Ich lächelte zufrieden:
" Dann wünsche ich Dir noch einen guten Tag, Venusia ..., bis später ..."
und mit diesen Worten verabschiedete ich mich von meiner Schwägerin,
verließ das Officium und ging in die Bibliothek
Ich lächelte zufrieden:
" Dann wünsche ich Dir noch einen guten Tag, Venusia ..., bis später ..."
und mit diesen Worten verabschiedete ich mich von meiner Schwägerin,
verließ das Officium und ging in die Bibliothek
"Auf jeden Fall werde ich es versuchen ... , hast Du noch Aufgaben für mich?
Sonst gehe ich dann besser, ... habe noch viel zu tun ..."
in meinen Gedanken war ich schon bei der Vorbereitung der Ausstellung,
dann sah ich Venusia noch mal mit einem fröhlichen Lächeln an und wartete nun auf ihre Antwort ...
Seine leichte Umarmung beruhigte mich und ich fühlte mich besser, ich schwieg eine
Weile ... und sagte dann mit einer leisen Stimme:
"Ja, ich habe Angst, ... denn alle Menschen, die ich geliebt habe, sind mir weggenommen..."
Und ich sah Cupidus traurig in die Augen:
"Nun,... und nun ... habe ich Angst um Dich, dass Dir auch was passieren könnte, mein Liebster ..."
flüsterte ich und bedeckte mein Gesicht mit den Händen, ich befürchtete,
dass er mich jetzt auf der Stelle verlassen wird ... obwohl die Götter vielleicht dieses Mal gut mit
uns beiden meinten
Nachdem Venusia gesprochen hat, sagte ich begeistert:
" ... Aber selbstverständlich werde ich die Ausstellung organisieren und kümmere
mich dann auch um die Aushänge ... "
Ich überlegte kurz:
"... Allerdings brauche ich dafür eine Menge Zeit und ... noch mehr Bilder ...
ja, ...vielleicht auch Deine Hilfe, ... auf jeden Fall werde ich Dich wissen lassen, wenn alles vorbereitet ist "
Es war natürlich viel Arbeit, aber das machte mir nichts aus, ich lächelte Venusia
zufrieden an -
"Danke für Dein Vertrauen, Venusia ... "
Cupidus neugieriger Blick ließ mich schmunzeln und ich erzählte:
"Nun, ich lebte mit meinem Vater fast 10 Jahre lang da ... zuerst in Camulodunum
und dann sind wir mit der Provinzverwaltung nach Londinium umgezogen ...
Wir wohnten an diesem großen Flus Tamesis, ... es ist sehr schön da ... ,
die britischen Stämme leben aber umweit der Stadt in ihren Dörfern ..."
ich machte eine Pause und nahm einen Schluck Wein -
"Ob die Einwohner wilde Krieger sind? Auf jeden Fall töteten sie bei einem Überfall meinen
Verlobten, der ein römischer Legionär war ..."
die Tränen stiegen mir in die Augen, ich sah Cupidus an und sagte nur
" ... Ich habe Angst, Cupidus, ... ich habe Angst ..."
"Was soll nicht stimmen, Carissime ... ?"
Fragte ich zerstreut ... . Cupidus schien ein sehr einfühlsamer Mann zu sein, der jede meine Gemütsbewegung
merkte, ich seufzte leicht und senkte meinen Blick:
"Es ist nichts, ich bin nur glücklich, dass Du hier, bei mir bist, ... und ich möchte nicht,
dass Du traurig oder verwirrt bist, Deine strahlende Augen möchte ich sehen, ...
vergiss die Welt da draußen ... , lass uns einfach den Augenblick geniessen ..."
dann sah ich zu ihm auf und diesmal konnte man in meinem Blick nur die Sehnsucht erkennen ...
