Beiträge von Publius Annaeus Domitianus

    Zitat

    Original von Appius Terentius Cyprianus
    Das weiß ich auch, aber es gibt ja als ritterlichen Posten nicht nur den Präfecten der Feuerwehr


    Ich dachte, hier geht es um die Feuerwehr. Und von welchen Posten sprichst du denn sonst ?


    Ja, das meinte ich, examen tertium ist glaub ich mindestens nötig. Das würde natürlich auch für Patrizier gelten. ;)



    Wo wir gerad beim Thema sind und Priester auch schon hochkamen. Ich würde gerne meine Priestertätigkeit neben meinem Duumvirat ausüben. Könnte man das nicht so einstellen, daß das geht ?

    Zitat

    Original von Appius Terentius Cyprianus
    Wenn ich diese Zahl sehe frage ich mich doch dann, wieso es nicht genug Leute unter den Rittern gibt, um die Posten zu besetzen? Sind die Dümmer als die Patrizier? Haben die weniger Ehrgeiz? Alle angeblich nicht geeignet?
    Sollte man vielleicht mal rausfinden.


    Man sollte auch beachten, daß man für einen Posten wie den Praefectus Vigiles nicht nur Ritter sein muß. ;)

    Daß es nicht abgesprochen wäre, davon red ich gar nicht. Sonst hätte sich Commodus ja bestimmt gewehrt und nicht in sein Schicksal ergeben.


    Ich meine, das es ein Witz ist, sozusagen einen NPC vorzuschieben, nur um seine eigene ID nicht zu gefährden oder eine nachteilige Verhaftung und Verurteilung in Kauf zu nehmen. Sollen die CU jetzt einen NPC gefangen nehmen ? Also für mich ist das irgendwie schlechtes Spiel. Man sollte auch zu seinen Taten stehen.


    IN NOMINE
    CVRIAE TARRACONIS




    WIRD AVF GEHEISS DES DVVMVIRS DER STADT TARRACO DAS AMT ZVR FOERDERUNG DER EINHEIMISCHEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE EINGERICHTET. ES STEHT ALLEN EINWOHNERN DIESER STADT FREI, ZVR BEABSICHTIGTEN GRVENDVNG EINER EXISTENZ EIN ZINSFREIES DARLEHEN ZV ERWERBEN.



    ANTE DIEM VIII KAL AUG DCCCLVII A.U.C.


    Publius Annaeus Domitianus



    Hm, reichlich mager. Irgendwie wußte ich nichts mit dem Gesagten anzufangen. Ich runzelte die Stirn, presste die Fingerspitzen zusammen und dachte nach.


    "Bedaure, Marcus Belgius, aber der städtische Verwaltungsapparat ist gut besetzt. Wenn ich Dir einen guten Rat geben darf, so probiere es doch einmal bei der örtlichen Zeitung. Die dürften zunehmend Interesse an aktiven Schreibern haben."


    Ich sah den mir Fremden an.

    Ein Bote der Curie Tarraconis brachte einige Schreiben im Namen des hiesigen Duumvirs und legte die erforderliche, abgezählte Summe sogleich auf den Tisch.




    L Flavius Furianus
    princeps factionis, factio purpurea
    villa flavia, roma


    c/o M Tiberius Durus
    princeps factionis, factio veneta
    villa tiberia, roma


    c/o C Caecilius Crassus
    princeps factionis, factio praesina
    casa caecilia, roma



    Salve ehrenwerter Princeps,


    ich schreibe hiermit an Dich in Deiner Funktion als princeps factionis. Als amtierender Duumvir Tarracos der Hauptstadt der Provinz Hispania plane ich die Ausrichtung von Wagenrennen anläßlich der Befreiung Hispanias von den republikanischen Truppen und der Stabilisierung der ulpischen Macht.
    Als führendes Mitglied einer der großen Factiones Roms ersuche ich durch dieses Schreiben um Dein Zustimmen zur Teilnahme an diesen Wagenrennen, in dem sich die besten Fahrer des Imperiums messen sollen. Für Unterkünfte und Verpflegung soll gesorgt sein.


