Beiträge von Quintus Germanicus Sedulus

    Sedulus und Serrana waren dem Sklaven gefolgt welcher sie ins Triclinium brachte. Dort wartete auch schon der Gastgeber. Von Durus war keine Spur zu sehen, noch nicht...


    Salve Tiberius Dolabella. Ich möchte dir noch einmal für die Einladung danken, auch im Namen meiner Frau.


    Dabei nickte Sedulus höflich und sah dann zu Serrana.

    Und so war es dann auch. Es dauerte nicht wirklich lange mehr und Sedulus erschien im Atrium. Ein wenig müde zwar, aber er war hier.


    So begrüßte er zuerst den Gast und nickte diesem freundlich zu und dann seine Frau.


    Salve Iunius. Serrana meine Liebste.


    Er sah seine Frau etwas fragend an. Warum und weshalb hatte sie ihn denn nun hergebeten?

    Ich nehme an, der da hinten ist dein Dominus?


    Der Germane nickte auf den Flavier welcher noch ein Stück weit entfernt war.


    Allerdings hat dein Dominus Glück, die Domina ist sogar im Hause. Wenn er dann endlich hier ist, kann ich ihn sogar ins Haus geleiten...





    ___________________
    Gundhraban Türsklave

    Sedulus verzog ein wenig sein Gesicht.


    Nun ja, er hat unserem guten Gundhraben vor einigen Tagen mal eben seine Arbeit an der Türe abgenommen und die Gäste die zu mir wollten zum einen mir angekündigt auch noch zu mir geleitet. Ich fand es ja ein klein wenig sonderlich von ihm...


    Dann riß Sedulus Augen und Ohren auf. Was war dass? Er hatte sich in der Nacht mit einer Octavierin hier im Hause herumgetrieben? Im Grunde war es ja nicht schlimm. Allerdings sich dabei von Laevina erwischen zu lassen, war schon irgendwo selten doof. 8)


    Und du meinst ich solle ihm jetzt in sein Gewissen reden nehme ich an. Als hättest du ihn nicht schon zurechtgewiesen...

    Sedulus war so wie es aussah einer der Ersten vor Ort. Er war schon gespannt wieviele Mitglieder, Neue so wie Alte heute erscheinen mochten.


    So setzte er sich auf den Platz des Vorsitzenden und wartete. Teutus sein Sklave stand neben ihn. Kurz bevor die Sitzung endete, würde dieser loslaufen und Serrana zum Rennen abholen, wärend Sedulus mit den Mitgliedern der Germanitas dorteintreffen würde. Zufrieden mit seinem Plan, lehnte er sich zurück und wartete.

    Gundhraban der wie so oft seinen Dienst tat und mal eben vor der Türe stand und sich mit einem anderen Sklaven den er kannte unterhielt, sah die beiden Fremden schon von weiten auf die Casa zukommen. Auch der andere Sklave bemerkte dies und verabschiedete sich.


    Salve! Wie kann ich dir helfen?


    Fragte Gundhraban den anderen Sklaven.




    ___________________
    Gundhraban Türsklave

    Die Sänfte mit Serrana und Sedulus hielt vor der Villa der Tiberier. Sabina mußten sie leider Zuhause lassen, ihr ging es nicht so gut. Bia würde ein Auge auf sie werfen.


    Teutus hechtete an die Türe der Villa, um seine Herrschaften anzukündigen.
    Sedulus hingegen war gespannt, ob er Durus über den Weg laufen und wie dieses Zusammentreffen wohl ausgehen würde.
    Er stieg einstweilen aus, und half dann Serrana aus der Sänfte heraus. Dann schaute er an sich hinunter und zupfte an seiner Toga herum, welche er extra für diesen Anlass angezogen hatte.

    Es hörte sich zwar unschön an was und wie es Laevina in ihrem Stil ausführte aber so unrecht hatte sie da nicht. So nickte Sedulus nur ohne zu diesem Thema noch ein Wort zu sagen. Es konnte nur noch unschöner werden und seine Stimmung ging eh schon langsam den Bach hinunter.