"... Ja, es ist wirklich sehr schade, wir haben jetzt ein sogar sehr großes Leseangebot ..."
ich seufzte tief
" ... Aber Deine Idee mit der Ausstellung klingt sehr gut, ich glaube wir sollen es versuchen ...,
am besten im Herbst ... "
sagte ich mit einer hoffnungsvollen Stimme und sah Venusia abwartend an
Es freute mich, dass Cupidus sich langsam wieder entspannte, er konnte natürlich
nicht ahnen, dass die Gefahr von ganz anderer Seite drohte .... Ich sagte aber nichts,
er sah so glücklich aus ... ich erwiderte nur seinen Blick mit einem sanftmütigen
Lächeln und nahm dann auch mein Glas:
"... Oh, es ist zu viel Ehre für mich, hoffentlich wird die Göttin nicht eifersüchtig sein..."
flüsterte ich bescheiden und trank einen Schluck, dann noch einen -
" Auf Dich, mein liebster Amor ... "
da fiel mir noch etwas ein:
"... aber Du kannst doch das Bürgerrecht beantragen,
Du dienst ja in der Römischen Armee ... ? "
Gerade in diesem Moment wurde das Essen serviert. Die gute Lanthilta
hat sich um alles gekümmert.
Ich wartete, bis der Küchenjunge das Zimmer verließ, nachdem er das Tablett auf den Tisch
stellte, und dann sah ich Cupidus besorgt an:
"Aber, Carissime, was für Gedanken hast Du? Du bist kein Barbar ... Der Hausherr, wie Du ihn nennst,
Valentin Duccius Germanicus ist ja selbst ein Germane.
... Ich bin die einzige Römerin hier im Hause ... ,
außerdem bin ich eine freie Frau und muss nur noch von mir selbst Verantwortung tragen ..."
Ich merkte, dass Cupidus sich verkrampfte und ich küsste ihn zärtlich auf die Wange,
um ihn zu beruhigen ...
"Trinken wir lieber diesen starken, erlesenen Wein, es wird Dir gut tun und von bösen Gedanken befreien ... ,
dann werden wir essen ..."
dabei verdünnte ich meinen Wein mit etwas Wasser
"Danke, Cupidus .... "
sagte ich leise und lächelte leicht verlegen
"... Ich möchte, dass Du Dich hier wohl fühlst ...
Du hast also dienstfrei, nun, bei mir kannst Du Dich von
dieser stressigen Zeit, hoffe ich, richtig erholen und entspannen ... ",
dann stand ich auf, nahm aus einem kleinen Schrank eine Amphora und
zwei Gläser, stellte das alles auf den Tisch neben dem Divan
und nahm wieder meinen Platz. Ich öffnete vorsichtig die Amphora und
goss den herrlich duftenden Wein in die Gläser ein... . Dann lehnte ich
meinen Kopf an seine Schulter und fragte sanft:
"Trinkst Du Wein mit Wasser oder unverdünnt?"
"Du brauchst Dich nicht zu bedanken, Carissime, ich bin Dir dankbar,
dass Du so schnell kommen konntest, trotz ... ja, trotz dieser gefährlichen
Situation ... "
ich sah zu ihm auf in seine wunderschönen Augen und drückte zärtlich seine Hand -
"Ich bin aber eine schlechte Gastgeberin ... Du hast bestimmt Hunger, ich werde
sofort veranlassen, dass man uns das Essen hier serviert... , den Wein aber
kann ich Dir schon jetzt anbieten : Falerner oder Mulsum?"
Es war ein schönes Gefühl Cupidus hier zu sehen, seine sanfte Berührung zu fühlen,
seine Stimme zu hören ...
" ... Ach, die Reise war mehr oder weniger erträglich ... es ist nichts Aufregendes passiert ...
Überfall oder so ..."
Ich konnte Cupidus natürlich nicht offenbaren, dass ich die ganze Zeit nur an ihn dachte
und so die Unannehmlichkeiten der Reise nicht richtig wahrgenommen habe ...
