrana niederzulassen.

    Laevina sah fast so aus, als würde sie jeden Moment einen Blutsturz oder gar Schlimmeres überkommen. Und dabei hatte Sedulus ja noch nicht übertrieben sondern mehr oder weniger die Wahrheit gesagt. Wobei es hier wohl sehr auf das Auge des Betrachters ankam, aber gut.


    Wie du meinst Germanica Laevina!


    Meinte Sedulus nicht mehr ganz so locker. Ja sicher doch, hätten sie Laevina nicht, würde das Haus in Schutt und Asche fallen und nicht nur dass, wahrscheinlich sogar ganz Rom.
    Wie schon bei seiner Tochter des öfteren, verdrehte er hier auch seine Augen, allerdings eher innerlich. Sonst mußte er sich noch mehr von der alten Germanica anhören und dazu hatte er absolut keine Lust mehr. Sie übertrieb gleich immer so scharmlos.


    Jetzt reg dich mal nicht so künstlich auf Germanica Laevina. Es ist ja nichts weiter geschehen, zum Glück. Solange er nur fummelt und ihr nicht gleich ein uneheliches Kind verpasst, kann man noch alles in die richtigen Wege leiten!
    Ich werde mit ihm sprechen, versprochen!

    Sedulus verdrehte die Augen. Womit hatte er dies nur verdient? Womit? Hatte er es mit diesen alten Säcken im Senat mit unter nicht schon schwer genug? Nein, jetzt mußte auch noch sein Töchterchen wo sie nur konnte querschießen. Hätte es die Möglichkeit gegeben Sabina in ein Internat zu stecken, jetzt wäre es wohl bald so weit. 8)
    So meinte Sedulus in berherrschtem Tonfall.


    Bei allen Göttern. Du kannst dir nun mal dein Fohlen nicht selbst aussuchen Sabina. Wir werden nicht nach Germanien reisen, verstehst du. Es ist nun einmal so. Und es ist dummes Zeugs was du da redest, von wegen ich hätte dich nicht mehr lieb wenn du Geschwister bekommst.


    Aber hier würde er wohl genauso mit einem Baum oder einer ionischen Säule sprechen können, dass würde mit Sicherheit auf das Selbe hinauslaufen.



    "Ludi Victoriae Augusti - VI. Rennen - II. Runde"


    Die Fahrer preschten durch das Ziel in die zweite Runde. Pheidon behielt auch in der zweiten der Runde den Überblik und ließ sich nicht von seinem ersten Platz verdrängen. Hinter ihm ging es da schon mehr zur Sache.
    Aretas welcher zuvor noch auf dem sechsten Platz war, überholte mit einem Spurt Sotion, Perikles, Menaechmus und Keraunos welche das Nachsehen hatten. Vor Schreck das Aretas mit einem mal gleich vier Gespanne überholte, lenkte Perikles sein Gespann auf dass von Sotion zu welcher seinem Gespann die Peitsche gab und mit auch und krach davon kam und konnte somit eine Kollision vermeiden.
    Die hintern Fahrer hatten mit all dem nicht viel am Hut. Sie fuhren ihr Rennen und bekämpften sich gegeneseit mit kleineren Rangeleien der Peitsche und mit wüsten Beschimpfugen.
    Ach hörte keiner der Fahrer die tobende Menge auf den Rängen.
    Am Ende dieser Runde, war Pheidon nach wie vor an erster Stelle, gefolgt von Artas und Sotion. Der weitere Einlauf sah wie folgt aus:


    Keraunos
    Publius Gutta
    Menaechmus


    und als Letzter


    Perikles.


    Sim-Off:

    Rundensieger:
    1) Pheidon: 19 (+6)
    2) Aretas: 15 (+13)
    3) Sotion: 15 (+4)
    4) Keraunos: 14 (+9)
    5) Publius Gutta: 11 (+11)
    6) Menaechmus: 9 (+2)
    7) Perikles: 9 (+0)

    Sedulus blickte Serrana und meinte etwas leise.


    Verzeih mir Liebes. Ich weiß, dass du am wenigsten dafür kannst.


    Entschuldigte sich Sedulus.
    Dann wandte er sich wieder Dolabella zu.