    Ein klein wenig vielleicht, ja. Ich hoffe ja, dass Serrana da ein klein wenig Abhilfe schaffen kann wenn sie Sabina eventuell unter ihre Fittiche nehmen könnte.


    Es würde auf alle Fälle nicht einfach für Serrana werden, so viel stand fest.


    Serrana ist bei dir aufgewachsen! Und da wundert mich es ehrlich gesagt nicht, dass sie so geworden ist. Aber lassen wir dass!


    Sedulus hatte absolut keine Lust mit Laevina über dieses Thema zu sprechen.
    Und dann kam sie noch mit Aculeo an. Was war denn nun mit ihm schon wieder?


    Aculeo? Was ist denn mit ihm? Hat er denn schon wieder Pförtner gespielt? Ich habe ihm doch schon gesagt er solle dies doch bitte unterlassen.


    Sedulus seufze.

    Sedulus spürte die Blicke Laevinas auf sich und fühlte sich ein klein wenig unbehaglich. So meinte er kurz.


    Was ist? Stimmt doch! Zuerst muß das Kind gesund sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist! Sicher, ein Junge wenn es gäbe würde mich sehr glücklich machen. Ich müßte lügen wenn dem nicht so wäre.


    Davon war Sedulus eigentlich auch überzeugt.


    Ja, dass will ich auch meinen.


    Zum Glück kannte Sedulus die Gedanken seiner Verwandten nicht, ihm würde dazu wahrscheinlich nicht viel einfallen. Außerdem müßte er sich Gedanken machen.


    Finde ich eigentlich nicht.


    Protestierte Sedulus und hoffte das sie ihr Wort hielt.


    Warum denn erst in einigen Jahren? Ich habe doch jetzt schon meine Freude an Sabina.


    Natürlich konnte man es jetzt so und so sehen. 8)

    nun ja was heißt brasuche. Sicherlich wäre ich froh wenn es ein Junge werden würde. Doch wenn nicht, kann ich auch nichts dagegen unternehmen und ich würde mich genauso freuen. Die Hauptsache ist doch, das Kind ist wohlauf und gesund.


    Erklärte Sedulus. Und genauso wie er es sagte, meinte er es auch.


    Ach war sie dass?


    Gut, hin und wieder war sie ein wenig komisch. Schon alleine dieser Trank war eine Sache für sich. Allerdings, wer wollte es ihr verdenken. Die Mutter bei der Geburt gestorben und dann noch bei einer solchen Großmutter aufgewachsen...


    Ja, dass wäre ein netter Zug von dir. Sabina ist nicht verwöhnt und auch nicht undiszipliniert. Es mag sein, dass sie ein kleiner Wildfang ist ja. Aber es liegt wohl daran, dass Paulina...


    Hier brach Sedulus ab. Er war der alten Germanica ja eigentlich auch überhaupt keine Erklärung schuldig.


    Und überhaupt, mach dir mal um die Erziehung meiner Kinder keine Gedanken Laevina!


    Fügte Sedulus dann in bestimmenden Tonfall hinzu.

    Sedulus war über Laevina immer wieder auf`s Neuste erstaunt. Sie konnte irgendwie nie so recht über ihren Schatten springen. Selbst bei guten Neuigkeiten, versuchte sie die Freude welche vielleicht, nein sogar mit Sicherheit so gut es ging zu unterdrücken. Allerdings schaffte es die alte Germanica selbst bei dieser Nachricht nicht wirklich. Zufrieden nickte Sedulus.


    Du glaubst ja gar nicht wie mich es freut.


    Allerdings hörte sich das Matrone für ein junges Ding wie es seine Serrana ja noch war, doch arg alt an auch wenn es vielleicht zutreffen mag.


    Noch nicht so lange. Seit etwa ein paar Wochen.


    Ein genaues Datum konnte Sedulus ja nicht nennen, da mußte Laevina schon ihre Enkelin selbst befragen.

    Ich werde sehen ob sich da etwas machen läßt.


    So alt wie Laevin war Agrippa allemal. Vielleicht ein zwei Jahre älter, aber was machte das schon.