    In Erwartung einer positiven Antwort, verbleibe ich


    Publius Annaeus Domitianus


    Sim-Off:

    60 Sz. überwiesen.

    Der Mann deutete den Besucher zwei Räumlichkeiten weiter vor eine Tür, die augenscheinlich eher unauffällig wirkte und daher leicht übersehen werden konnte. Auf ein Klopfen wurde der Fremde hereingebeten, wo der Duumvir bequem in einem Korbsessel saß. Vor ihm auf dem Tisch lagen einige Holztäfelchen.
    Es war wirklich ein Wunder, oder ein großes Glück, daß Marcus Belgius den Duumvir hier vorfand. Bei diesem Wetter waren die Magistrate in der Regel außer Haus statt in ihren kleinen, muffigen Officien.


    Ich erhob mich und begrüßte den Besucher.


    "Salve ! Das Schicksal hat Dich zu mir geführt. Wie kann ich Dir helfen ?"


    Advocatio Imperialis
    Palatium Augusti, Roma



    Mit diesem Schreiben möchte ich, P Annaeus Domitianus, wohnhaft in Tarraco, Provinz Hispania, bei der zuständigen Advocatio Imperialis den Antrag stellen, Klage gegen den amtierenden Proconsul, Publius Matinius Agrippa, einzureichen.


    Publius Matinius Agrippa hat sich in meinen Augen im Zusammenhang mit der cordubianischen Verschwörung strafbar gemacht, indem er wider besseren Wissens über die wahren Absichten des Decimus Pompeius Strabo diesen zum Comes dem Regio Baetica ernannte und dessen "Rebellion" entscheidend unterstützte, bzw vorantrieb.



    Domitianus


    Ein unbekannter Bote, unerkannt und ungesehen, hatte dieses Schreiben für die advocatio imperialis zurückgelassen.

    TABULARIUM COMMORATIONIS
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    [Blockierte Grafik: http://img103.imageshack.us/img103/1333/officerz6.jpg]
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    Hier in diesen Wänden hält sich mit Vorliebe
    der amtierende Duumvir Tarracos auf.
    Bis in die Mitternachtsstunden, wenn draußen
    das ewige Klirren der städtischen Streitkräfte
    erklingt, sitzt er hier,
    liest, schreibt, kopiert.
    Am Tage empfängt er zuweilen Gäste,
    wenn man ihn nicht in den Thermen oder
    dem Theater antrifft.
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    Mein erster Tag in den Tempeln der Stadt, dem neu errichteten Capitol, war begleitet von einer begeisternden Aufregung wie sie Kinder verspürten, wenn sie zum ersten Mal zu ihrem magister sollten, der sie auf einen neuen Lebensabschnitt vorbereitete.


    Alles war neu und glänzte durch das gleissende Sonnenlicht in den hellsten Farben. Der Marmor des blanken Boden spiegelte sich mir entgegen und alles war so groß und gewaltig. Viel größer als ich es aus Corduba in Erinnerung hatte, und wenn mich Tarraco so in Staunen versetzte, wie beeindruckend mußte dann Rom sein, immerhin das religiöse und kulturelle Zentrum der Welt.


    Ich trug meine übliche Toga eines Sacerdos, schneeweiß und rein. Schließlich fand ich ihn, den Schrein des Iuppiter mit der Statue des Allgegenwärtigen, gefertigt von einem Goldschmied aus der Region. Ich kniete vor meinem Patron und begann ein kleines Opfer vorzubereiten, nicht viel, etwas Wein, Fleisch und Nüsse. Ich dankte ihm für seine göttliche Fügung und bat ihn um weiteren Beistand.


    Nach einer Weile der inneren Ruhe, stand ich wieder auf und begab mich zum Pontifex Maior, um bei jenem vorstellig zu werden und mich in meinen Alltagsritus einweisen zu lassen.

    Der kleine Konvoi erreichte die Stadttore Tarraos. Neben den 25 praetorianischen Soldaten in Begleitung des Tribuns waren noch einige Händler mit unterwegs gewesen und als wir die Tore passierten zerstreute sich der Trupp allmählich.
    Während die Praetorianer die Hauptstraße allen Anschein zur Regia, dem Sitz des hispanischen Statthalters, aufbrachen, deren oberste Zinnen man bereits über den Dächern hinweig erkennen konnte, bahnte ich mich durch die steilen und engen Gassen mit meinem Zweispänner durch Passanten, Läden von Händlern.


    Ich hatte ein Treffen mit einem Verwalter einiger gut laufender Insulae in der LII. Straße, nicht weit von den Foren angeblich, so sagte er mir. Es waren gut situierte Häuser deren Bewohner aus der bürgerlichen Mittelschicht kamen. Händler, Kaufleute, Gelehrte, Schreiber oder eben halt Priester, die sich ein kleines Vermögen angespart hatten.