    Nun, ich seh dass gar nicht so. Tolimedes muß noch einiges an Erfahrung sammmeln. In der Zwischenzeit, können die anderen Fahrer schon viel weiter sein als er. Gut, er ist kein schlechter Fahrer, aber ob er das Zeug für ganz vorne hat? Ich weiß es nicht und ich möchte ihn auch nicht zu hoch loben. Erst muß er eine beständige Leistung erweisen, dann sehen wir weiter.


    Und über die Fahrer der anderen Factiones, wollte sich Sedulus kein Urteil erlauben.

    Zitat

    Original von Germanica Laevina
    "Natürlich ist es eine Bürde, schließlich kostet es eine Menge Zeit und Mühen, wenn man es anständig machen will." funkelte Laevina Sedulus ärgerlich an. "Eigentlich wäre es ja deine Aufgabe, passende Ehepartner für deine unverheirateten Familienmitglieder zu suchen. Aber da du da herzlich wenig Ambitionen zeigst, wäre ich zum Wohle der Familie bereit, das zu übernehmen, ja." Die alte Germanica setzte den opferbereiten Gesichtsausdruck auf, den sie immer dann parat hatte, wenn sie sich in ihren selbstverständlich selbstlosen Bemühungen mal wieder missverstanden hatte.


    Naja, die Zeit hast du doch eh. Du weißt doch gar nicht, was du mit deiner Zeit so alles treiben sollst Tantchen.


    Lächelte Sedulus. Am liebsten hätte er sie ja in die Seite geknufft, doch dies wagte er dann doch nicht... :D


    Meine Aufgabe meinst du? Es wäre meine, wenn Aculeo ein jüngerer Bruder wäre ja. Aber so... Ich glaube er ist dafür alt genug. Außerdem hat es bei mir auch alleine geklappt wie du siehst...


    Grinste Sedulus nun breit über`s ganze Gesicht.

    Sedulus verzog nachdenklich sein Gesicht und nickte.


    Sicherlich, es könnte auch an den Tieren liegen. Es kann an einigen Faktoren liegen.


    Bestätigte Sedulus Lupus.


    Ja ist es. Da war ich noch bildhübsch. Jetzt ist ja nur noch das Bild hübsch. :D


    Scherzte Sedulus ein wenig.


    Sim-Off:

    Jupp können se... ^^ Sag ihnen halt Bescheid. ;)

    Wie was war doof? Was meinte sie denn jetzt nur? Dementsprechend verstört sah Sedulus seine Tochter an.


    Wie jetzt? Du findest es doof, dass du ein Geschwisterchen bekommst?


    Fragte der Vater von daher nach. Eigentlich hatte er ja gehofft, Sabina würde sich über den Nachwuchs freuen. Aber scheinbar lief hier gerade etwas ganz verkehrt...

    Sedulus war geschockt als er das 5. Rennen beobachtet. Anfangs sah es ja noch recht gut für den Nachwuchsfahrer der Veneta aus. Doch was war dass? In der vorletzten Runde geschah ein Unglück welches geradeso noch glimpflich für Fahrer und Gespann ausgegangen war. Sedulus war die Farbe aus dem Gesicht gewischen. Und nicht nur sein Gespann hatte Glück, sondern auch die, die danhinter kamen. Zum Glück oder viel mehr dank dem Können der Fahrer, ist keines in das der Venate hineingefahren. Es wäre nicht auszudenken gewesen, was hätte alles passieren können.


    Da im nächsten Rennen keines seiner Factio mitlief, beschloss Sedulus kurz nach dem Fahrer und den Tieren zu sehen.


    Verzeiht mir bitte. Ich möchte mich eben nach dem Befinden das Fahrers und der Tiere erkundigen. Ich bin gleich zurück.


    Er sah seine Frau so wie die anderen Gäste welche um sie saßen an, nickte kurz und verschwand in der Menge.


    V. RENNEN


    Im sechsten Rennen waren nur wenige Gespanne der bekannten Factiones aus Rom dabei. Darunter war ein unbekannter Fahrer der Venta und ein Fahrer der Aurata. Die restlichen Wagenlenker kamen aus Arabien, Numidien und anderen fernen Ländern. Alle waren sie hier um sich einen Namen zu machen oder unterzugehen.