"... Aber, bitte, nimm doch Platz ..."
mit einer Geste deutete ich auf meinen gut gepolsterten Divan, Platz genug für zwei ..., dann setzte ich mich auch hin
" ... Und wie ging es Dir die ganze Zeit ? ... Was gibt es Neues in Germania ?".
Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum Geburtstag!
Nach einem heissen, entspannten Bad kam ich in mein Cubiculum zurück
und zog eine leichte Tunika aus feinstem, weissen Byssus an,
die Haare, immer noch etwas feucht, fielen mir über die Schultern und
bedeckten meinen Oberkörper wie eine Palla.
Gerade wollte ich nach Marga rufen, denn nur sie konnte mein Haar kämmen
und bändigen und war schon an der Tür als es klopfte, ich machte die auf
und ... mir blieb das Herz stehen ...
Cupidus stand da und neben ihm Lanthilta ...
Ich lächelte glücklich und sah Lanthilta kurz an:
"Du kannst gehen, danke Dir ..."
als sie sich dann entfernte, gab ich Cupidus meine Hand -
"Komm rein ..."
Sehr herzlich erwiderte ich auch Venusias Umarmung und dann seufzte leicht:
"Nein, ich habe noch keinen Platz für die Bilder gefunden ... aber ich glaube,
wir sollen die in der Bibliothek aufhängen... Den "Homer" habe ich nun mitgebracht
so könnte man sein Buch lesen und gleich die "Trojanische Tafeln" ansehen ... ".
da fiel mir noch etwas ein:
" ... Gab es viel Publikum in der Bibliothek, als ich weg war? .."
[Blockierte Grafik: http://img504.imageshack.us/img504/6065/cub1dy6.jpg]
Inzwischen hat das Bedienungspersonal der Casa mein Cubiculum gründlich
geputzt und dann habe ich alles Notwendige veranlasst um mein Wohngemach
neu einzurichten, so wie ich es schon immer wollte...
Dieses Mal habe ich das Möbel und eine schöne Leuchte aus meinem Haus
in Britannia mitgebracht.
Gegen Abend war die ganze Arbeit nun getan. Ich sah mich um und lächelte
zufrieden. Danach ging ich zum Fenster und blickte sehnsüchtig in die Ferne .....
Da ich Venusia nicht in der Casa gesehen habe, hoffte ich sie in ihrem
Officium zu treffen. Ich klopfte leise an und trat dann ein, zum Glück war sie da:
"Ich grüße Dich herzlich, Venusia, und freue mich sehr Dich zu sehen,
nun bin ich wieder zurück aus Britannia
und habe eine Menge Bücher für unsere Bibliothek mitgebracht ..."
sagte ich und lächelte sie fröhlich an
Der Bote bedankte sich und verließ das Officium.
Ein Bote der Casa Duccia klopfte kurz an die Tür, betrat dann den Raum
und legte einen Brief und
die dafür notwendigen fünf Sesterzen auf den Tisch:
"Salve, diesen Brief bitte nach Confluentes befördern"
Von
Duccia Clara
Mogontiacum
An Duplicarius Justinianus Cupidus
ALA II Numidia
Confluentes, Regio Germania Superior,
Ave, Cupidus,
endlich bin ich nach Germanien zurückgekehrt.
Es wird mir eine Freude sein, Dich als meinen Gast in der Casa Duccia
zu empfangen. Bitte komm nach Mogontiacum, sobald es Dir möglich ist.
Die Götter mögen mit Dir sein.
Es grüßt und umarmt Dich -
Deine Clara
(17.8.2007/104 n.Chr.)
Nach einer langen Reise kam ich nun aus Britannia zurück.
Und es war ein schönes Gefühl wieder zu Hause zu sein...
Sobald ich mein Cubiculum betrat, schrieb ich einen Brief
an Cupidus. Erst dann ging ich ins Bad und genoss schon die Vorfreude, die Reisekleidung endlich
abzulegen und im heissen Wasser unterzutauchen...