    Nur mühsam bewegte ich mich voran, immer wieder blieb ich stehen, denn auch andere Fuhrwerke wollten um diese Zeit in oder aus der Stadt, und ich fragte mich schon, ob wann ich denn jemals ankommen würde. Tarraco war als Provinzhauptstadt doch immer noch ein Stück größer, als Corduba, zumindest schien es mir so. So bahnte ich mir meinen Weg langsam durch die Massen, beide Zügel hielt ich fest in der Hand. Hier und da hörte ich ein Fluchen, dort erklang das Klimpern von Geldmünzen, eine Frau aus dem oberen Stock rief irgendwas lautes hinter jemanden auf der Straße her und es herrschte ein allgemeiner Trubel der Betriebsamkeit.


    ~


    Schließlich erreichte ich das Viertel. An einer Hauswand so in sieben Fuß Höhe war es in den braunen Sandstein eingeritzt "VIA LII". Nun galt es, diesen ominösen Hausverwalter zu finden, was sich als gar nicht so leicht herausstellte, zwar hatte er mir die Straße genannt, in die Insula lag, doch von einem weiteren Anhaltspunkt fehlte jede Spur.



    Doch Fortuna ließ mich nicht im Stich, denn ein Mann plötzlich auf mich zu, der sich als Hausverwalter Corax vorstellte. Er fragte "Salve, mein Freund ! Bist Du Publius Annaeus Domitianus ?" Ich nickte. Mein Wagen, mit dem ich unterwegs war, hatte offenbar seine Aufmerksamkeit erregt und zu mir geführt. Dann sprang er auf den Wagen und dirigierte mich zwei Insulae weiter, bis wir vor einer hoftorartigen Öffnung standen, in die wir schließlich einbogen und uns zu einem Innenhof führte.
    Wir stiegen ab und Corax, der hier scheinbar jeden kannte, gab zwei Jungen, die in diesem Hof spielten, die Anweisung auf den Wagen aufzupassen, ehe er mich über einen in stein gehauenen Aufstieg in den ersten Stock führte und dort vor der Wohnungstür mit der Aufschrift - VII - Halt machte.


    Die Wohnung war sehr geräumig, verfügte über eine Kochstelle und durch ein offenes Fenster drang Sonnenlicht in den Raum und erhellte diesen. Weitere Einzeiheiten in der Ausführung der Wohnung erspare ich mir, schließlich fällt dies unter meine Privatsspähre. ;) Jedenfalls wurden wir uns sehr schnell einig und ich bezog noch am selben Tag die Wohnung.

    Der Morgen des PRIDIE KAL IUL DCCCLVII A.U.C. war ein einschneidender Tag für mich gewesen. Von hieran sollte sich vieles ändern. Wehmut übermannte mich, als ich der Gewissheit folgte, jene traditionsreiche Casa, so voller Geschichte und Erlebnisse, ihrem Schicksal überlassen sollte.


    Einen Karren mit dem nötigsten hatte ich zusammengepackt, das Mobilar ließ ich zurück, bis auf einige wertvolle Kunstgegenstände wie Kerzenständer und Geschirr. Ich hatte das Glück, daß ich in einer Gesandtschaft der Praetorianer mitreisen konnte, denn die hispanischen Straßen waren noch immer nicht gesäubert von diesen Räubern, die seit Monaten die Wege unsicher machten und sich die Elephanten nannten. Es ist eine Schande wie in einer befriedeten Provinz, die seit Jahrhunderten fester Bestandteil des Imperium Romanum war und dessen Bevölkerung sich einst dem heutigen Imperator treu zur Seite stand, solche Räuber gegen die römische Ordnungsmacht es sich erlauben konnten vorzugehen, während die hispanische Verwaltung in Tarraconensis untätig blieb. Ich hoffte, daß der neue Statthalter frischen Wind bringen würde.


    Ich hatte erfahren, daß in der Gesandtschaft ein ranghoher Offizier in Begleitung war und ich dachte, vielleicht ließe sich auf diesem Wege Kontakt nach Rom knüpfen.


    So polterte der schwer beladene Wagen schließlich einsam vondannen und ließ die leere Gasse, in der Haus und Hof über Jahrzehnte meine Heimat waren, liegen. Ich blickte nicht mehr zurück.