    Die Fahrer warteten auf das Startsignal und die Pferde waren schon ganz unruhig. Endlich, da war es.
    In der ersten Runde ging ein Numidier in Führung, die beiden römischen Lenker hatten sich im Mittelfeld angesiedelt. Der Fahrer von der Aurata und der Venta wechselten sich in den Positionen immer ab. In der dritten Runde überholten sie einen Araber welcher sich ein wenig an der Mauer verhättert hatte. Nun an vorletzter Stelle eilte er fluchend den davoneilenden Gespanne hinter her. Ein große Chance würde er nicht mehr haben. Hingegen die beiden römischen Gespanne. Sie machten noch jeweils einen Platz gut. Doch was war dass? Der Wagen der Veneta bäumte sich auf einmal auf und überschlug sich fast. Die Fans der Blauen erhoben sich entsetzt von ihren Plätzen und deuteten auf ihr Gespann. Die anderen Gespanne fuhren an ihm vorbei, für ihn war das Rennen gelaufen.
    Am Ende wurde der Arab erster und der Fahrer der Aurata belegte den zweiten Platz. Als letzter trudelte das Gespann der Veneta durch das Ziel.

    Sedulus deutete den Gesichtsausdruck seiner Tochter richtig. Am liebsten hätte sie jetzt schon wieder losgeheult und losgekrischen. Und das Schlimme wäre gewesen, er hätte es nicht einmal verhindern können. So hob er schon einmal die Hände mit einer abwehrenden Geste als wolle er sein Kind beruhigen. Doch dann geschah etwas unerwartetes, Sabina blieb nach ihren Verhältnissen, recht ruhig. Dann nahm Sedulus seinen kleinen Wirbelwind in die Arme um sie zu trösten.


    Ja ich weiß doch. Sicher hättest du dir gerne das Fohlen ausgesucht, aber es gut nun mal nicht anders. Weißt du, Serrana muß irgendwelche Schüler für den CD ausbilden und außerdem bekommst du bald ein Geschwisterchen. Die Reise wäre für Serrana viel zu anstrengend.


    Nun war es also raus. Er machte eine kurze Pause um seine Worte wirken zu lassen.


    Ein ander mal reisen wir bestimmt nach Mogontiacum ja?

    Interessant. Sedulus lehnte sich zurück und verfolgte den Disput zwischen Furianus und Salinator. In diesem Falle wußte Sedulus wann es galt einfach ruhig da zu sitzen und einfach einmal nichts zu sagen auch wenn es ihm nicht wirklich passte was Salinator hier für eine Show abzog. Aber da mit einigen patrizischen Senatoren ja auch nicht gerade gut Freund war, hielt er sich hier am besten raus.

    Zitat

    Original von Spurius Tiberius Dolabella
    "Ihr wettet also nicht? Ich würde um ein Pferd aus dem Stalle der Purpurea wetten das Tolimedes gewinnt. Es würde euch, Serrana, sicherlich sehr gefallen. Was meint ihr, Senator?"


    Das Pferd an welches er dachte war sehr schön lieb, sehr treu, sehr feige und proddeldämlich.


    Nein, ich wette nicht. Nicht aus Angst ich könne verlieren, sondern eher aus Prinzip nicht. Und außerdem, weil ich weiß, dass ich in diesen Dingen kein Glück habe. So, du würdest einfach anderer Leute Pferde verwetten? Dass ist aber auch nicht die britannische Art. 8)


    Grinste Sedulus und sah zu Serrana welche doch recht ruhig war.

    Bei der Begrüßung Dolabellas mußte Sedulus grinsen.


    Ich hoffe doch nicht, dass dies der Fall ist. Oh, dass ist aber ein netter Zug, danke.


    Und Sedulus griff nach etwas Obst.


    Nun, ich warte lieber das Rennen ab bevor ich irgendwelche Prognosen abgebe die dann nicht zutreffen. Wer hoch fliegt kann auch tief fallen. Dass hat uns ja die Geschichte von Ikarus gelehrt.



    Sim-Off:

    Thx. :)