    Nun ja, deine Enkelin ist, wie sagt man so schön, in anderen Umständen. Sie ist schwanger!


    Und da dies ein doch recht freudiges Ereignis war, sah auch Sedulus Gesichtsausdruck dementsprechend aus. Strahlende Augen und ein breites Grinsen. Und schon wieder war Sedulus auf die Reaktion der alten Germanica gespannt.

    Da sich keiner der Senatoren zu Wort meldete erhob sich nun Sedulus.


    Werte Väter Roms, Senatoren, Kollegen. Soweit ich mich entsinne, hatte der Klient meines Schwagers Aelius Quarto, Iulius Centho sich zu Beginn der Wahlen dafür ausgesprochen, Quaestor Consulum werden zu wollen.
    Nun höre ich hier nun, er solle Quaestor Classis werden. Steht denn die Classis so schlecht da, dasss wir einen Quaestor dorthin beordern müssen? Ich finde wir sollten Iulius Centho seinen "Wunsch" erfüllen und ihn Quaestor Consulum werden lassen. Ich denke, dass dies auch der Wunsch meines Schwagers wäre.


    Mit diesen Worten setzte sich Sedulus wieder.

    Sedulus verzog ein klein wenig sein Gesicht und zuckte mit den Schultern. Hoffentlich wurde er im Alter nicht genauso wie Laevina hier...


    Also gut, du hast mich durchschaut. Es ist nicht der Senator Mantinius Agrippa sonder es dreht sich viel mehr um deine Enkelin Serran. Wobei du und Agrippa mit Sicherheit ein schönes Paar abgeben würdet. 8)


    Die letzte Bemerkung konnte Sedulus einfach nicht sein lassen. :D


    Und nein, mein Besuch hat nichts mit deinem Wohlwollen zu tun, in keinster Weise. Ich würde eher sagen, er ist rein informativer Natur.

    Wie Schwachsinn? Komm, jetzt tu nicht so. Aber gut wenn du nicht willst, dann schicke ich den Senator Matinius Agrippa eben wieder weg.


    Meinte Sedulus recht ernst und mußte sich ein Grinsen verkneifen. Wahrscheinlich würde er für diesen Scherz eh eine Rüge erhalten, die sich gewaschen hatte. Aber dies war es ihm wert. :D


    So nahm Sedulus halt platz und wartete auf die Reaktion seiner Verwandten.

    Sedulus trat ein und grinste breit.


    Salve Laevina. Nett wie eh und jeh. Wäre ich nun ein Verehrer, so hättest du ihn vermutlich glatt verschreckt. Ich hoffe ich störe nicht. Wenn doch, so komme ich gerne ein wenig später wieder.


    Zumindest bis die Alte zu bellen aufgehört hätte. 8)

    Da es nun keine Zweifel mehr gab, dass Serrana ein Kind von Sedulus in sich trug, war es Zeit es auch Laevina mitzuteilen. Nicht dass es am Ende allesamt im Hause wußten, sogar die Sklavenschaft nur nicht Laevina. Sie würde den Eheleuten Serrana und Sedulus mit Sicherheit die Hölle heiß machen und sie geradeso mit Vorwürfen und Unterstellungen überschütten. So hatte Sedulus beschlossen dies nun in die Hand zu nehmen. Serrana hatte gerade mit sich genug zu tun und außerdem noch diesen CD am Hals.


    So trat Sedulus an die Türe, welche zum Cubiculum Laevinas gehörte und klopfte vorsichtig an, nicht dass die alte Germanica sich noch erschrecken würde.

    Auf die Frage hin, ob Sedulus denn bei ihr sein würde wenn das Kind käme meinte er in ruhigem Tonfall.


    Ich versprech dir, ich werde bei dir sein und dir beistehen.


    Sedulus rutsche noch ein wenig näher an seine Frau, und küßte sie und nahm sie schließlich noch hinten rum.


    So, jetzt lass und aber schlafen. Ich denke du schaffst dies nun auch ohne dieses Teufelszeug hier.


    Zumindest hoffte Sedulus, dass er Serrana so weit beruhigt hatte, dass sie nun ohne diesen Mist auskam.